E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

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CroGerA
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von CroGerA »

Schon als ich die News sah dachte ich mir "oh, könnte im Forum spannend werden". :lol:

Soll ich das jetzt alles lesen? Ne Brudi, lass mal.

Edit: eSport ist Sport steckt ja schon im Namen drin "HA!" :lol:
NagumoAD
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von NagumoAD »

Für mich wird hier seit nunmehr schon fast Jahren eine Diskussion geführt die am Thema vorbeigeht. Ist E-Sport Sport im eigentlichen Sinne? Ich verstehe, dass es am Ende wichtig ist, da es um Fördergelder geht ABER:
Die eigentliche Frage muss doch lauten, ob das Zuschauen unterhaltsam sein kann und ob eine genügende Menge an Menschen das so empfindet und somit ob E-Sport der Unterhaltung dienlich sein kann? Wenn das so ist, und die "Einschaltquoten" steigen jährlich immer weiter an, bleibt am Ende den großen Sponsoren gar nichts anderes übrig, als auf den "Zug" Unterhaltung durch E-Sport aufzuspringen. Genau dadurch steigen die Preisgelder, die Qualität der Veranstaltungen und schlussendlich die Übertragung.
Die Koreaner und auch andere asiatische Länder gehen schon seit Jahren mit dem Thema digitale Unterhaltung viel Erwachsener um. Hierzu gehört neben Film, Serie, digitales Spielen eben auch immer mehr dem digitalen Spiel zuzuschauen.
Ich bin froh, dass ich schon jetzt durch das Internet und Streaming und dem Streamen auf große Fernseher meinem Hobby "SC2" genußvoll zusehen kann. Es wird wie bei digitalen Spielen sein, so in ca. 10 - 20 Jahren wird es vollkommen normal sein, dass man sowas verfolgt wie eben heute die breite Masse Fußball ansieht. Da ist es mir ganz ehrlich vollkommen schnuppe, ob irgendjemand noch leise von hinten ruft: Das ist jetzt aber kein Sport! --> Antwort: Ja, und? Haste Spaß oder nicht :)
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Bachstail
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von Bachstail »

dOpesen hat geschrieben: 27.08.2019 18:59so wie ich das dort verstehe, hat nintendo es versucht, und zunächst ging es um die streamrechte, was ja leicht etwas anderes ist als das spiel an sich in einem turnier,
okay, man weiß zwar wohl nicht warum es runtergenommen wurde und vielleicht hatte es auch was mit twitchstreams zu tun?
Es kann sehr gut sein, dass es in beiden Fällen um das Streaming ging, würde aber wenig an der Tatsache ändern, dass Publisher, Entwickler und anderweitig Rechteinhaber die Teilnahme der Spiele untersagen können und darum ging es.

Wenn Marvel und Disney nicht wollen, dass auf einem Turnier Marvel vs. Capcom gespielt wird - mit welcher Begründung auch immer -, dann muss man sich als Turnierveranstalter daran halten und so KANN das auch mit Valve sein, wobei ich das bei Valve bezweifle.
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danke15jahre4p
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von danke15jahre4p »

Bachstail hat geschrieben: 27.08.2019 19:13Wenn Marvel und Disney nicht wollen, dass auf einem Turnier Marvel vs. Capcom gespielt wird - mit welcher Begründung auch immer -, ...
ich finde schon, dass die begründung eine rolle spielt, denn an ihr bemisst sich ja dann die rechtmäßigkeit eines verbotes.

solange die spieler eine gültige lizenz für das spiel besitzen, warum sollten sie es nicht im rahmen eines turnieres gegeneinander spielen dürfen?

problematisch kann es halt nur wirklich werden wenn es dann um die vermarktung geht, beispielsweise über twitchstreams, da kann natürlich der rechteinhaber sagen, "nein, kein stream, unser leistungsschutzrecht" und wenn da dann der veranstalter seine monetarisierung in gefahr sieht, wird er es vermutlich ganz canceln.

