E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

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Easy Lee
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von Easy Lee »

SethSteiner hat geschrieben: 28.08.2019 11:53
Vin Dos hat geschrieben: 28.08.2019 06:26
Ich finde die Bezeichnung E-Sport eigentlich in Ordnung. Meine Vorstellung von Sport ist körperliche Betätigung.
Ich weiß gar nicht warum das ständig gesagt wird. Hat schon mal jemand versucht ein Videospiel ohne seinen Körper zu benutzen?
Naja, sich ne Pommes in den Mund zu schieben ist auch eine körperliche Aktivität ;)

Es geht doch darum, dass Videogames zu zocken dem körperlichen Zustand einfach nicht dienlich ist. Adrenalin, Cortisol etc. werden in Hochtouren ausgeschüttet und mangels entsprechender Ausagierung nicht gut abgebaut. Das mag bei einem ausgeglichenen Lebenswandel nicht sonderlich ins Gewicht fallen, aber wer per Definition "eSportler" ist und den Effekt durch übertriebenen Ehrgeiz und leistungssteigernde Substanzen (legal wie illegal) noch erhöht, tut der Gesundheit nichts gutes.

Wie gesagt - es ist erforderlich Ausgleichssport zu betreiben um diesen "Sport" ausführen zu können. Das alleine sollte ein Indiz dafür sein, dass eSport die Wettbewerbsform eines digitalen Hobbys ist, aber eben kein Sport.
johndoe711686
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von johndoe711686 »

SethSteiner hat geschrieben: 28.08.2019 11:53 Außerdem hilft nicht Sport, sondern Training. Deswegen wäre es auch sinnvoller, man würde in Schulen statt die Leute im Kreis rennen lassen, Gewichte werfen und Fußballspielen lassen lieber Fitnessstudios errichten. Wenn es einem nämlich um die Gesundheit geht, ist Sport einfach ungeeignet.
Das sehe ich etwas anders. Bei Radfahren, Fußball spielen oder Schwimmen, trainiert man genau so seinen Körper und tut ihm gesundheitlich etwas Gutes. Fitnesstudios sind dafür da gezielt bestimmte Muskeln zu trainieren, das bringt aber aber auch nur dann was, wenn man es für alle Körperteile macht. Wenn man sich nur n dicken Bizeps trainiert, hilft das kaum für den körperlichen Gesamtzustand. Vor allem, wenn man die Muskelgruppen im Alltag dann gar nicht nutzt.

Sich durch Sport bewegen, egal welcher, hilft grundsätzlich immer. Egal ob es Fußball, Volleyball, Laufen, Schwimmen oder Radfahren ist. Dabei nutzt man nämlich in der Regel seinen ganzen Körper.

Sport ist absolut nicht ungeeignet für die Gesundheit. Vielmehr würde ich genau dem entgegenstehen und sagen, dass kein Mensch Fitnesstudios braucht für seine Gesundheit. Alles das was man dort macht, kann man auch über Sport erreichen, nur einzelne Muskeln gezielt aufpumpen, das geht am besten im Studio, bringt aber wenig für die Gesundheit. Im Gegenteil.
johndoe711686
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von johndoe711686 »

Serious Lee hat geschrieben: 28.08.2019 12:21 Wie gesagt - es ist erforderlich Ausgleichssport zu betreiben um diesen "Sport" ausführen zu können. Das alleine sollte ein Indiz dafür sein, dass eSport die Wettbewerbsform eines digitalen Hobbys ist, aber eben kein Sport.
Du musst auch Sport betreiben und Rennfahrer zu sein, also ist Rennen fahren auch kein Sport, sondern nur ausleben des Hobbys gerne schnell im Kreis zu fahren?
c452h
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von c452h »

