E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

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DARK-THREAT
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von DARK-THREAT »

Liesel Weppen hat geschrieben: 27.08.2019 14:03 Die Bundeswehr war auf der GC mit der Begründung, das "Zocker" strategisch und taktisch denken können, Reaktionsschnell sind und dazu IT-affin, damit also für die Bundeswehr geeignet.
Die Bundeswehr war schon immer auf der und der Vorgängermesse, um eben Werbung zu machen. Die Bundeswehr geht teilweise ja auch schon in Schulen und werben für den Krieg... wie in den USA. :evil:


Ja, eSport ist kein Sport.
Liesel Weppen
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von Liesel Weppen »

dOpesen hat geschrieben: 27.08.2019 19:52 wäre nett wenn du mir direkt aufzeigen könntest, in wie fern ich valve für ein esport counter strike turnier um erlaubnis fragen muss.
Wenn du 100% sicher sein willst, solltest du einen Rechtsanwalt dazu befragen.
Die Frage ist, wie du "Turnier" definierst?

Ich kann auch 20 Leute einladen, eine Turnhalle mieten und dort einen Kinofilm vorführen. Das ist dann eine private Veranstaltung. Dafür brauche ich keine Vorführgenehmigung für den Film. Wichtig ist aber, ich darf dann auch keinen Eintritt verlangen oder anderweitig Geld damit verdienen.

Wenn du eine Turnhalle mit 100 Sitzen mietest, im Internet ein Anmeldeformular veröffentlichst und sich da JEDER anmelden kann und du noch 10€ Eintritt verlangst, dann ist das eine öffentliche Veranstaltung, auch wenn am Ende nur die begrenzte Menge der tatsächlichen Teilnehmer den Film sieht. Dafür brauchst du dann schon eine Genehmigung, hast Auflagen (Brandschutz, Fluchtwege, etc) und brauchst auch eine Genehmigung vom Filmstudio für eben eine öffentliche Vorführung.
Wenns dazu noch ein Turnier mit Sach- oder gar Geldpreisen gibt, dürfte das nochmal eine andere Hausnummer sein.
Und wenn du das CSGo Turnier dann nur in der Halle auf einem Beamer laufen lässt, so das jeder Teilnehmer das sehen kann, dann ist das definitiv öffentlich.

Frag mal bei den Veranstaltern größerer LAN-Parties nach, die eben öffenlicht sind (also nicht 20 Kumpels privat irgendwo). Das ist ein riesen Aufwand.
Auf der letzten wo ich war, gabs auch ein CS-Turnier mit Preisen. Da mich CS nicht interessiert hab ich da nicht sonderlich drauf geachtet, aber ich meine gehört zu haben, dass die tatsächlich dafür eine Genehmigung von Valve hatten. Wenn ichs nicht vergesse bis ich mal wieder auf so einem Event bin, frage ich mal konkret nach. ;)
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danke15jahre4p
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von danke15jahre4p »

Liesel Weppen hat geschrieben: 27.08.2019 21:04Wenn ichs nicht vergesse bis ich mal wieder auf so einem Event bin, frage ich mal konkret nach. ;)
mach das mal bitte, wobei ich ja auch den ausführungen von ronny_83 soweit folgen kann.

greetingz
Liesel Weppen
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von Liesel Weppen »

Akabei hat geschrieben: 27.08.2019 20:56 Und mit welchen öffentlichen Mitteln wird jetzt der Fahrer eines Club-Clio gefördert?
Keine Ahnung. Vom ADAC?
Akabei hat geschrieben: 27.08.2019 20:56 Genau darum geht es doch dem Verband. Würde man nicht auf öffentliches Geld schielen, wäre es dem e-Sport Bund komplett Latte, ob der DOSB das rechtlich als Sport anerkennt oder nicht.
Es geht mir nicht um Förderungen, es geht mir darum, das deine Kriterien durchaus erfüllbar wären.
Am Ende wollen die natürlich irgendwelche Förderungen haben, schon klar, aber das Argument das das schon gar nicht sein dürfte, weil man ja CS spielt und das nur Valve in der Hand hat, sehe ich dagegen nicht gegeben.
Akabei hat geschrieben: 27.08.2019 20:56 Btw: Ganz so viele Autorennen habe ich bei Olympia auch noch nicht gesehen. Woran das wohl liegen mag.
Olympia ist ja auch nur deren eigene Definition von Sport. Gibt doch zahllose echte Sportarten die zwar Sportarten sind, aber trotzdem nicht olympisch.
Und Motorsport wird ja auch gefördert, obwohl es nicht olympisch ist.

Den e-Sportvereinen geht es ja auch (noch) nicht darum, dass sie gleich olympisch werden wollen, sondern erstmal nur als "Sport" anerkannt werden.
Mir ist eigentlich auch egal, ob sie das jetzt über den Topf der Sportförderung tun, oder ob das halt eine neue Kategorie wird, die man dann halt mit einem anderen Topf fördert. Entweder man will es fördern, oder halt nicht.
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key0512
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von key0512 »

Definition hin oder her. Dass so große Events und ihre reichen Veranstalter im Sinne der Sportförderung Rabatte und Steuererleichterungen bekommen will ich nicht. Von daher, passt.
Easy Lee
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von Easy Lee »

Ich würde es als Wettbewerb definieren, aber nicht als Sport.

