Nach rassistischer Äußerung von PewDiePie: Firewatch-Entwickler klagt und fordert Widerstand

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Sir Richfield
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Re: Nach rassistischer Äußerung von PewDiePie: Firewatch-Entwickler klagt und fordert Widerstand

Beitrag von Sir Richfield »

douggy hat geschrieben: 11.09.2017 14:07 Wieso Missbrauch des DMCA takedowns?

Steht irgendwo geschrieben, dass man sinnvolle Gründe angeben muss?
Nun, ich müsste jetzt Legalese sprechen, aber im DMCA geht's eigentlich um Copyright.
Es geht nicht um Hinderung von Konkurrenz oder "Zensur" (Im allerweitesten Sinne und deshalb mit Absicht in "" geschrieben!)

Dass man bei YouTube halt keine Gründe angeben muss und sogar Takedown Notices verteilen kann ohne der Rechteinhaber zu sein, DAS ist ein Problem.

Zumal, wenn ich das richtig verstehe, eine solche Aktion in diesem Falle ungeeignet ist.
Korrigiert mich gerne, denn mein Wissen besteht nur aus mit halben Ohr YouTubern beim Meckern zuhören:
- Du nutzt in deinem Kanal Material eines anderen Urhebers.
- Urheber, bzw. Rechteinhaber, sendet DMCA Takedown Notice.
- YouTube nimmt das Video aus der Rotation und sagt dir, du hast eine Notice bekommen.
- Du zweifelst das an (Und hast mehr Aufwand als der angebliche Rechteinhaber)
- YouTube schickt dem Rechteinhaber die Nachricht, dass du das anzweifelst.
- Rechteinhaber hat Zeit X, darauf zu reagieren
- Wenn keine Reaktion kommt, ist Video wieder oben.

Was bei mir schwammig ist: Was genau muss der Rechteinhaber gegen die Zweifel tun? Ist das aufwändig? Wird da was geprüft?
Liege ich richtig mit der DMCA Takedown Notice? Ich meine, da gibt es mehrere "Tools", jemanden das Video und den Kanal zu verhageln.
Wenn existent, an welcher Stelle kommt der Vorgang vor ein ordentliches Gericht? Kann man einen Vorgang so weit aufblasen?

Darauf folgt:
Wie stehen die Chancen, dass Rechteinhaber schlussendlich sowas durchsetzt, wenn es "nur" darum geht, dass man seine IP nicht mit jemanden in Verbindung gebracht sehen will, der "Nigger" online sagt?
Kann man sowas überhaupt sinnvoll verhindern und wenn ja, welche Auswirkungen hat sowas auf andere "Branchen"? Kann ich als VW* dann erwirken, dass ein "Prominenter" sich nicht mehr öffentlich in eines meiner Fahrzeuge setzen kann, weil er meinen Vorstand im Zuge des Dieselgates als "Vollarsch" bezeichnet hat?

Was mich auch denken lässt ist, dass YouTube für genau solche Fälle eigntlich auch schon ein Tool hat: Du kannst Leuten, die dir nicht passen, gezielt das Geld entziehen, indem du sie als "Nicht vermarktbar" brandmarkst.
Aber ich weiß nicht, wem das Tool in welchem Umfang zur Verfügung steht.

Es geht den Firewatch Leuten ja darum, ein Zeichen zu setzen.
Finde ich grundsätzlich OK. Man darf gerne aufstehen und sagen, dass man das echt nicht toll findet, wenn jemand mein Produkt mit sich in Verbindung bringt, der Zeug von sich gibt, für das ich partout nicht stehen will.

Nur ob "Wir haben den einen Copyright Claim reingedrückt" das richtige Werkzeug ist?

Zumal wir ja von US of A sprechen. Die haben da in der Verfassung verbrieft, ein Arschloch sein zu dürfen.
Es kann also durchaus sein, dass bei einer Eskalation herauskommt, dass PewDiePie bei PUBG die (unwidersprochen von mir) falschen Schimpfwörter nutzen und trotzdem im Sinne des Fair Use Firewatch streamen darf.

Und dann?

