Xbox Series X: 4Players-Talk: Die große Spieleoffensive von Microsoft?

Hier könnt ihr über Trailer, Video-Fazit & Co diskutieren.

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Usul
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Re: Xbox Series X: 4Players-Talk: Die große Spieleoffensive von Microsoft?

Beitrag von Usul »

Pineapple-Pete hat geschrieben: 26.07.2020 13:29Du gehst erneut auf keinen der Kritikpunkte ein.
Das wäre auch schwierig für mich, da ich das Spiel nicht gespielt habe. Wie schon öfter gesagt, geht es mir eher um die Art und Weise, wie eine Kritik vorgetragen wird.
Ich kann z.B. nicht beurteilen, wie es mit den "narrativen Schwächen" auf sich hat, weil ich das Spiel nicht ausreichend kenne. Mit Gewichtung meine ich aber, daß das, was dem einen eine narrative Schwäche ist, dem anderen überhaupt nicht so vorkommen muß.
Es wird hier oft von Filmkritik geredet - dann sollte ja auch klar sein, daß auch die Filmkritik von Kritiker zu Kritiker unterschiedlich ist und ja, auch viele Aspekte unterschiedlich wahrgenommen werden.

Daß "überschwängliche" Tests nicht auf diese Schwächen, wie du sie empfindest, nicht in dem Maße eingehen, daß sie zum selben Schluß kommen wie du oder die "klug argumentierten" Artikel, kann natürlich damit zusammenhängen, daß da Ahnungslose was geschrieben haben... oder eben an einer anderen Meinung, Interpretation, Gewichtung, Sicht usw.
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danke15jahre4p
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Re: Xbox Series X: 4Players-Talk: Die große Spieleoffensive von Microsoft?

Beitrag von danke15jahre4p »

Pineapple-Pete hat geschrieben: 26.07.2020 13:29Ein Montage-Genie wie Kurosawa auf Samurais mit Schwertern runterzubrechen ist prätentiös, und das in einem Spieltest vom Marketing zu übernehmen schlicht unprofessionell.
hätte es mehr als eine hommage an rein nur der ästethik kurosawas sein sollen, hätte man das im spiel bearbeiten müssen, sprich kritik an samurais und das politische system üben müssen, aber darum ging es sucker punch nicht, sie wollten wie gesagt nur rein zu der ästethik eine referenz schaffen, und das finde ich persönlich in ordenung.

jeder spieler der sich nun dank sucker punch mit kurosawa und/oder samurais im allgemeinen auseinandersetzt ist ein zugewinn, denn welcher gamer hätte ohne sucker punch schon von kurosawa gehört?

greetingz
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Pineapple-Pete
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Re: Xbox Series X: 4Players-Talk: Die große Spieleoffensive von Microsoft?

Beitrag von Pineapple-Pete »

dOpesen hat geschrieben: 26.07.2020 14:07
Pineapple-Pete hat geschrieben: 26.07.2020 13:29Ein Montage-Genie wie Kurosawa auf Samurais mit Schwertern runterzubrechen ist prätentiös, und das in einem Spieltest vom Marketing zu übernehmen schlicht unprofessionell.
hätte es mehr als eine hommage an rein nur der ästethik kurosawas sein sollen, hätte man das im spiel bearbeiten müssen, sprich kritik an samurais und das politische system üben müssen, aber darum ging es sucker punch nicht, sie wollten wie gesagt nur rein zu der ästethik eine referenz schaffen, und das finde ich persönlich in ordenung.

jeder spieler der sich nun dank sucker punch mit kurosawa und/oder samurais im allgemeinen auseinandersetzt ist ein zugewinn, denn welcher gamer hätte ohne sucker punch schon von kurosawa gehört?

greetingz
Aber das ist ja auch nicht dieselbe Ästhetik, sondern einfach nur Samurais, das ist ja der Punkt. :D Den Punkt könnte man für sich beanspruchen, wenn eine ähnliche Bildgestaltung, Kameraführung etc vorliegen würde.
Nach deiner Logik, inwiefern ich sie richtig lese, könntest du auch einem Wolfenstein einen Hauch Tarantino attestieren, weil Nazis in übertriebenem Gewaltsetting halt.
Und inwieweit bringt mir diese spezielle Form der Fehlrepräsentation denn einen Regisseur näher? "Alter Dude mit schwarz-weiß Samurai-Filmen" würde mir nicht reichen, um mich weiter mit ihm näher beschäftigen zu wollen.

