Virtual Reality: Oculus-Gründer Palmer Luckey startet neues VR-Unternehmen und beschwört Branchen-Zusammenhalt

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unknown_18
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Re: Virtual Reality: Oculus-Gründer Palmer Luckey startet neues VR-Unternehmen und beschwört Branchen-Zusammenhalt

Beitrag von unknown_18 »

slugger hat geschrieben: 27.09.2017 16:39 "VR setzt sich nicht durch" wird da geschrieben... von Leuten die nie eine Brille auf dem Kopf hatten
Wenn nur die Hälfte von denen wenigstens mal ein Gear auf dem Kopf gehabt hätte, würde der Markt vieleicht schneller wachsen.
Leider reicht das nicht, ich hab auch schon von genug Usern mitgekriegt, deren erste VR Erfahrung die war, das sie sich eine VR Brille bei einem Kumpel der eine besitzt, aufgesetzt hat und dann unbedingt Skyrim oder ein anderes nicht für VR gemachtes Spiel ausprobieren wollte und dem dann übel von der Steuerung wurde. Und schon war der nächste VR Hater geboren.

Leider stellen sich viele VR Tester eben auch selten dämlich an oder gehen mit einer völlig überzogenen Vorstellung an VR heran.

Damit VR beim ausprobieren kein Desaster wird braucht es:

- eine ordentliche VR Brille
- einen ordentlichen VR tauglichen PC
- alles ordentlich für den Nutzer eingestellt (vor allem Augenabstand)
- die richtige einsteigerfreundliche VR App
- einen offenen Geist des Testers

Optimal gleich mit VR Controllern wie Touch oder die Vive Controller, damit man auch direkt seine Hände in der VR hat, denn das macht extrem viel aus.

Bei der Oculus Rift mit Touch empfehle ich daher immer Oculus First Contact, super smarte VR Demo und daher ideal zum Einstieg geeignet. Bei der Vive wäre wohl The Lab im Steam Store ideal. Beides kostenlos zu nutzen, letzteres auch auf der Rift, aber halt ohne Fingertracking der Touch Controller, daher nicht perfekt für die Rift mit Touch.

An einem der Punkte scheitert es bei vielen. Da wären auch die VR Nutzer in der Verantwortung ihrem Umfeld VR anständig näher zu bringen, aber manche finden es halt viel lustiger wenn man einem VR Neuling gleich in die virtuelle Achterbahn setzt damit ihm auch richtig schön schlecht dabei wird... Deppen gibt es halt auch unter den VR Nutzern, lässt sich nicht vermeiden. ;)
johndoe1686305
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Re: Virtual Reality: Oculus-Gründer Palmer Luckey startet neues VR-Unternehmen und beschwört Branchen-Zusammenhalt

Beitrag von johndoe1686305 »

slugger hat geschrieben: 27.09.2017 16:39 Ich frage mich, ob hier einfach nur mit diesen ganzen Anti-VR Kommentaren getrollt wird, oder ob das wirklich die Meinung ist und wenn ja, ob diese Personen bereits ein ausgewachsenes Headset (PSVR, VIVE, RIFT) auf dem Kopf hatten um überhaupt eine Qualifizierte Meinung haben zu dürf... können.
Ich habe eine Vive. Imho trifft das ganze "Getrolle" die Sache auf den Punkt. Ein nettes Nischenspielzeug, dass sich außerhalb seiner Nische niemals breitflächig durchsetzen wird. Im Gegenteil, aufgrund des Nischendaseins wird es wieder in der Versenkung verschwinden (Henne-Ei-Problem). Das ist jedenfalls meine Theorie dazu. :)
johndoe1904612
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Re: Virtual Reality: Oculus-Gründer Palmer Luckey startet neues VR-Unternehmen und beschwört Branchen-Zusammenhalt

Beitrag von johndoe1904612 »

Balmung hat geschrieben: 27.09.2017 19:01
slugger hat geschrieben: 27.09.2017 16:39 "VR setzt sich nicht durch" wird da geschrieben... von Leuten die nie eine Brille auf dem Kopf hatten
Wenn nur die Hälfte von denen wenigstens mal ein Gear auf dem Kopf gehabt hätte, würde der Markt vieleicht schneller wachsen.
Leider reicht das nicht, ich hab auch schon von genug Usern mitgekriegt, deren erste VR Erfahrung die war, das sie sich eine VR Brille bei einem Kumpel der eine besitzt, aufgesetzt hat und dann unbedingt Skyrim oder ein anderes nicht für VR gemachtes Spiel ausprobieren wollte und dem dann übel von der Steuerung wurde. Und schon war der nächste VR Hater geboren...