*Erwähne ich, weil VW im DMCA Artikel der Englischen Wikipedia als Beispiel für "DMCA Abuse" genannt wird.
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Leon-x
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Re: Nach rassistischer Äußerung von PewDiePie: Firewatch-Entwickler klagt und fordert Widerstand

Beitrag von Leon-x »

Er hat das böse "N-Wort" gesagt?

....Nintendo...???


Also das Wort das die 10-13 Jährigen GTA V Zocker in der Story 1000x zu hören bekommen?

Mir fällt gerade ein ist das Eis "Nogger" nicht auch schon nah dran eine Beleidigung zu sein?

Wenn er sich entschuldigt hat finde ich den Aufruhr vielleicht etwas zu wild.
Wie oft wird schon mit "Bitch" Heutzutage umsichgeworfen?

Alles nicht fein aber solange Jemand nicht komplett ausrastet.

Ich habe selber einen Freund dessen Eltern aus Afrika kommen und der findet die Sache eher amüsant.
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Sir Richfield
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Re: Nach rassistischer Äußerung von PewDiePie: Firewatch-Entwickler klagt und fordert Widerstand

Beitrag von Sir Richfield »

Leon-x hat geschrieben: 11.09.2017 16:51 Wenn er sich entschuldigt hat finde ich den Aufruhr vielleicht etwas zu wild.
Wie oft wird schon mit "Bitch" Heutzutage umsichgeworfen?
1) Er kann maximal um Verzeihung bitten (Korinthenkack)...
2) Im größeren Kontext werden YouTubern für deutlich geringere Dinge der Geldhahn zugedreht - vollautomatisch.
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Temeter 
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Re: Nach rassistischer Äußerung von PewDiePie: Firewatch-Entwickler klagt und fordert Widerstand

Beitrag von Temeter  »

Kajetan hat geschrieben: 11.09.2017 16:41"German guilt" wird massiv überbewertet. Das war eine Zeitlang wirklich eine Sache, der man sich fast schon reflexhaft "unterworfen" hat, aber Kohls Rede von der Gnade der späten Geburt war ein politischer Wendepunkt. Deutsche müssen nicht mehr automatisch ein schlechtes Gewissen haben, denn die Nazi-Zeit ist Vergangenheit. Das war 1983. Heute haben Deutsche nicht mehr automatisch ein schlechtes Gewissen. Sondern entdecken eine gewisse moralische Verpflichtung auf Grund der eigenen Geschichte dafür zu sorgen, dass sich solche Ereignisse nicht mehr wiederholen.

Nur noch Nazis versuchen daraus ein Ding zu bauen, über welches man sich gefälligst aufzuregen habe.
Also wenn ich der Politik folge, ist die "historische Verantwortung" schon ein ziemlich großes Thema. War es zum Beispiel, als wir Israel ein par Uboote mitfinanzieren sollten. Natürlich politisch heuchlerisch, da es gleichzeitig als Konfonkturpaket für deutsche Unternehmen funktionierte, was der CDU ja immer gerne gefällt, und gleichzeitig auch mit kleinem, späterem Korruptionsskandal.

Ich weiß nicht, was das nun damit zu tun hat, dass wir eine Verpflichtung zum Stoppen von Nazis hätten. Nazis sind so oder so überholt, wenn überhaupt geht Gefahr eher von Rechtspopulisten aus (welche nicht gerade Autokraten sein müssen) - und was denen wirklich Auftriebskraft in der politischen Situation gibt, ist ein Thema für sich.


Ich bin recht überzeugt, dass sich die offenen Grenzen im Hingesicht der Flüchtlinge auch teils auf das schlechte Gewissen und Selbstleugnung zurückzuführen lässt. Für Deutschland sind diese Flüchtlinge erstmal ein ziemliches Negativ, verursachen massive Kosten, überlasten offensichtlich trotzdem alle Auffangkapazitäten (wenn wir denn überhaupt welche hatten), während die Polizei überforder ist, die Zahl der Salafisten hat mittlerweile 10.000 erreicht, kommen mit übermäßig vielen Verbrechen verglichen zur restlichen Bevölkerung, und die Integration ist historisch etwas, in dem Deutschland ziemlich versagt hat. Mit dem fast jedes westliche Land Probleme hat.


