Nintendo: Staatlich geförtertes Schulprogramm soll mit Nintendos Spielen Alltagskompetenz vermitteln

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Levi 
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Re: Nintendo: Staatlich geförtertes Schulprogramm soll mit Nintendos Spielen Alltagskompetenz vermitteln

Beitrag von Levi  »

chrische5 hat geschrieben: 06.09.2019 11:55 Hallo

Die schwierigkeit ist hier eher das Henne Ei Problem. Office und Co sind in der Realität Standard, deswegen bilden das auch die Schulen und deren Unterricht ab. Das verstärkt diesen Standard aber natürlich. Es bleibt schwer, das aufzubrechen. Und vor allem.... Es interessiert eigentlich niemanden! Hauptsache es funktioniert. Ob gnome, KDE oder Sonst was spielt einfach keine Rolle.

Christoph
Das ist glaube ich auch ein Denkfehler:
Das ist nicht quasi Standard, weil es in Schulen gelernt wird, sondern weil es im Alltag zu 80 Prozent zum Einsatz kommt.
Und da der Mensch ein Gewohnheitstier ist, wird sich daran auch nichts ändern.
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Levi 
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Re: Nintendo: Staatlich geförtertes Schulprogramm soll mit Nintendos Spielen Alltagskompetenz vermitteln

Beitrag von Levi  »

Peter__Piper hat geschrieben: 06.09.2019 11:55 Aber prinzipiell bin ich da ganz bei dir.
Bin aber der Meinung man sollte einfach ein wenig Maschinennäher in der Schule arbeiten.
Mit MS-DOS oder von mir aus auch mit nem C-64, damit Ihnen die vorgänge die hinter so einer App stehen verdeutlicht werden.
Warum msdos? Das ist auch nur ein layer... Und ein sehr unpraktischer dazu. Und ernsthaft sehen, was passiert tut man auch nicht. Mit ner bash hätte man wenigstens etwas, was auch noch verbreitet in Benutzung ist ;)

Wenn man diesen idealisierten Ansatz wirklich komplettieren möchte (und nebenbei noch aufzeigt, wie Praxisfern die Idee eigentlich ist), müsste man die Kids Assembler werkeln lassen.
Ist halt wirklich schwer, wenn nicht unmöglich, zu sagen, wo Grundlagen anfangen... Und wo es einfach zu detailliert ist.
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Re: Nintendo: Staatlich geförtertes Schulprogramm soll mit Nintendos Spielen Alltagskompetenz vermitteln

Beitrag von chrische5 »

Hallo

Klar, aber es verfestigt sich halt. In der Schule arbeiten wir nur mit Office und Windows. Die Schülerinnen kennen nichts anderes. Wobei die eh kaum noch eine Beziehung zum PC haben.

Christoph
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Levi 
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Re: Nintendo: Staatlich geförtertes Schulprogramm soll mit Nintendos Spielen Alltagskompetenz vermitteln

Beitrag von Levi  »

Tis 100 wäre nebenbei tatsächlich so ein "Spiel", welches einen Grundlagen näher bringt... Danach kann man zwar immernoch kaum ein Hallo world auf dem realen Desktop ausgeben, aber die Ideen werden gut rüber gebracht.
chrische5
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Re: Nintendo: Staatlich geförtertes Schulprogramm soll mit Nintendos Spielen Alltagskompetenz vermitteln

Beitrag von chrische5 »

Hallo

Turbo Pascal habe ich gelernt und war begeistert. Heute werkeln wir etwas mit Java und c# rum.

Christoph
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Peter__Piper
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Re: Nintendo: Staatlich geförtertes Schulprogramm soll mit Nintendos Spielen Alltagskompetenz vermitteln

Beitrag von Peter__Piper »

Levi  hat geschrieben: 06.09.2019 12:11
Peter__Piper hat geschrieben: 06.09.2019 11:55 Aber prinzipiell bin ich da ganz bei dir.
Bin aber der Meinung man sollte einfach ein wenig Maschinennäher in der Schule arbeiten.
Mit MS-DOS oder von mir aus auch mit nem C-64, damit Ihnen die vorgänge die hinter so einer App stehen verdeutlicht werden.
Warum msdos? Das ist auch nur ein layer... Und ein sehr unpraktischer dazu. Und ernsthaft sehen, was passiert tut man auch nicht. Mit ner bash hätte man wenigstens etwas, was auch noch verbreitet in Benutzung ist ;)