@Usul
Danke für deine Ehrlichkeit. Ich fürchte nur, dass wir dann gemeinsam auf keine vorzeigbaren Ergebnisse mehr kommen, wenn "unterschiedliche Meinungen" kontra "konkrete Kritikpunkte" ausdiskutiert wird. :)

@Der Chris
Ich verstehe dich gut und finde deinen Punkt mit dem Marketing/Publisher sehr interessant, würde den nur in dem Fall von 4players abtrennen. Der Redaktion kaufe ich ab, dass die Tests alle subjektiv ohne Bestechung o.Ä. geschrieben werden.

Zu den Filmkritikern: Ja, das stimmt, nur weiß ich bei der Fülle an bekannten Kritiker*innen da auch, zu wem ich für gute Kritik gehen kann. Wenn man das jetzt mal mit der Videospielbranche vergleicht...gibt's da schon deutlich weniger. :D
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Usul
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Re: Xbox Series X: 4Players-Talk: Die große Spieleoffensive von Microsoft?

Beitrag von Usul »

Pineapple-Pete hat geschrieben: 26.07.2020 14:54@Usul
Danke für deine Ehrlichkeit. Ich fürchte nur, dass wir dann gemeinsam auf keine vorzeigbaren Ergebnisse mehr kommen, wenn "unterschiedliche Meinungen" kontra "konkrete Kritikpunkte" ausdiskutiert wird. :)
Das liegt zumindest aus meiner Sicht eben daran, daß es auf einem solchen Niveau nichts zu diskutieren gibt. Beispiel:
Pineapple-Pete hat geschrieben: 25.07.2020 12:03Nee, da hat er*sie schon Recht, zumindest meiner Meinung nach. TLOU2 hat gravierende strukturelle Story Probleme, im Vergleich zum Vorgänger schwächeres Writing & Charaktere und ein herbes Missverständnis von Ethical Game Design (der gleichnamige Text von Miguel Sicart aus den Game Studies ist sehr empfehlenswert).

Einige dieser positiven Stimmen aus der Filmecke kommen auch von Leuten, die ausgehend von dem Hype ne PS4 rangekarrt haben und zum ersten Mal so ein narrativ fokussiertes Videospiel spielen. Da ist man sich den Stärken des Mediums ja noch nicht sonderlich bewusst, man kommt nicht wirklich darauf, Gameplay als narratives Erzählmittel zu vermissen.
Als tatsächlicher Film würde die Story sich aber als das offenbaren, was sie ist: ein viel zu langer, redundanter Gewalttrip für ein wenig selbstreflektiertes Zielpublikum (mit den Leuten, denen TLOU2 tatsächlich etwas Neues über Rache und Gerechtigkeit beigebracht hat, würde ich ungern abhängen wollen).
Das ist in der Tat ein recht elitärer Rundumschlag, der eben jeder anderen Sichtweise die Basis entzieht - und dich als etwas Besseres darstellt. Denn während alle, die Gefallen an TLOU2 finden, wenig selbstreflektiert sind, bist du ja einer, der was von Ethical Game Design weiß und sich auch mit Filmen auskennt.

Wie könnte man auf diesem Niveau denn sinnvoll diskutieren?
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Re: Xbox Series X: 4Players-Talk: Die große Spieleoffensive von Microsoft?

Beitrag von El Spacko »

CJHunter hat geschrieben: 26.07.2020 13:15
El Spacko hat geschrieben: 26.07.2020 12:56
Cheraa hat geschrieben: 26.07.2020 12:35 Ein RPG mit einem Charakter spielt sich nunmal grundlegend anders, wie eines mit einer Party. Deswegen sind trotzdem beides RPG.

Klassische Action Adventure sind für mich Uncharted, Tomb Raider, spider-man, God of War.
Wo jetzt ein Horizon anders sein soll als ein God of War, sehe ich persönlich nicht, da selbst die Menüs zu den Fähigkeiten nahezu identisch sind, aber ich denke hier haben wir halt einfach unterschiedliche Ansichten, was ein RPG ist. Dabei belassen wir es dann am Besten. Ich gehe dann mal eine Runde meines Lieblings RPGs aus 2020 spielen: Doom Eternal. ;-)
Setting, Gameplay, Waffenauswahl, Craftingsystem etc...
Und dadurch ist das eine für dich ein RPG und das andere ein Action-Adventure? o_O
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Xbox Series X: 4Players-Talk: Die große Spieleoffensive von Microsoft?

