Cyber Shadow - Test

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Flux Capacitor
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Re: Cyber Shadow - Test

Beitrag von Flux Capacitor »

Levi  hat geschrieben: 03.02.2021 08:57
Flux Capacitor hat geschrieben: 03.02.2021 07:42
mafuba hat geschrieben: 29.01.2021 17:23 Pixel Kunst hin oder her - die gesammte Aufmachung ist für mich Ungenügend.
Ich finde es auch keine Kunst wenn Spiele im Jahr 2021 noch wie aus dem Jahre 1985 aussehen. Pixel-(Kunst) hin oder her.

Man kann auch aus Pixeln mehr herausholen!
Ich greife jetzt mal ein bißchen hoch, aber zum verdeutlichen sollte es helfen:
Picassos Gemälde sehen gewiss nicht realistisch aus. Auf den ersten Blick vielleicht sogar wie gekritzel... Und doch ist es eine Kunst so zu malen, so dass auch ein in sich stimmiges Bild dabei entsteht.

Wenn man von Pixelkunst redet, geht es nicht darum, stumpf 8 oder 16 Bit Ästhetik anzusetzen. Es ist eine Kunst etwas stimmungsvolles damit zu designen. Und wenn das gelingt, muss sich das Ergebnis kein bißchen hinter moderner Grafik mit 4k hdr und Co verstecken.

Je nach Geschmack kann man sowas gar bevorzugen.
Schon klar, Kunst liegt (aber) auch immer im Auge des Betrachters. Möchte ich ein Spiel haben welches surrealistisch und dafür minimal, oder realistisch und opulent daherkommt was die Grafik angeht? Ich bevorzuge klar letzteres.

Und kann man bei Spielen und Gemälden tatsächlich eine Analogie ziehen? Was haben die denn gemeinsam, ausser dass bei einem jemand etwas "künstlerisches" beigesteuert hat und bei dem anderem die Kunst an und für sich im Vordergrund steht.

Und wie würde Picasso heute malen? Wie würde er auf einem digitalen Wacom Tablet malen? Gerade bei der Mal-Kunst gab es auch Weiterentwicklungen in der Technik und heutzutage sind hyperrealistische Bilder möglich, da die Tools verfeinert und die Technik perfektioniert worden ist.

Ich will ja einfach nur sagen. Wenn man ein Spiel mit Pixel kreiert, muss es ja aktuell nicht die Farbpalette und Detaildichte der 8-Bit Ära haben. Da darf man schon etwas mehr erwarten. Gerade weil ganze Spiele, im Gegensatz zu Gemälden, doch ordentlich Staub ansetzen. Sei es - eben - bei der der Grafik oder dem Gameplay.

Da wäre der übliche aber ausgelutschte Auto-Vergleich passender. Die Formen der heutigen Wagen sind aus ökonomischen Gründen langweiliger. Dennoch kann man noch immer Autos bauen welche die schönen, kunstvollen Formen vergangener Tage haben. Aber dann bitte auch mit moderner Technik und Komfort. Ich glaube niemand würde heute gerne täglich in einem Oldtimer pendeln welcher einen Wendekreis eines Stadtbusses hat, die Anfälligkeit eines italienischen Sportwagens im Winter, die Sicherheit einer Achterbahn ohne Schulterhalterungen und einem höheren Öl als Benzinverbrauch.

Gerade bei - vermeintlich - simpleren Pixel Spielen, erwarte ich persönlich (Das kann ja jeder sehen wie er möchte) einfach mehr als dass was ich schon vor 25 0der 30 Jahren zu Gesicht bekommen habe. Einfach weil Videospiele zwar Kunst beinhalten, aber in meinen Augen keine Kunst in dem Sinne sind. Aber darüber lässt sich natürlich streiten. :D
Zuletzt geändert von Flux Capacitor am 03.02.2021 09:54, insgesamt 1-mal geändert.
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Levi 
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Re: Cyber Shadow - Test

Beitrag von Levi  »

Auch schon zu Picassos Zeiten war es möglich sehr realistisch zu zeichnen. (der Gute lebte bis 1973 ;))
Es war eine "Designentscheidung".
Und gerade darauf wollte ich hinaus, und gerade da gibt es sogar sehr deutliche Überschneidungen:

Das Art Design eines Spiels ist genauso eine freie Wahl, wie die Stilrichtung beim Zeichnen eines Gemäldes oder beim Komponieren eines Musik Stückes. Nur weil technisch mehr möglich ist, heißt das nicht, dass andere Richtungen nicht ebenso ihre Berechtigung haben. (und du hast Pixel Art halt explizit Kunst abgesprochen.)