Mir ist bewusst, dass in der Vergangenheit ein paar analoge Spielereien durchgerutscht sind und jetzt als Beispiel herhalten diese seien doch auch Sport, aber letztlich betrachte ich es als Synonym für eine körperlich fordernde und die Gesundheit fördernde Tätigkeit. Games daddeln - egal ob mit Sponsor, Trikot und besonders konzentriertem Blick oder nicht - ist so ziemlich das Gegenteil davon. Ohne echten sportlichen Ausgleich kann man das m.E. auch gar nicht mit der gebotenen kognitiven Präsenz durchziehen. Und ein Sport, der Sport als Ausgleich braucht ist halt wirklich keiner.
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SethSteiner
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von SethSteiner »

Dann sind aber ziemlich viele Sportarten kein Sport weil in vielen Sportarten die Sportler Sport treiben für ihren Sport. Und gesundheitlich förderlich ist Sport ja oft auch nicht, wie wir bei vielen Sportlern sehen, die durch ihren Sport ernste Verletzungen erleiden.
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DonDonat
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von DonDonat »

dOpesen hat geschrieben: 27.08.2019 17:54
DonDonat hat geschrieben: 27.08.2019 17:50hinter jedem einzelnen E-Sport Titel steht eine Firma, die damit direkt Geld verdient.
die fifa wurde hier doch schon oft genannt, ist dir bewusst wieviel geld die fifa mit einer wm verdient?

aber davon ab, wo ist der unterschied ob ich mir 50 euro den neuesten wm ball von nike kaufe oder counter strike von valve?
Äpfel und Birnen kennst du ne?

Der Unterschied zwischen Fußball, Volleyball, Hockey oder auch Schach, Dart und anderen echten oder "Pseudo-Sportarten" ist, dass der Sport selbst NIEMANDEM gehört, keinen Urheber hat oder anders gesagt gemeinnützig ist.

Im krassen Kontrast dazu E-Sport: Valve, EA, Activision, Ubisoft, Epic etc. die sind Urheber, Besitzer und du MUSST dem gewinnorientierten Unternehmen Geld geben um den "Sport" überhaupt ausüben zu können. Sprich, da ist nichts mit "Gemeinnützigkeit".
CritsJumper
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von CritsJumper »

Das mit dem Bezahlen und Besitzen und dem Urheberrecht klingt gut, aber ich glaub nicht so recht dran.

Vielleicht eher etwas das es nicht Krank machen darf? Aber das ist ja auch nicht gegeben bei dem ganzen Doping und den Verletzungen im Fussball.

Ich persönlich hätte ja darauf verwiesen: Wenn sie eine (EINZIGE) Version von dem Spiel machen, die per Open Source zur Verfügung stellen. Dann wäre es OK. Aber wenn jeden Monat daran rum gepatched wird und man keine 300 Jahre lang die selbe Version (Klasse) haben kann macht es keinen Sinn.

@Akabei
Btw: Ganz so viele Autorennen habe ich bei Olympia auch noch nicht gesehen. Woran das wohl liegen mag.
Oh da fällt mir ein das es Unterhaltungswert hätte wenn wir noch diese Wagen-Rennen aus der Römischen Zeit hätten und die Gladiatoren Kämpfe auf leben und Tot oder das mit den Raubkatzen... ;D
tendenziell
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von tendenziell »

War klar das die anfrage aus Deutschland kommt. so boring, so 0815 und so verzweifelt alles klären und in regeln fassen wollend. einfach nur öde ätzend ........usw
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an_druid
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von an_druid »

chrische5 hat geschrieben: 27.08.2019 15:46 Hallo

Warum ist für viele hier so wichtig, ob das jemand als Sport anerkennt oder nicht?

Christoph
Wenn du genauer darüber nachdenkst, geht es eigentlich um ein Zugeständniss einer Anerkennung, die schon längst gegeben ist. Viele Menschen sind jedoch immer noch der Meinung, Videospiele wären in der Kategorie: Spielsachen, Kinderspielerei oder unnützer Zeitvertreib. Deswegen gibt es immer noch Probleme mit der Gewaltdarstellung (siehe bashing von Trump). Deswegen werden viele Geschätzte Projekte nicht als Kunstform anerkannt, obwohl sie als diese beim Betrachter und Nutzer angekommen sind. Deswegen kommt ständig Erzkonservative und meinen die Können ihre Welt verteidigen, in dem sie andere versuchen zu treten.
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von chrische5 »

Hallo

Aber es mir doch egal sein, ob das irgendwer als Sport bezeichnet oder nicht. Am Ende wird es um Förderung gehen.

