E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

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zmonx
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von zmonx »

greenelve hat geschrieben: 29.08.2019 20:14
zmonx hat geschrieben: 29.08.2019 20:06 Ich sehe noch kein massentaugliches eSport Spiel, was mir gefällt und es verdient hat, so genannt zu werden?! Das müsste erst noch entwickelt werden und ein fest verankertes Regelwerk haben, die kein Entwickler oder eine Firma vorgibt und einfach mal so machen kann was es will... Das muss ganz anders aufgezogen werden und benötigt sowas wie ne FIA, wenn wir jetzt mal bei Formel1 bleiben.
https://de.wikipedia.org/wiki/Korean_e- ... ssociation so läuft Starcraft Broodwar ganz ohne Blizzard und mit eigenen Regeln. Kespa als großer Dachverband des gesamten Esports in Südkorea sowie offizielle Mitgliedsorganisation des Korean Olympic Committees.
Oh ja, danke. Freut mich echt :)

Auch sehr interessant mit den Regeln und Rechten. Erscheint mir aber immer noch nicht die beste Lösung zu sein... Wenn ich Firmennamen lese ^^
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greenelve
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von greenelve »

zmonx hat geschrieben: 29.08.2019 20:35 Auch sehr interessant mit den Regeln und Rechten. Erscheint mir aber immer noch nicht die beste Lösung zu sein... Wenn ich Firmennamen lese ^^
Das hängt aber damit zusammen, das Firmen in den Teams involviert sind. Vergleichbar zu nahezu sämtlichen Teams im Motorsport. Mit MBC Game hatte gar ein richtiger TV Sender ein eigenes Team in Broodwar gehabt.
johndoe1966876
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von johndoe1966876 »

Bachstail hat geschrieben: 29.08.2019 20:34 Für mich waren Videospiele mein Ersatz für Freunde und haben mir geholfen, mit meiner Kindheit und Jugend klarzukommen, ohne Videospiele wäre ich eingegangen.

Das klingt für den ein oder anderen vielleicht extrem aber das ist logisch, denn auch wenn ich es des Öfteren erwähnt habe, kennt nicht jeder meine persönliche Situation und schon gar nicht die Details.

Videospiele sind für mich ein elementarer Bestandteil meines Lebens, von daher kann ich für mich ganz klar sagen, dass Videospiele einen Mehrwert für mich bieten und mich menschlich weitergebracht haben.
Ohne Dir nahetreten zu wollen, aber wie repräsentativ ist Deine Situation?
Dein Fall sollte ja nicht die Norm darstellen und Legitimation als "Hilfe fürs Leben" sein.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, wie einen Spiele menschlich weiterbringen. Ich befürchte, das im Regelfall eher das Gegenteil passiert.
In Deinem Fall, ich beziehe mich auf das, was ich so von Dir hier mitbekommen habe, wären Deine Eltern mehr in der Pflicht gewesen.

Videospiele als Bestandteil und nicht Inhalt des Tagesablauf eines Kindes sollte mMn das Ziel sein.
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zmonx
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von zmonx »

greenelve hat geschrieben: 29.08.2019 20:40
zmonx hat geschrieben: 29.08.2019 20:35 Auch sehr interessant mit den Regeln und Rechten. Erscheint mir aber immer noch nicht die beste Lösung zu sein... Wenn ich Firmennamen lese ^^
Das hängt aber damit zusammen, das Firmen in den Teams involviert sind. Vergleichbar zu nahezu sämtlichen Teams im Motorsport. Mit MBC Game hatte gar ein richtiger TV Sender ein eigenes Team in Broodwar gehabt.
Also als Team antreten ist auch okay, nur wenn Firmen Anspruch auf die "Sportart", also auf das Spiel haben, ist das ein Problem. Da müsste eine andere Lösung her.

Aber es funktioniert, nicht schlecht. Auch von Blizzard.
Zuletzt geändert von zmonx am 29.08.2019 21:01, insgesamt 1-mal geändert.
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mindfaQ
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von mindfaQ »

Wortgewandt hat geschrieben: 29.08.2019 17:50Wow, lange nicht mehr so einen Unsinn gelesen.

Erstmal brauchst du motorische Fähigkeiten, keine mechanischen. Dann ist der strategische Aspekt KOMPLEXER???? Das meinst du bitte nicht ernst. Ich fürchte aber, du tust es.

Hast du schon jemals Schach auf einem höheren Niveau gespielt? Ich denke nicht.
Dota ist dagegen leider totale Kinderkacke. Da greift nicht mehr viel Taktik. Da ist der Pick entscheidend, da werden Counter gepickt, jedes Early- und Midgame ist fast identisch und am Ende zählt, werd seinen Champ im Teamfight besser beherrscht. Das ist der Sinn für Strategie und Taktik NULL! Man spielt stumpf aktuelle Metas. Da werden keine schnelleren Entscheidungen getroffen, da werden einstudierte Automatismen genutzt.