Beitrag von Ragism »

Pineapple-Pete hat geschrieben: 26.07.2020 16:30Usul
Ragism
Danke. Einem großen Teil der etwas klügeren Kritiker ist das ebenso aufgefallen. Hier wird die Rachethematik so eigenartig und beliebig hin- und hergebogen, daß man schon wirklich viel Offensichtliches übersehen muß, um die Wendungen und Spielsituationen ernstnehmen zu können. Und ich finde auch, daß sich im Vergleich zum ersten Teil nur die Grafik und das Gameplay verbessert haben - die Charaktere und Dialoge sind manchmal eigenartig schemenhaft, und gerade die neuen Nebenfiguren bleiben sehr blass.

Mein eigentlicher Schieler zu Jörg hatte aber nicht nur TLOU2 zum Grund. Ich schätze ihn und seine Schreibweise sehr, und gleichzeitig habe ich wirklich das Gefühl, er möchte Spiele besonders pushen, die vor allem für Nicht-Spieler viel Dramatik und Bedeutungsschwangeres inszenieren. Ganz so, als schäme er sich ein wenig, sich mit dem Medium "Videospiele" zu beschäftigen. Und da blöde Erzählungen besonders dann auffallen, wenn sie sich als große, epische Dramatik verkaufen, fällt er bei manchen Tests gelegentlich ziemlich auf die Nase.

Na, zum Glück haben wir ja aber immer noch einige wenige kluge Kritiker und vor allem Leser, die das alles schnell durchschauen, weil sie ein scharfes analytisches Auge haben, das sie vom tumben Pöbel absetzt.


Sorry für das Offtopic, aber da möchte ich doch noch kurz einhaken:
Das ist jetzt ein schwieriges Thema. Mir liegt nichts daran, irgendwem auf den Schlipps zu treten, ich mag deine Beiträge meist echt gerne (Usul) und die erste Zeile mit den "etwas klügeren Kritiker[n]" ist natürlich Quatsch. Davon distanziere ich mich. Deswegen wäre es auch schön, wenn du nicht zwei unterschiedliche User in den Besserwisser-Topf schmeißen und dich, wenn du schon das Bedürfnis hast, zu antworten, wenigstens mit dem Inhalt auseinander setzen würdest.

Die Sache ist nämlich die: Die restliche Kritik des ersten Abschnitts von Ragism ist absolut legitim. Das Gameplay und die audiovisuelle Präsentation haben stark angezogen, jeder andere Aspekt hat im Vergleich zum Vorgänger ordentlich Federn lassen müssen - deutlich erkennbar. Die dargebotene Thematik und deren Verlauf ist flach und offensichtlich. Diese Stimmen werden auch nicht nur von Druckmann-Hatern oder Frauenhassern, sondern auch in klugen Artikeln wie dem Test von Maddy Myers (Polygon) laut. In Anbetracht dessen, dass TLOU2 so viele Stellen hat, die sich als billiges Storytelling entlarven, sobald sie durchschaut sind, kann also leicht das Gefühl entstehen, etwas verstanden zu haben, was andere übersehen.

Was die Kritik am Chefredakteur angeht: Ohne irgendwelche Mutmaßungen anzustellen, entsteht bei mir durchaus der Eindruck, dass er sich häufig jenseits seines Kompetenzbereiches äußert, ja.
Jede*r Filmwissenschaftler*in zieht dir die Ohren lang, wenn du in einem kitschigen, esoterisch-ästhetischen Klischéestreifen wie Ghost of Tsushima ein "entfernte[s] Echo von Akira Kurosawa" witterst, weil äh Samurai in Japan. Oder bei einem mit der Streckbank in die Länge gezogenen, redundanten Storytelling-Ausfall wie Red Dead Redemption 2 von hervorragender Regie schwärmst.

Das funktioniert hier, auf einer Spieleseite, weil ein Großteil der Zielgruppe eventuell nicht zwangsweise mit der akkuraten Handhabe solcher Begriffe und den Eigenheiten einschlägiger Regisseur*innen vertraut ist. Ein Indiz dafür wäre immer dann, wenn ludisch redundante Abschnitte hier im Forum - inspiriert vom Test - als "entschleunigte Regie" aufpoliert werden. Aber in einer Runde mit Leuten, die tatsächlich Ahnung von Film haben oder selber welche machen, wirst du für solche Phrasen eher belächelt.