Noch ein kleiner Disclaimer: mit geht's hier um Art Design. Und egal ob 3d Modeller, Sprite-Zeichner oder Pixel Artisten... Das ist nunmal ein Teilbereich des Game-Designs, den man auch gut ohne das Spiel selbst betrachten kann, und künstlerisch problemlos werten kann.
Zuletzt geändert von Levi  am 03.02.2021 10:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Krulemuk
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Re: Cyber Shadow - Test

Beitrag von Krulemuk »

Flux Capacitor hat geschrieben: 03.02.2021 09:52 Da wäre der übliche aber ausgelutschte Auto-Vergleich passender. Die Formen der heutigen Wagen sind aus ökonomischen Gründen langweiliger. Dennoch kann man noch immer Autos bauen welche die schönen, kunstvollen Formen vergangener Tage haben. Aber dann bitte auch mit moderner Technik und Komfort. Ich glaube niemand würde heute gerne täglich in einem Oldtimer pendeln welcher einen Wendekreis eines Stadtbusses hat, die Anfälligkeit eines italienischen Sportwagens im Winter, die Sicherheit einer Achterbahn ohne Schulterhalterungen und einem höheren Öl als Benzinverbrauch.
Gerade dieser Punkt ist meines Erachtens erfüllt. Die heutigen Indi-Retrospiele verbinden die alte Optik und das zeitlose Gameplay mit modernem Gamedesign, daher gibt es z.B. häufig kein Life-System mit GameOver-Screen mehr. Auch haben die heutigen Spiele viel mehr Content, weil sie aufgrund moderner Speichersysteme nicht davon leben, dass man einen eigentlich 3 stündigen Content immer und immer wieder versucht, bis man ihn nach 10h geschafft hat (Dieses Prinzip verfolgen dafür heute Roguelites *duck*).

Viel mehr Sorge macht mir aber der Beitrag von Usul:
Usul hat geschrieben: 03.02.2021 09:49 Usw. usf.
So läppern sich die ärgerlichen Punkte für mich zusammen, sodaß ich beim Starten des Spiels nicht "Hurra! Jetzt eine Runde Cyber Shadow!" denke, sondern eher "Mmmhhh... jetzt vielleicht ne Runde Cyber Shadow, um mich vor der Arbeit zu drücken?".
Da ich auf bockschwere 2D-Platformer stehe, würde ich im normalerweise davon ausgehen, dass mich deine Punkte nicht stören werden, aber warst du nicht derjenige, der ohne viel Mühe Celeste auf 100% mit allen B-Seiten und C-Seiten gebracht hat? Da mach ich mir dann schon Sorgen... Ich weiß, du beziehst dich nicht auf einen zu hohen Schwierigkeitsgrad sondern auf bestimmte altmodische Gameplay-Mechaniken, die bei dir zu Frust führen. Ich hoffe mal, dass das bei mir nicht so sein wird. Als Beispiel Völgarr the Viking hatte auch eine extrem altmodische Sprungmechanik, die wohl viele gestört hat, mit der ich aber ganz gut klar kam. Ich hoffe, es ist bei Cyber Shadow ebenso...
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Usul
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Re: Cyber Shadow - Test

Beitrag von Usul »

Ne, die C-Seiten habe ich noch nicht ganz. :)

Aber ja, der Schwierigkeitsgrad ist nicht das Problem, sondern das Altbackene. Volgarr ist ein guter Vergleich - ich mag das Spiel, aber auch da habe ich so meine Probleme mit der störrischen Mechanik. D.h. wenn du damit nun gar kein Problem hast, würde ich mir ansonsten keine großen Sorgen machen.
Ich muß dazu sagen, daß ich noch nicht sehr weit bin... vielleicht macht's bei mir ja auch noch Klick. :)

Aber das im Test erwähnte The Messenger z.B., das teilweise ähnlich aussieht, ist meines Erachtens sehr, sehr deutlich besser - eben weil man da durch die Spielmechanik, die Steuerung und den Ablauf des Ganzen in einen tollen Flow kommt, der mir hier leider fehlt.
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Flux Capacitor
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Re: Cyber Shadow - Test