Tja, das gehört eben alles zur Einstiegshürde dazu. Wenns nicht gleich funktioniert und simpel zu bedienen ist wars das. Dann holt man sich nicht auf Verdacht so einen teuren Helm ins Haus, in der Hoffnung das es besser wird und mal paar gescheite Anwendungen kommen. Gimmick eben.
unknown_18
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Re: Virtual Reality: Oculus-Gründer Palmer Luckey startet neues VR-Unternehmen und beschwört Branchen-Zusammenhalt

Beitrag von unknown_18 »

Ach, es gibt auch genug Leute die zu blöd sind beliebiges Gerät zu bedienen, weil sie kein Bock haben Anleitungen zu lesen und dann die Geräte verfluchen, weil wie jeder weiß: Schuld ist immer etwas anderes, aber nie man selbst.

Und genau zu der Kategorie Mensch gehören solche Leute, die erwarten sich eine VR Brille aufzusetzen und dann ein nicht für VR gemachtes Spiel damit zu spielen. Sind einfach Menschen die zu doof für Technik sind um zu verstehen wieso das nicht klappen kann. Solche Menschen wollen auch ein 20 Jahre alten Videorekorder per Scart an einen HDTV anschließen.
Duugu hat geschrieben: 27.09.2017 19:13
slugger hat geschrieben: 27.09.2017 16:39 Ich frage mich, ob hier einfach nur mit diesen ganzen Anti-VR Kommentaren getrollt wird, oder ob das wirklich die Meinung ist und wenn ja, ob diese Personen bereits ein ausgewachsenes Headset (PSVR, VIVE, RIFT) auf dem Kopf hatten um überhaupt eine Qualifizierte Meinung haben zu dürf... können.
Ich habe eine Vive. Imho trifft das ganze "Getrolle" die Sache auf den Punkt. Ein nettes Nischenspielzeug, dass sich außerhalb seiner Nische niemals breitflächig durchsetzen wird. Im Gegenteil, aufgrund des Nischendaseins wird es wieder in der Versenkung verschwinden (Henne-Ei-Problem). Das ist jedenfalls meine Theorie dazu. :)
Und da haben wir dann auch den typischen VR Nutzer der Marke "Ich springe jetzt auf den VR Zug auf, obwohl mich die VR Software gar nicht reizt bzw. die Technik für mich noch nicht ausgereift genug ist und lasse die VR Brille dann im Regal verstauben". Von einem richtigen VR Nutzer hört man solche Worte definitiv nicht. ;)

Ja, VR ist aktuell Nische und jeder der sich aktuell eine VR Brille holt muss vor allem eine Voraussetzung mit bringen: Experimentierfreudig sein.

Und hier muss sogar ich selbst zugeben, das ich schon mal experimentierfreudiger war, ich hab meine Oculus Rift jetzt auch schon 2 Wochen nicht mehr genutzt und hätte noch mehr als genug VR Apps zum anspielen/durchspielen. Dennoch käme ich nicht deswegen auf die Idee VR kleiner zu reden als es ist. VR wird sich durchsetzen, aber nicht heute und auch nicht Morgen, sondern eher Übermorgen und um das erkennen zu können braucht es daher mehr Weitsicht.
johndoe1904612
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Re: Virtual Reality: Oculus-Gründer Palmer Luckey startet neues VR-Unternehmen und beschwört Branchen-Zusammenhalt

Beitrag von johndoe1904612 »

Genau, wenn VR sich nicht durchsetzt sind die Anwender zu doof. Kann man sich natürlich auch einreden.