Wie anders soll das denn erklärt werden, dass gerade Deutschland hier anders handelt?
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Paranidis68
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Re: Nach rassistischer Äußerung von PewDiePie: Firewatch-Entwickler klagt und fordert Widerstand

Beitrag von Paranidis68 »

Von Köterrasse hat er jetzt nix gesagt, oder? Dann is ja jut ihr Heuchler^^
Zuletzt geändert von Paranidis68 am 11.09.2017 17:17, insgesamt 1-mal geändert.
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Ryo Hazuki
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Re: Nach rassistischer Äußerung von PewDiePie: Firewatch-Entwickler klagt und fordert Widerstand

Beitrag von Ryo Hazuki »

Geil der Thread geht ab, ich mach mir später Popcorn.

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Zuletzt geändert von Ryo Hazuki am 11.09.2017 17:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Konata1337
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Re: Nach rassistischer Äußerung von PewDiePie: Firewatch-Entwickler klagt und fordert Widerstand

Beitrag von Konata1337 »

Marcrele hat geschrieben: 11.09.2017 16:46 Er hat mit seinen zig Millionen-Clicks eine Verantwortung. Und er ist nicht jemand der in prekären Verhältnissen aufgewachsen ist, als dass sein Verhalten damit legitimierbar/erklärbar ist.
Wo steht, dass er eine Verantwortung hat? Die möchtest du ihm aufzwingen. Und prekäre Verhältnisse erklären zwar so einen Umgangston, legitimieren ihn aber nicht (sonst gäbe es ja eine Zwei-Klassen-Beleidigungsgesellschaft).
PDP betreibt auch keine offensichtliche Satire oder Kunst.
Das wird ja noch schlimmer! Nun muss also unter Satire und Ironie laufen. Wie soll man da noch was ernstnehmen?
Das untergräbt die Redefreiheit. Jeder soll austeilen, aber auch jeder einstecken können. Verantwortung für sein eigenes Gelaber übernehmen. Zurzeit wird eher das Jammern, Herausreden und die Opferrolle gefördert.
Er ist einfach ein verwöhntes unauthentisches Blag, dem der Erfolg nicht gut tut und das sich alle Freiheiten rausnimmt weil ihm viele, unter anderem du, ein solches Benehmen nicht krumm nehmen bzw. es beschwichtigen.
Wer über Geld und mediale Macht verfügt, nimmt sich eben Freiheiten heraus. Meine Betroffenheit ist leider aufgebraucht worden für richtige Probleme ^_° Und: Nicht ich verleihe ihm diese Macht, sondern eher der obligatorische Aufschrei und der Diskurs selbst.
Heutzutage scheint jede digitale Keilerei noch eine externe Öffentlichkeit zu benötigen, und das vergiftet in der Tat das Klima.
Nigger oder Jude ist nochmal eine andere Liga als Hurensohn.
Nicht wirklich, und über Jude muss ich mich wundern: Wer das als Beleidigung ansieht, sollte sich selbst hinterfragen :ugly:
Man erlernt im Leben einen Haufen Beleidigungen, und nicht immer werden sie kontextnah eingesetzt. Der Idealfall wäre, überhaupt niemanden zu beleidigen, aber manchmal bringt es die Würze ins Leben. Ohne Schlechtes kein Gutes.