Wenn man diesen idealisierten Ansatz wirklich komplettieren möchte (und nebenbei noch aufzeigt, wie Praxisfern die Idee eigentlich ist), müsste man die Kids Assembler werkeln lassen.
Ist halt wirklich schwer, wenn nicht unmöglich, zu sagen, wo Grundlagen anfangen... Und wo es einfach zu detailliert ist.
Ich bin jetzt von mir als Beispiel ausgegangen. Und ich hab halt auf MS-DOS/C64 das laufen gelernt.
Ich bin bei leibe keine IT Fachkraft - aber denoch kommen jung und alt aus meinem Freundeskreis immer zu mir wenn es um PC-Probleme geht.
Das verständniss ist halt einfach ein anderes wenn man noch etwas anderes kennt als Win XP aufwärts, oder die Handyapp.
Mag es sicher noch geeignetere möglichkeiten geben als MS-DOS - da möchte ich dir nicht wiedersprechen.
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Levi 
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Re: Nintendo: Staatlich geförtertes Schulprogramm soll mit Nintendos Spielen Alltagskompetenz vermitteln

Beitrag von Levi  »

Das war eher als Ergänzung gedacht ;)... Im Grunde galt das nur als Sprungbrett hin zum Assembler.
Gast
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Re: Nintendo: Staatlich geförtertes Schulprogramm soll mit Nintendos Spielen Alltagskompetenz vermitteln

Beitrag von Gast »

Ich sehe irgendwie in Zukunft wie Donkey Kong das Einmaleins erklärt. :lol:

Ich weiß nicht so ganz was ich davon halten soll. ansich eine nette Idee, aber ob es was bringt? Ich komme noch aus einer Zeit, wo man erst die Hausaufgaben gemacht hat und dann an die Konsole ging.

Nun kommen die Spiele in die Schule. Die Frage ist, ob das eher ablenkt oder sinnvoll ist? :?:

Auch ist die Frage, ob dann noch Sony und Microsoft eifersüchtig werden? :?:
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Re: Nintendo: Staatlich geförtertes Schulprogramm soll mit Nintendos Spielen Alltagskompetenz vermitteln

Beitrag von Doc Angelo »

Levi  hat geschrieben: 06.09.2019 11:23 Ohm... Was du willst ist ein it-Experten Unterricht...
Nein, ganz im Gegenteil. "Nicht-Windows" ist nicht das Gleiche wie "Experten-IT". Demnach wäre Mac auch ein "Experten-Gerät".

Levi  hat geschrieben: 06.09.2019 11:23 Es nützt dir absolut nichts im Alltag, wenn du weißt wie eine Platine zusammen geschraubt wird, und du nen network Stack entwickeln kannst....
Ich frage mich wirklich, wie Du darauf kommst, das ich sowas mit Kindern vor habe. Davon habe ich doch kein Wort erwähnt? Heißt "Nicht-Windows" auch hier gleich: "Löte dir deinen eigenen Computer"? Das würde ja bedeuten, das Windows tatsächlich das einfachste und beste Betriebssystem ist, und alles andere nur für Informatiker und Raketenwissenschaftler.

Levi  hat geschrieben: 06.09.2019 11:23 Auf deine standardisierte Lösung bin ich nebenbei wirklich gespannt... Ich kenne zumindest keine, die nicht über irgend eine spezifische Implementation geht... (kann es quasi auch nicht geben, da selbst das Betriebssystem, bereits schon nicht mehr standardisiert ist... Wie erwähnt, ich glaube du verstehst nicht ganz was so einen echten Standard ausmacht. Da geht's um grundlegende Techniken, damit sich unterschiedliche Implementationen verstehen können.... Aber kein Standard dieser Welt, wird dir sagen, wie du eine Ausprägung bedienst....
Da hast Du natürlich recht. Die eine Implementation kann substantiell von der GUI her abweichen. Aber die darunterliegende Technik bleibt gleich, und das wäre in meinem Beispiel: Datei(en) auswählen -> Zielgerät so einstellen, das es gefunden werden kann -> Zielgerät auswählen -> auf dem Zielgerät die Übertragung akzeptieren und den Speicherort wählen.