an_druid hat geschrieben: 28.08.2019 02:09 Deswegen finde ich das es jeden der diese wundervolle Erungenschaft namens Gaming bereichert, was angeht.
Warum sollte ich mich dafür einsetzen, dass Computerspieler - ersetzbar durch Athleten beliebiger Sportart - zu Multimillionären werden können? Überall wird über die Arm-Reich-Schere und fehlende Mittel gejammert, wenn es aber darum geht, triviale Fähigkeiten, die keinen gesellschaftlichen Mehrwert haben, fürstlich zu entlohnen, ist man als "Armer" schnell Fürsprecher und hat kein Problem damit, selbst dann nicht, wenn die zum Götzen erklärten Gladiatoren noch alles dafür tun, um ihre Steuerlast zu minimieren - Stichwort Steueroasen und Fussballspieler- und funktionäre. Da muss man sich wirklich fragen, ob das Gros der Menschheit noch richtig tickt. :lol:
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SethSteiner
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von SethSteiner »

Ryan2k6 hat geschrieben: 28.08.2019 12:25
SethSteiner hat geschrieben: 28.08.2019 11:53 Außerdem hilft nicht Sport, sondern Training. Deswegen wäre es auch sinnvoller, man würde in Schulen statt die Leute im Kreis rennen lassen, Gewichte werfen und Fußballspielen lassen lieber Fitnessstudios errichten. Wenn es einem nämlich um die Gesundheit geht, ist Sport einfach ungeeignet.
Das sehe ich etwas anders. Bei Radfahren, Fußball spielen oder Schwimmen, trainiert man genau so seinen Körper und tut ihm gesundheitlich etwas Gutes. Fitnesstudios sind dafür da gezielt bestimmte Muskeln zu trainieren, das bringt aber aber auch nur dann was, wenn man es für alle Körperteile macht. Wenn man sich nur n dicken Bizeps trainiert, hilft das kaum für den körperlichen Gesamtzustand. Vor allem, wenn man die Muskelgruppen im Alltag dann gar nicht nutzt.

Sich durch Sport bewegen, egal welcher, hilft grundsätzlich immer. Egal ob es Fußball, Volleyball, Laufen, Schwimmen oder Radfahren ist. Dabei nutzt man nämlich in der Regel seinen ganzen Körper.

Sport ist absolut nicht ungeeignet für die Gesundheit. Vielmehr würde ich genau dem entgegenstehen und sagen, dass kein Mensch Fitnesstudios braucht für seine Gesundheit. Alles das was man dort macht, kann man auch über Sport erreichen, nur einzelne Muskeln gezielt aufpumpen, das geht am besten im Studio, bringt aber wenig für die Gesundheit. Im Gegenteil.
Gerade Fußball spielen ist vieles aber nicht gesund, einfach weil die Unfallgefahr hier immens hoch ist. Beim Fußball betreibt man eben Sport, es geht darum zu gewinnen und es ist ein Kontaktsport um noch präziser zusein. Fußballspielen ist nichts was man spielen sollte, wenn es darum geht sich gesund zu halten. Rad fahren da gehe ich mit, Schwimmen da gehe ich auch mit, absolut aber wenn es darum geht ein Spiel zu gewinnen, geht es nicht mehr um Gesundheit. Wenn jemand nur seinen Bizeps trainiert, ist das nicht anders wie beim Fahrradfahren auch, es ist egal ob man das dann gar nicht nutzt aber zumindest ist das ein Training und das ist gesund. Fitness ist gesund, weil es hier nicht darum geht, irgendwie besser zusein als andere, sondern tatsächlich eben nur darum seinen Körper zu bewegen. Deswegen betreiben Sportler ja auch oft Training und Fitness, denn das eigentliche Spiel allein sorgt nicht für die Athletik.

Dieser Fehlschluß, dass Sport gesund wäre, ist einer der Gründe warum wir übergewichtige Kinder haben. Hätten wir keinen Sportunterricht, sondern Fitness-Stunden, wo individuell trainiert würde, wäre die Jugend weitaus gesünder, weil dann tatsächlich etwas für eben jene körperliche Gesundheit getan würde. Sportunterricht tut dafür gar aber absolut gar nichts. Es sind Gammelstunden mit Mobbing-Lizenz.