Christoph
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AkaSuzaku
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von AkaSuzaku »

CthulhuLover hat geschrieben: 27.08.2019 18:12 eSport ist für mich auch kein Sport. Finde die ablehnende Haltung des DOSB soweit in Ordnung. Das so Dinge wie Schach, Dart usw. als Sport zählen liegt am Bestandsschutz, einmal aufgenommen hast halt Glück gehabt.
Bestandsschutz ist hier gleich doppelt passend: der DOSB hat Schach nämlich wohl auch in erster Linie aufgenommen um es als Kulturgut zu schützen. Alleine den deutschen Schachbund gibt es z.B. schon seit 1877 und der hat mittlerweile noch an die 90000 Mitglieder und 2400 Vereine. Ohne Förderung wäre das wohl so nicht mehr denkbar.

Übrigens mal zum Vergleich: der E-Sport-Bund kommt auf nicht mal 30 Vereine.
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Xris
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von Xris »

an_druid hat geschrieben: 27.08.2019 22:28
chrische5 hat geschrieben: 27.08.2019 15:46 Hallo

Warum ist für viele hier so wichtig, ob das jemand als Sport anerkennt oder nicht?

Christoph
Wenn du genauer darüber nachdenkst, geht es eigentlich um ein Zugeständniss einer Anerkennung, die schon längst gegeben ist. Viele Menschen sind jedoch immer noch der Meinung, Videospiele wären in der Kategorie: Spielsachen, Kinderspielerei oder unnützer Zeitvertreib. Deswegen gibt es immer noch Probleme mit der Gewaltdarstellung (siehe bashing von Trump). Deswegen werden viele Geschätzte Projekte nicht als Kunstform anerkannt, obwohl sie als diese beim Betrachter und Nutzer angekommen sind. Deswegen kommt ständig Erzkonservative und meinen die Können ihre Welt verteidigen, in dem sie andere versuchen zu treten.
Aha... Battlefield, Fortnite, CoD etc. sind also verkante Meisterwerke? Ich denke die Spiele von denen du sprichst, werden so oder so nicht im E-Sport gespielt. Filme ansehen ist auch keine Sportform und trotzdem erfährt dieses Medium mehr Anerkennung.

Sry aber ich bin kein E-Sportler und ich denke dies trifft auf die Meisten hier zu. Nur weil vll in Zukunft das Spielen von Fortnite als Sportform durchgeht, macht macht mich das nicht zum E-Sportler. Und es macht mich meiner Meinung nach in den Augen der Öffentlichkeit auch kein Stück weniger nerdig.
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an_druid
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von an_druid »

Xris hat geschrieben: 28.08.2019 01:28
an_druid hat geschrieben: 27.08.2019 22:28
chrische5 hat geschrieben: 27.08.2019 15:46 Hallo

Warum ist für viele hier so wichtig, ob das jemand als Sport anerkennt oder nicht?

Christoph
Wenn du genauer darüber nachdenkst, geht es eigentlich um ein Zugeständniss einer Anerkennung, die schon längst gegeben ist. Viele Menschen sind jedoch immer noch der Meinung, Videospiele wären in der Kategorie: Spielsachen, Kinderspielerei oder unnützer Zeitvertreib. Deswegen gibt es immer noch Probleme mit der Gewaltdarstellung (siehe bashing von Trump). Deswegen werden viele Geschätzte Projekte nicht als Kunstform anerkannt, obwohl sie als diese beim Betrachter und Nutzer angekommen sind. Deswegen kommt ständig Erzkonservative und meinen die Können ihre Welt verteidigen, in dem sie andere versuchen zu treten.

Aha... Battlefield, Fortnite, CoD etc. sind also verkante Meisterwerke? Ich denke die Spiele von denen du sprichst, werden so oder so nicht im E-Sport gespielt. Filme ansehen ist auch keine Sportform und trotzdem erfährt dieses Medium mehr Anerkennung.
Klar, Gaming ist erster Linie ein Medium das übertragen wird. Das liegt dan in der Hand derjenigen die es in der Hand haben was entstehen zulassen. Deswegen hab ich auch sehr gezielt nicht veralgemeinert. verstehe an dieser Stelle nur nicht wo die Kritik ist(falls es eine sein soll)?
Sry aber ich bin kein E-Sportler und ich denke dies trifft auf die Meisten hier zu. Nur weil vll in Zukunft das Spielen von Fortnite als Sportform durchgeht, macht macht mich das nicht zum E-Sportler. Und es macht mich meiner Meinung nach in den Augen der Öffentlichkeit auch kein Stück weniger nerdig.
Ich bin jetzt auch kein großer E-Sport Konsument eher seltener Gelegenheitszuschauer. Das Thema ist in sofern für mich interresant, weil es was mit der Gesammtentwicklung und Förderung zu tun hat. Deswegen finde ich das es jeden der diese wundervolle Erungenschaft namens Gaming bereichert, was angeht. Den niemand kann im Endeffekt sagen wo die Entwicklung hingeht. Wer weis, vieleicht wird es in SP-Games Mechanische oder sonstige Fortschritte aufgrund von E-Sports geben oder umgekehrt oder es ist schon der Fall und wir wissens nicht!