Ich weiß, das klingt elitär, aber wie würdest du solche Kritik denn formulieren, wenn du meine Meinung hättest?

@topic:
Ich finde es ja interessant, wie viel attraktiver Sony's Aufgebot im Vergleich zu Microsoft's Fehltritten erscheint, wie schon bei der Promophase der Ps4 / Xbox One. Im Prinzip hat man ja auf hauseigener Ebene (mit der Ausnahme von Returnal) ebenfalls nur auf Fortsetzungen bereits etablierter IPs gesetzt. Die sehen aber halt wenigstens auch nach Next Gen aus und erscheinen nicht für vier unterschiedliche Systeme, die sich technisch gegenseitig limitieren, wie bei Halo Infinite.

Was die RPG-Debatte angeht: Ich würde dem Eindruck zustimmen, dass Spiele wie Horizon, GoT und GoW sich eher oberflächlich dieser Elemente (Skill Trees, Crafting, Dialogoptionen) bedienen, weil es halt bei den anderen auch gerade funktioniert. Von einem "richtigen" RPG kann bei Horizon nicht wirklich die Rede sein. Das ist einfach ein Amalgam an allem was gerade gut auf dem Markt läuft, nur halt mit guten Kampfsystem und einem ziemlich frischen Setting.
Danke fürs Ein- und Nachhaken! Mit dem großen Teil der klügeren Kritiker meine ich natürlich die, die sich vom großen Brimborium nicht so sehr beeindrucken lassen und eher ins Detail gehen. Auf 4players war es ja auch schon mal Thema, wie folgsam viele Spieleredakteure gegenüber großen Publishern sind, und genau die Ausnahme davon meinte ich. Pardon für die leichtsinnige Formulierung!

Und was Jörg oder die Redaktion dazu bewegt, besonders Erzählspiele positiv zu bewerten, darüber kann ich nur spekulieren. Ich sehe aber fast immer eine riesige Diskrepanz zum überbordenden Lob zum eigentlichen Inhalt. Life Is Strange ist da ja auch so ein Beispiel. Wäre das Ganze eine Fernsehsendung, wäre sie höchstens ein Guilty Pleasure, eine Daily Soap mit etwas mehr Budget - so flach sind die Figuren und so dämlich viele Dialoge.
Ich habe nur deshalb die freche Theorie, daß viele Redakteure, gerade Jörg, selbst die oft kümmerlichen Versuche von filmischer Erzählung deswegen so hoch bewerten, weil sie sich insgeheim dafür schämen, "bloß" Videospiele zu rezensieren oder zu spielen.

Ich persönlich interessiere mich fast gar nicht mehr für solche Spiele. Als alter Adventure- und Rollenspielhase finde ich das eigentlich schade.
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Usul
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Re: Xbox Series X: 4Players-Talk: Die große Spieleoffensive von Microsoft?

Beitrag von Usul »

Ragism hat geschrieben: 26.07.2020 16:30Life Is Strange ist da ja auch so ein Beispiel. Wäre das Ganze eine Fernsehsendung, wäre sie höchstens ein Guilty Pleasure, eine Daily Soap mit etwas mehr Budget - so flach sind die Figuren und so dämlich viele Dialoge.
Vielleicht wird es dich überraschen, aber: Es ist ja auch keine Fernsehsendung, sondern ein Spiel. Daher am besten auch als solches betrachten und bewerten und nicht als etwas, was es nicht ist. Oder bewertest du eine TV-Serie nach denselben Kriterien wie einen Kinofilm? Ein Buch nach denselben Kriterien wie ein Musikalbum?
Musik ist ein gutes Beispiel: Viele der geilsten Lieder haben absolut banale Texte... macht sie das zu schlechterer Musik, weil es so viele Bücher gibt, in denen die Texte viel besser sind?

Möglicherweise fällt dir auf, wie absurd diese Vergleicherei ist.
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Re: Xbox Series X: 4Players-Talk: Die große Spieleoffensive von Microsoft?