@Serious Lee
"Ausgleichssport" ist normal im Sport, gar nichts besonderes. Außerdem kann auch Essen ein Sport sein - siehe Ess(oder Fress)wettbewerbe.
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Levi 
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von Levi  »

SethSteiner hat geschrieben: 28.08.2019 11:53 Außerdem hilft nicht Sport, sondern Training. Deswegen wäre es auch sinnvoller, man würde in Schulen statt die Leute im Kreis rennen lassen, Gewichte werfen und Fußballspielen lassen lieber Fitnessstudios errichten. Wenn es einem nämlich um die Gesundheit geht, ist Sport einfach ungeeignet.
Wat?
Jetzt ernsthaft?
Musst du dir irgendwie dein Abo gut reden?
Nein ehrlich... Lies noch einmal was du da schreibst.

Kinder sollen lieber Gewichte stemmen und auf dem Laufband laufen, anstelle sich ausgewogen körperlich zu betätigen?

Ich glaube nicht, dass diese Aussage wirklich so von dir gemeint ist.
lettiV
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von lettiV »

Levi  hat geschrieben: 28.08.2019 12:53
SethSteiner hat geschrieben: 28.08.2019 11:53 Außerdem hilft nicht Sport, sondern Training. Deswegen wäre es auch sinnvoller, man würde in Schulen statt die Leute im Kreis rennen lassen, Gewichte werfen und Fußballspielen lassen lieber Fitnessstudios errichten. Wenn es einem nämlich um die Gesundheit geht, ist Sport einfach ungeeignet.
Wat?
Jetzt ernsthaft?
Musst du dir irgendwie dein Abo gut reden?
Nein ehrlich... Lies noch einmal was du da schreibst.

Kinder sollen lieber Gewichte stemmen und auf dem Laufband laufen, anstelle sich ausgewogen körperlich zu betätigen?

Ich glaube nicht, dass diese Aussage wirklich so von dir gemeint ist.
Da muss ich Seth bedingt recht geben. Gerade der Punkt "ausgewogen" trifft nach meiner Erfahrung (schulische Laufbahn, lang, langs ists her) absolut nicht zu. Das mag sich vielleicht inzwischen zum besseren gewandelt haben, das kann ich allerdings nicht beurteilen.
Aber sowohl am Schulsport-, als auch Fitnessstudio-Ansatz ist das entscheidene, dass es ausgewogen sein müsste.

LG lettiV
Wortgewandt
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von Wortgewandt »

Das Grosse Buch der Schach-Weltmeisterschaften über Karpow: "Sein ärztlicher Berater Prof. Gerschanowitsch berichtete Dr. Helmut Pfleger, dass Karpow bis dato nur zwei Kilo abgenommen hatte, obwohl er sonst bei Wettkämpfen bis zu sechs Kilo verliert.".
Und das ist der Knackpunkt, Leute. Hört doch endlich auf, Schach mit diesen Kinderspielen gleichzusetzen!

Schach ist intensiver Denksport. Da wird - Speedchess mal ausgenommen - lange grübelt. Bei Starcraft, Fifa usw kommt es auf Reaktionsschnelligkeit an. Das Gehirn wird komplett anders belastet - und viel, viel, viel weniger beansprucht, weil viel mehr Automatismen erfolgen.

Beim Schach gibt es so viele Eröffnungen, so viele Züge und Kontermöglichkeiten. Das ist null vergleichbar mit den digitalen Games.

Beschäftigt euch bitte erstmal mit dem Sport "Schach" bevor ihr laufend diesen haltlosen Müll schreibt und diesen Denksport mit irgendwelchen Kindergartenspielen vergleicht.

