Diablo Immortal: Das Ausmaß des Gegenwinds hat Blizzard selbst überrascht; kein Reskin eines NetEase-Spiels

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Heruwath
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Re: Diablo Immortal: Das Ausmaß des Gegenwinds hat Blizzard selbst überrascht; kein Reskin eines NetEase-Spiels

Beitrag von Heruwath »

Skabus hat geschrieben: 20.11.2018 14:43Ich finde die Diskussion über die Abgrenzung persönlich mühseelig, weil ich das Gefühl habe, das viele, die darüber diskutieren, es sich so einfach machen und das selbe Argument, wie du jetzt auch, abringen, um die Existenz dieser Kategorien zu verwässsern oder deren Sinn in Abrede stellen. Meine Meinung dazu ist: Natürlich ist eine Abgrenzung schwierig und es gibt keine harten, klar abgrenzbaren Gruppen. Verlangt oder behauptet auch niemand, der sich ernsthaft damit befasst.
Dennoch gibt es versch. Spieler mit versch. Konsumverhalten. Beispielsweise gibt es Spieler die nur Spiele kaufen und konsumieren. Dann gibt es jene, die auch Merchandise kaufen, die CE-Editionen kaufen, die auf Messen und Cons gehen, in Foren schreiben, Online-Videos machen, Lets Plays, Testberichte schreiben, Fan-Patches machen, Mods erstellen, etc. etc. etc. Also es ist eher die Frage, nach der investierten Zeit und der Frage, wie wichtig Videospiele für das eigene Leben ist.
Ist das wissenschaftlich exakt abgrenzbar? Nein. Ist es darum nicht vorhanden oder irrelevant? Ich denke nicht.
Es ist vorhanden und es ist relevant, das habe ich nun wirklich an keiner Stelle auch nur Ansatzweise in Frage gestellt. Ich stimme dir in sehr vielen Punkten zu. Das Gefühl, welches du beschreibst entsteht nun mal und es gibt gute Gründe warum es entsteht. Findest du nicht, dass wir genau hier ansetzen sollten und schauen sollten warum dieses Gefühl entsteht, oder vielleicht direkt nachfragen? Frag mich, ob ich etwas Verwässern, oder deren Sinn in Abrede stellen möchte. Die Antwort weißt du sicherlich schon. Also warum entsteht das Gefühl? Ist das nicht etwas was du selbst wissen möchtest?

Ich werde versuchen meinen Standpunkt etwas mehr zu verdeutlichen. Mir geht es nicht um eine mögliche falsche Auslegung der Abgrenzungen, sondern um den Gehalt der Argumente, welche auf einer möglichen falsche Auslegung der Abgrenzungen basieren. Mir geht es auch nicht darum diese Abgrenzung wissenschaftlich exakt festzusetzen, außer wir reden hier wirklich über eine wissenschaftliche Analyse der Situation mit allem drum und dran, damit wir am Ende tatsächliche Fakten haben.
Nehmen wir mal an mein Argument lautet wie folgt: "Hardcore gamer haben dafür gesorgt, dass Blizzard groß geworden ist und jetzt läßt Blizzard sie im Stich indem es sich auf eine andere Zielgruppe fokusiert". An dieser Stelle entsteht schon so viel Potenzial für Missverständnisse. Was verstehe ich unter "hardcore gamer"? Allein die ersten beiden Wörter haben schon dieses Potential. Lass uns mal mit diesen zwei Wörtern die Gedanken etwas weiterspinnen. Also wen meine ich genau. Leute, die wie du oben geschrieben hast Spiele kaufen und konsumieren, Merchandise kaufen, die CEs kaufen, auf Messen und Cons gehen, in Foren schreiben, Online-Videos machen, Let's Plays, Testberichte, Fan-Patches, Mods usw. Machen hardcore gamer das alles? Nein nicht unbedingt alles davon. Also wer passt auf diese Beschreibung? Fans? Influencer? Wenn keines davon passt, dann habe ich immer noch eine andere Möglichkeit. Ich zähle alle diese Verhaltensweisen auf, wie du es ja gemacht hast, damit kann ich viel eher einschränken, was die Leute, an die ich mich wende viel wahrscheinlicher hören und verstehen. Das hier ist ein recht extremer Fall. Allerdings gibt es in dem oben erwähnten Argument einen anderen Fall, der vielleicht nicht so extrem ist. Hat Blizzard all diese Leute mit diesen Verhaltensweisen enttäuscht? Nein. Hat es einige enttäuscht? Ja, also kann ich das Argument mit dem Wort "einige" erweitern, und schon ist es nicht mehr starr und festgesetzt, sondern relativiert, was für einen größeren Spielraum sorgt. Und ist es nicht besser das gleich in meinem ersten Argument zu machen, und somit die Wahrscheinlichkeit zu reduzieren es im zweiten Argument relativieren zu müssen, damit mich das Gegenüber besser versteht?
Skabus hat geschrieben: 20.11.2018 14:43Natürlich nicht. Erstmal ist sind es die Entwickler, welche die Fähigkeiten mitbringen, Spiele zu entwickeln. Dann das Studio bzw. der Publisher der das Geld und auch das Marketing- und Vertriebs-Know-How mitbringt. Und dann sind natürlich auch Laufkundschaft und Gelegenheitskäufer mit dabei. Diese bringen das Geld auf der Verbraucher-Seite ein.
Ich finde diese Aussage super. Erstmal sind es die Entwickler und deren Fähigkeiten. Ich finde allein diese Aussage sollte dafür sorgen, dass einige Leute, die auch in diesem Thread hier die Fähigkeiten der Mitarbeiter der Firma recht scharf angefahren haben, davor zurückschrecken, eben diese Fähigkeiten so anzuprangern. Ich finde hierbei geht es nicht um konstruktive Kritik, sondern um unhaltbare und nicht realistische Aussagen, die nicht mehr wirklich der Wahrheit entsprechen. Aussagen wie „Sie sind inkompetent“. Ich möchte auch klarstellen, dass ich dir das nicht vorwerfe, sondern es als Beispiel für mein Argument benutze.
Skabus hat geschrieben: 20.11.2018 14:43Nur: Der Grund warum ich finde, dass Fans höher gewertet werden sollten, als Laufkundschaft, habe ich ja schon dargelegt. Es ist wie in einer persönlichen Beziehung. Es gibt Menschen, die wertschätzen "Laufkundschaft" also Freunde, die sie oberflächlich kennen, mit denen man saufen geht oder mal ins Kino, die aber beim ersten Anschein von Schwierigkeiten schnell wieder weg sind. Immerhin haben die dann nicht bloß 1-2 davon, sondern gleich 5-10. Masse statt Klasse eben. Und dann gibt treue Freunde, die zu einem stehen, selbst wenns mal haarig wird. Und ich sage, ganz subjektiv, letzere sind mir 1000 Mal lieber.