Beschäftige dich mal lieber ein bisschen mehr mit den unterschiedlichen Games. Man merkt, dass du null Peilung von Schach hast - wie übrigens 90% der Leute hier.
Jupp, strategisch hast du bei Dota 2 wesentlich mehr Freiheitsgrade, entsprechend komplexer ist es strategisch.
Wir sind sehr viel weiter vom perfekten Dota-Spiel entfernt als dem perfekten Schach-Spiel. Bei Dota 2 kommt der Mensch genau so an seine Grenzen wie bei Schach. Dein Bild vom professionellen Spiel entspricht nicht der Realität. Auch witzig, dass du Automatismen als Negativpunkt vorbringst, wenn es doch bei Schach genauso ist, dass durch langjähriges Training Zusammenhänge automatisch gesehen werden beim Formen der eigenen Strategie und Taktik, anstatt dass man sie jedes mal erneut erdenken muss. Sorry, du hast einfach keine Ahnung.
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greenelve
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von greenelve »

zmonx hat geschrieben: 29.08.2019 20:56 Also als Team antreten ist auch okay, nur wenn Firmen Anspruch auf die "Sportart", also auf das Spiel haben, ist das ein Problem. Da müsste eine andere Lösung her.

Aber es funktioniert, nicht schlecht. Auch von Blizzard.
Blizzard hat bei Starcraft Broodwar in Korea nichts zu sagen. Zumindest haben sie das nicht für lange Zeit, erst als SC2 rauskam, meldeten sie Ansprüche, um SC2 erfolgreich zu machen.

Firmen sind wie in der F1 vertreten. Mercedes, Red Bull und Co. haben Mitspracherecht bei Entscheidungen. Eben weil sie Teilnehmer des Wettbewerbes sind und diese Teilnehmer den Wettbewerb mit gestalten dürfen. Ansonsten würde es an den Teilnehmern vorrübergehen. Oder Fußball, die Mannschaften sind fast alle ausgegliederte Kapitalgesellschaften. Und deren Chefs sind in der DFL vertreten. Als Beispiel.
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Bachstail
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von Bachstail »

Efraim Långstrump hat geschrieben: 29.08.2019 20:53Ohne Dir nahetreten zu wollen, aber wie repräsentativ ist Deine Situation?
Gar nicht, was ich damit auch gar nicht ausdrücken wollte.

Es las sich lediglich so, dass Nerevar meint, dass Videospiele allgemein keinen Mehrwert bieten und einen menschlich nicht voranbringen und das wollte ich mit meinem Beispiel widerlegen.

Ich bin mir bewusst, dass ich sehr wahrscheinlich nur einen Bruchteil der Spielerschaft darstelle, vermutlich nicht mal einen Bruchteil.
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danke15jahre4p
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von danke15jahre4p »

ich denke kaum ein gamer kann einen mehrwert für sich und seiner sozialisation dank des spieles absprechen, spielen verbindet, und sei es selbst nur das forum hier wo man über die jahre hinweg gestritten, diskutiert und zusammen gelacht hat.

klar hat das wenig mit einer förderlegitimation für esports zu tun, aber zu sagen gaming bringt niemanden weiter oder hat keinen mehrwert sollte mal in sich gehen.

greetingz
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zmonx
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von zmonx »

greenelve hat geschrieben: 29.08.2019 21:37
zmonx hat geschrieben: 29.08.2019 20:56 Also als Team antreten ist auch okay, nur wenn Firmen Anspruch auf die "Sportart", also auf das Spiel haben, ist das ein Problem. Da müsste eine andere Lösung her.

Aber es funktioniert, nicht schlecht. Auch von Blizzard.
Blizzard hat bei Starcraft Broodwar in Korea nichts zu sagen. Zumindest haben sie das nicht für lange Zeit, erst als SC2 rauskam, meldeten sie Ansprüche, um SC2 erfolgreich zu machen.

Firmen sind wie in der F1 vertreten. Mercedes, Red Bull und Co. haben Mitspracherecht bei Entscheidungen. Eben weil sie Teilnehmer des Wettbewerbes sind und diese Teilnehmer den Wettbewerb mit gestalten dürfen. Ansonsten würde es an den Teilnehmern vorrübergehen. Oder Fußball, die Mannschaften sind fast alle ausgegliederte Kapitalgesellschaften. Und deren Chefs sind in der DFL vertreten. Als Beispiel.
Ist das wirklich so eindeutig mit Blizzard? Oder doch nur vertraglich geregelt, welcher aufgehoben oder auslaufen kann?
Aus dem Wiki zB geht hervor, das, wegen geistigem Eigentum Blizzard Lizenzgebühren bei Ausstrahlung fordert. Und sowas wie geistiges Eigentum sollte niemand auf ein eGame haben am besten, bzw ablegen wenn mal vorhanden.