Beitrag von CJHunter »

El Spacko hat geschrieben: 26.07.2020 16:15
CJHunter hat geschrieben: 26.07.2020 13:15
El Spacko hat geschrieben: 26.07.2020 12:56

Wo jetzt ein Horizon anders sein soll als ein God of War, sehe ich persönlich nicht, da selbst die Menüs zu den Fähigkeiten nahezu identisch sind, aber ich denke hier haben wir halt einfach unterschiedliche Ansichten, was ein RPG ist. Dabei belassen wir es dann am Besten. Ich gehe dann mal eine Runde meines Lieblings RPGs aus 2020 spielen: Doom Eternal. ;-)
Setting, Gameplay, Waffenauswahl, Craftingsystem etc...
Und dadurch ist das eine für dich ein RPG und das andere ein Action-Adventure? o_O
HZD wird als Action-RPG/Action Adventure definiert, God of War als Action Adventure/HacknSlay. Um die spezifische Genreunterteilung gings mir primär aber gar nicht, sondern darum das du meintest alle Sony-Titel würden sich gleich oder ähnlich spielen a la kennt man eines, kennt man alle...Die Argmentation fand ich schon ziemlich abwertend weil sie aus meiner Sicht einfach nicht stimmt und den Spielen nicht gerecht wird...Es gibt genug spielerische Unterscheide, ein jeweils anderes Setting, andere Waffen, Craftingsystem etc...Halo und Metro sind auch beides Shooter, sogar 1st-Person-Shooter, also 1:1 das gleiche Genre und trotzdem spielen sie sich anders, haben andere Schwerpunkte, andere Settings, andere Waffen, Fahrzeuge und so weiter und sofort...
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Beitrag von CJHunter »

Chibiterasu hat geschrieben: 26.07.2020 12:34
CJHunter hat geschrieben: 26.07.2020 12:20 Müsstest du eventuell gar nicht, jenachdem wie die XCloud sich positioniert und das ganze funzt kannst du die Games auch alle da zocken. Ansonsten picke ich mir die Games raus und zocke die Spiele per Gamepass über die XBOX App am PC, das wird als nächstes Tell me why erwischen:-)...
Hmm, Streaming wird sicher irgendwann mal interessant, aber ich ignoriere das jetzt nochmal einige Jahre...
Möchte eigentlich auch wegen anderer Anwendungen einen neuen PC, obwohl es da mein alter schon noch halbwegs tut.
Hab eh schon gesagt: kämen Anno 1800, Siedler und Co. auch kompromisslos mit Maus+Tastatur Support auf der Series X würde ich mir sogar eine Konsole kaufen.
Ich schleife meinen PC jetzt noch einige Zeit lang mit und nutze die MS-Titel dann erstmal weiterhin über den Gamepass. Eine Aufrüstung lohnt sich irgendwie nicht mehr wirklich, dafür spiele ich mittlerweile zu selten. Entweder ich switche dann komplett zur XCloud oder ich hole mir dann spätestens in 2-3 Jahren ne Series X. Bis dahin sind dann auch die meisten angekündigten Games soweit draußen. Irgendwann im nächsten Jahr wird dann die PS5 geholt und bis dahin fahre ich mit PC und PS4 noch ganz gut...Die XCLoud ist halt schon sehr reizvoll, nicht mal unbedingt wegen dem mobilen Ansatz (auch wenn ich sicher mal auf dem Smartphone oder Tablet spielen werde), aber am PC dann einfach mal kurz mal was antesten und spielen ohne Installationszeiten etc. hat schon was...Da müsste ich mich halt nur wieder etwas umgewöhnen, spiele seit Jahren am PC in 4k und dann wären erstmal wieder 1080p angesagt:-p...
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Re: Xbox Series X: 4Players-Talk: Die große Spieleoffensive von Microsoft?

Beitrag von Pineapple-Pete »

Usul hat geschrieben: 26.07.2020 15:10
Pineapple-Pete hat geschrieben: 26.07.2020 14:54@Usul
Danke für deine Ehrlichkeit. Ich fürchte nur, dass wir dann gemeinsam auf keine vorzeigbaren Ergebnisse mehr kommen, wenn "unterschiedliche Meinungen" kontra "konkrete Kritikpunkte" ausdiskutiert wird. :)
Das liegt zumindest aus meiner Sicht eben daran, daß es auf einem solchen Niveau nichts zu diskutieren gibt. Beispiel:
Pineapple-Pete hat geschrieben: 25.07.2020 12:03Nee, da hat er*sie schon Recht, zumindest meiner Meinung nach. TLOU2 hat gravierende strukturelle Story Probleme, im Vergleich zum Vorgänger schwächeres Writing & Charaktere und ein herbes Missverständnis von Ethical Game Design (der gleichnamige Text von Miguel Sicart aus den Game Studies ist sehr empfehlenswert).

