greenelve hat geschrieben: ↑28.08.2019 21:02
Motorsport. Ferrari macht nicht öffentlich, wie die einzelnen Bauteile im F1 Auto funktionieren und zusammengebaut sind. Stellt der Hersteller seine Beteiligung am "Sport" ein, kann dies das komplette Aus einer Disziplin bedeuten.
Ich bin ne Weile nicht mehr im Thema, aber Ferrari nimmt doch nur an der Formel 1 teil, mit einem Ferrari-Fahrzeug. Natürlich machen sie nicht öffentlich wie und was sie genau da basteln, aber es gibt die Regeln der FIA, die bekannt sind und denen die Teilnehmer entsprechen müssen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Formel-1-Regeln
greenelve hat geschrieben: ↑28.08.2019 21:02
Spiele müssen nicht Open Source sein, damit Vereine gezielt trainieren können. Clans, was im Grunde Vereine sind, können bereits gezielt trainieren, und dies ohne Open Source. Spezielle Trainingsarten obliegen Regelwerk, äußeren Umständen und Geld. Rennfahrer haben nicht vollständigen Zugriff auf sämtliche Trainingsmöglichkeiten. Ich verstehe den Wunsch nach Open Source und somit mehr Kontrolle als Endkonsumer, aber für (Hochleistungs)Sport ist das nicht zwingend notwendig.
Was ich meine ist die Frage nach der Förderung, die ja im Sinne des Gemeinwohls vergeben wird. Wenn die Regeln an eine Privatfirma gebunden sind, und diese die Regeln nach gut dünken ändern darf, oder gleich den Service einstellen kann... wenn der Nachfolger rauskommt, dann hat man einfach keine Kontrolle mehr.
Wochenlang eine bestimmte Taktik trainiert? Morgen kommt der Patch, die Taktik ist geschwächt oder gar nicht mehr möglich. Pech gehabt. Oder das Waffenhandling wird einen Tag vor einem lokalen Turnier umgebaut. Und so weiter. Da gibts einen ganzen Haufen von Dingen, die in der GaaS-Welt vollkommen normal sind, die einen Vereinsbetrieb unmöglich machen. Zumindest nicht im gleichen Sinne wie Fußball und Schach, denn hier kann einem niemand die Regeln von heute auf morgen ändern. Die Mindestvorraussetzung wäre deswegen das man eigene Server aufsetzen kann und ein bestimmtes Patchlevel einstellen kann.
Vom Verschwinden der Server wegen Abschaltung ganz zu schweigen.
Dann noch das Problem der nachvollziehbaren und garantierten Fairness. Woher will man wissen, das ein Spiel, sein Client und der Server, wirklich fair funktionieren? Garantieren kann man das nur, wenn man den gesamten Quellcode lesen kann und verifizieren kann, das alles rechtens zugeht. Da ist dermaßen viel Potential für Schweinereien vorhanden - und das wird auch schon längst genutzt. Man denke an das Patent zur psychologischen Manipulation von In-Game-Shop-Käufern. Da kann man sich gerne mal überlegen was noch so geht, und sich dann fragen, ob das nicht schon längst passiert. Und noch viel mehr. Gerne auch an Facebook denken, die schon so einiges gemacht haben, von psychologischer Manipulation von Usern zu Forschungszwecken bis zu Wahlmanipulation. Und all das, was nicht an die Oberfläche gekommen ist.
Überprüfbare Fairness gibts nur mit Open-Source-Servern und -Clients. Alles andere ist Hoffen und Glauben. Wer sich darauf verlässt, das die Veranstalter und Medienkonzerne, die mit der ganzen Sache ihr Geld verdienen wollen, nicht das volle Potential zur Spielmanipulation einsetzen werden, der ist naiv.