Dem ist nichts hinzuzufügen von meiner Seite aus. Ich stimme zu. Treue fans sollten gründsätzlich höher gewertet werden.
Skabus hat geschrieben: 20.11.2018 14:43Das Firmen die "oberflächlichen" Freunde(lies: Laufkundschaft, Gelegenheitskäufer) höher wertet, liegt EINZIG UND ALLEIN an ihrem potenziellen Wert als Profitmaximierer. Sie haben keine persönliche Beziehung zu jemanden, der nur etwas kauft, konsumiert und dann weitergeht. Das geht auch gar nicht. Hier wird also einfach nur die Rechung aufgemacht, dass Geld mehr wert ist als treue Fans. Und das kritisiere ich.
Und hier haben wir wieder solch eine Aussage. Geht es wirklich ALLEIN um den potenziellen Wert als Profitmaximierer? Also gibt es keinen Platz für den Wunsch diese Gelegeheitskäufer auch zu fans zu machen, denn genau das bedeutet „ALLEIN“. Warum kritisierst du etwas, was so nicht unbedingt stimmt? Oder meinst du mit Gelegenheitskäufer auch wirklich Leute, die niemals wirklich niemals in ihrem Leben fans werden? Wie kannst du das ausschließen? Wie kannst du überhaupt sicher sein, dass die Leute bei Blizzard sich mehr auf eben diese Leute, die niemals fans werden können fokusiert, als auf ihre fans? Aus einer vermasselten Ankündigung bei der BlizzCon, die eigenlicht auch nicht eindeutig aussagt, dass das der Fall ist?
Heruwath hat geschrieben: 20.11.2018 14:11Firmen müssen Geld machen, ganz klar. Aber niemand zwingt sie dazu, Fans schlecht zu behandeln. Das ist die Entscheidung der Firma und hat oft auch gar nichts mit Geld oder konkreten Spielen zu tun, wie wir ja bei dem BlizzCon-Beispiel gesehen haben. Oft geht es einfach um Respekt und um Anerkennung.
Wenn es um Respekt und Anerkennung geht bin dabei. Allerdings gab es einige Argumente, auch in diesem thread hier, die den Eintritt und ganz spezifisch ein Diablo für PC/Konsole aufgeführt haben. Also geht es hier auch in vielen Fällen um Geld und ganz konkrete Spiele. Aussagen wie „Leute, die Geld für die BlizzCon bezahlt haben verdienen … „ Wenn es nicht unbedingt um Geld geht, dann sollten diese Leute es einfach aus ihrer Argumentation herauslassen. Sobald es drin ist, dann geht es auch darum, das ist für mich ein simpler logischer Schritt.
Heruwath hat geschrieben: 20.11.2018 14:11Stimme ich dir absolut zu. Fans alleine machen keinen Erfolg aus, sie sind aber das sichere Fundament, auf dem eine kreative Unternehmung(Spielestudio, Musikband, Künstler allgemein) beruht.
Stimmt!
Heruwath hat geschrieben: 20.11.2018 14:11Dafür sollte man sie wertschätzen und sie nicht mit der Laufkundschaft in einen Topf werfen bzw. irgendwann eine "Friss oder stirb"-Mentalität entwickeln. Das mag zwar betriebswirtschaftlich legitim sein, ist aber einfach nur ein ziemlicher Bitch-Move der Spielestudios.
Und die nächste Aussage, die von meiner Seite nicht haltbar ist. Werden sie wirklich in einen Topf geworfen? Wird wirklich die „Friss oder stirb“ Mentalität entwickelt, und von wem?
Heruwath hat geschrieben: 20.11.2018 14:11Mach ich. Ist nur schon eine Weile her. Ich schreibs hier rein, sobald ich es gefunden habe. Es ging auf jeden Fall um sehr unflätige, teils beleidigende Antworten des WoW-Support-Teams auf Beschwerden durch User. Konkret gings u.A. um einen WoW-User der schon seit ca. 10 Jahren sein Abo bezahlt und dem nahegelegt wurde, das Abo zu beenden, wenn es ihm nicht passt. Kundentreue belohnen sieht irgendwie anders aus.
Danke, darauf bin ich sehr gespannt.
Heruwath hat geschrieben: 20.11.2018 14:11Zu welchem Zweck konkret?
Ich gebe dir einen Zweck. Du kritisierst, wie du selbst gesagt hast. Das Ziel von Kritik ist eine Verbesserung. Um eine Verbesserung zu unterstützen könnte ich dafür sorgen, dass die Leute mir viel eher zuhören. Es ist viel wahrscheinlicher, dass Leute mir nicht zuhören, wenn ich sie in einen Topf mit anderen, welche meiner Meinung nach einen Fehler gemacht haben werfe. Also wenn ich etwas verbessern möchte, warum bringe ich das in Gefahr indem ich Leute, die keinen Fehler gemacht haben und die mich vielleicht unterstützen könnten in den selben Topf mit den anderen Werfe, welche ich für ihre Fehler kritisiere? Für mich ergibt das keinen Sinn.
Heruwath hat geschrieben: 20.11.2018 14:11Ich stimme die 100%tig zu, dass bei Blizzard und überall bei den großen Studios immernoch begeisterte Spieleentwickler arbeiten, die ihre Fans wertschätzen. Bringt nur leider nicht viel, wenn diese nicht viel Einfluss darauf haben, wie das nach außen getragen wird bzw. wie die generelle Ausrichtung der Firma ist.
Wenn. Und wenn diese Leute doch Einfluss haben und etwas bewirken können, nicht unbedingt eine gravierende Änderung, aber in etwas kleinere Form, vielleicht sogar etwas Unscheinbares und nicht auf den ersten Blick Sichtbares. Alles ist miteinander verbunden und auf so tiefen Ebenen miteinander verwoben, dass wir nicht mit Sicherheit sagen können, dass es keinen positiven Einfluss hätte. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass es einige positive Einfluss zu haben scheint. Wenn ich mir Mühe gebe, auf seine Wörter besser achte, nicht alle in einen Topf werfe, dann merk ich, dass das positiven Einfluss auf meine Umgebung hat. Die die kann dann diesen positiven Einfluss in andere Umgebungen weitertragen. Microsoft hat mal behauptet, das jeder mit jedem über 6 andere Leute verdunden ist. Ich glaube so etwas in der Art. Wenn ich also meinen Freunden oder dir gegenüber trette, dann machst du das vielleicht auch deinem nächsten gegenber, und der dann auch und über 6 Ecken erreicht vielleicht ein Teil dieses positiven Einflusses die richtigen Leute, die eine Veränderung einleiten können.