Beitrag von Flux Capacitor »

Krulemuk hat geschrieben: 03.02.2021 11:01
Flux Capacitor hat geschrieben: 03.02.2021 09:52 Da wäre der übliche aber ausgelutschte Auto-Vergleich passender. Die Formen der heutigen Wagen sind aus ökonomischen Gründen langweiliger. Dennoch kann man noch immer Autos bauen welche die schönen, kunstvollen Formen vergangener Tage haben. Aber dann bitte auch mit moderner Technik und Komfort. Ich glaube niemand würde heute gerne täglich in einem Oldtimer pendeln welcher einen Wendekreis eines Stadtbusses hat, die Anfälligkeit eines italienischen Sportwagens im Winter, die Sicherheit einer Achterbahn ohne Schulterhalterungen und einem höheren Öl als Benzinverbrauch.
Gerade dieser Punkt ist meines Erachtens erfüllt. Die heutigen Indi-Retrospiele verbinden die alte Optik und das zeitlose Gameplay mit modernem Gamedesign, daher gibt es z.B. häufig kein Life-System mit GameOver-Screen mehr. Auch haben die heutigen Spiele viel mehr Content, weil sie aufgrund moderner Speichersysteme nicht davon leben, dass man einen eigentlich 3 stündigen Content immer und immer wieder versucht, bis man ihn nach 10h geschafft hat (Dieses Prinzip verfolgen dafür heute Roguelites *duck*).
Natürlich wurde da einiges modernisiert. Ich spreche auch alleine von der Optik.
Levi  hat geschrieben: 03.02.2021 10:08 Noch ein kleiner Disclaimer: mit geht's hier um Art Design. Und egal ob 3d Modeller, Sprite-Zeichner oder Pixel Artisten... Das ist nunmal ein Teilbereich des Game-Designs, den man auch gut ohne das Spiel selbst betrachten kann, und künstlerisch problemlos werten kann.
Absolut nachvollziehbar. Ich meine, ich finde gutes Production Design in Filmen auch sehr geil. Aber es macht bei mir einen Film der mir nicht zusagt automatisch besser, höchstens sympathischer. Aber ich bin da jetzt kein Zuschauer der auf jedes Kostüm, jedes Prop oder jeden perfekt platzierten Gegenstand achtet. Bei mir muss das Gesamtwerk stimmen.

Und Spiele in der retro Optik (Egal welcher Grafikstil nun gewählt wurde) sagen mir einfach nicht zu, da ich dies als Rückschritt empfinde wenn man etwas verwendet was früher ebeneinfach nicht anders möglich war. Nicht wie wenn ein Film in S/W gedreht worden ist, sondern wie wenn es ein Stummfilm in Farbe, mit 16 Frames und mit CGI wäre.

Sagen wir es mal abschliessend so. SO bin ich an Pixel Spielen interessiert!

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Bachstail
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Re: Cyber Shadow - Test

Beitrag von Bachstail »

Ich habe mir das Spiel jetzt mal in Gänze in einem Stream angeschaut und muss sagen, dass mir das unfassbar gut gefällt, das erinnert mich an Blue Shadow/Shadow of the Ninja (es erinnert auch an Ninja Gaiden aber die Änhlichkeit zu Blue Shadow finde ich größer).

Ich werde es mir definitiv noch zulegen, um es dann selbst spielen zu können, ich freue mich darauf.
Usul hat geschrieben: 03.02.2021 09:49Zum Beispiel fliegende Gegner: Ist ja schön, daß es fliegende Gegner gibt, aber wenn die so eine Flugkurve haben, daß man immer teilweise ziemlich weit vor oder zurücklaufen muß, um überhaupt eine Chance zu haben, den Gegner zu treffen, ohne von ihm getroffen zu werden, finde ich das einfach ärgerlich.

Weiteres Beispiel - die Steuerung: Früher war es normal, daß Spiele gnadenlos waren, aber wir sind im Jahre 2021... und wenn der wirklich kleinste Fehler dazu führt, daß man in einen Abgrund oder in eine Quader-Verbrennungsanlage stürzt und dann zum letzten Checkpoint wandert, ist das irgendwann auch öde.
Den Ärger diesbezüglich kann ich verstehen, zeitgleich muss man aber schreiben, dass das genau so sein soll, das ist eine ganz bewusste Design-Entscheidung und wenn ich ganz ehrlich bin, würde ich das so einem Spiel auch gar nicht anders wollen, ganz gleich, wie frustrierend das für mich als Spieler sein kann.