Natürlich sind bei Android die Knöpfe grün und rechts oben, und von mir aus bei Apple die Knöpfe rot und rechts unten. Aber solange klar ist, wie die Reihenfolge ist, und wie die Sache von Statten geht, dann ist das doch wirklich zweitrangig.
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Re: Nintendo: Staatlich geförtertes Schulprogramm soll mit Nintendos Spielen Alltagskompetenz vermitteln

Beitrag von Doc Angelo »

Der Chris hat geschrieben: 06.09.2019 11:28 Wie gesagt...ich finde deine Ideen grundsätzlich gut, aber halt nicht in unserer Realität verortet. Es sind sehr theoretische Ansätze. Bist du Informatiker?
Ne, ich habe weder Informatik noch sonstwas studiert. Ich ab mich allerdings schon immer und sehr früh für Computer interessiert. Und ich musste als Erwachsener mit angucken, wie studierte Ingenieure ihre Zeit verschwenden, und zwar manchmal mehrere Stunden am Tag, weil sie die simpelsten Computertechnologien nicht verstanden und nicht einsetzen konnten. Das möchte ich der nächsten Generation sehr gerne ersparen. Unsere Gesellschaft kann meiner Meinung nach in ungeahnten Maßen von und mit Computern profitieren. Man muss nur wissen was geht, und wie es geht. Die bisherigen Schulungsmethoden sind größtenteils ungeeignet.

Der Chris hat geschrieben: 06.09.2019 11:28 Damit meine ich deinen Ansatz quasi universal für alle Umgebungen zu lernen, was defacto eine zusätzliche Abstraktionsebene bedeutet. Du hast einen permanenten Transfer, den die Schüler dann leisten müssen, weil das vorhandene Wissen in abstrakter Form vorliegt und immer wieder auf eine neue Plattform übertragen werden muss. Wenn du also einem Kind beibringst wie der Text in irgendeiner lustigen Textverarbeitung zu vergrößern ist, dann sitzt das Kind am Nachmittag daheim am Windows Rechner, muss das Gelernte nehmen und dann eine Transferleistung für Windows erbringen und quasi ein zweites Mal lernen.
Das finde ich nicht. Ganz im Gegenteil. Wenn man die Basis einer Sache schult, dann ist es nur ein kleiner Sprung den passenden Button im Programm zu finden, was man zu Hause installiert hat. Blödes Beispiel: Die Diskette speichert das Dokument. Das ist überall so.

Hier mal ein Bild von Abiword, was ich hier mal als Beispiel für eine potentielle Software zur Schulung von Dokumentenerstellung und -bearbeitung heranziehen möchte.

Bild

Das ist alles vorhanden, was man in einer Schule so braucht. Und genau genommen... was geschätze 99% der User von einem Office-Dokumenten-Programm brauchen. Die Basis von Dokumenten kann man hier ausreichend lehren. Es sind einfache und wenige Buttons, und diese wird man in MS-Office, in OpenOffice, in LibreOffice, und in sonstigen Office-Suites wiederfinden. Es geht doch um das Verständnis der Sache, und nicht das auswendig lernen wo genau die Knöpfe sind. Das ändert sich ja sowieso leider noch oft genug, selbst wenn man einem Produkt treu bleibt.

Darüber hinaus gibt es dieses Programm für alle erdenklichen Betriebssysteme und speicher in einem standardisierten Format ab. Nicht ganz unwichtig.

Der Chris hat geschrieben: 06.09.2019 11:28 Ich weiß nicht welche Generation du bist, aber ich sage jetzt einfach mal "wir". Wir sind noch damals ganz anders in diese Themen eingestiegen...in Informatik waren die nerdy Kids, die bock hatten ihren eigenen Rechner zu bauen und wir hatten mit Smartphones und Tablets auch keine Konsummaschinen als Computer zu Hause, weil der Computer als Konsummaschine noch gar nicht wirklich erschlossen war. Und heutzutage hast du da halt alle möglichen Kinder sitzen, die für die ein Computer so was wie ein iPad sein sollte. Da gibts keine seriellen Kabel, sondern AirDrop und AirPlay. Das ist ein ganz großer Generationenunterschied, den doch auch noch gar keiner so wirklich zu handhaben weiß...vor allem an den Schulen nicht. Und dann möchtest du quasi eine idealisierte Form des Informatikunterrichts einführen.

Wie gesagt...ich sage nicht dass die Idee dumm ist. Ich halte sie sogar für sehr gut. Allerdings nicht mehr wenn sie mit der realen Welt zusammentrifft.
Das ist ja genau das Problem. Die alten Säcke stehen mittlerweile genau so auf dem Schlauch wie die junge Generation. Manche wissen zwar vielleicht, wie man einen FTP-Server aufsetzt, aber so ganz einfach ist die Bedienung dann doch nicht, und dann braucht man erstmal ein FTP-Programm für Android/iPhone, weil die sowas nicht eingebaut haben - manchmal noch nicht mal einen Dateibrowser, der den Namen verdient.