Die nächste Generation müsste schon deutlich ergonomischer, billiger und leichter sein. Und vor allem einen Haufen gescheite Software bieten. Sonst bleibts in der Nerdecke. Wer steckt da sonst noch groß Geld rein. Mal schauen, wann HTC den Spaß abstößt oder wie lange Sony noch mitspielt. Minusgeschäft kann sich keiner leisten.
johndoe1686305
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Re: Virtual Reality: Oculus-Gründer Palmer Luckey startet neues VR-Unternehmen und beschwört Branchen-Zusammenhalt

Beitrag von johndoe1686305 »

Balmung hat geschrieben: 27.09.2017 19:23 Und da haben wir dann auch den typischen VR Nutzer der Marke "Ich springe jetzt auf den VR Zug auf, obwohl mich die VR Software gar nicht reizt bzw. die Technik für mich noch nicht ausgereift genug ist und lasse die VR Brille dann im Regal verstauben". Von einem richtigen VR Nutzer hört man solche Worte definitiv nicht. ;)
Schöne Theorie. Aber glaubst du wirklich, ich gebe über 1000 Euro aus, nur um "auf einen Zug aufzuspringen, für den ich mich eigentlich gar nicht interessiere"? Das klingt dann doch wohl etwas sehr weit hergeholt, oder? :D

Zudem frage ich mich, wie du das hier
Balmung hat geschrieben: 27.09.2017 19:23Ja, VR ist aktuell Nische und jeder der sich aktuell eine VR Brille holt muss vor allem eine Voraussetzung mit bringen: Experimentierfreudig sein.
mit dem hier
Balmung hat geschrieben: 27.09.2017 19:23VR wird sich durchsetzen, aber nicht heute und auch nicht Morgen, sondern eher Übermorgen und um das erkennen zu können braucht es daher mehr Weitsicht.
in Einklang bringst.

Woher nimmst du denn die Gewissheit, dass übermorgen alles anders sein wird? Erwartest du irgendeine wundersame Entwicklung, die die Situation irgendwann um 180 Grad dreht?
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Re: Virtual Reality: Oculus-Gründer Palmer Luckey startet neues VR-Unternehmen und beschwört Branchen-Zusammenhalt

Beitrag von unknown_18 »

Pommern hat geschrieben: 27.09.2017 19:35 Genau, wenn VR sich nicht durchsetzt sind die Anwender zu doof. Kann man sich natürlich auch einreden.
War klar das jetzt so eine Antwort kommt, ist die typische Argumentationsweise, kommt man halt mit dem anderen Extrem wenn einem sonst kein Argument mehr einfällt. ;)

Es gibt genug extrem bedienungsfreundliche Geräte auf dieser Welt und trotzdem gibt es Menschen die sich wie der letzte Hinterwälder anstellen wenn sie solche Geräte bedienen sollen. Zugeben will das aber Niemand, da ist dann einfach das Gerät schuld und nicht weil sie sich selbst zu doof anstellen und mit ihrem Sturkopf dem Gerät ihr Willen aufzwängen wollen und nicht kapieren das das so nicht funktionieren kann.
Die nächste Generation müsste schon deutlich ergonomischer, billiger und leichter sein. Und vor allem einen Haufen gescheite Software bieten. Sonst bleibts in der Nerdecke. Wer steckt da sonst noch groß Geld rein. Mal schauen, wann HTC den Spaß abstößt oder wie lange Sony noch mitspielt. Minusgeschäft kann sich keiner leisten.
Tja, VR ist eine Langzeit Investition, zu dumm das heute Jeder nur noch denkt alles müsste bereits Morgen fetten Gewinn abwerfen. Das war vor 10-20 Jahren noch völlig anders, da wurde Geld auch mal längerfristig eingesetzt, aber heute zählt wie gesagt nur noch das schnelle Geld und dann wundert man sich wieso so manches scheitert, weil die Investoren kein Durchhaltevermögen mehr besitzen, nur noch auf ihr Geld schauen und das worin sie investieren ihnen eigentlich völlig egal ist. Wenn Investoren fettes schnelles Geld mit einer Biowaffe machen könnten, die die gesamte Menschheit in einer Woche auslöschen könnte, sie würden investieren ohne mit der Wimper zu zucken, was auch daran liegt das viele Investoren nicht mal mitkriegen in was sie da eigentlich alles investiert haben.
unknown_18
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Re: Virtual Reality: Oculus-Gründer Palmer Luckey startet neues VR-Unternehmen und beschwört Branchen-Zusammenhalt