Das Spiel ist eine Homage an Spiele wie Ninja Gaiden, Blue Shadow oder auch Batman, ergo all die knallharten NES-Titel und man bekommt genau das, was versprochen wird, da spielt es keine Rolle, dass wir uns im Jahr 2021 befinden.

Im Gegenteil, ich finde es sehr schön, dass solche Spiele auch im Jahre 2021 nach wie vor released werden.

Damit möchte ich Dir übrigens nicht Deine Kritik absprechen, auch wenn es so klingen mag, was ich damit ausdrücken möchte, ist, dass Leute, die Spiele wie Ninja Gaiden mögen, solche Spiele auch heute noch gut finden und über einen Kauf von Cyber Shadow nachdenken, das unbedingt tun sollten, denn diese werden auf ihre Kosten kommen, die Punkte, die Du kritisiertst, werden für Liebhaber dieser Spiele nämlich die relevanten Pluspunkte sein, die sie genau SO haben möchten.

Und nun noch was zu Pixel Art (das ist also allgemein gehalten und nicht speziell an Dich gerichtet, Usul) :

An dieser Stelle möchte ich einmal eine Lanze für Pixel Art brechen, denn vernünftig und gut zu pixeln, ist eine unfassbar schwere Arbeit, das kann sich aus erster Hand berichten und da das Spiel ein SEHR gutes Pixel Art aufweist, hat der Entwickler hier meinen größten Respekt verdient.

Bei Pixel Art darf man sich also in der Tat nicht von der "altbackenen" Optik täuschen lassen, gut pixeln will gelernt sein.
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Re: Cyber Shadow - Test

Beitrag von Usul »

Bachstail hat geschrieben: 03.02.2021 12:56Den Ärger diesbezüglich kann ich verstehen, zeitgleich muss man aber schreiben, dass das genau so sein soll, das ist eine ganz bewusste Design-Entscheidung und wenn ich ganz ehrlich bin, würde ich das so einem Spiel auch gar nicht anders wollen, ganz gleich, wie frustrierend das für mich als Spieler sein kann.

Das Spiel ist eine Homage an Spiele wie Ninja Gaiden, Blue Shadow oder auch Batman, ergo all die knallharten NES-Titel und man bekommt genau das, was versprochen wird, da spielt es keine Rolle, dass wir uns im Jahr 2021 befinden.
Naja, es ist schon ein Unterschied, ob etwas ganz einfach knallhart ist - oder ob es nervig ist, was bei den fliegenden Gegnern am Anfang von Cyber Shadow zumindest für mich ganz eindeutig der Fall ist.
Und btw: In Ninja Gaiden konnte man sich an Wänden festhalten.
Wie gesagt: Der Schwierigkeitsgrad an sich macht mir nichts aus... Wenn das Gesamtpaket stimmt, kann das Spiel auch bockschwer sein, finde ich.

Aber: Offenbar gibt solche Dinge wie Wall Jump, Dash, Double Jump etc. auch bei Cyber Shadow - was einen Gutteil meiner Kritik sehr abschwächen würde.

Daher werde ich doch mal weiterspielen, in der Hoffnung, daß der Spielspaß schon bald deutlich größer wird als die Überwindung, das Spiel zu starten.
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Re: Cyber Shadow - Test

Beitrag von MikeimInternet »

@Bachtail

Letztendlich ist es natürlich wie immer Geschmackssache, aber findest du Shovel Knight
nicht auch schöner als Cyber Shadow ?
Zuletzt geändert von MikeimInternet am 03.02.2021 14:24, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Cyber Shadow - Test

Beitrag von Khorneblume »

Kann man beides überhaupt vergleichen? Shovel Knight ist für mich ganz andere Richtung als Cyber Shadow. Nur weil es 2D NES like Spiele und bockschwer sind würde ich beides nicht in einen Topf werfen. Duck Tales (NES) konnte man auch nicht mit Ninja Gaiden oder Shinobi vergleichen, und wiederum nichts davon mit Mega Man oder Contra.
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