aber grundsätzlich sollte es eine erlaubnis bedürfen nur um gegeneinander zocken zu können? glaube ich eher nicht.

greetingz
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danke15jahre4p
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von danke15jahre4p »

ronny_83 hat geschrieben: 27.08.2019 19:25In der Öffentlichkeit brauchst du, wie bei fast allen Medien, mit Sicherheit eine Genehmigung zur öffentlichen Aufführung.
in wie fern ist ein turnier auf einer lanparty ohne stream nach aussen öffentlich?

greetingz
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mindfaQ
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von mindfaQ »

Deutschland hängt wie immer hinterher.
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danke15jahre4p
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von danke15jahre4p »

ronny_83 hat geschrieben: 27.08.2019 19:28Das ist ja was Privates in den eigenen vier Wänden. Das kann man wohl kaum als Turnier bezeichnen.
ich sprach nicht von eigenen vier wänden, sondern von einer lanparty in einer gemieteten halle um dort ein esport turnier mit 10 clans durchzuführen, und dies ohne streams nach aussen.

in wie fern ist das turnier öffentlich und in wie fern kann valve hier etwas untersagen wenn jeder spieler eine gültige spiellizenz hat?

greetingz
Palace-of-Wisdom
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von Palace-of-Wisdom »

Ist doch alles nur Wortmalerei und subjektive Wahrnehmung. Es ist Wettkampf auf dem höchsten Level, es zieht Zuschauer und Sponsoren und es erfordert mehr Training, als die meisten Sportarten. Ein Weltklasse Ruderer kommt mit zwei Stunden im Wasser und dazu noch Training im Kraftraum am Tag hin. Sind die Muskeln sauer und brauchen Ruhe zum wachsen, ist Regeneration angesagt. Ein Weltklasse Esportler muss unfassbar viel trainieren und dazu noch für Ausgleich sorgen. Die juristische Rechtslage in Deutschland, tut nichts zur Sache und hindert niemanden daran, es als Sport zu empfinden. Springreiten ist in Deutschland juristisch ein Sport, für mich ist es ekelhafte Tierquälerei. Da ändert auch kein Gutachten meine Meinung.

Geht mal in die Schulen und fragt die Kids, ob sie später lieber wie Cristiano ronaldo oder ninja sein wollen. Schaut euch das Interesse und die Summen an. Die Nummer ist nicht aufzuhalten und wenn in 20 Jahren ein Gaming Turnier in der Sportschau gezeigt wird, kann gerne ein Jurastudent im Wettbüro rufen "das ist doch gar kein Sport"
c452h
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von c452h »

Nur wieder die nächsten unnützen Gladiatoren für Brot und Spiele, die ein Stück vom Kuchen abhaben wollen.Gähn.
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danke15jahre4p
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von danke15jahre4p »

ronny_83 hat geschrieben: 27.08.2019 19:47...
sei mir nicht bös, aber nachwievor recht schwammig.

wäre nett wenn du mir direkt aufzeigen könntest, in wie fern ich valve für ein esport counter strike turnier um erlaubnis fragen muss.

und bitte nicht einfach nur einen allgemeinen link reinstellen, sondern konkret darlegen.

greetingz
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danke15jahre4p
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von danke15jahre4p »

ronny_83 hat geschrieben: 27.08.2019 20:00Wie allgemein dir dieser Link ist, kann ich nicht beurteilen. Aber zumindest erläutert er die Grundlage:
https://www.lto.de/recht/hintergruende/ ... he-fragen/
nein, dieser link ist konkret, bezieht sich allerdings auf kommerzielle turniere.

wenn der veranstalter also geld verdient, wird es schwierig, falls nicht, dürfte es keine untersagungsgrundlage geben.

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danke15jahre4p
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von danke15jahre4p »

nun gut, belassen wir es dabei. wenn valve ein turnier untersagen kann, dann könnten sie es.