Warum ich diesen Diskurs überhaupt mitführe: Ich bin für die totale Redefreiheit, aber auch für totale Einstecken - und solche Diskurse befeuern gerne die staatliche Regulation, die dem Volk nicht zutraut, selber damit klarzukommen, und das ist dank Maas'schen Schnellschüssen zurzeit der Fall. Wie schlimm etwas wirklich ist, sollte am Ende ein Gericht über nachvollziehbare Richtlinien klären. Außerhalb des Wahlkampfs sähe ich diese Aufregerei nicht so kritisch, aber diese Diskussion läuft seit nunmehr zwei Jahren und verursacht ebendiese Hysterie, wie wir sie im Forum und überall sehen. Ich fordere Entspannung, auf allen Seiten.
Man muss auch mal einen Nigger verkraften können, dann aber auch die Rassisten-/Nazisau. Fertig.
Darüber hinaus gibt es auch eine, ich nenne sie mal wählerpsychologische Betrachtungsweise: Kann derjenige mit begrenztem oder gar üblem Wortschatz nicht trotzdem ein berechtigtes Anliegen formulieren? Wenn wir einen demokratischen Diskurs haben wollen, können wir nicht einfach alle Pöbler ausschließen, denn damit schließen wir eine ganzen Teil der Gesellschaft aus. Wir können ihnen nahelegen, sich mal zusammenzureißen, aber was sich hinter einer vermeintlich rassistischen Äußerung verbirgt, kann eine "komprimierte" Problemstellung sein (erwähnte prekäre Verhältnisse, Integration, Demographie, gar soziale Spaltung). Daher ist auch die Äußerung eines Nazis ein Beitrag zum demokratischen Diskurs und die flappsig-ungewollt rassistische Bemerkung ein Hinweis auf eventuelle soziale Probleme. Dies zu ergründen ist dann die Aufgabe. Zum Volk gehören nunmal alle, sonst begibt man sich auf dieselbe Stufe wie die vermeintlichen Nazis (und dieses Wort ist schon plemplem, weil derjenige überhaupt nichts über Nazis weiß, das passiert, wenn man in der Schule keine Methodenlehre, nur Uniformen und Symbolik mitbekommen hat).
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Sir Richfield
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Re: Nach rassistischer Äußerung von PewDiePie: Firewatch-Entwickler klagt und fordert Widerstand

Beitrag von Sir Richfield »

Sir Richfield hat geschrieben: 11.09.2017 16:56[...]
.oO(Und das alles sagt jemand, der sich in einer überschaubaren Gruppe von ca. 60.000 Mitmenschen angewöhnt hat, auf zufällige Postings und Kommentare mit der Kurzform von "Was, sich als männlich identifizierender Nachkomme einer biologisch weiblichen Person die für ein Entgelt sexuelle Handlungen als Dienstleistung anbietet und ausübt?" zu reagieren.)

Heuchelei, dein Name ist Sir Richfield. :|
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HeLL-YeAh
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Re: Nach rassistischer Äußerung von PewDiePie: Firewatch-Entwickler klagt und fordert Widerstand

Beitrag von HeLL-YeAh »

Und was wenn Pewdiepie bei einer solchen Äusserung selbst schwarz gewesen wäre ?
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Kobba
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Re: Nach rassistischer Äußerung von PewDiePie: Firewatch-Entwickler klagt und fordert Widerstand

Beitrag von Kobba »

Vielleicht hört der gute auch nur oft HipHop und deshalb ist dieses Wort in seinen unbewussten Sprachgebrauch gerutscht ganz ohne rassistisch zu sein.
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Kajetan
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Re: Nach rassistischer Äußerung von PewDiePie: Firewatch-Entwickler klagt und fordert Widerstand

Beitrag von Kajetan »

Temeter  hat geschrieben: 11.09.2017 17:10 Also wenn ich der Politik folge, ist die "historische Verantwortung" schon ein ziemlich großes Thema. War es zum Beispiel, als wir Israel ein par Uboote mitfinanzieren sollten. Natürlich politisch heuchlerisch, da es gleichzeitig als Konfonkturpaket für deutsche Unternehmen funktionierte, was der CDU ja immer gerne gefällt, und gleichzeitig auch mit kleinem, späterem Korruptionsskandal.
Das ist ja auch Politik und hat nichts mit dem zu tun, wie Menschen in diesem Land leben und empfinden :)
Ich weiß nicht, was das nun damit zu tun hat, dass wir eine Verpflichtung zum Stoppen von Nazis hätten.
Da hast Du mich mißverstanden. Ich sage nicht, dass man den einen Automatsimus durch einen anderen ersetzen muss.
Ich bin recht überzeugt, dass sich die offenen Grenzen im Hingesicht der Flüchtlinge auch teils auf das schlechte Gewissen und Selbstleugnung zurückzuführen lässt.
Wie kommst Du darauf? An was machst Du das fest? All die ehrenamtlichen Helfer, machen die das auf Grund eines schlechten Gewissens oder einfach nur, weil man den Leuten helfen will? Nach meiner Wahrnehmung sind die Leute hilfsbereit, weil sie einfach bloß hilfsbereit sind. Meine Verwandschaft in Bayern reisst sich den Arsch für diese Menschen auf, weil meine Verwandschaft in Bayern im 2. Weltkrieg alles verloren hat und mit nichts nach Deutschland, nur die Klamotten, die man am Leib trug. In Bayern war man klug genug diesen Leuten zu helfen, anstatt ihnen das Leben schwer zu machen. All die Jahrzehnte, in denen die CSU quasi monarchistisch in Bayern regiert hat, war nur mit diesen Leuten möglich. Sie helfen, weil a) etwas zurückgeben wollen und b) weil sie selbst wissen, was es heisst durch Krieg und Verfolgung alles zu verlieren.