Hier möchte ich diesen post erstmal beenden. Entschuldige bitte, dass ich nicht auf alles eingegangen bin, was du geschrieben hast. Das wird mir etwas zu viele unterschiedliche Sachen. Allein der geschriebene Teil ist schon recht lang.
Ich habe das Gefühl wir sollten uns auf eine einzelne Sache konzentrieren. Ich werde natürlich jeden deiner Sätze lesen und wenn möglich diesen post hier mit den Punkten erweitern.



Edit:

Skabus hat geschrieben: 20.11.2018 14:43Ich stimme die 100%tig zu, dass bei Blizzard und überall bei den großen Studios immernoch begeisterte Spieleentwickler arbeiten, die ihre Fans wertschätzen. Bringt nur leider nicht viel, wenn diese nicht viel Einfluss darauf haben, wie das nach außen getragen wird bzw. wie die generelle Ausrichtung der Firma ist.
Ich bin mir 100% sicher, dass es genug Blizzard-Mitarbeiter gibt, die ein Warcraft3 entwicklen wollen, ein Starcraft 3, ein Diablo 4, etc. aber wenn die Leitung sagt: "Nix da! Overwatch, Heartstone und Mobile-Gedöns gehen vor. Fragt in 5 Jahren nochmal nach!" dann bringt das herzlich wenig, was die einzelnen Mitarbeiter denken. Leider.
Wie ich direkt über diesem Abschnitt geschrieben habe kann es durchaus positiven Einfluss haben. Ich finde du kannst dir nicht sicher sein, dass es nicht bringt.
Skabus hat geschrieben: 20.11.2018 14:43Ok, absolut legitimer Punkt. Es ist aber auch schwer, jedes Mal einen halben Aufsatz zu schreiben, wen man alles meint und wen nicht. Blizzard ist die Firma als Ganzes. Als solche kritisiere ich sie. Das heißt nicht, dass ich damit meine, dass ALLE bei Blizzard so sind. Sollte eigentlich klar sein, aber naja.
Wie ich festgestellt habe kommen wir ab einem bestimmten Punkt früher oder später eh zu einem Aufsatz, wenn uns das Thema wichtig ist. Also finde ich kann ich auch gleich am Anfang damit beginnen.
Skabus hat geschrieben: 20.11.2018 14:43Richtig, es ist eine "gefühlte" Wahrnehmung, keine die sich auf klare Beweise stützt. Diesen Anspruch habe ich hier nicht. Ich bin Fan von den alten Blizzard,-SPielen habe die Warcraft-Teile gespielt, Starcraft, Diablo 1+2, alles rauf und runtergespielt. Nur leider kommt nichts mehr, was mich als Fan interessiert. Also sage ich: "Blizzard macht nichts mehr für Fans." Mir ist es recht egal, ob es Fans gibt, die sich abgeholt fühlen. Das sind ja andere Menschen, die für sich alleine sprechen können. Ich bin ohnehin nicht das Sprachrohr für alle Fans, selbst wenn ich das behaupten würde(was ich nicht tue)
Wie gesagt, ich fühle mich davon nicht abgeholt. WC3 und SC ist gut wie es ist, ich brauch keine Remaster. Ich zocke beides auch heute noch. Erst am Freitag wieder ne LAN-Party mit Starcraft gemacht. :)
WoW ist hingegen mMn eine ganz andere Kiste. Ich war noch nie ein MMORPG-Freund, obwohl ich früher ein wenig WoW gespielt habe. Heute ist mir WoW so egal wie es irgendwie geht.
Wie schon gesagt, für mich ist WoW und MMORPGs generell etwas, dass es, wenn es nach mir ginge, niemals hätte geben brauchen. WoW ist sogar schuld daran, dass die Story von WC dort weiter erzählt wurde, was ich heute noch für eine SEHR SCHLECHTE Entscheidung von Blizzard halte und es ihnen immernoch übel nehme. Generell finde ich MMORPGs sind Zeitverschwendungen und zudem sehr schlechte Spiele, in allen (für mich) relevanten Kategorien. Ist mir also Wurst, was WoW-Fans wollen. Die zählen für mich nicht.
Ich bin mir sicher, dass du eigentlich folgendes meinst: „Blizzard macht nichts mehr für mich“. Und das würde mit deiner gesamten Aussage, die ich über dieser Antwort zitiert habe, überein. Ich finde indem du „fans anstelle von „ich“ setzt, wirfst du auch alle fans in den selben Topf mit dir selbst und das halte ich nicht für sinnvoll, weil du auch selbst ja schreibst, dass es dir relativ egal ist, ob diese fans abgeholt werden. Hier fehlt es meiner Ansicht nach an Konsistenz. Erstmal gruppierst du fans mit dir zusammen, dann sagst du, es ist dir egal, ob sie abgeholt werden und dann sagst du, dass du nicht ihr Sprachrohr bist. Ich denke indem du sie mit dir zusammen gruppierst machst du dich zu ihrem Sprachrohr, was direkt deiner eigenen Aussage wiederspricht. Du möchtest nicht ihr Sprachrohr sein, dann wäre es vielleicht besser sie komplett aus deinen Aussagen rauszulassen und nur von dir selbst zu reden. Das machst du auch in den meisten Sätzen des oben zitierten Abschnitts. Und das finde ich hervorragend. Faktisch ist das sogar eine Übung, die Leuten in einigen Kommunikation-Trainings beigebracht wird. Statt „wir“ lieber ein „ich“ benutzen. Statt „fans“ lieber „ich“ benutzen.
Skabus hat geschrieben: 20.11.2018 14:43Nein. Jetzt spekulierst du ziemlich arg. Prestige-Projekte waren und sind schon immer gänge Praxis in der Branche. Man hat halt nur irgendwann festgestellt, dass sich damit weniger Umsatzmaximierung betreiben lässt. Wozu in ein Prestige-Projekt Geld investieren wo der Gewinn dann nur 20% beträgt, wenn man in der selben Zeit Overwatch, Heartstone und Diablo: Immortal rausbringen kann, dass 3-4 Mal soviel Gewinn macht? Prestige-Projekte machen Studios, denen ihr Videospiele-Idealismus etwas bedeutet. Die einfach ein "geiles Spiel" machen wollen, egal ob es nur 10% oder 20% Gewinn macht. Das lässt sich aber nicht mit den gewinnmaximierenden Zielstellungen von Betriebswirtschaftlern und Aktionären vereinbaren. Ergo lässt man es eben weg.
Verzeih mir bitte, wenn ich etwas missverstanden habe, aber was genau bedeutet dann diese Aussage:
Skabus hat geschrieben: 19.11.2018 14:48Ganz verrückte könnten ja auf den irrigen Gedanken kommen, dass es, bei all dem lukrativen Cash-Grab-Projekten die Blizzard hat und die Geld wie nix drucken, auch mal Zeit und Geld für ein Prestige-Projekt da wäre, das nicht auf maximalen Umsatz getrimmt ist, sondern einfach mal ein Projekt ist, dass man macht, weil man seinen Hardcore-Fans auch mal wieder die klassische Blizzard-Experience anbieten möchte.
Das ist für mich eine Erwartungshaltung. Wenn Prestige Projekte schon immer gängige Praxis in der Branche sind und Blizzard mit WoW classic genau so ein prestige Projekt in Entwicklung hat, dann sollte doch diese Erwartungshaltung befriedigt sein. Ich finde ich spekuliere nicht sonderlich viel, sondern versuche deine Worte ganz genau wiederzugeben und mich auch auf diese ganz genau zu beziehen.
Deswegen frage ich mich auch wie du darauf kommst, dass man irgendwann festgestellt hat das mit Prestige Projekten weniger Umsatzmaximierung betrieben lässt, nachdem du selbst geschrieben hast, dass eben diese Prestige Projekte immer schon gängige Praxis waren und es immer noch sind. Hier passt für mich das eine nicht mit dem anderen zusammen.
Skabus hat geschrieben: 19.11.2018 14:48Prestige-Projekte sind weder Wunschdenken noch unrealistisch. Es geht hier einzig und allein um die Frage was mehr Geld einbringt. Und das ist eben F2P, Lootboxen, Booster-Packs für Karten, Monatsabos und Mobile-Finanzierung.
Wo ist dieses „hier“? Wenn es prestige Projekte gibt, wo befindet sich dann das „hier“? Wenn es prestige Projekte gibt, wie kann es dann einzig und allein um die Frage was mehr Geld einbringt gehen?
Skabus hat geschrieben: 19.11.2018 14:48Das ist schön für dich. Ist mir aber, sorry dafür, vollkommen Schnuppe.
Wenn es dir egal ist, dann möchte ich dich bitten mich als fan nicht in den selben Topf mit dir zu werfen indem du folgendes sagst:
Skabus hat geschrieben: 20.11.2018 14:43Also sage ich: "Blizzard macht nichts mehr für Fans."
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Re: Diablo Immortal: Das Ausmaß des Gegenwinds hat Blizzard selbst überrascht; kein Reskin eines NetEase-Spiels

Beitrag von Skabus »

Heruwath hat geschrieben: 20.11.2018 19:24Findest du nicht, dass wir genau hier ansetzen sollten und schauen sollten warum dieses Gefühl entsteht, oder vielleicht direkt nachfragen? Frag mich, ob ich etwas Verwässern, oder deren Sinn in Abrede stellen möchte. Die Antwort weißt du sicherlich schon. Also warum entsteht das Gefühl? Ist das nicht etwas was du selbst wissen möchtest?
Richtig. Darum diskutier ich ja auch gerne in solchen Foren darüber :)
Heruwath hat geschrieben: 20.11.2018 19:24 Nehmen wir mal an mein Argument lautet wie folgt: "Hardcore gamer haben dafür gesorgt, dass Blizzard groß geworden ist und jetzt läßt Blizzard sie im Stich indem es sich auf eine andere Zielgruppe fokusiert". An dieser Stelle entsteht schon so viel Potenzial für Missverständnisse. Was verstehe ich unter "hardcore gamer"? Allein die ersten beiden Wörter haben schon dieses Potential. Lass uns mal mit diesen zwei Wörtern die Gedanken etwas weiterspinnen. Also wen meine ich genau. Leute, die wie du oben geschrieben hast Spiele kaufen und konsumieren, Merchandise kaufen, die CEs kaufen, auf Messen und Cons gehen, in Foren schreiben, Online-Videos machen, Let's Plays, Testberichte, Fan-Patches, Mods usw. Machen hardcore gamer das alles? Nein nicht unbedingt alles davon.
Richtig. Das wollte ich auch nicht sagen. Ich wollte nur sagen: Man kann etwas als Hobby betreiben und viel Zeit in etwas investieren oder man kann es mit wenig Aufwand konsumieren. Das hat alles Vor- und Nachteile. Vorteile sind natürlich, dass man Zeit für andere Sachen hat: Familie, Sport, Freunde(die nicht zocken), etc. Man verpasst aber natürlich auch viel und lernt das (mMn beste) Hobby nur oberflächlich kennen. Das ist auch nicht schlimm. Ich bin niemand der Casual-Gamer verunglimpfen will. Was mich stört ist, dass es Stimmen unter den Casual-Gamer gibt, die nahelegen, dass sie Mitbestimmen wollen bzw. das ihre Stimme gleiches Gewicht hat. Und hier ist einfach eine Diskrepanz: Die eine investieren Zeit und Mühe, die andere nicht. Wenn ich in einem Verein bin, aber nur so manchmal komme und hin und wieder mal mitmache, dann kann ich auch nicht erwarten, dass mein Wort im Verein soviel Gewicht hat, wie das der Leute, die sich für den Verein einsetzen.

