Kajetan hat geschrieben: ↑25.10.2017 17:06
Dennis4022 hat geschrieben: ↑25.10.2017 16:51
Wäre wirklich schön, ist aber leider nicht so. Die Lootboxen haben das gesamte Spieldesign entscheidend geprägt, sie spielten bei der ganzen Gestaltung eine elementare Rolle. Man kann das Spiel auch so durchspielen, aber der Weg dahin ist so nervig und repetitiv, dass der Spaß unterwegs auf der Strecke bleibt.
Ich habe dazu bereits so viele widersprüchliche Aussagen gehört, dass ich ganz bewusst schrieb "
scheint es NOCH nicht ...". Ist es jetzt oder ist es nicht? Oder handelt es sich um ein quantenmechanisches Phänomen, wo sich das Spiel je nach Beobachter mal so oder mal so präsentieren kann?
Scheint mir aber eher an der allgemein pessimistischen Haltung der Leute ggü. MTs zu liegen. Im 4p Test und auch diversen anderen wurde eigentlich immer gesagt, dass ein grundsolides SP Spiel dahinter liegt, bei dem man nichts dazukaufen muss. Wenn ich Orks bekämpfen und übernehmen, um eine Festung zu erobern, um noch stärkere Orks zu übernehmen und noch stärkere Festungen zu erobern als langweilig empfinde, dann ist das ganze Spiel doch nix für mich. Ich glaube, das hat auch schon was mit selektiver Wahrnehmung zu tun. Je mehr ich auf diese Mechaniken fixiert bin, umso mehr achte ich auch auf evtl. "Playwalls" im Spiel und nehme diese evtl. sogar negativer wahr, als ich es vielleicht getan hätte, wenn das Spiel überhaupt keine MTs gehabt hätte. Dann wäre es einfach das Spiel gewesen. Aber klar, 100% wissen können wir auch nicht, inwiefern nun das Spielgerüst in die MT Sparte gequetscht wurde.
Sir Richfield hat geschrieben: ↑25.10.2017 16:34
Stümmt, man konnte Zeug ja auch mit Ingame-Währung kaufen?
Denn sonst mag ich nicht glauben, dass du jedesmal mit den Drops Glück hast.
Und wenn doch, dann sollen die das System gefälligst mal auf Diablo III portieren.
Ich meine, mir ist das egal, ich bin viel zu paranoid und geizig, als dass ich auch nur in die Versuchung käme, "mal eben" kleinere Summen in irgendeinen Store zu werfen.
Ist so schlimm, dass ich teilweise eine Bekannte mit Paypal Konto fragen muss, wenn es absolut nicht anders geht. (Also keine Packung gekauft werden kann oder so)
Aber ich betrachte gerade mit viel Popcorn, wie Leuten wie z.B. John Bain aufgeht, dass Overwatch Lootboxen so ein bisschen der Anfang vom Ende waren. Die hat er nämlich verzweifelt gegen "Hater" wie Jim Sterling verteidigt.
Wenn dahinter halt nicht der Gedanke stünde, euch (uns, aber siehe oben) mit Gewalt das Geld aus der Tasche zu ziehen, mir wäre es vielleicht egaler. Ich sehe schon seit der Pferderüstung keinen Grund, für so einen Scheiss auch noch Geld ausgeben zu wollen.
Wobei das nicht zu verallgemeinern ist und eher so Microtransactions meint. Skinpack an sich würde ich dann einzeln betrachten.
(Und mich als Sims Spieler fragen, warum ich die Ikea Werbung auch noch bezahlen soll, z.B.)
Ansonsten bin ich zu alt für den Scheiss.
Aber die Szene ist groß genug. Solange es noch Spiele wie Factorio gibt, wo man 20,- € auf den Tisch knallt und damit erst mal 300 Stunden+ beschäftigt ist BIS man dann das eingebaute Modportal findet, solange können EA, Activision Blizzard, Ubisoft und der Rest machen, was sie wollen.
Ja, richtig. Und selbst ich als ein "moderater" Spieler (bestimmt keine 20 Stunden diese Season, das Event wesentlich weniger) habe einiges an Goldskins bekommen und hätte auch noch die Coins über, um mir einen der teuren Event-Skins zu leisten. Ein bestimmtes Skin zu bekommen ist also sogar wahrscheinlicher, als eine bestimmte Ü-Ei Figur

Noch dazu gibt es pro Helden vielleicht zwei, allerhöchstens drei Skins pro Jahr die mit 3000 Coins als "teuer" gelten. Pro Jahr! Alles andere kriegt man entweder im Laufe der Zeit zusammen (1000er Skins die das ganze Jahr über erwerblich sind) oder mit ein bisschen Glück und Spieldauer auch während eines Events. Wenn ich jetzt am Anfang eines Events keine Coins habe, dann muss ich schon sehr viel spielen, um ein bestimmtes 3000er zu bekommen.
Trotzdem ist es krass, je mehr ich darüber nachdenke. Overwatch ist ja nicht mal ein Spiel, bei dem die Individualisierung irgendwie im Mittelpunkt stehen würde. Dass ich in einem RPG-angehauchten Destiny2 eben meinen Held auch so aussehen lassen will, wie ich das möchte, verstehe ich ja. Aber in Overwatch sieht man den Skin während Emotes, der Death-Cam, am Ende des Spiels wenn man siegt und wenn man Glück hat im Highlight des Spiels. Und trotzdem wird damit Kohle gemacht
Ich finde halt nur diese "Wehret den Anfängen!"-Mentalität falsch. Wenn die Spiele irgendwann Ausmaße annehmen, mit denen ich mich nicht mehr abfinden kann, kann ich immernoch auf den Kauf verweigern. Momentan aber finde ich das Gebotene meistens noch in Ordnung. Bei Spielen wie Sims hab ich schon damals gesagt, dass mir da zuviel zugekauft werden muss. Also habe ich seit irgendeinem Teil auf Playstation 2 keinen mehr gespielt.
btw. Danke für das im Nebensatz erwähnte Factorio

sieht interessant aus und kannte ich noch nicht. 300 Spielstunden ohne Mods klingt zudem gut