Das manche aus den von Dir genannten Gründen helfen, will ich gar nicht ausschliessen, aber das sind meiner Wahrnehmung nach verschwindend geringe Personenzahlen. Die meisten helfen, weil sie helfen können.
Für Deutschland sind diese Flüchtlinge erstmal ein ziemliches Negativ, verursachen massive Kosten, überlasten offensichtlich trotzdem alle Auffangkapazitäten (wenn wir denn überhaupt welche hatten), während die Polizei überforder ist, die Zahl der Salafisten hat mittlerweile 10.000 erreicht, kommen mit übermäßig vielen Verbrechen verglichen zur restlichen Bevölkerung, und die Integration ist historisch etwas, in dem Deutschland ziemlich versagt hat. Mit dem fast jedes westliche Land Probleme hat.
Weisst Du, ich werfe Merkel nicht vor diese Leute aufgenommen zu haben. Ich werfe ihr nur vor nach dieser grundlegenden, alles andere als falschen Entscheidung keine entsprechenden Folgeentscheidungen folgen zu lassen. WENN man diese Leute aufnimmt, müssen entsprechende Entscheidungen A, B, C, ... getroffen werden. Kaum etwas ist passiert, man hat Behörden und Gemeinden mehr oder weniger in der Luft hängen lassen. Das Asylgesetz wurde nicht angepasst, der Behördenwirrwarr macht eine Überprüfung auf Extremisten schwierig oder Nachfassen auf direkte Hinweise aus Reihen der Flüchtlige erfolgt viel zu spät. Erst JETZT, im Zuge des Wahlkampfes, erklärt sich die CDU béreit eventuell (!) ein wenig am Asylrecht zu schrauben ... :roll:

Ich finde es immer wieder interessant, wenn man vor allem den Grünen weltfernes Gutmenschentum vorwirft, wenn gerade die Grünen seit zwei Jahren einen konkreten Vorschlag nach dem anderen machen, damit Behörden und Gemeinden ihre Arbeit besser machen können und die CDU einfach den Kopf in den Sand steckt und so tut, als ob alles in Ordnung wäre ...

Aber gut, Wahrnehmung ist subjektiv :)
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Lumilicious
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Re: Nach rassistischer Äußerung von PewDiePie: Firewatch-Entwickler klagt und fordert Widerstand

Beitrag von Lumilicious »

Kobba hat geschrieben: 11.09.2017 17:33 Vielleicht hört der gute auch nur oft HipHop und deshalb ist dieses Wort in seinen unbewussten Sprachgebrauch gerutscht ganz ohne rassistisch zu sein.
Da er mit seinem Editor gespielt hat, ist es gut vorstellbar das sie untereinander öfter so reden, da sein Editor Schwarz ist. So wie man unter Freunden ebenfalls stellenweise leicht rassistisch ist (Ich bin ne scheiß Kartoffel, während einer meiner besten Freunde auch mal nen Kanake ist).

Ändert aber nix an der Tatsache das es im Stream passiert ist, wo es nix zu suchen hat. Vor allem nicht im Moment wo die Adpocalypse gezeigt hat, in welche Richtung sich YT bewegt.
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sabienchen.banned
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Re: Nach rassistischer Äußerung von PewDiePie: Firewatch-Entwickler klagt und fordert Widerstand

Beitrag von sabienchen.banned »

Kannachu hat geschrieben: 11.09.2017 17:38
Kobba hat geschrieben: 11.09.2017 17:33 Vielleicht hört der gute auch nur oft HipHop und deshalb ist dieses Wort in seinen unbewussten Sprachgebrauch gerutscht ganz ohne rassistisch zu sein.
Da er mit seinem Editor gespielt hat, ist es gut vorstellbar das sie untereinander öfter so reden, da sein Editor Schwarz ist. So wie man unter Freunden ebenfalls stellenweise leicht rassistisch ist (Ich bin ne scheiß Kartoffel, während einer meiner besten Freunde auch mal nen Kanake ist).