Leider gibt es den Irrglaube, dass man sich quasi "einkaufen" kann. Das Geld den selben Stellenwert hat wie Zeit und Mühe. Das ist mMn aber absolut nicht der Fall
Heruwath hat geschrieben: 20.11.2018 19:24Hat Blizzard all diese Leute mit diesen Verhaltensweisen enttäuscht? Nein. Hat es einige enttäuscht? Ja, also kann ich das Argument mit dem Wort "einige" erweitern, und schon ist es nicht mehr starr und festgesetzt, sondern relativiert, was für einen größeren Spielraum sorgt.
Mit "einige" implizierst du aber eine kleine, wenn nicht schlimmstenfalls "vernachlässigbare" Menge von Spielern. Darum würde ich diesem Attribut nicht zustimmen. "Alle" wäre falsch, da stimme ich zu. "Viele" wäre wohl das richtige Wort, mMn.
Heruwath hat geschrieben: 20.11.2018 19:24 Aussagen wie „Sie sind inkompetent“. Ich möchte auch klarstellen, dass ich dir das nicht vorwerfe, sondern es als Beispiel für mein Argument benutze.
Ja verstehe ich. Ich kenne das selbst gut. Ich entwickle selber Spiele, u.A. kostenlose MobileGames.(Und ja ich bin mir der Ironie im Kontext des Tread-Themas bewusst, aber ich bin eben nicht Blizzard und kann in einem 1-2 Mann Team neben meinem Hauptberuf kein AAA-Vollpreistitel entwickeln ;))

Jedenfalls ist es immer einfach, Entwicklern Inkompetenz vorzuwerfen, weil es selten dazu kommt, dass jemand diese Aussage entkräftet. Was die Leute meinen ist: "Mir gefällt es nicht, dass die Entwickler es nicht genauso gemacht haben, wie ich es will." Aber sie sagen: "Der Entwickler ist inkompetent". Das ist leider ein Problem in der Videospielbranche und ich weiß selbst leider nicht, wie man damit am besten umgehen soll. Kunden/Spieler anschnauzen ist nicht richtig, aber einfach schweigen und es geschehen lassen erscheint mir auch nicht sinnvoll. :?
Heruwath hat geschrieben: 20.11.2018 19:24Und hier haben wir wieder solch eine Aussage. Geht es wirklich ALLEIN um den potenziellen Wert als Profitmaximierer? Also gibt es keinen Platz für den Wunsch diese Gelegeheitskäufer auch zu fans zu machen, denn genau das bedeutet „ALLEIN“. Warum kritisierst du etwas, was so nicht unbedingt stimmt? Oder meinst du mit Gelegenheitskäufer auch wirklich Leute, die niemals wirklich niemals in ihrem Leben fans werden? Wie kannst du das ausschließen? Wie kannst du überhaupt sicher sein, dass die Leute bei Blizzard sich mehr auf eben diese Leute, die niemals fans werden können fokusiert, als auf ihre fans? Aus einer vermasselten Ankündigung bei der BlizzCon, die eigenlicht auch nicht eindeutig aussagt, dass das der Fall ist?
Ich denke du hast hier einen Denkfehler: Du betrachtest eine (imaginäre) Person über den Zeitlauf seiner potenziellen Entwicklung. Also z.B. von Laufkundschaft zu Gelegenheitskäufer zum Stammkunden zum Fan, etc. Das habe ich aber nie ausgeschlossen oder wollte andeuten, dass es nicht absolut möglich ist, das zu jeder Zeit aus einem Gelegenheitskäufer ein Fan wird. Natürlich geht das. Absolut. Andersrum geht das auch: Aus einem Fan(wie mir) kann ein Gelegenheitskäufer werden(das letzte was ich von Blizzard gekauft habe, war Diablo 3). Und alle anderen möglichen Variationen.

Hier ging es mir aber nicht um die Betrachtung jedes einzelnen Käufers und seinem persönlichen Potenzial sondern eher um Konsumverhalten als solches. Auch hier sind die Gruppen nicht scharf abgrenzbar und unterliegen ständiger Veränderung: Alles überlagert sich und geht von dem einen in das andere übrig. Was aber bleibt sind Muster: Es gibt immer einen Anteil Käufer die nur einmal kaufen, oder welche die nur gelegentlich kaufen oder welche die einfach ALLES kaufen, wenns von einer bestimmten Firma ist. Darum gehts. Ich hab eine Arbeitskollegin die hat noch nie von Blizzard gehört, spielt aber leidenschaftlich Overwatch, obwohl sie keine Gamerin ist. Es gibt alles mögliche :D

Interessanter ist hingegen schon die Frage: "Wie wird jemand Fan?" und "Wie ist der Übergang zwischen Nicht-Fan und Fan?" und "Was passiert dann eigentlich mit alten und neuen Fans?" Es liegt in der Natur der Sache das sich alles ändert, neue Leute dazu kommen, alte Leute gehen und so weiter. Ewiger Kreislauf des Lebens und so. Ein Problem entsteht nur dann wenn die Gruppen immer heterogener, immer diverser werden: Alte Blizz-Fans, WoW-Fans, Overwatch-Fans, etc. Es entsteht eine große Bandbreite, wie ich ja schon sagte. Und ich denke dafür sind viele, wie ich, vor allen Dingen, bzw. in den Blizzard-Foren und sonstwo. Um diese Positionierung auszuloten, auszukämpfen und zu definieren, das macht es aus, ein Fan zu sein. Wer nur konsumiert, den interessiert diese Position ja nicht. Der kauft was halt da ist und geht, wenns ihm nicht gefällt. Fans bleiben aber oft auch, wenn das Studio sich schon längst von ihnen abgewendet haben oder sich in eine schlechte Richtung entwickelt haben. Ich werde z.B. niemals Piranha Bytes fallen lassen, selbst wenn irgendwann mal alle alten Piranhas weg sind und sie nur noch Mist machen. Ich hänge sehr an dem Studio.
Heruwath hat geschrieben: 20.11.2018 19:24Wenn es um Respekt und Anerkennung geht bin dabei. Allerdings gab es einige Argumente, auch in diesem thread hier, die den Eintritt und ganz spezifisch ein Diablo für PC/Konsole aufgeführt haben. Also geht es hier auch in vielen Fällen um Geld und ganz konkrete Spiele. Aussagen wie „Leute, die Geld für die BlizzCon bezahlt haben verdienen … „ Wenn es nicht unbedingt um Geld geht, dann sollten diese Leute es einfach aus ihrer Argumentation herauslassen. Sobald es drin ist, dann geht es auch darum, das ist für mich ein simpler logischer Schritt.
Gut, das weiß ich natürlich nicht. Meine Aussage war nur: Es geht oft auch um Anerkennung und Respekt. Natürlich geht es einigen auch konkret um Spiele und um Geld. Keine Frage :)
Heruwath hat geschrieben: 20.11.2018 19:24 Und die nächste Aussage, die von meiner Seite nicht haltbar ist. Werden sie wirklich in einen Topf geworfen? Wird wirklich die „Friss oder stirb“ Mentalität entwickelt, und von wem?
Indem man keine Strategie fährt, die die versch. Strömungen anspricht sondern diese zuvereinen versucht. Warum? Weil es natürlich teuer wäre, für jede Sub-Zielgruppe einzelne Spiele zu entwickeln(auch wenn es das in der Vergangenheit bereits gegeben hat, auch bei Blizzard.) Aber es ist einfacher, allem das Selbe zu verkaufen, als auf individuelle Wünsche einzugehen. GENAU DAS ist doch der Kern von Diablo: Immortal. Man hat sicher gehofft man könne die "alten Fans" irgendwie dazu bewegen, auf den Mobile-Zug aufzuspringen. Für das Studio wäre das eine Win-Win-Situation.