AirDrop ist schon mal ein guter Ansatz, aber leider nur für bestimmte Geräte. Demnach kann man das nicht im Unterricht verwenden - denn man würde hier eine Abhängigkeit zu einem kommerziellen Produkt schaffen. Angenommen Apple wäre das meistgenutzte Produkt. Würde es das besser machen? Meiner Meinung nach nicht.

Und genau das Problem gilt es zu beseitigen. Wenn die Generation von morgen damit aufwächst, die Technologie zu benutzen, und nicht anders rum, dann kann das was werden. Natürlich muss man dann so einige alte Zöpfe abschneiden. Aber ohne unser zutun müssen wir der Industrie überlassen, unsere digitale Welt für uns zu gestalten.

Ich hoffe das es dazu nicht kommt. Genau genommen ist das unter anderem der Grund, warum ich in die Betreuung gegangen bin. Weil ich hoffe den Kindern mitzugeben, was sie morgen wissen müssen, um es besser zu machen als wir. Denn wir haben es ganz ehrlich verbockt. Ich steck den Kopf aber noch nicht in den Sand.

Der Chris hat geschrieben: 06.09.2019 11:28 Nach dem was wir wollen fragt keiner. Wir haben (entgegen der Behauptung einiger verstrahlter Rechter) vor allem eine wirtschaftsliberale Politik in diesem Lande. Erklärtes Ziel ist seit Jahrzehnten "Wachstum" und das erreichst du nicht zwingend durch Bildung und Wissen. Mehr durch zielgerichtetes Lernen (für den Arbeitsplatz/die Wirtschaft) und gezielte Desinformation.

Ich hatte das Vergnügen zuletzt noch auf einer Hochschule zugegen sein zu dürfen...wer glaubt, dass es da in irgendeiner Form um Bildung ginge ist da entweder vor sehr sehr langer Zeit zuletzt gewesen oder völlig blind durchgegangen. Diese Institutionen kann ich nicht mehr als Orte der Bildung sehen. Es geht straight darum für die Wirtschaft auszubilden und nichts anderes.
Da kann ich dir leider nur zustimmen. Unser Schulsystem ist teilweise hochproblematisch. Was ich an 3 unterschiedlichen Schulen während der Ausbildung zum Staatl. gepr. Techniker so alles ansehen musste... grausam. An einer Schule in Bremen war einer der besten Lehrer, den ich je kennen lernen durfte. Der Typ ist allen ernstes an Wochenenden zu den Lerngruppen privat nach Hause gekommen und hat geholfen. Der hat in seiner Freizeit geholfen, die Steuererklärung so zu gestalten, das wir als Studierende möglichst viel zurück bekamen (das war Samstags-Schule parallel zum Beruf). Der hat sogar seine eigenen Schulungsunterlagen verfasst. Und am Ende wurde er, das hatte ich noch mitbekommen, von den restlichen hohen Tieren der Schule rausgeekelt - obwohl er der Gründer eben jener Schule war. Er war den profitorientierten Arschlöchern einfach ein zu großer Dorn im Auge. Mit ihm sind einige der Lehrer ebenfalls gegangen. Oh wunder... all die Lehrer, die ich gut fand, waren auf der Liste zu sehen. Auf einer anderen Schule wurde ebenfalls ein Lehrer gefeuert. Er wurde von den Schülern verklagt, weil die Noten zu schlecht seien. Auch er war an Wissen und Technik interessiert. Nur wollte das keiner. Nur bei ihm waren die bereits gelösten Klausuren als PDF aufm Stick ohne Nutzen... weil er sich erdreistet hat, tatsächlich selbst welche zu schreiben. Jedes Jahr neue. Die Folge: Schlechte Noten, weil man nicht schummeln konnte. Deswegen wurde er verklagt, und verließ am Ende am Boden zerstört die Schule.

Ich möchte nicht, das die nächste Generation auch so einen Scheiß mitmachen muss. Das kotzt mich an. Ich möchte das ändern. Auch, wenn es nicht einfach wird.
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Re: Nintendo: Staatlich geförtertes Schulprogramm soll mit Nintendos Spielen Alltagskompetenz vermitteln

Beitrag von Doc Angelo »

Ich stelle hier erst einmal fest, das keiner weiß, wie man ganz einfach und simpel eine Datei von Gerät A zu Gerät B bekommt. Ich wiederhole: Mir gehts genau so. Ich könnte 1001 komplizierte Wege beschreiten, aber ein einfacher Weg, den jeder kennt und nutzen kann, den kenne ich nicht. Mich persönlich wurmt das, und es verwundert mich über alle Maßen.