Beitrag von unknown_18 »

Duugu hat geschrieben: 27.09.2017 19:44
Balmung hat geschrieben: 27.09.2017 19:23 Und da haben wir dann auch den typischen VR Nutzer der Marke "Ich springe jetzt auf den VR Zug auf, obwohl mich die VR Software gar nicht reizt bzw. die Technik für mich noch nicht ausgereift genug ist und lasse die VR Brille dann im Regal verstauben". Von einem richtigen VR Nutzer hört man solche Worte definitiv nicht. ;)
Schöne Theorie. Aber glaubst du wirklich, ich gebe über 1000 Euro aus, nur um "auf einen Zug aufzuspringen, für den ich mich eigentlich gar nicht interessiere"? Das klingt dann doch wohl etwas sehr weit hergeholt, oder? :D
Nope, ist es nicht, sind mir schon genug solche Leute in den letzten Monaten begegnet, die einfach zu viel Geld haben, sprich für die über 1000 Euro nichts sind, weil sie gut verdienen, alleine leben und somit im Monat mal locker 1000 Euro für sich haben. Ich gehöre da definitiv nicht dazu. ;)
Zudem frage ich mich, wie du das hier
Balmung hat geschrieben: 27.09.2017 19:23Ja, VR ist aktuell Nische und jeder der sich aktuell eine VR Brille holt muss vor allem eine Voraussetzung mit bringen: Experimentierfreudig sein.
mit dem hier
Balmung hat geschrieben: 27.09.2017 19:23VR wird sich durchsetzen, aber nicht heute und auch nicht Morgen, sondern eher Übermorgen und um das erkennen zu können braucht es daher mehr Weitsicht.
in Einklang bringst.

Woher nimmst du denn die Gewissheit, dass übermorgen alles anders sein wird? Erwartest du irgendeine wundersame Entwicklung, die die Situation irgendwann um 180 Grad dreht?
Ich frage mich wo du hier einen Widerspruch siehst?

Und ich brauche keine wundersame Entwicklung abwarten, sondern einfach die natürliche. Nicht nur die VR Brillen Hersteller lernen dazu, sondern auch die VR Software Entwickler, das spürt man schon jetzt deutlich wenn man aktuelle Titel wie Lone Echo mit Titeln von vor einem Jahr vergleicht. Nicht ohne Grund wird Lone Echo als VR Spiel der 2. Generation angesehen. Bereits in dem Spiel merkt man deutlich wie die Entwickler dazu lernen, das Bewegungskonzept des Spiels ist einfach nur super durchdacht.

Experimentierfreudigkeit bedeutet einfach, dass die VR Software Entwickler selbst noch am experimentieren sind was in VR funktioniert und was nicht, darum hat so viele VR Software auch den Charakter einer Techdemo. Und gerade das ist das Problem der HTC Vive, auf Steam findest du zwar mit Abstand die meiste VR Software, aber auch den meisten Müll und die meisten Techdemos und dafür weniger richtige VR Software/Spiele, so etwas wie Lone Echo gibt es auf Steam nicht, aber genau solche Spiele sind die Zukunft der VR Spiele, die über eine Techdemo hinaus gehen.

Und nein, da hilft auch kein Skyrim VR, Fallout VR etc., die ich eher kritisch sehe, diese Spiele wurden für den 2D Bildschirm entwickelt, um diese fit für VR zu machen benötigt es wesentlich mehr Aufwand und ich wette mehr als VR einbauen und hier und da ein paar Anpassungen werden die Entwickler nicht tun, das ist aber viel zu wenig, das gesamt Gameplay und die gesamte Spielwelt müsste aufwendig für VR angepasst werden, zu hohe Kosten, daher wird es nicht gemacht. Und darum sehe ich in solchen Billig VR Umsetzungen wieder eher eine Gefahr für VR, weil sie Fans dieser Spieler anlocken, aber in VR massiv enttäuschen könnten.

VR braucht richtig für VR entwickelte Software. Das müssen sowohl Entwickler als auch Spieler erst mal kapieren.

