sabienchen hat geschrieben: ↑20.03.2019 11:59Zum "klarstellen" weil ich Nintendo ins Spiel gebracht hatte.
Sony und MS machen das genauso. [vermutlich auch häufiger], gerade wenn es um den RELEASE einer neuen Plattform geht.

Das stimmt natürlich, der Unterschied ist eben, dass sowohl Microsoft als auch Sony für solche Exklusivdeals bereits kritisiert wurden (Microsoft mehr als Sony, zumindest ist das mein Eindruck), ich kann mich jedoch nicht daran erinnern, dass Nintendo jemals für solch einen Exklusivdeal kritisiert wurde.
Wenn ich mich recht erinnere, hat Nintendo Capcom damals Geld bezahlt, damit Resident Evil 4 exklusiv auf dem Gamecube erscheint, Kritik gab es dafür nie und auch das von Dir erwähnte Bomberman R wurde kritiklos hingenommen (auch wenn man hier argumentieren kann, dass dieser Exklusivdeal nicht bekannt war).
Und Sony hat das in Bezug auf Street Fighter 5 auch bereits getan (und wurde für diesen Deal auch kaum kritisiert), Epic jetzt einen ganz besonders schwarzen Peter zuzuschieben, halte ich für falsch, denn letztlich tun sie nur das, was auch alle anderen Konzerne innerhalb der Branche tun.
Ich halte das aus Epics Sicht sogar für nachvollziehbar, ganz gleich, wie ich persönlich über (zeitliche) Exklusivdeals denke.
dOpesen hat geschrieben: ↑20.03.2019 12:00er verkauft es aber so, als wäre jeder kritiker ein steamjünger, genau das ist ja der punkt.
Das ist natürlich quatsch seinerseits.
hier müsstest du "laut" näher definieren, denn ist "laut" auf die anzahl der kritiker oder auf deren argumentative sichtweise gemünzt?
"Laut" im Sinne der Menge an Kritik.
kritik ist doch nicht falsches, falsch wird es nur wenn man kritik pauschalisiert.
Dass Kritik etwas falsches ist, möchte ich auch nicht gesagt haben, im Gegenteil aber ich finde, sie sollte einem gewissen Maßstab folgen, man kann Epic definitiv kritisieren aber im gleichen Maße gehören dann eben auch die Publisher und Entwickler kritisiert, denn sie sind zu gleichen Teilen an diesen Exklusivdeals beteiligt.
Gleichwohl sollte man dann auch andere Beispiele von exklusiven Deals kritisieren, man kann nicht den einen Deal kritisieren, den anderen aber ignorieren, nur weil dieser Deal mit den persönlichen Interessen übereinstimmt (man kritisiert zum Beispiel Sony, lässt Nintendo so etwas aber durchgehen, weil man zufälliger Weise Nintendo-Fan ist).
nur wenn man nicht mehr kritisiert oder boykottiert, besteht die gefahr, dass die praxis weiter ausgebaut wird, und die wahrscheinlichkeit, dass es "verlierer" gibt, steigt.
Das ist richtig, nur habe ich die Sorge, dass dies eine der Geschäftspraktiken ist, bei welcher Kritik und Boykott auf Dauer nichts bringen wird, da sich die Konzerne davon nicht beeinflussen lassen.
Womit ich nicht aussagen möchte, dass man nicht boykottieren sollte, nur befürchte ich eben, dass das kaum etwas bringt aber hier wird man abwarten müssen.
Das Beste wird vermutlich sein, weiterhin Kritik zu üben und weiterhin zu boykottieren, in der Hoffnung, dass sich hier ein ähnlicher Schneeballeffekt entwickelt wie bei EA und den Lootboxen