Ändert aber nix an der Tatsache das es im Stream passiert ist, wo es nix zu suchen hat. Vor allem nicht im Moment wo die Adpocalypse gezeigt hat, in welche Richtung sich YT bewegt.
Adpocalypse... das war ein Schachzug einiger großer Firmen um mehr Entscheidungsmacht über die Platzierung ihrer Werbung zu bekommen.. da jibbet keine große "FreeSpeach" Verschwörung.

//KA an was genau du glaubst in der Beziehung ..ich wollte nur mal die wahrscheinlichste (ohne große Verschwörung) Theorie für den Wegfall eines Großteils ihrer Werbeeinnahmen vieler YouTuber erwähnen. :)
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Temeter 
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Re: Nach rassistischer Äußerung von PewDiePie: Firewatch-Entwickler klagt und fordert Widerstand

Beitrag von Temeter  »

Kajetan hat geschrieben: 11.09.2017 17:34Wie kommst Du darauf? An was machst Du das fest? All die ehrenamtlichen Helfer, machen die das auf Grund eines schlechten Gewissens oder einfach nur, weil man den Leuten helfen will? Nach meiner Wahrnehmung sind die Leute hilfsbereit, weil sie einfach bloß hilfsbereit sind. Meine Verwandschaft in Bayern reisst sich den Arsch für diese Menschen auf, weil meine Verwandschaft in Bayern im 2. Weltkrieg alles verloren hat und mit nichts nach Deutschland, nur die Klamotten, die man am Leib trug. In Bayern war man klug genug diesen Leuten zu helfen, anstatt ihnen das Leben schwer zu machen. All die Jahrzehnte, in denen die CSU quasi monarchistisch in Bayern regiert hat, war nur mit diesen Leuten möglich. Sie helfen, weil a) etwas zurückgeben wollen und b) weil sie selbst wissen, was es heisst durch Krieg und Verfolgung alles zu verlieren.

Das manche aus den von Dir genannten Gründen helfen, will ich gar nicht ausschliessen, aber das sind meiner Wahrnehmung nach verschwindend geringe Personenzahlen. Die meisten helfen, weil sie helfen können.
WTF? Natürlich sind die freiwilligen Helfer gute Leute! Sich über die auszulassen, wäre schon verdammt arm.

Wovon ich redete, ist die staatliche Entscheidung.
Weisst Du, ich werfe Merkel nicht vor diese Leute aufgenommen zu haben. Ich werfe ihr nur vor nach dieser grundlegenden, alles andere als falschen Entscheidung keine entsprechenden Folgeentscheidungen folgen zu lassen. WENN man diese Leute aufnimmt, müssen entsprechende Entscheidungen A, B, C, ... getroffen werden. Kaum etwas ist passiert, man hat Behörden und Gemeinden mehr oder weniger in der Luft hängen lassen. Das Asylgesetz wurde nicht angepasst, der Behördenwirrwarr macht eine Überprüfung auf Extremisten schwierig oder Nachfassen auf direkte Hinweise aus Reihen der Flüchtlige erfolgt viel zu spät. Erst JETZT, im Zuge des Wahlkampfes, erklärt sich die CDU béreit eventuell (!) ein wenig am Asylrecht zu schrauben ... :roll:

Ich finde es immer wieder interessant, wenn man vor allem den Grünen weltfernes Gutmenschentum vorwirft, wenn gerade die Grünen seit zwei Jahren einen konkreten Vorschlag nach dem anderen machen, damit Behörden und Gemeinden ihre Arbeit besser machen können und die CDU einfach den Kopf in den Sand steckt und so tut, als ob alles in Ordnung wäre ...