Einige dieser positiven Stimmen aus der Filmecke kommen auch von Leuten, die ausgehend von dem Hype ne PS4 rangekarrt haben und zum ersten Mal so ein narrativ fokussiertes Videospiel spielen. Da ist man sich den Stärken des Mediums ja noch nicht sonderlich bewusst, man kommt nicht wirklich darauf, Gameplay als narratives Erzählmittel zu vermissen.
Als tatsächlicher Film würde die Story sich aber als das offenbaren, was sie ist: ein viel zu langer, redundanter Gewalttrip für ein wenig selbstreflektiertes Zielpublikum (mit den Leuten, denen TLOU2 tatsächlich etwas Neues über Rache und Gerechtigkeit beigebracht hat, würde ich ungern abhängen wollen).
Das ist in der Tat ein recht elitärer Rundumschlag, der eben jeder anderen Sichtweise die Basis entzieht - und dich als etwas Besseres darstellt. Denn während alle, die Gefallen an TLOU2 finden, wenig selbstreflektiert sind, bist du ja einer, der was von Ethical Game Design weiß und sich auch mit Filmen auskennt.

Wie könnte man auf diesem Niveau denn sinnvoll diskutieren?
Das finde ich ironisch, denn aus meiner Sicht ist es eher deine Herangehensweise, die eine Diskussion auf einem gewissen Niveau verhindert.
Wenn jemand den Text von Sicart (oder eine andere Quelle) nicht kennt, und das dürften in dem Fall die meisten sein, ist das natürlich schade. Auf dieser Basis aber jemanden zu kritisieren, weil der sich ja vermeintlich für etwas Besseres hält, weil er mit entsprechenden Quellen vertraut ist - nein, das halte ich in einer Diskussionskultur für Gift.

Um deine Frage zu beantworten: Indem man mir entweder etwas mit Argumenten entgegen zu setzen hat ("Was meinst du mit Ethical Game Design?" oder "Ich finde die narrative Struktur wegen X und Y toll" oder "Wieso sollte Selbstreflektion eine Rolle für die Qualität der Story spielen?" etc, oder eben nicht.

Was den Rest deines Arguments angeht:
Die Rhetorik ist ziemlich scharf und könnte reduziert werden, von daher ist dein Vorwurf des Rundumschlags nicht aus der Luft gegriffen.
Zum Einen habe ich aber gleich im ersten Satz klar gestellt, dass das meine Meinung ist.
Zum Anderen würde ich meine These - dass ich ungern mit Leuten, die durch TLOU2 etwas über Gewalt und Rache gelernt haben, was sie davor nicht wussten, abhängen würde - so auch erneut vertreten. Das mag für dich befremdlich wirken, wäre es in diesem speziellen Fall aber vermutlich weniger, wenn du das Spiel selbst gespielt hättest. Denn nach dem Motto "Wenn du den Aspekt magst bist du doof" würde ich bei so gut wie jedem anderen Spiel nicht argumentieren.

@Der Chris
Ah ok, wollte dich nicht falsch wiedergeben, sorry.
Ein Test ist für mich meistens dann besonders ertragreich, wenn die prüfende Person möglichst konsistent wertet. Ist einem*r Redakteur*in beispielsweise das Gameplay wichtiger als die Geschichte, und liefert er*sie dahingehend immer überzeugende Argumente, dann kann ich auch ein Journey feiern, die jeweilige Argumentation aber dennoch nachvollziehen.
Wenn aber ein Redakteur konstant Story über Gameplay stellt, und dabei die Story nach Maßstäben bewertet, die ich als unprofessionell oder prätentiös erachte, verlieren auch zukünftige Texte derselben Person für mich an Aussagekraft (für mich).
Rosu
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Re: Xbox Series X: 4Players-Talk: Die große Spieleoffensive von Microsoft?