Ich stelle fest: Wir haben sau viel Technik, aber die ganze Scheiße läuft alles andere als rund. Zeit was zu ändern.
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Levi 
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Re: Nintendo: Staatlich geförtertes Schulprogramm soll mit Nintendos Spielen Alltagskompetenz vermitteln

Beitrag von Levi  »

Doc Angelo hat geschrieben: 06.09.2019 17:27
Levi  hat geschrieben: 06.09.2019 11:23 Ohm... Was du willst ist ein it-Experten Unterricht...
Nein, ganz im Gegenteil. "Nicht-Windows" ist nicht das Gleiche wie "Experten-IT". Demnach wäre Mac auch ein "Experten-Gerät".

Levi  hat geschrieben: 06.09.2019 11:23 Es nützt dir absolut nichts im Alltag, wenn du weißt wie eine Platine zusammen geschraubt wird, und du nen network Stack entwickeln kannst....
Ich frage mich wirklich, wie Du darauf kommst, das ich sowas mit Kindern vor habe. Davon habe ich doch kein Wort erwähnt? Heißt "Nicht-Windows" auch hier gleich: "Löte dir deinen eigenen Computer"? Das würde ja bedeuten, das Windows tatsächlich das einfachste und beste Betriebssystem ist, und alles andere nur für Informatiker und Raketenwissenschaftler.

Levi  hat geschrieben: 06.09.2019 11:23 Auf deine standardisierte Lösung bin ich nebenbei wirklich gespannt... Ich kenne zumindest keine, die nicht über irgend eine spezifische Implementation geht... (kann es quasi auch nicht geben, da selbst das Betriebssystem, bereits schon nicht mehr standardisiert ist... Wie erwähnt, ich glaube du verstehst nicht ganz was so einen echten Standard ausmacht. Da geht's um grundlegende Techniken, damit sich unterschiedliche Implementationen verstehen können.... Aber kein Standard dieser Welt, wird dir sagen, wie du eine Ausprägung bedienst....
Da hast Du natürlich recht. Die eine Implementation kann substantiell von der GUI her abweichen. Aber die darunterliegende Technik bleibt gleich, und das wäre in meinem Beispiel: Datei(en) auswählen -> Zielgerät so einstellen, das es gefunden werden kann -> Zielgerät auswählen -> auf dem Zielgerät die Übertragung akzeptieren und den Speicherort wählen.
Ohm...... Ich weiß garnicht, was ich jetzt da sagen soll...
Ich versuch es:
Nochmal ich sprach nie von Windows oder Linux. Nur du hast den Anschein gemacht, als wolltest du kindern Grundlagen beibringen... Und Grundlagen sind normalerweise das, was im Hintergrund passiert... Du willst aber eigentlich in die komplett andere Richtung... Du willst so allgemein werden, dass man damit am Ende erst recht nichts anfangen kann.
Dein Beispiel zeigt das gut...

Okay. Du erklärst also so trocken, wie man Dateien von a nach b verschiebt.... Aber mit deine Beschreibung ist absolut niemanden ohne Beispiele geholfen... Oder anders: wenn du das jemanden erzählst ist er genauso schlau wie vorher.
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Re: Nintendo: Staatlich geförtertes Schulprogramm soll mit Nintendos Spielen Alltagskompetenz vermitteln

Beitrag von Levi  »

Doc Angelo hat geschrieben: 06.09.2019 18:07 Ich stelle hier erst einmal fest, das keiner weiß, wie man ganz einfach und simpel eine Datei von Gerät A zu Gerät B bekommt. Ich wiederhole: Mir gehts genau so. Ich könnte 1001 komplizierte Wege beschreiten, aber ein einfacher Weg, den jeder kennt und nutzen kann, den kenne ich nicht. Mich persönlich wurmt das, und es verwundert mich über alle Maßen.

Ich stelle fest: Wir haben sau viel Technik, aber die ganze Scheiße läuft alles andere als rund. Zeit was zu ändern.
Das es so viele unterschiedliche Wege gibt, ist etwas Gutes. Je nach Anwendungsgebiet sind unterschiedliche Lösungen angebracht.