Diesen Blödsinn hier hält man ja kaum noch aus.
johndoe711686
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von johndoe711686 »

SethSteiner hat geschrieben: 28.08.2019 12:48 Gerade Fußball spielen ist vieles aber nicht gesund, einfach weil die Unfallgefahr hier immens hoch ist. Beim Fußball betreibt man eben Sport, es geht darum zu gewinnen und es ist ein Kontaktsport um noch präziser zusein. Fußballspielen ist nichts was man spielen sollte, wenn es darum geht sich gesund zu halten.
Naja, da differenziere ich etwas. Wer in ernstem Rahmen Fußball betreibt, kann sich auch mal verletzen, aber so als Hobby unter Kumpels passiert das eher nicht. Da kannste dich beim Radfahren genau so verletzen mit Stürzen. Sport besitzt immer das Risiko einer Verletzung. Deswegen ist es aber nicht ungesund.
johndoe711686
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von johndoe711686 »

Wortgewandt hat geschrieben: 28.08.2019 13:04
Das Grosse Buch der Schach-Weltmeisterschaften über Karpow: "Sein ärztlicher Berater Prof. Gerschanowitsch berichtete Dr. Helmut Pfleger, dass Karpow bis dato nur zwei Kilo abgenommen hatte, obwohl er sonst bei Wettkämpfen bis zu sechs Kilo verliert.".
Und das ist der Knackpunkt, Leute. Hört doch endlich auf, Schach mit diesen Kinderspielen gleichzusetzen!

Schach ist intensiver Denksport. Da wird - Speedchess mal ausgenommen - lange grübelt. Bei Starcraft, Fifa usw kommt es auf Reaktionsschnelligkeit an. Das Gehirn wird komplett anders belastet - und viel, viel, viel weniger beansprucht, weil viel mehr Automatismen erfolgen.

Beim Schach gibt es so viele Eröffnungen, so viele Züge und Kontermöglichkeiten. Das ist null vergleichbar mit den digitalen Games.

Beschäftigt euch bitte erstmal mit dem Sport "Schach" bevor ihr laufend diesen haltlosen Müll schreibt und diesen Denksport mit irgendwelchen Kindergartenspielen vergleicht.

Diesen Blödsinn hier hält man ja kaum noch aus.
Nun bei Dota 2 gibt es 100 Helden, die alle unterschiedliche Fähigkeiten haben und damit gegen die jeweils anderen Helden immer unterschiedlich gut oder schlecht sind. Da steckt schon etwas mehr drin, als n bisschen schneller mit der Maus klicken. Das solltest du nicht so lapidar abtun, ansonsten könnte ja jeder mal eben dort ein Turnier gewinnen. Ist aber wie im Schach nicht so einfach machbar. Also, bitte nicht so sehr von oben herab. Ob Schach jetzt anstrengender oder komplizierter ist, vermag ich nicht beurteilen zu wollen...
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Bachstail
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von Bachstail »

Vin Dos hat geschrieben: 28.08.2019 06:26Ich hätte da tatsächlich ein Problem damit. Gerade weil die Leute und Kinder immer fetter werden, wird regelmäßiger Sport (nicht Leistungssport) immer wichtiger.
Das kann ich verstehen.
Mir geht es bei der Bezeichnung um die positiven Auswirkungen auf den menschlichen Körper.
Diese Auswirkungen sind vorhanden, sofern Du das Gehirn als Teil des menschlichen Körper ansiehst, denn für bestimmte Spiele innerhalb des eSports hilft es, geistig recht flott unterwegs zu sein und solche Spiele können einem auch helfen, den Verstand zu schärfen oder die Reaktionszeit zu trainieren.