Aber ganz offensichtlich gibt es viele Spieler, die das nicht wollen. Blizzard verlagert aber ihren Fokus: Viel F2P, viel Monetarisierungspiele, viel Microtransaktions und wenig, sehr weniger klassische Singleplayer-Ausrichtung. Das nenne ich "alle in einen Topf werfen" oder eben "Friss oder stirb". Dem Fan klassischer Blizzard-Spiele bleibt ja nix anderes übrig, als den neuen Kram zu spielen oder eben Pech gehabt zu haben. Natürlich kommt ab und zu mal auch wieder ein Lichtblick. Wahrscheinlich gibt es irgendwann ein Diablo4. Aber die Ausrichtung fokusiert sich auf andere Dinge, das sollte einfach ersichtlich sein, wenn man sich Blizzards Aufgebot der letzen Jahren ansieht.
Heruwath hat geschrieben: 20.11.2018 19:24Also wenn ich etwas verbessern möchte, warum bringe ich das in Gefahr indem ich Leute, die keinen Fehler gemacht haben und die mich vielleicht unterstützen könnten in den selben Topf mit den anderen Werfe, welche ich für ihre Fehler kritisiere? Für mich ergibt das keinen Sinn.
Wie schon gesagt: Es ist sehr schwer über solche Themen zu reden, wenn man 100-fache Differenzierung betreibt. Darum ja die mMn korrekte Vorgehensweise: Das Studio als Ganzes kritisieren. Das bedeutet mMn nicht, dass ich damit alle Mitarbeiter über einen Kamm schere. Aber eine Firma agiert eben nicht als Konglomerat aus vielen Personen, sondern ernennt Repräsentanten, die für das ganze Studio Entscheidungen treffen. Trotzdem treffen sie diese Entscheidungen für das Studio. Ich sehe es also als legitim an, das Studio als Ganzes zu kritisieren, nicht nur einzelene Personen in der Führungsebene.

Ich sage ja auch: "Die CDU hat hier falsch entschieden" nicht "Peter Tauber hat falsch entschieden". Ich weiß natürlich das in der CDU viele Menschen sind und nicht alle sind immer einer Meinung. Aber am Ende des Tages treten sie als handelnde Partei auf und als solche werden sie auch kritisiert.
Heruwath hat geschrieben: 20.11.2018 19:24 Hier möchte ich diesen post beenden. Entschuldige bitte, dass ich nicht auf alles eingegangen bin, was du geschrieben hast. Das wird mir etwas zu viele unterschiedliche Sachen. Allein dir geschriebene Teil ist schon recht lang.
Ich habe das Gefühl wir sollten uns auf eine einzelne Sache konzentrieren. Ich werde natürlich jeden deiner Sätze lesen und wenn möglich diesen post hier mit den Punkten erweitern.
Ok einverstanden :)

MfG Ska
Heruwath
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Re: Diablo Immortal: Das Ausmaß des Gegenwinds hat Blizzard selbst überrascht; kein Reskin eines NetEase-Spiels

Beitrag von Heruwath »

Skabus hat geschrieben: 20.11.2018 20:44 Richtig. Das wollte ich auch nicht sagen. Ich wollte nur sagen: Man kann etwas als Hobby betreiben und viel Zeit in etwas investieren oder man kann es mit wenig Aufwand konsumieren. Das hat alles Vor- und Nachteile. Vorteile sind natürlich, dass man Zeit für andere Sachen hat: Familie, Sport, Freunde(die nicht zocken), etc. Man verpasst aber natürlich auch viel und lernt das (mMn beste) Hobby nur oberflächlich kennen. Das ist auch nicht schlimm. Ich bin niemand der Casual-Gamer verunglimpfen will. Was mich stört ist, dass es Stimmen unter den Casual-Gamer gibt, die nahelegen, dass sie Mitbestimmen wollen bzw. das ihre Stimme gleiches Gewicht hat. Und hier ist einfach eine Diskrepanz: Die eine investieren Zeit und Mühe, die andere nicht. Wenn ich in einem Verein bin, aber nur so manchmal komme und hin und wieder mal mitmache, dann kann ich auch nicht erwarten, dass mein Wort im Verein soviel Gewicht hat, wie das der Leute, die sich für den Verein einsetzen.
Mich stört eine recht ähnliche Situation nur in einem anderen Umfeld. Wenn ich den Casual Charakter auf diesen thread hier und auf die anderen Reaktionen und Kommentar zu dem Thema Blizzard un BlizzCon anwende, dann erkenne ich die selben Verhaltensweisen. Menschen, die sich gelegentlich mit Spielentwicklung beschäftigen scheinen auch mitbestimmen zu wollen, indem sie Leute, die Spiele entwickeln und vermarkten für ihr Verhalten anprangern und ihnen erklären möchten, wie das am besten funktionieren soll. Ich habe auch das Gefühl diese Leute möchten, dass ihre Stimme gleiches Gewicht hat, wie die Stimme von jemandem, der sich viel ausgiebiger mit dem Thema beschäftigt. Daher möchte ich die Leute auch darauf hinweisen, dass das Verhalten welches sie vielleicht "kritisieren", sie selbst an einer anderen Stelle zu Tage bringen.
Skabus hat geschrieben: 20.11.2018 20:44Mit "einige" implizierst du aber eine kleine, wenn nicht schlimmstenfalls "vernachlässigbare" Menge von Spielern. Darum würde ich diesem Attribut nicht zustimmen. "Alle" wäre falsch, da stimme ich zu. "Viele" wäre wohl das richtige Wort, mMn.
Du hast Recht, "viel" wäre vielleicht passender. Ich tendiere dazu erstmal vom dem kleinsten Anteil auszugehen und bei jeder Erhöhung mich zu fragen ob diese gerechtfertigt ist. Im ersten Schritt empfinde ich überhaupt die Hinzunahme eines Wortes, welches die Aussage etwas relativiert, als den Schritt in die richtige Richtung. Außerdem bin ich ein recht großer Freund von detailierten Aussagen, wenn ich also implizieren möchte, dass es sich um eine"vernachlässigbare" Menge handelt, dann versuche ich eben genau dieses Wort mit einzubinden. Die Logik dahinter ist für mich recht einfach, wenn es nicht im Satz steht, dann ist es auch nicht so gemeint. Das Ziel ist es eine Implikation abseits des gesagten zu vermeiden.
Skabus hat geschrieben: 20.11.2018 20:44Ja verstehe ich. Ich kenne das selbst gut. Ich entwickle selber Spiele, u.A. kostenlose MobileGames.(Und ja ich bin mir der Ironie im Kontext des Tread-Themas bewusst, aber ich bin eben nicht Blizzard und kann in einem 1-2 Mann Team neben meinem Hauptberuf kein AAA-Vollpreistitel entwickeln ;))

Jedenfalls ist es immer einfach, Entwicklern Inkompetenz vorzuwerfen, weil es selten dazu kommt, dass jemand diese Aussage entkräftet. Was die Leute meinen ist: "Mir gefällt es nicht, dass die Entwickler es nicht genauso gemacht haben, wie ich es will." Aber sie sagen: "Der Entwickler ist inkompetent". Das ist leider ein Problem in der Videospielbranche und ich weiß selbst leider nicht, wie man damit am besten umgehen soll. Kunden/Spieler anschnauzen ist nicht richtig, aber einfach schweigen und es geschehen lassen erscheint mir auch nicht sinnvoll. :?
Du hast allerdings Erfahrung und kannst vielleicht viel eher den Aufwand und die Schwierigkeit einschätzen. Und dieses Wissen sollte genutzt werden um seine eigenen Aussagen so genau, wie möglich zu gestallten.