Und woher ich die natürlich Entwicklung kenne? Nun, ich spiele seit Ende der 70er Jahre, damals noch Telespiele genannt und hab daher die damalige Entwicklung von Spielen selbst miterlebt, wie sie aus den Kinderschuhen heraus zu großen Spielen heran wuchsen. Und genau diese Entwicklung müssen nun auch VR Spiele durch machen, nur in kürzerer Zeit und nicht ganz von so klein wie die damaligen Videospiele. Und daher kommt eben auch ein Stück weit mein Vertrauen in VR.
johndoe1686305
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Re: Virtual Reality: Oculus-Gründer Palmer Luckey startet neues VR-Unternehmen und beschwört Branchen-Zusammenhalt

Beitrag von johndoe1686305 »

Das mag ja alles ein. Aber das ändert nichts an den grundlegenden Beschränkungen von VR die faktisch vorhanden sind und das Thema zum Nischenthema machen.

Man muss sich nun mal immer eine Brille aufsetzen, die einen von der Außenwelt abschneidet und einschränkt. Ganz viele Spielkonzepte funktionieren schlicht und ergreifend nicht in VR. Wie wenige wirklich funktionierende Konzepte überhaupt möglich sind, sieht man gut am aktuellen Einheitsbrei. Die Eingabemöglichkeiten sind viel unpräziser als mit anderen Lösungen und schränken die machbaren Inhalte gewaltig ein. Die Bewegung ist ein Problem, für das keine (brauchbare) endgültige Lösung vorstellbar ist (auch, wenn die Entwickler langsam lernen es zu verringern), und so weiter und so fort.

Diese ganzen Einschränkungen und Probleme sorgen dafür, dass VR im letzten halben Jahr einen erdrutschartigen Absturz erlebt hat. Möglicherweise werden sie irgendwann mal, zumindest teilweise, gelöst. Aber das ist schlicht und ergreifend reine Spekulation.
Wenn man den tatsächlichen Status und die Entwicklung objektiv betrachtet (ohne irgendwelche unbelegten Spekulationen zu möglichen Entwicklungen anzustellen) , dann komme ich stattdessen eher zu der Erkenntnis, dass sich VR eben aufgrund diese vielen Dinge nicht breitflächig durchsetzen wird - schon gar nicht, als gleichwertige Lösung oder gar als Ersatz für heutige Konzepte.
Doc Angelo
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Re: Virtual Reality: Oculus-Gründer Palmer Luckey startet neues VR-Unternehmen und beschwört Branchen-Zusammenhalt

Beitrag von Doc Angelo »

Etwas Neues muss ja nicht Vorhandenes ersetzen um gut zu sein. Zudem denke ich, das es damals die gleiche (damals noch berechtigte) Kritik an Videospielen gab: 80x80 Pixel? Pieptöne? Wie soll daraus Kultur werden?
unknown_18
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Re: Virtual Reality: Oculus-Gründer Palmer Luckey startet neues VR-Unternehmen und beschwört Branchen-Zusammenhalt

Beitrag von unknown_18 »