Positive Auswirkungen sind also definitiv vorhanden.
Bewegung ist in gewissem Maße eben gesund.
Das bestreitet niemand und nur weil ein eSportler die meiste Zeit sitzt, um seine Tätigkeit auszuüben, heißt das nicht, dass er automatisch fett und faul ist/wird.
Ich weiß noch wie ich damals im Clan E-Sport betrieben habe und ich war gar nicht mal soo schlecht; mit Bier und Chips.
Ich habe es, wie erwähnt, knapp zwei Wochen lang versucht aber irgendwann hatte ich einfach keine Lust und Kraft mehr, da ich sehr schnell merken musste, dass man eben nicht einfach nur vor dem Bildschirm sitzt und spielt.
Ich finde die Bezeichnung E-Sport eigentlich in Ordnung. Meine Vorstellung von Sport ist körperliche Betätigung.
Kann ich verstehen und sogar nachvollziehen, mir persönlich geht es nur um die Anerkennung der erbrachten Leistung, dazu braucht es nicht einmal unbedingt die Klassifizierung als Sport, mir würde schon reichen, wenn es gemeinhin anerkannt ist, dass man für das Ausüben von eSport durchaus Leistung bringen muss und man nicht einfach nur so vor sich hin spielt.
Akabei hat geschrieben: 28.08.2019 10:53Wenn der DOSB meint, es gehöre als geltendes Recht anerkannt und es dann von offizieller deutscher Stelle auch so entschlossen wird, erhält ein Pakistani ein Visum für ein Tekken-Turnier in Thailand oder Australien?

Ääh ...ich glaube nicht.
Ich habe mich nicht nur auf Deutschland bezogen, sondern allgemein auf den Status des eSports, wenn ein Weltverband zum Beispiel auf die Idee käme, das als Sport anzusehen, könnte das ein Bewusstsein schaffen und dafür sorgen, dass nationale Verbände mitziehen.
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James Dean
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von James Dean »

Wortgewandt hat geschrieben: 28.08.2019 13:04
Das Grosse Buch der Schach-Weltmeisterschaften über Karpow: "Sein ärztlicher Berater Prof. Gerschanowitsch berichtete Dr. Helmut Pfleger, dass Karpow bis dato nur zwei Kilo abgenommen hatte, obwohl er sonst bei Wettkämpfen bis zu sechs Kilo verliert.".
Und das ist der Knackpunkt, Leute. Hört doch endlich auf, Schach mit diesen Kinderspielen gleichzusetzen!

Schach ist intensiver Denksport. Da wird - Speedchess mal ausgenommen - lange grübelt. Bei Starcraft, Fifa usw kommt es auf Reaktionsschnelligkeit an. Das Gehirn wird komplett anders belastet - und viel, viel, viel weniger beansprucht, weil viel mehr Automatismen erfolgen.

Beim Schach gibt es so viele Eröffnungen, so viele Züge und Kontermöglichkeiten. Das ist null vergleichbar mit den digitalen Games.

Beschäftigt euch bitte erstmal mit dem Sport "Schach" bevor ihr laufend diesen haltlosen Müll schreibt und diesen Denksport mit irgendwelchen Kindergartenspielen vergleicht.

Diesen Blödsinn hier hält man ja kaum noch aus.
Wenn du danach gehst, dann ist das Spielen von BattleTech oder irgendeines anderen Tabletop auch Sport?
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SethSteiner
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von SethSteiner »

Ryan2k6 hat geschrieben: 28.08.2019 13:07
SethSteiner hat geschrieben: 28.08.2019 12:48 Gerade Fußball spielen ist vieles aber nicht gesund, einfach weil die Unfallgefahr hier immens hoch ist. Beim Fußball betreibt man eben Sport, es geht darum zu gewinnen und es ist ein Kontaktsport um noch präziser zusein. Fußballspielen ist nichts was man spielen sollte, wenn es darum geht sich gesund zu halten.
Naja, da differenziere ich etwas. Wer in ernstem Rahmen Fußball betreibt, kann sich auch mal verletzen, aber so als Hobby unter Kumpels passiert das eher nicht. Da kannste dich beim Radfahren genau so verletzen mit Stürzen. Sport besitzt immer das Risiko einer Verletzung. Deswegen ist es aber nicht ungesund.
Natürlich kann man sich immer verletzen aber das Risiko ist doch um Welten höher sich zu verletzen, wenn ich ständig Versuche einen Ball zu treten mit anderen die diesen Ball haben, gegenüber einem koordinierten Training bei dem ich ein Gewicht in kontrollierter Umgebung anhebe. Siehe auch Fahrradfahren, das ist natürlich auch risikoärmer wenn ich es auf einem Standrad betreibe als in der freien Natur. Verletzungen sind das Gegenteil von gesund sein, entsprechend ist es dann natürlich gesünder, wenn man etwas betreibt wo das Risiko sich zu verletzen geringer ist und das ist im Sport nun mal sehr hoch.
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SethSteiner
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von SethSteiner »