Die profitieren halt enorm und zicken nur deshalb nicht rum :)

Mit dem zweiten Absatz hast du aber recht, ein miteinander lässt sich da womöglich auch in diesem Bereich nicht umgehen.
Zuletzt geändert von zmonx am 29.08.2019 22:23, insgesamt 1-mal geändert.
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greenelve
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von greenelve »

zmonx hat geschrieben: 29.08.2019 22:13 Ist das wirklich so eindeutig mit Blizzard? Oder doch nur vertraglich geregelt, welcher aufgehoben oder auslaufen kann?
Aus dem Wiki zB geht hervor, das, wegen geistigem Eigentum Blizzard Lizenzgebühren bei Ausstrahlung fordert.

Die profitieren halt enorm und zicken nur deshalb nicht rum :)
Bis afair SC2 hatte Blizzard keinen Finger gerührt. Erst damit wollten sie etwas und der Streit mit Kespa begann. Es gab Klagen und Beschuldigungen. Ein Link, der es aufschlüsselt: https://liquipedia.net/starcraft/KeSPA# ... d_Blizzard
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zmonx
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von zmonx »

Krimi... Von Blizzard aus, und aus Unternehmersicht richtig gehandelt. Gehört ihnen halt und Anteile stehen ihnen zu.
Wortgewandt
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von Wortgewandt »

Jupp, strategisch hast du bei Dota 2 wesentlich mehr Freiheitsgrade, entsprechend komplexer ist es strategisch.
Wir sind sehr viel weiter vom perfekten Dota-Spiel entfernt als dem perfekten Schach-Spiel. Bei Dota 2 kommt der Mensch genau so an seine Grenzen wie bei Schach. Dein Bild vom professionellen Spiel entspricht nicht der Realität. Auch witzig, dass du Automatismen als Negativpunkt vorbringst, wenn es doch bei Schach genauso ist, dass durch langjähriges Training Zusammenhänge automatisch gesehen werden beim Formen der eigenen Strategie und Taktik, anstatt dass man sie jedes mal erneut erdenken muss. Sorry, du hast einfach keine Ahnung.
Und genau das zeigt mir, wieviel Ahnung du und zig anderen hier von professionellem Schach haben: NULL!

Ein Profi denkt 20-30! Züge voraus. Wenn der Gegner eine Figur unerwartet setzt, fällt das Kartenhaus zusammen und man muss sein gesamtes Konstrukt IM KOPF umbauen. Alleine!

In Dota hast du einen einzigen Helden und 5 Skills. Das wars. Da reagierst du in einer sitzenden Position wild klickend und arbeitest deine einstudierten Moves ab. Kommt es zum Teamfight (der geht dann mal kurz so 20-30sek) wirds kurz brisant, danach arbeitest du wieder einstudierte Mechanismen ab, inkl Itembuilds. Das ist nicht mal im Ansatz so fordernd wie Profischach.

Dass hier sowas überhaupt miteinander verglichen wird, ist so furchtbar albern.

Mir gehts auch nicht darum, Werbung für Schach zu machen, ich will nur mal verdeutlichen, warum Schach als Sport angesehen wird und E-Sport meiner Meinung nach nix da verloren hat. Fifa? Lächerlicher Bullshit. Starcraft 2? Eary- und Midgame immer das gleiche, die letzten 15min entscheiden das Game. Shooter? Lächerlich. Hand-Augen-Koordination müssen sitzen, ok. Aber ist das Sport? Ich bitte euch!
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SethSteiner
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von SethSteiner »

Deine Überhöhung von Schach ist etwas wo man nur sagen kann "ich bitte dich". Du musst Züge im Voraus denken, na und? Das ist auch nur rein mechanisch, so mechanisch, dass es quasi das Prorotyp Spiel Mensch gegen Computer ist und mittlerweile ist Mensch hier auch schon eine Weile unterlegen. Ich mein, du wirfst anderen vor, dass sie Null Ahnung vom Schach haben, weißt aber sogar selbst nicht, dass es kein faires Spiel ist, weil es eben einen Startvorteil gibt und der sich auch statistisch niederschlägt. Der Sockel auf den du Schach hebst und andere Spiele niedermachst ist albern.
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von Wortgewandt »

SethSteiner hat geschrieben: 30.08.2019 12:08 Deine Überhöhung von Schach ist etwas wo man nur sagen kann "ich bitte dich". Du musst Züge im Voraus denken, na und? Das ist auch nur rein mechanisch, so mechanisch, dass es quasi das Prorotyp Spiel Mensch gegen Computer ist und mittlerweile ist Mensch hier auch schon eine Weile unterlegen. Ich mein, du wirfst anderen vor, dass sie Null Ahnung vom Schach haben, weißt aber sogar selbst nicht, dass es kein faires Spiel ist, weil es eben einen Startvorteil gibt und der sich auch statistisch niederschlägt. Der Sockel auf den du Schach hebst und andere Spiele niedermachst ist albern.
Was für ein Müll! :)
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Ultimatix
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von Ultimatix »

Heutzutage lernt ein Computerprogramm in 4 Stunden Schach und spielt besser als jeder Mensch. Ein Mensch hat beim Schach gegen die künstliche Intelligenz keine Chance mehr
Quelle https://www.welt.de/sport/article171541 ... inanz.html