Schweigen ist definitiv nicht immer die beste Lösung, deswegen verlange ich das auch nur in extremen Situationen, in welchen ich das Schweigen für einen besseren Weg empfinde als z.B. sinnlos haten.

Ein richtiger Umgang meiner Ansicht nach ist Verantwortung übernehmen. In diesem bestimmten Bereich die Verantwortung, für das was ich sage. Das beinhaltet für mich auch die Auseinandersetzung mit den Konsequenzen. Wenn ich also jemanden beleidige, dann sollte ich die Konsequenz, dass die Person mir nicht zuhören möchte, oder dass es keine Veränderung gibt, akzeptieren. Wenn ich eine falsche Aussage mache, dann sollte ich die Konsequenz in Form von Zurechtweisung, Kritik oder vielleicht sogar Abneigung akzeptieren.
Skabus hat geschrieben: 20.11.2018 20:44Ich denke du hast hier einen Denkfehler: Du betrachtest eine (imaginäre) Person über den Zeitlauf seiner potenziellen Entwicklung. Also z.B. von Laufkundschaft zu Gelegenheitskäufer zum Stammkunden zum Fan, etc. Das habe ich aber nie ausgeschlossen oder wollte andeuten, dass es nicht absolut möglich ist, das zu jeder Zeit aus einem Gelegenheitskäufer ein Fan wird. Natürlich geht das. Absolut. Andersrum geht das auch: Aus einem Fan(wie mir) kann ein Gelegenheitskäufer werden(das letzte was ich von Blizzard gekauft habe, war Diablo 3). Und alle anderen möglichen Variationen.

Hier ging es mir aber nicht um die Betrachtung jedes einzelnen Käufers und seinem persönlichen Potenzial sondern eher um Konsumverhalten als solches. Auch hier sind die Gruppen nicht scharf abgrenzbar und unterliegen ständiger Veränderung: Alles überlagert sich und geht von dem einen in das andere übrig. Was aber bleibt sind Muster: Es gibt immer einen Anteil Käufer die nur einmal kaufen, oder welche die nur gelegentlich kaufen oder welche die einfach ALLES kaufen, wenns von einer bestimmten Firma ist. Darum gehts. Ich hab eine Arbeitskollegin die hat noch nie von Blizzard gehört, spielt aber leidenschaftlich Overwatch, obwohl sie keine Gamerin ist. Es gibt alles mögliche :D
Für mich bezieht sich fast alles auf die einzelne Person, auch das Konsumverhalten, denn ich bin davon überzeugt, dass eben dieses Konsumverhalten nicht von alleine existiert, sondern eben immer in Verbindung zu einer Person steht. Das bezieht für mich auch die potenzielle Entwicklung oder Veränderung der Person mit ein, denn das hat Auswirkungen auf das Konsumverhalten. Ich möchte diese beiden Dinge nicht voneinander unabhängig betrachten, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass dies einer der Gründe für Fehleinschätzungen ist. Meiner Ansicht nach sollte ich immer versuchen alle Zusammenhänge mit einzubeziehen um wirklich eine detaillierte Analyse der Situation machen zu können. Deswegen versuche ich pauschale Aussagen zu vermeiden.
Skabus hat geschrieben: 20.11.2018 20:44Interessanter ist hingegen schon die Frage: "Wie wird jemand Fan?" und "Wie ist der Übergang zwischen Nicht-Fan und Fan?" und "Was passiert dann eigentlich mit alten und neuen Fans?" Es liegt in der Natur der Sache das sich alles ändert, neue Leute dazu kommen, alte Leute gehen und so weiter. Ewiger Kreislauf des Lebens und so. Ein Problem entsteht nur dann wenn die Gruppen immer heterogener, immer diverser werden: Alte Blizz-Fans, WoW-Fans, Overwatch-Fans, etc. Es entsteht eine große Bandbreite, wie ich ja schon sagte. Und ich denke dafür sind viele, wie ich, vor allen Dingen, bzw. in den Blizzard-Foren und sonstwo. Um diese Positionierung auszuloten, auszukämpfen und zu definieren, das macht es aus, ein Fan zu sein. Wer nur konsumiert, den interessiert diese Position ja nicht. Der kauft was halt da ist und geht, wenns ihm nicht gefällt. Fans bleiben aber oft auch, wenn das Studio sich schon längst von ihnen abgewendet haben oder sich in eine schlechte Richtung entwickelt haben. Ich werde z.B. niemals Piranha Bytes fallen lassen, selbst wenn irgendwann mal alle alten Piranhas weg sind und sie nur noch Mist machen. Ich hänge sehr an dem Studio.
Du nennst die Gründe dafür, warum ich so viel Wert auf genaue und passende Aussagen lege, denn wie du ja selbst schreibst ist es eine dynamische Situation, welche konstant Veränderungen unterliegt.
Skabus hat geschrieben: 20.11.2018 20:44Gut, das weiß ich natürlich nicht. Meine Aussage war nur: Es geht oft auch um Anerkennung und Respekt. Natürlich geht es einigen auch konkret um Spiele und um Geld. Keine Frage :)
Nehmen wir doch mal deine Aussage und schauen inwiefern sich diese von deiner jetzigen Aussage unterscheiden könnte:
Skabus hat geschrieben: 20.11.2018 14:43Das ist die Entscheidung der Firma und hat oft auch gar nichts mit Geld oder konkreten Spielen zu tun, wie wir ja bei dem BlizzCon-Beispiel gesehen haben. Oft geht es einfach um Respekt und um Anerkennung.
In diesem Beispiel scheinst du zwei Sachen Gegenüber von einander zu platzieren und voneinander zu trennen. Geld & Konkrete Spiele <-> Respekt und Anerkennung. Das passiert bereits durch die Trennung von Sätzen durch einen Punkt, aber auch durch die Verwendung von "gar nichts" auf der einen Seite. Das kleine Wort "auch" und das Weglassen von "gar nichts" in deiner jetzigen, ich sage mach "korrigierten" Aussage, verändert für mich die Aufstellung. Das klassische Gegenüber wird zu einer Überschneidung, indem eine Trennung der beiden Punkte durch das Wort "auch" eliminiert wird und die Beziehung zwischen den beiden Punkten klarer definiert wird. Es ist eine zusätzliche Information, die ein Bild zeichnet, welches wahrscheinlich viel näher an dem liegt, was du eigentlich sagen möchtest.

Als Entwickler ist dir sicherlich bewusst, welchen Unterschied solch ein kleines Wort haben kann, vor allem, wenn man sich mit Systemen beschäftigt. Da ist es sehr wichtig klar zu definieren, wie zwei Punkte in Bezug zueinander stehen. Jeglicher Raum für Interpretationen erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass ich am Ende etwas bekomme, was ich eigentlich nicht angefragt habe.
Skabus hat geschrieben: 20.11.2018 20:44Indem man keine Strategie fährt, die die versch. Strömungen anspricht sondern diese zuvereinen versucht. Warum? Weil es natürlich teuer wäre, für jede Sub-Zielgruppe einzelne Spiele zu entwickeln(auch wenn es das in der Vergangenheit bereits gegeben hat, auch bei Blizzard.) Aber es ist einfacher, allem das Selbe zu verkaufen, als auf individuelle Wünsche einzugehen. GENAU DAS ist doch der Kern von Diablo: Immortal. Man hat sicher gehofft man könne die "alten Fans" irgendwie dazu bewegen, auf den Mobile-Zug aufzuspringen. Für das Studio wäre das eine Win-Win-Situation.

Aber ganz offensichtlich gibt es viele Spieler, die das nicht wollen. Blizzard verlagert aber ihren Fokus: Viel F2P, viel Monetarisierungspiele, viel Microtransaktions und wenig, sehr weniger klassische Singleplayer-Ausrichtung. Das nenne ich "alle in einen Topf werfen" oder eben "Friss oder stirb". Dem Fan klassischer Blizzard-Spiele bleibt ja nix anderes übrig, als den neuen Kram zu spielen oder eben Pech gehabt zu haben. Natürlich kommt ab und zu mal auch wieder ein Lichtblick. Wahrscheinlich gibt es irgendwann ein Diablo4. Aber die Ausrichtung fokusiert sich auf andere Dinge, das sollte einfach ersichtlich sein, wenn man sich Blizzards Aufgebot der letzen Jahren ansieht.
Ich finde das stimmt so nicht ganz. Es gibt immer drei Möglichkeiten. Es zu kaufen, sich damit abfinden (Pech haben), oder zu wechseln. Deswegen finde ich die Aussage "Friss oder stirb" für nicht ausreichend, weil sie explizit Möglichkeiten außen vor läßt bzw. ausschließt, und das halte ich nicht für eine Ansicht, welche nah an der tatsächlichen Realität ist. Ich halte diese Aussage für eine künstliche Einschränkung der eigenen Sichtweise.