Beitrag von Rosu »

Wäre fein, wenn sich Xbox neben dem Coop/MP Bereich (siehe Sea of Thieves, Halo, Forza Horizon, Grounded etc.) kommende Generation auch noch den first party RPG (richtige, nicht AC oder Horizon "RPG") Markt zu dem zweiten großem Fokus macht.
Avowed, Fable, Wasteland 3. Dazu noch das unbekannte nächste RPG Projekt von Inxile, weitere Obsidian Titel. Zeichen stehen auf Schärfung des Profils gegenüber Sony und Nintendo, sodass jeder der drei ihre eigene "Hauptdomäne" besitzt. Wird natürlich Zeit benötigen, da der große Shift bei Microsoft erst 2018 in Bewegung gesetzt wurde, aber ich bin da recht zuversichtlich. Wird eine sehr interessante Generation in den nächsten 3-4 Jahren werden.

Stimme Tallas Posts weitgehend zu.
Zuletzt geändert von Rosu am 26.07.2020 18:28, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitrag von Ragism »

Usul hat geschrieben: 26.07.2020 23:48[...]RagismLife Is Strange ist da ja auch so ein Beispiel. Wäre das Ganze eine Fernsehsendung, wäre sie höchstens ein Guilty Pleasure, eine Daily Soap mit etwas mehr Budget - so flach sind die Figuren und so dämlich viele Dialoge.[...]
Vielleicht wird es dich überraschen, aber: Es ist ja auch keine Fernsehsendung, sondern ein Spiel. Daher am besten auch als solches betrachten und bewerten und nicht als etwas, was es nicht ist. Oder bewertest du eine TV-Serie nach denselben Kriterien wie einen Kinofilm? Ein Buch nach denselben Kriterien wie ein Musikalbum?
Musik ist ein gutes Beispiel: Viele der geilsten Lieder haben absolut banale Texte... macht sie das zu schlechterer Musik, weil es so viele Bücher gibt, in denen die Texte viel besser sind?

Möglicherweise fällt dir auf, wie absurd diese Vergleicherei ist.
Genau deswegen sollten die Story, die Erzählung, die Figuren usw. auch nur dann besonders gelobt werden und einen hohen Einfluß auf die Wertung haben, wenn sie nicht dermaßen eklatante Schwächen zeigen. Gerade LIS besteht praktisch nur aus Handlung, und bei TLOU2 waren diese Aspekte besonders gewichtet. Daß es sich um Videospiele handelt, ist ja genau mein Argument. Ein dramatischer Film würde in den meisten Fällen schließlich auch schlecht bewertet werden, wenn in tragischen Szenen permanent schlechte C64-Chiptune-Bossfight-Musik im Hintergrund läuft.

Wie auch immer. Mein eigentlicher Punkt ist: Ich bin extrem gelangweilt von 9 von 10 der großen Ankündigungen der letzten zehn Jahre. Wirklich Spaß am Spielen (und oft auch an der Erzählung) hatte ich fast nur mit Indies.
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Raskir
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Re: Xbox Series X: 4Players-Talk: Die große Spieleoffensive von Microsoft?

Beitrag von Raskir »

El Spacko hat geschrieben: 26.07.2020 12:56
Cheraa hat geschrieben: 26.07.2020 12:35 Ein RPG mit einem Charakter spielt sich nunmal grundlegend anders, wie eines mit einer Party. Deswegen sind trotzdem beides RPG.

Klassische Action Adventure sind für mich Uncharted, Tomb Raider, spider-man, God of War.
Wo jetzt ein Horizon anders sein soll als ein God of War, sehe ich persönlich nicht, da selbst die Menüs zu den Fähigkeiten nahezu identisch sind, aber ich denke hier haben wir halt einfach unterschiedliche Ansichten, was ein RPG ist. Dabei belassen wir es dann am Besten. Ich gehe dann mal eine Runde meines Lieblings RPGs aus 2020 spielen: Doom Eternal. ;-)
god of war ist ein hack and slay, kann man also sogar als rpg werten wenn man streng ist :)

Ansonsten, hzd hat:
Looten, Leveln, Dialogbäume, Entscheidungsfreiheit, Quests mit verschiedenen Ausgang

Würde es auch eher als action adventure einsortieren, aber ich würde es dennoch eher mit einem witcher 3 vergleichen als mit einem Uncharted oder Batman. Schon schwer. W3 ist für mich grad so ein Action-RPG mit starker Tendenz zum Action adventure. Hzd ist grad so ein action adventure mit starker Tendenz zum action RPG.
Schon schwer, kann aber jeden verstehen der die Grenze nicht zwischen den beiden setzt sondern links (rpg) oder rechts (action Adventure) zieht.