Duugu hat geschrieben: 27.09.2017 21:13Man muss sich nun mal immer eine Brille aufsetzen, die einen von der Außenwelt abschneidet und einschränkt.
Alles eine Gewohnheitssache und da die Rift Kopfhörer nur aufliegen, schottet sie akustisch nicht komplett ab. Mir war am Anfang als ich die DK2 bekam auch etwas mulmig nichts um mich herum mit zu bekommen, aber das hat sich schnell gelegt. Ist eben eine Hemmschwelle, die gab es früher auch schon bei anderen Erfindungen. Bei der Eisenbahn hatten damals auch alle bedenken wegen der Geschwindigkeit mit der sie sich bewegt. ;) Einfach eine Unsicherheit die man durch Erfahrung für sich selbst austesten muss.
Ganz viele Spielkonzepte funktionieren schlicht und ergreifend nicht in VR.
Was gut so ist, ich hab keine Lust in VR 1:1 den gleiche Mist wie auf dem normalen Bildschirm zu spielen. Ich sehe das gerade als Chance das sich neue Konzepte entwickeln können. Dafür funktionieren im übrigen Konzepte, die an einem Bildschirm stink langweilig sind und keinen Spaß machen.
Wie wenige wirklich funktionierende Konzepte überhaupt möglich sind, sieht man gut am aktuellen Einheitsbrei.
Falsch, das ist lediglich der aktuelle Zustand und den sollte man nicht als Maßstab für die Zukunft nehmen. Hätte ich das damals bei der DK2 getan was du jetzt machst, sähe die Auswahl noch viel schlimmer aus. Konzepte müssen sich bei einer neuen Technologie erst entwickeln, die kommen nicht über Nacht sondern mit der Erfahrung der Entwickler und in VR ist jeder Entwickler Neuling.
Die Eingabemöglichkeiten sind viel unpräziser als mit anderen Lösungen und schränken die machbaren Inhalte gewaltig ein.
Ich würde es nicht unpräziser nennen, sondern realistischer, die Maussteuerung ist viel zu unrealistisch präzise. Aber das Tracking der VR Controller wird zukünftig mit besserer Technik auch noch stark verbessert und damit noch präziser. Alles an VR ist noch eine Baustelle mit viel Verbesserungspotential und das wird die 2. Generation beweisen. Und selbst wenn die 2. Generation noch nicht den Massenmarkt erreicht und immer noch eine Nische bleibt. 1. wird die Nische größer (die alten Brillen verschwinden ja nicht, werden nur noch billiger) 2. werden viele jetzige Kritiker bereits mit der 2. Generation schon verstummen, mit der 3. Generation dann noch mehr.
Die Bewegung ist ein Problem, für das keine (brauchbare) endgültige Lösung vorstellbar ist (auch, wenn die Entwickler langsam lernen es zu verringern), und so weiter und so fort.
Vor 10 Jahren war noch nicht mal vorstellbar, das wir heute überhaupt VR Brillen haben. Nur weil viele, inkl. mir selbst, noch keine Vorstellung haben wie die optimale Lösung für die Fortbewegung in VR aussehen könnte, heißt das nicht das es keine geben wird. Da forschen viel schlauere Menschen als ich daran, die entsprechend schon unterschiedlichste Erfahrungen gesammelt haben und eher wissen wohin die Reise eventuell geht.

Probleme sind dazu da gelöst zu werden, nicht als Ausrede um den Kopf in den Sand stecken zu können, so löst man keine Probleme.
Diese ganzen Einschränkungen und Probleme sorgen dafür, dass VR im letzten halben Jahr einen erdrutschartigen Absturz erlebt hat. Möglicherweise werden sie irgendwann mal, zumindest teilweise, gelöst. Aber das ist schlicht und ergreifend reine Spekulation.
Damit etwas abstürzen kann muss es erst mal den Berg erklommen haben, VR war bisher noch nie über den Fuß des Berges hinaus weiter oben. Wer was anderes sagt hat sich von dem Hype aber so etwas von blenden lassen... nur auf den Hype gehört und sich null selbst informiert.
Wenn man den tatsächlichen Status und die Entwicklung objektiv betrachtet (ohne irgendwelche unbelegten Spekulationen zu möglichen Entwicklungen anzustellen) , dann komme ich stattdessen eher zu der Erkenntnis, dass sich VR eben aufgrund diese vielen Dinge nicht breitflächig durchsetzen wird - schon gar nicht, als gleichwertige Lösung oder gar als Ersatz für heutige Konzepte.
Sorry, aber bei den oben geäußerten Dinge zweifle ich stark an das du überhaupt in der Lage bist das Ganze objektiv zu betrachten. Du bauscht hier teilweise Dinge zu Problemen auf die keine Probleme sind sondern einfach dem aktuellen Stand der Technik geschuldet sind und sich teilweise praktisch von selbst lösen werden.
TMC
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Re: Virtual Reality: Oculus-Gründer Palmer Luckey startet neues VR-Unternehmen und beschwört Branchen-Zusammenhalt

Beitrag von TMC »