Die Gefahr darin ist die folgende: Ich manövriere mich selbst in eine Situation, in welcher es dann tatsächlich zu einem "Friss oder stirb" wird.

Ich merke außerdem, dass wir beide ziemlich unterschiedliche Ansichten zu bestimmten Aussagen haben. Natürlich versucht man die eigene Community in gewissen Punkten zu vereinen, was für mich allerdings nicht bedeutet, dass nicht trotzdem auch eine Strategie gefahren wird Strömungen oder spezifische Wünsche anzusprechen. Wenn es diese Strategie nicht gebe, dann gäbe es auch keine unterschiedlichen Spiele. Wenn es allerdings unterschiedliche Spiele gibt, dann finde ich gibt es auch eine Strategie ganz spezifische Strömungen anzusprechen. Du beschreibst es mit "sich auf etwas fokusieren" ganz gut und deine Kritik an diesem Fokus ist berechtigt. Allerdings verliert deine Kritik meiner Ansicht nach an Wertigkeit, wenn du andere Sachen, auf denen nicht der Fokus liegt ausschließt.
Skabus hat geschrieben: 20.11.2018 20:44Wie schon gesagt: Es ist sehr schwer über solche Themen zu reden, wenn man 100-fache Differenzierung betreibt. Darum ja die mMn korrekte Vorgehensweise: Das Studio als Ganzes kritisieren. Das bedeutet mMn nicht, dass ich damit alle Mitarbeiter über einen Kamm schere. Aber eine Firma agiert eben nicht als Konglomerat aus vielen Personen, sondern ernennt Repräsentanten, die für das ganze Studio Entscheidungen treffen. Trotzdem treffen sie diese Entscheidungen für das Studio. Ich sehe es also als legitim an, das Studio als Ganzes zu kritisieren, nicht nur einzelene Personen in der Führungsebene.

Ich sage ja auch: "Die CDU hat hier falsch entschieden" nicht "Peter Tauber hat falsch entschieden". Ich weiß natürlich das in der CDU viele Menschen sind und nicht alle sind immer einer Meinung. Aber am Ende des Tages treten sie als handelnde Partei auf und als solche werden sie auch kritisiert.
Du sagst ja selbst, dass es Repräsentanten gibt, die Entscheidungen treffen. Findest du dann nicht, dass es sinnvoll wäre eben diese Repräsentanten anzusprechen, oder in deinen Punkten auf diese zu verweisen, statt den selben Fehler zu machen, welchen du selbst kritisierst. "Alle in einen Topf werfen". Ich verstehe durchaus, dass du mit "Firma" eigentlich eben diese Repräsentanten meinst, ich gebe allerdings den Ratschlag sich etwas genauer auszudrücken um negative Auswirkungen oder Deutungen zu vermeiden. Versteh mich nicht falsch, es ist legitim, allerdings halte ich es nicht für sonderlich hilfreich oder sogar korrekt, da es unnötige Hindernisse schafft und das ganze unnötig schwieriger für andere und dich selbst macht. Es erweckt den Anschein du wählst den "einfachen" Weg, was du meiner Ansicht nach bei anderen selbst kritisieren würdest. Siehe oben mit der Aussage:
Skabus hat geschrieben: 20.11.2018 20:44Indem man keine Strategie fährt, die die versch. Strömungen anspricht sondern diese zuvereinen versucht. Warum? Weil es natürlich teuer wäre, für jede Sub-Zielgruppe einzelne Spiele zu entwickeln.
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Re: Diablo Immortal: Das Ausmaß des Gegenwinds hat Blizzard selbst überrascht; kein Reskin eines NetEase-Spiels

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Heruwath hat geschrieben: 21.11.2018 19:56Mich stört eine recht ähnliche Situation nur in einem anderen Umfeld. Wenn ich den Casual Charakter auf diesen thread hier und auf die anderen Reaktionen und Kommentar zu dem Thema Blizzard un BlizzCon anwende, dann erkenne ich die selben Verhaltensweisen. Menschen, die sich gelegentlich mit Spielentwicklung beschäftigen scheinen auch mitbestimmen zu wollen, indem sie Leute, die Spiele entwickeln und vermarkten für ihr Verhalten anprangern und ihnen erklären möchten, wie das am besten funktionieren soll. Ich habe auch das Gefühl diese Leute möchten, dass ihre Stimme gleiches Gewicht hat, wie die Stimme von jemandem, der sich viel ausgiebiger mit dem Thema beschäftigt. Daher möchte ich die Leute auch darauf hinweisen, dass das Verhalten welches sie vielleicht "kritisieren", sie selbst an einer anderen Stelle zu Tage bringen.
Stimme ich dir durchaus zu. Das ist auch ein menschliches Problem, von dem niemand komplett sicher ist(auch ich nicht). Ein Einwand aber dazu: Man muss aufpassen, wovon man konkret spricht. Es gibt Vorwürfe die sind einfach nur unfair und basieren auf Unwissen der Spieler(z.B. die meisten Inkompetenz-Vorwürfe) oder auf reiner Emotionalität, die dann ja eh nicht rational ist. Aber es gibt auch noch eine andere Seite: Es gibt Aussagen, die Spieler durchaus tätigen dürfen und die auch kein Fachwissen oder konkreten Einblick in das Studio erfordern. Hier darf man dann nicht einfach mit dem Verweis auf den Mangel an Erfahrung mit Videospielentwicklung ankommen um die Aussage des Spielers zu entkräften.
Heruwath hat geschrieben: 21.11.2018 19:56Für mich bezieht sich fast alles auf die einzelne Person, auch das Konsumverhalten, denn ich bin davon überzeugt, dass eben dieses Konsumverhalten nicht von alleine existiert, sondern eben immer in Verbindung zu einer Person steht. Das bezieht für mich auch die potenzielle Entwicklung oder Veränderung der Person mit ein, denn das hat Auswirkungen auf das Konsumverhalten. Ich möchte diese beiden Dinge nicht voneinander unabhängig betrachten, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass dies einer der Gründe für Fehleinschätzungen ist. Meiner Ansicht nach sollte ich immer versuchen alle Zusammenhänge mit einzubeziehen um wirklich eine detaillierte Analyse der Situation machen zu können. Deswegen versuche ich pauschale Aussagen zu vermeiden.
Ich bin mir nicht sicher, aber ich vermute, mein Punkt ist nicht deutlich geworden, bzw. ich sehe in deiner Aussage ein Problem.

Stell dir zum besseren Verständnis 3 beliebigeMengen vor. Sagen wir mal 3 Mengen Äpfel unterschiedlichen Reifegrads. "frisch", "alt" "faulig". Die Äpfel dieser Mengen sind zwar abgrenzbar, aber der Übergang von frisch zu alt und zu faulig ist fließend. Was in dem Beispiel fehlt ist die Rückrichtung, aber die vernachlässigen wir jetzt mal, der Einfachheit halber. Ist ja nur ein Erklärbeispiel. Natürlich kann man einen einzelnen Apfel in seiner Entwicklung betrachten. Aber die Mengen verschwinden dadurch nicht und verlieren auch nicht ihre Aussagekraft. Es wird immer "frisch", "alte" und "faulige" Äpfel geben, die Mengen sind existent und man kann Aussagen über die Mengen treffen(z.B. "Frische Äpfel schmecken mir besser"). Daran sehe ich keine Gefahr für Fehleinschätzungen.

