Sir Richfield hat geschrieben: ↑13.10.2017 17:52
SethSteiner hat geschrieben: ↑13.10.2017 17:39Die Aussage hat auch einen sehr fragwürdigen, rassistischen und sexistischen Beigeschmack.
Ja nun, du kannst jetzt aber nur mit Mühe das Imperium als Holzhammer-Analogie zu den Nazis aufbauen und einen diversen Cast haben...
Und die Rebellen wurden doch in EP 4-6 auch von Frauen angeführt und waren Multikulti...
Oder ist das nur jetzt, in unserer Zeit, ein Problem?
Wozu eine Holzhammer Analogie, die es in den alten Filmen nie gab? Das Imperium ist natürlich böse aber es ist ein neutrales böse, es ist nicht "Nazis in Space" oder "Sowjets in Space" sondern ließ sich damals auf jedes militaristische Regime überstülpen. Der zweite Weltkrieg und das Dritte Reich war eine Inspiration in gewissen Aspekten für Lucas und die Macher, zum Beispiel den Luftkampf, Waffen, Kameraeinstellungen aber in ziemlich allgemeiner Natur, so kommt die Medaillenverleihungs-Zeremonie der Allianz ausgerechnet von Leni Riefenstahls Triumpf des Willens. Und Han Solos Blaster ist eine Mauser. Was aber fehlt ist die Ideologie, es gibt in den Filmen keine Xenophobie oder Sexismus als politische Doktrin, nur eine einzige Szene wo ein einziger Offizier Chewbacca beleidigt und das machen die Helden ja auch (und bei der erwähnten Zeremonie wird er nicht mal ausgezeichnet). Und auch so Dinge wie Flaggenschau, Gesten und Führerkult fehlen. Diktatur natürlich aber es hängen nicht überall Bilder des Imperators herum. Der diverse Cast war auch erst eine spätere Entwicklung in Star Wars. Lando war der typische schwarze Token-Charakter der auch ziemlich Blaxploitation mäßig daher kam na ja und in ANH hatten die Frauen noch gar nichts zu sagen und Generäle waren auch nur Männer. Die ganze Holzhammer-Nazi-Analogie kam erst mit dem EU und auch das ja nie konsequent, was gut war denn so konnte jemand wie Thrawn oder Daala das Licht der Welt sehen, gegen die ein Krennic ein feuchter Furz im Herbstwind ist. Mit zunehmender Zeit wurde dieses EU Konstrukt immer unpassender, mit der PT wird es regelrecht paradox und schlußendlich hat man es nahezu komplett aufgegeben. Rogue One ist quasi die absolute Ausnahme, weil Disney den Filmemachern Narrenfreiheit gegeben hat und die sich nicht an den Star Wars Kanon halten müssen, was dazu führt, dass das Imperium abseits des Films mit vielfältigen Charakteren aufwartet, unabhängig von Hautfarbe und Geschlecht (und mit Thrawn sogar Rasse) aber da halt alles gleich aussieht. Und das wohlbemerkt nicht um an die alten Filme anzuknüpfen, sondern als politische Message des Autoren passend zum US-Wahlkampf 2016. Und das ist halt so eines der Probleme, die Tendenz dazu sowohl die inhaltliche Entwicklung des Universums zu ignorieren, sogar die die man selber festschreibt als auch die Entwicklung des Mediums Film (als Film wie Serie) an sich.
@mafuba
Ich sehe das nicht als Political Correcntess, denn das hieße nichts anderes als Anstand. Aber das ist ja nicht das Thema der Filme. In Star Wars dient ein Finn, genau wie Lando, nichts weiter als Vehikel um eine bestimmte Bevölkerungsschicht anzusprechen, das ist ein absolut alter Hut, Identifikationsfiguren einbauen mit dem Ziel mehr Leute ins Kino zu locken. In Ghostbusters allerdings hatte die Entscheidung alle Ghostbusters zu Frauen zu machen schon eine politische Dimension, wie man durch den Sony Leak erfahren konnte. Aber das war keine Political Correctness, denn wäre das der Grund würde man ja versuchen Stereotype zu vermeiden, dann hätte die Schwarze Ghostbusters einen Doktor Titel, dann wäre sie kein Standard-Black-Woman Verschnitt mit übertriebener Gestik/Mimik, die in der U-Bahn Fahrkarten verkauft. Stattdessen war es einfach nur Ausdruck einer Strömung des US-amerikanischen Feminismus und der ist ziemlich weit weg von PC.