Duugu hat geschrieben: 27.09.2017 21:13 Man muss sich nun mal immer eine Brille aufsetzen, die einen von der Außenwelt abschneidet und einschränkt.
Das MUSS zwangsläufig so sein sonst kann nicht mal ein Funke von Immersion aufkommen. Man kann nun mal nicht in 2 Realitäten gleichzeitig sein ... :wink:
Duugu hat geschrieben: 27.09.2017 21:13 Ganz viele Spielkonzepte funktionieren schlicht und ergreifend nicht in VR. Wie wenige wirklich funktionierende Konzepte überhaupt möglich sind, sieht man gut am aktuellen Einheitsbrei. Die Eingabemöglichkeiten sind viel unpräziser als mit anderen Lösungen und schränken die machbaren Inhalte gewaltig ein.
Einspruch ! Die Eingabegeräte sind heute schon präzise genug. Spiele mal "Drop Dead" oder "Superhot VR", da ballerst Du präziser und vor allem schneller als mit Maus oder Pad.
Und z.B. ein "Dead Hungry" würde mit Maus/Pad absolut keinen Spaß machen.

Und was die Spielkonzepte angeht: alles (und da meine ich ALLES) was First-Person ist, ist in VR DEUTLICH immersiver ! Da kommt kein noch so toller Riesen-8K-120Hz-Monitor ran, nicht mal im Ansatz ! Alleine Alien:Isolation hat das schon auf dem technisch recht schwachen DK2 bewiesen. Es muß nur richtig für VR umgesetzt werden !
Duugu hat geschrieben: 27.09.2017 21:13 Die Bewegung ist ein Problem, für das keine (brauchbare) endgültige Lösung vorstellbar ist (auch, wenn die Entwickler langsam lernen es zu verringern), und so weiter und so fort.
Das ist wirklich ein Problem. Aber auch dafür gibts Lösungen wie wählbare Teleportation/Locomotion. Da findet jeder was passendes für seinen Magen. Ansonsten: es kann halt auch nicht jeder auf die Achterbahn, der einen allzu empfindlichen Magen hat.
Duugu hat geschrieben: 27.09.2017 21:13 Diese ganzen Einschränkungen und Probleme sorgen dafür, dass VR im letzten halben Jahr einen erdrutschartigen Absturz erlebt hat. Möglicherweise werden sie irgendwann mal, zumindest teilweise, gelöst. Aber das ist schlicht und ergreifend reine Spekulation.
Wenn man den tatsächlichen Status und die Entwicklung objektiv betrachtet (ohne irgendwelche unbelegten Spekulationen zu möglichen Entwicklungen anzustellen) , dann komme ich stattdessen eher zu der Erkenntnis, dass sich VR eben aufgrund diese vielen Dinge nicht breitflächig durchsetzen wird - schon gar nicht, als gleichwertige Lösung oder gar als Ersatz für heutige Konzepte.
Ich sags mal so: die Leute die eine VR-Brille wollten haben eine. Und der Rest, dem der Spaß noch zu teuer und nicht genug ausgereift (vor allem displaymäßig) ist wartet halt ab ob die nächste Gen diese Probleme fixt. Von daher sind die Verkaufszahlen absolut nachvollziehbar.

Davon die zukünftigen Entwicklungen abzuleiten ist schon arge Kaffeesatzleserei. Ich bin auch der Meinung das die meisten der Hater nie eine VR-Brille auf dem Kopf hatten, und wenn dann irgend eine Billigdemo probiert haben und nicht Kaliber eines "Lone Echo" oder "Robo Recall".

Potential ist ausreichend da - wenn die Technik besser wird, wird auch die Zahl der User steigen. Mal schauen was Pimax Ende des Jahres abliefern wird ... :Hüpf:
unknown_18
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Re: Virtual Reality: Oculus-Gründer Palmer Luckey startet neues VR-Unternehmen und beschwört Branchen-Zusammenhalt

Beitrag von unknown_18 »

Das Problem ist halt das genau solche VR Miesepeter auch in den Medien, bei den Investoren etc. sitzen und VR das Leben schwerer machen als es nötig ist. Wenn VR tatsächlich noch scheitern sollte, dann werden genau solche Leute einen nicht unwesentlichen Anteil daran gehabt haben, aber dann wird es aus der Richtung eh wieder nur ein "Ich habs ja immer gesagt!" geben.