Levi  hat geschrieben: 28.08.2019 12:53
SethSteiner hat geschrieben: 28.08.2019 11:53 Außerdem hilft nicht Sport, sondern Training. Deswegen wäre es auch sinnvoller, man würde in Schulen statt die Leute im Kreis rennen lassen, Gewichte werfen und Fußballspielen lassen lieber Fitnessstudios errichten. Wenn es einem nämlich um die Gesundheit geht, ist Sport einfach ungeeignet.
Wat?
Jetzt ernsthaft?
Musst du dir irgendwie dein Abo gut reden?
Nein ehrlich... Lies noch einmal was du da schreibst.

Kinder sollen lieber Gewichte stemmen und auf dem Laufband laufen, anstelle sich ausgewogen körperlich zu betätigen?

Ich glaube nicht, dass diese Aussage wirklich so von dir gemeint ist.
Ich habe kein Abo. Und ja genau so ist es gemeint. Die gesundheitlich ausgewogene körperliche Betätigung findet man im Fitness und nicht im Sport.
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von nawarI »

Tut mir leid, aber ich hab bei der Diskussion immer die Southpark-Kinder im Kopf, die bei WoW leveln wollen, um den voll krassen Pro-Gamer zu besiegen. "Mum, Schüssel, SCHÜSSEL!!"
Da kannst du im Hintergrund so viel ♪Push it to the Limit♫ laufen lassen, wie du willst - Für mich kommt es beim Sport auf die körperliche Betätigung an und so sehr ich mir die gesellschaftliche Anerkennung an Spiele wünsche, ESport mit richtigem Sport gleichzusetzen gehört nicht dazu.

Ja, "Sport" ist ein weiter gefächerter Begriff als es zunächst den Anschein hat und viele Aktivitäten, die als "Sport" bezeichnet werden, bewegen sich an der Grenze.
- Fußball? Ist auf jeden Fall Sport.
- Tennis? Ist auf auf jeden Fall Sport.
- Tischtennis? Ist auch Sport.
- Tischfußball? nicht mehr so eindeutig, aber von mir aus..
- Dart? Bowling? Da wird es schon streitwürdig und wenn wir den Begriff weit genug ausdehnen, finden wir sicher Argumente, dass Schnell-Tippen, Dauer-Masturbieren, Schach und Dota auch im erweiterten Sinne als Sport bezeichnet werden können, wobei Schach noch den kulturellen Aspekt inne hat, der für es spricht, aber mit dem eigentlichen Sport-Gedanken hat das in meinen Augen nur wenig am Hut.

Ein paar der hier gebrachten Argumente für und gegen den Sport lassen mich auch schon daran zweifeln, ob mein Fitness-Training im Gym als Sport anzusehen ist. Ich bin in keiner Mannschaft und versuche auch nicht mich mit anderen zu messen. Meistens gehe ich alleine, habe Kopfhörer im Ohr und lasse den Soundtrack zu "Hades" laufen. Auch die Grundvoraussetzungen sind verschieden, weil ich einen seltsamen Stoffwechsel habe, dass ich zwar nur langsam Muskeln aufbaue, jedoch verdammt schnell an Gewicht verliere, wenn ich mal zwei Wochen lang keinen Sport mache..
Ist mein Gym-Training also Sport? Antwort: Natürlich! aber einige der weniger sinnvollen Argumente würden dagegen sprechen.

Nicht falsch verstehen: Videospiele sind geil! Einige Spiele hätten eine Förderung verdient (zB Hellblade, das die Auswirkungen psychischer Erkrankungen sehr erschreckend darstellt, woran andere Medien bisher meistens gescheitert sind), aber eine generelle Gleichstellung von ESport mit Sport und die daraus resultierenden Vorteile, halte ich nicht für sinnvoll.