Aber gut, Wahrnehmung ist subjektiv :)
Da stimme ich dir sogar zu. Aber die Regierung hat nunmal die Grenzen geöffnet, ohne jede Ahnung, wie man mit der Flut umgehen soll. Selbst im besten Fall wäre es frahlich, ob wir die Kapazitäten hatten.

Und so gern ich die Heuchelei der CDU herausstelle, die SPD oder Grünen hätten vermutlich genauso gehandelt, ohne ein sinvolles Programm zu haben. Es ist sogar grundsätzlich fraglich, ob die Integration überhaupt in diesem Maßstab funktionieren kann.

Wie lange hatten wir denn Zeit, Türken zu integrieren? Die kamen noch aus einem vergleichsweise moderaten und fortschrittlichem Land, verglichen mit dem Groß der nordafrikanischen oder aktuell problematischen arabischen Ländern. Da hatte Rot Grün ebenfalls viel Zeit, sich was einfallen zu lassen. Funktioniert hat es nicht, nur ein Teil der Türken wurde jemals richtig integriert, und viele anderen gründeten stattdessen Parallelgesellschaften.
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Peter__Piper
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Re: Nach rassistischer Äußerung von PewDiePie: Firewatch-Entwickler klagt und fordert Widerstand

Beitrag von Peter__Piper »

Ego sum Noctis hat geschrieben: 11.09.2017 14:58
Peter__Piper hat geschrieben: 11.09.2017 13:43
Ego sum Noctis hat geschrieben: 11.09.2017 13:25 Gilt "Nigger" echt noch als Schimpfwort? Ich persönlich finde, dass die Leute mittlerweile viel zu empfindlich auf einige "Schimpfworte" reagieren, denn: Streng genommen ist "jedes" Schimpfwort eine Abwertung, aber würde dieser Pewdingens seine Mit/Gegenspieler, dessen Geschlecht, Rasse etc. er "gar nicht sehen kann" einfach nur "Looser", "Opfer" oder "Git Gud" schimpfen, würde doch kein Hahn danach krähen obwohl es genauso schlimm ist. Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und behaupte, dass jeder Mench, der eine Stimme besitzt andere Menschen schon Tausende Male irgendwie verbal herabgewürdigt hat, warum also diese Heuchelei?
Hmm, demnach ist also für dich "du reudiger Jude" oder "Kartoffelkopfnazi","elendiger Zigeuner","wertloser Tschetschene","kurdischer Eselliebhaber" gleichzusetzen mit "Looser","Opfer" oder "Arschloch" ?
Und jeder der das anders sieht ist ein Heuchler ?

Finde ich ja sehr naiv das Weltbild...
Aber du scheinst hier ja in guter Gesellschaft zu sein :roll:
Ja, sowohl "Schwein" als auch "Jude" ist eine herabwürdigung aufgrund eines Merkmales, dass Ich meinem Gegenüber ablese oder ihm unterstelle. Beides wiegt grundlegend "gleich" schwer. Welche "Beleidgungstabelle" sollte Ich denn auf die einzelnen Worte anwenden? Wenn du auf etwas empfindlicher reagierst, dann hat es dich nur mehr getroffen, aber der Grad der Beleidigung bleibt gleich. Darf Ich nicht Jude schimpfen nur weil Ich Deutscher bin? Wenn du dies mit Ja beantwortest, bist leider genauso ein Rassist.

Und ja, Ich empfinde es als Scheinheilig, zweierlei Maß an etwas zu legen. Immerhin sind alle Menschen gleich und nicht einige gleicher. Gerade durch dieses differenzieren lässt man doch so etwas wie Rassismus für ewig weiterleben. Typisch Mensch und einfach nur dumm.
Bei dem Fett gedrucktem hab ich mir schon gedacht in welche Richtung du gehen willst.
Deine nachfolgende Posts haben dann bestätigt woher der Wind weht - tut mir ehrlich leid für dich.

"Gamer seit 1992" - wirst also eher in meinem Alter sein.
Sowas stimmt mich immer traurig :cry:

Die Leute die hinter den Montagsdemos standen, haben echt eine menge Kaputt gemacht :(
Zuletzt geändert von Peter__Piper am 11.09.2017 18:05, insgesamt 1-mal geändert.