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Liesel Weppen
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von Liesel Weppen »

camü hat geschrieben: 27.08.2019 17:27 Das komplette regelwerk liegt im Motorsport offen.
Wenn du so etwas im esport erreichen möchtest müsste CS:go folgendermaßen angepasst werden:

CS:go müsste komplett open source sein
Änderungen am Programm werden über einen Dachverband der sich aus mehreren e-sport vereinen zusammensetzt entschieden.
Der eSport, vorallem der Professionelle steckt noch in den Kinderschuhen. Ich gehe davon aus, das genau sowas kommen wird, zumindest falls e-Sport wirklich groß rauskommen sollte.
Die FIA gabs auch nicht sofort nachdem das erstemal ein Autorennen stattfand.

Und wie ich schon sagte, die Mechanik ist in den meisten Fällen offengelegt. Den kompletten Source brauchst du nicht, der Tischtennisschlägerhersteller erklärt dir auch nicht Haarklein die chemische Zusammensetzung seines Belags.

Ist das originale CS nicht sogar schon OpenSource, oder zumindest Teile davon? Kann aber auch sein, das ich da jetzt was verwechsle.
camü hat geschrieben: 27.08.2019 17:27 Und zu sagen, dass sowohl cs:go und rainbow six der gleiche esport ist, ist ungefähr so wie wenn ich sagen würde, dass Tennis und Federball der gleiche Sport ist...
Ich wiederhole mich: Ich spiele solche Spiele nicht, daher weiß ich nicht, ob CSGo mit R6 vergleichbar ist, aber es gibt sicher andere vergleichbare Spiele.
Dann nimm eben Deathmatch in Quake3 oder UT. Ja, die Spiele sind schon noch irgendwo unterschiedlich, aber die grundlegenden Spielregeln sind die gleichen.

Wieviele Rennserien gibts in der Kategorie "Motorsport - Autorennen"? DTM, diverse Formel-Rennserien, ADAC Masters, Porsche Cup (was würde man wohl in dem Cup ohne Porsche fahren?), das sind jetzt nur ein paar die mir auf Anhieb (als nicht wirklich Motorsportinterssierten) einfallen. Und das sind nur Strassenrennen, da sind noch nichtmal diverse Offroadrennen oder sowas wie GoKart-Serien dabei.
Die sind vom Grundprinzip her auch alle ziemlich gleich, haben aber eigene Regelwerke und Vorschriften. Da gehts doch auch.
Dann ist halt CS:Go der Valve-Cup unter den Taktikshootern... und? Das heisst nicht, dass es nichts anderes gibt, was man auch als e-Sport spielen könnte, auch wenn es sich ein wenig anders spielt.

eSport ist erstmal nichts anderes als die Oberkategorie Motorsport. Und es ist eben nicht nur CS:Go und Dota und damit auch nicht nur Valve und Activision.
Warum immer so ein Tunnelblick und alles gleich Vantaschwarzmalen?
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danke15jahre4p
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von danke15jahre4p »

esports wird auch groß rauskommen, und es wird turniere geben welche an zuschauerzahlen so manchem fussballevent in nichts nachstehen.

der dosb macht hier einen riesen fehler, anstatt sich damit auseinanderzusetzen wie sie esports unter olympischer flagge vermarkten können, grenzen sie es zunächst aus.

aber auch dort wird ein einsehen stattfinden, sobald die monetarisierung geklärt ist, dann wird esports olympisch, und zwar schneller als man gucken kann.

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johndoe1238056
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von johndoe1238056 »

Und mit welchen öffentlichen Mitteln wird jetzt der Fahrer eines Club-Clio gefördert?

Genau darum geht es doch dem Verband. Würde man nicht auf öffentliches Geld schielen, wäre es dem e-Sport Bund komplett Latte, ob der DOSB das rechtlich als Sport anerkennt oder nicht.

Btw: Ganz so viele Autorennen habe ich bei Olympia auch noch nicht gesehen. Woran das wohl liegen mag.