Finde bei w3 und hzd ist ein interessanter Bruch. Beide sind sich vom Aufbau ungemein ähnlich, ähnlicher als viele andere im jeweiligen Genre (ein w3 ist auch weiter weg von skyrim als zu hzd) zählen aber zu anderen Genre. AC:OR und AC:OD sind da genauso schwer. Würde sie direkt bei hzd einordnen.

Aber kann auch ein RPG sein. Alles so schwammig :lol:
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Re: Xbox Series X: 4Players-Talk: Die große Spieleoffensive von Microsoft?

Beitrag von Brevita »

El Spacko hat geschrieben: 26.07.2020 08:53
CJHunter hat geschrieben: 25.07.2020 23:59Aber gut, MS scheint halt eher deinen Geschmack zu treffen, mich als SP-Liebhaber ist es eben klar Sony...
Ich bin ja wahrlich kein Freund von dem, was Microsoft in der noch aktuellen Konsolengeneration im Spielbereich abgeliefert hat (bzw. eben nicht abgeliefert hat), aber bei Sonys großen 3rd Person Action-Adventures mit stark cineastischen (Spiele Unwort des Jahrtausends!) Ansatz ist es doch so: Hast du eins gespielt, hast du alle gespielt. Die unterscheiden sich maximal noch dadurch, dass es entweder eine Open-World hat, oder eben linearer ablaufen. Du hast Schleichen (mit Instantkill per Taste und natürlich muss man beim Schleichen immer geduckt rumlaufen), du hast Kämpfe und du hast deine obligatorischen RPG-light Ansätze, wo du irgendwo Fähigkeiten und/oder Waffenupgrades freischalten kannst. Und natürlich darf Sammelkram und ein bisschen Crafting nicht fehlen!
Und ja, diese in der Zwischenzeit sowas von ausgelutschte Formel ist natürlich nicht nur bei Sony zu sehen, sondern bei Ubisoft (dort nur im Open-World Gewand) & co genauso.
Und klar, es wird produziert, was sich verkauft und bisher schreien alle nach mehr. Ist wie bei den Militärshootern in der COD & co Hochphase. Da wurde gefühlt auch nur versucht COD zu kopieren. Irgendwann ist damit hoffentlich mal Schluss.

Aber zurück zu den großen Sony SP-Titeln: Wo ist denn ein richtiges RPG? Wo ist mal ein Adventure ohne Kämpfe? Wo ist denn mal ein Strategiespiel? Eine Simulation? ...
Alles sind 3rd Person-Action Adventures. So eindimensional wie es nur geht. Und ja, ab und zu habe ich mit diesen auch meinen Spaß wie aktuell mit Ghost of Tsushima. Ich hätte damit aber definitiv mehr Spaß, wenn sie 50% unnötige Filler weggelassen hätten und das Spiel nicht so künstlich in die Länge gezogen wäre.
Sorry aber hast du die Spiele wirklich gespielt? God of War, Tlou 2, Uncharted 4 und Horizon unterscheiden sich sehr und ich habe sie alle gespielt.

Zum Thema:

Ich habe die Xbox 360 geliebt. Habe zusammen mit einem Freund alle Gears of War Teile durchgespielt und wir hatten viel Spaß dabei. Irgendwann bin ich aber auch ins Sony Lager gewechselt weil ich bei Sony einfach mehr kreative Ideen sehe und mehr Leidenschaft fürs Gaming. Neue Ips wie GoT, TLOU oder Horzion? Kein Problem stampft Sony einfach mal so aus dem Boden und hat dann auch noch top Qualität.
Microsoft bringt seit 2010 Halo, Fable, Gears und Forza in Dauerschleife. Finde ich persönlich einfach nicht zufriedenstellend.
Ja, Everwild sieht klasse aus. Hier ist mein Problem nur Rare. Wie lange ist das letzte gute Rare Spiel her? Viva Pinata? Hmm ... ich bleibe skeptisch würde mich aber freuen falls es gut wird
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TheSoulcollector
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Re: Xbox Series X: 4Players-Talk: Die große Spieleoffensive von Microsoft?

Beitrag von TheSoulcollector »

Fable in Dauerschleife seit 2010??? Der letzte Teil (3) ist von 2011. Deshalb warten die meisten ja schon auf einen neuen Teil. Und mit Gears hat man jetzt zumindest mal was Neues gewagt und ein Taktikspiel gemacht. Mit Halo hatte man die Wars Reihe. Also ich seh da nicht nur Stagnation.