Ich würde zum Beispiel wahnsinnig werden, wenn ich die Windowsfreigabe benutzen müsste in unseren Abteilungsnetz um Gigabyte von Datebbasen von a nach b zu bringen. Ich benutze rsynch. Bzw für kleine Geschichten scp. Aber einen normalen Nutzer kannst du schwer die Kommandozeile näher bringen. Für diesen ist die einfache Windowsfreigabe genau das richtige.
Und irgendwo dazwischen gibt's andere Anwendungenszwecke für NFS, ftp und Co (naja..
Ftp eher weniger inzwischen)
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Re: Nintendo: Staatlich geförtertes Schulprogramm soll mit Nintendos Spielen Alltagskompetenz vermitteln

Beitrag von Doc Angelo »

Levi  hat geschrieben: 06.09.2019 18:09 Ohm...... Ich weiß garnicht, was ich jetzt da sagen soll...
Ne, da reden wir vollkommen aneinander vorbei. Wie Du ja schon selbst feststellst, wenn Du meine Worte in deiner Interpretation wieder gibst, ergibt das alles keinen Sinn. Und zwar ziemlich offensichtlich. Was soll ich jetzt anderes sagen als: So hab ich das nicht gemeint.
Levi  hat geschrieben: 06.09.2019 18:09 Nochmal ich sprach nie von Windows oder Linux. Nur du hast den Anschein gemacht, als wolltest du kindern Grundlagen beibringen... Und Grundlagen sind normalerweise das, was im Hintergrund passiert... Du willst aber eigentlich in die komplett andere Richtung... Du willst so allgemein werden, dass man damit am Ende erst recht nichts anfangen kann.
Dein Beispiel zeigt das gut...
Mir geht es darum die Basics zu lehren. Es geht mir darum, den Kindern zu erzählen, das ein Dokument einen Rand hat, und das viele Drucker nicht auf dem Papierrand drucken können. Oder das eine Datei bestimmte Eigenschaften hat. Dafür braucht man kein bestimmtes Produkt. Es gibt genügend simple Software, die das kann. Die läuft zu dem auch noch auf unterschiedlichen Betriebssystemen, und das auch auf älteren Rechnern.

Ich brauch nicht zwingend Windows um das zu tun. Genau so wenig brauche ich zwingend Linux, um das zu tun. Hauptsache ist, das man die Grundlagen der Datenverarbeitung kennen lernt, und nicht nur die jeweils zeitgenössische meistgenutzte Software-Implementation einer Sache, die man nicht verstehen (kann). Siehe auch das, was Der Chris zum Generationenkonflikt gesagt hat.

Das bedeutet übrigens auch, das noch neue Standards dazu kommen müssen. Wie wir ja fest stellen, weiß keiner von uns, wie man diese überaus simple Aufgabe löst, die in einer idealen Welt von Grundschulkindern bewältigt werden können sollte. Es gibt also ein Problem, und ich möchte Lösungen dafür haben. Sich auf Apps zu verlassen ist für mich das Gegenteil einer Lösung.
Levi  hat geschrieben: 06.09.2019 18:09 Okay. Du erklärst also so trocken, wie man Dateien von a nach b verschiebt.... Aber mit deine Beschreibung ist absolut niemanden ohne Beispiele geholfen... Oder anders: wenn du das jemanden erzählst ist er genauso schlau wie vorher.
Das war nichts weiter als ein Beispiel für die Problematik. Ich schule damit niemanden, das ist nicht mein Ansinnen. Ich zeige nur das Problem auf.
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Re: Nintendo: Staatlich geförtertes Schulprogramm soll mit Nintendos Spielen Alltagskompetenz vermitteln

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Levi  hat geschrieben: 06.09.2019 18:15 Das es so viele unterschiedliche Wege gibt, ist etwas Gutes. Je nach Anwendungsgebiet sind unterschiedliche Lösungen angebracht.
Das so viele unterschiedliche Protokolle und Implementationen zur Verfügung stehen ist ganz klar ne schöne Sache. Das es allerdings keine simple Lösung gibt, die auf jeder Plattform funktioniert, das ist ehrlicherweise eine herbe Erkenntnis. Ich denke da sind wir uns einig. So viel Kommunikationstechnik, und so eine einfache Sache ist ein Problem. Das kanns doch nicht sein.

Beispiel: Gerät A ist ein Apple Laptop. Gerät B ist ein Windows Phone. Schon steht man vor einem Problem. Oder jeder andere Mischung von Geräten. Es ist immer ein Problem.

Das ist lächerlich. Ich kann da nur noch mit dem Kopf schütteln.