Nur... VR wird nicht scheitern. ;)
johndoe1686305
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Re: Virtual Reality: Oculus-Gründer Palmer Luckey startet neues VR-Unternehmen und beschwört Branchen-Zusammenhalt

Beitrag von johndoe1686305 »

Entweder, Ihr versteht das Grundproblem nicht, oder ihr wollt es nicht wahr haben. :)

Natürlich sind Shooter 1000x besser als am Monitor. Aber leider auch NUR FP-Shooter (um es mal überspitzt auszudrücken). Was geht denn in VR? Spiele, in denen man auf was schießt, in denen man in was sitzt und in denen man sich irgendwas anguckt. Eben logischerweise Zeug, dass man mit den eigenen Händen erledigen kann. Könnte irgendwann jemand noch auf die System-Seller-Idee kommen? Möglicherweise. Aber bisher ist das nicht passiert und auch nicht in Aussicht.

Natürlich ist das mit der Brille Gewohnheitssache. Die meisten meiner Bekannten könnten sich aber auch nach tollen Ersterlebnissen nicht vorstellen, stundenlang oder dauernd mit der Brille auf den Kopf zu spielen. Ich zeige Neulingen immer theBlue zum Einstieg. Davon ist jeder begeistert. Dann spielen sie noch ein paar Runden The Lab und Audioshield beim nächsten mal, und dann haben die meisten auch schon nicht mehr so eine große Motivation sich die olle, schwitzige Brille wieder länger aufzusetzen. Ab und zu macht man halt mal eine halbe Stunde irgendwas schickes in VR, und das wars dann. Sowas nennt man ein Nischenprodukt.

Und eine realistische Eingabemechanik tut einem Computerspiel nicht zwangsweise gut. Der große Vorteil an Computerspielen ist nicht, dass sie realistisch sind, sondern dass man mit ihnen Dinge abbilden kann, die eben nicht realistisch sind. Gerade bei VR sieht man doch wunderbar, dass die Beschränkung auf "realistische" Hände zur Eingabe statt per Gamepad, Maus und Tastatur eher ein Blocker ist.
Das könnte man gut mit Kinect vergleichen. Eine fantastische Technologie mit tollen, realistischen und immersiven Möglichkeiten. Was ist draus geworden? Ein Nischenprodukt das irgendwo unter ferner liefen rangiert.

Wenn nicht jedermann auf die Achterbahn könnte, dann wäre die Achterbahn btw ebenfalls ein Nischenprodukt. ;)

Ich persönlich finde VR gut. Mir machen zumindest einige Spiele viel Spaß. Aber das bedeutet nicht, dass das ein Massenphänomen wird und sich entsprechend durchsetzt. Das kann ich beim besten Willen nicht sehen. Ich finde im Gegenteil, dass ihr eure Augen vor der Realität verschließt und euch die eindeutig vorhanden Blocker schönredet (warum auch immer).

[e]
Ich behaupte btw ja nicht mal unbedingt, dass VR scheitern wird. Ich glaube nur nicht, dass es zu einem Massenmarkt wird. (Obwohl man sich natürlich fragen kann, ob VR ohne Massenmarkt eine Überlebenschance hat - aber das steht auf einem anderen Blatt.)
Zuletzt geändert von johndoe1686305 am 27.09.2017 23:33, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Virtual Reality: Oculus-Gründer Palmer Luckey startet neues VR-Unternehmen und beschwört Branchen-Zusammenhalt

Beitrag von Onekles »

TMC hat geschrieben: 27.09.2017 22:38 [...]
Potential ist ausreichend da - wenn die Technik besser wird, wird auch die Zahl der User steigen. Mal schauen was Pimax Ende des Jahres abliefern wird ... :Hüpf:
Die Technik ist jetzt schon gut genug. Was fehlt, sind Inhalte. Killerapps, die ein Haben-Will-Gefühl auslösen und über "ganz nett" hinausgehen. Sowas wie Wii Sports bei der Wii oder Mario Bros. auf dem NES oder Final Fantasy 7 auf der PSX. Sowas wie Half-Life 2 für Steam. Eine Mörder-Software, die nur in VR funktioniert. Mit sowas könnte das bei den Massen ankommen. Dafür braucht es kein 8K oder weiß der Geier was.

Bisher seh ich da aber keine Einfälle und mir fällt selbst auch nichts ein, wofür man jetzt unbedingt VR bräuchte. Aber hey, vielleicht kommt noch jemand auf was Passendes und setzt das auch noch um.