So wie ich dich verstehe, bist du der Meinung, dass Eigenschaften von Mengen zu beschreiben im Hinblick auf Individuuen fehlerhaft ist und darum vermieden werden soll. Dem wiederspreche ich. Die Mengen beschreiben Dynamiken(z.B. das Kaufverhalten). In der Wissenschaft ist das ein vollkommen normaler Vorgang. Nur weil man aufgrund eines Kriteriums(z.B. wie viel Zeit man mit Videospielen verbringt) eine Aussage über eine Menge trifft, hat man damit weder das Individuum pauschalisiert noch macht es die Betrachtung der Menge darum falsch oder fehlerhaft.

Es geht also nicht um Pauschalisierung, sondern darum genau das zu machen, was du sagst: Eine umfassende Analyse. Mengen zu definieren und anhand eines Kriteriums dieser Menge Eigenschaften zuzuweisen ist eine vollkommen legitime Vorgehensweise. Fehleinschätzung entstehen hier nicht durch die Methodik, sondern durch evtl. fehlerhaften Interpretationen dieser.

Darum an dich konkret die Frage: Wo siehst du einen Fehler in der Einteilung von Spielern nach Kaufverhalten, nach investierte Zeit, nach Grad der Aktivität, etc.? Welche Fehlinterpretationen siehst du und wie begründest du sie?
Heruwath hat geschrieben: 21.11.2018 19:56 In diesem Beispiel scheinst du zwei Sachen Gegenüber von einander zu platzieren und voneinander zu trennen. Geld & Konkrete Spiele <-> Respekt und Anerkennung. Das passiert bereits durch die Trennung von Sätzen durch einen Punkt, aber auch durch die Verwendung von "gar nichts" auf der einen Seite. Das kleine Wort "auch" und das Weglassen von "gar nichts" in deiner jetzigen, ich sage mach "korrigierten" Aussage, verändert für mich die Aufstellung. Das klassische Gegenüber wird zu einer Überschneidung, indem eine Trennung der beiden Punkte durch das Wort "auch" eliminiert wird und die Beziehung zwischen den beiden Punkten klarer definiert wird. Es ist eine zusätzliche Information, die ein Bild zeichnet, welches wahrscheinlich viel näher an dem liegt, was du eigentlich sagen möchtest.
Ich verstehe hier leider nicht, worauf du hier hinaus willst :? Auch nicht nach mehrfachem Lesen.
Heruwath hat geschrieben: 21.11.2018 19:56Ich finde das stimmt so nicht ganz. Es gibt immer drei Möglichkeiten. Es zu kaufen, sich damit abfinden (Pech haben), oder zu wechseln. Deswegen finde ich die Aussage "Friss oder stirb" für nicht ausreichend, weil sie explizit Möglichkeiten außen vor läßt bzw. ausschließt, und das halte ich nicht für eine Ansicht, welche nah an der tatsächlichen Realität ist. Ich halte diese Aussage für eine künstliche Einschränkung der eigenen Sichtweise.

Die Gefahr darin ist die folgende: Ich manövriere mich selbst in eine Situation, in welcher es dann tatsächlich zu einem "Friss oder stirb" wird.
Moment, wir reden hier über Blizzard-Fans nicht um Spieler allgemein. Was genau meinst du also mit "wechseln"? Auf Spiele anderer Studios? Das ist ja nicht der Punkt. Natürlich kann man das immer. Aber als Fan von Blizzard hat man nur die 2 Möglichkeiten: Kaufen/Spielen was Blizzard veröffentlicht oder eben nicht(aka "Pech gehabt"). Die dritte Möglichkeit befindet sich AUSSERHALB dieser Betrachtung und hat mit Blizzard nur soviel zu tun, dass es entsprechende Konkurrenz ist.

Aber du hast natürlich nicht unrecht: Man kann immer auch weggehen und sich anderen Studios zuwenden. Aber in wie fern hilft das einem Blizzard-Fan? Das ist etwas überspitzt gesagt als wenn du sagst: "Du willst Äpfel essen, aber es gibt keine mehr? Dann kauf dir doch ne Birne und ess die!"
Heruwath hat geschrieben: 21.11.2018 19:56Ich merke außerdem, dass wir beide ziemlich unterschiedliche Ansichten zu bestimmten Aussagen haben. Natürlich versucht man die eigene Community in gewissen Punkten zu vereinen, was für mich allerdings nicht bedeutet, dass nicht trotzdem auch eine Strategie gefahren wird Strömungen oder spezifische Wünsche anzusprechen.
Welche sind das konkret? Wie äußern sich diese? Wie spricht das Spieler an die klassische Spiele wie WC, SC und Diablo spielen wollen?
Heruwath hat geschrieben: 21.11.2018 19:56 Wenn es diese Strategie nicht gebe, dann gäbe es auch keine unterschiedlichen Spiele.
Das verstehe ich nicht. Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Ob es Overwatch, Heartstone und WoW gibt(allles unterschiedliche Spiele) spielt doch keine Rolle, wenn diese nach modernen Spieldesign-Mechaniken entwickelt sind, die sich mit der klassischen Erfahrung nicht vereinbaren lässt?
Heruwath hat geschrieben: 21.11.2018 19:56 Wenn es allerdings unterschiedliche Spiele gibt, dann finde ich gibt es auch eine Strategie ganz spezifische Strömungen anzusprechen.
Nein, das halte ich für eine fehlerhafte Logik. Wenn es 5 versch. Spiele gibt, die aber alle gleichen Grundmechaniken aufweisen, heißt das nicht, dass sie darum versch. Strömungen ansprechen. Vielleicht ist das so von Blizzard gedacht/gewünscht, aber es funktioniert nicht in der gewünschten Art und Weise.

Man schaue sich WC und SC an. Selbst diese Spiele unterscheiden sich nur inhaltlich, spielerisch haben sie extreme Parallelen und sprechen darum beide RTS-Fans an, auch wenn beides untersch. Spiele sind. Wenn jemand aber keine RTS-Spiele mag, dann wird er sich dort nicht wiederfinden. Das selbe gilt für mutliplayer-orientierte (F2P)Online-Games.
Heruwath hat geschrieben: 21.11.2018 19:56Du beschreibst es mit "sich auf etwas fokusieren" ganz gut und deine Kritik an diesem Fokus ist berechtigt. Allerdings verliert deine Kritik meiner Ansicht nach an Wertigkeit, wenn du andere Sachen, auf denen nicht der Fokus liegt ausschließt.
Wo mach ich das bzw. was meinst du konkret?
Heruwath hat geschrieben: 21.11.2018 19:56 Du sagst ja selbst, dass es Repräsentanten gibt, die Entscheidungen treffen. Findest du dann nicht, dass es sinnvoll wäre eben diese Repräsentanten anzusprechen, oder in deinen Punkten auf diese zu verweisen, statt den selben Fehler zu machen, welchen du selbst kritisierst. "Alle in einen Topf werfen".
Nein, finde ich nicht. "Firma", "Studio" etc. sind absolut ausreichend und es sollte klar sein, dass sich das darauf bezieht. Ich verstehe den Mehrwert für die Diskussion nicht, sich verbal zu verbiegen nur damit sich niemand angegriffen fühlen KÖNNTE. Diese Überempfindlichkeit ist mMn ein großes Problem der letzten Jahre. Man muss nicht überall Beleidigungen sehen wollen. Denn irgendwann sieht man wirklich nur noch (potenzielle) Beleidigungen.

Zu sagen: "Die Entwickler sind inkompetent" ist ein no-go. Zu sagen "Blizzard/das Studio/die Firma macht XYZ" ist vollkommen legitim. Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass hier eine erhöhte Differenzierung irgendeinen Mehrwert bringen würde. Zumindest sehe ich diesen nicht.
Heruwath hat geschrieben: 21.11.2018 19:56 Ich verstehe durchaus, dass du mit "Firma" eigentlich eben diese Repräsentanten meinst, ich gebe allerdings den Ratschlag sich etwas genauer auszudrücken um negative Auswirkungen oder Deutungen zu vermeiden. Versteh mich nicht falsch, es ist legitim, allerdings halte ich es nicht für sonderlich hilfreich oder sogar korrekt, da es unnötige Hindernisse schafft und das ganze unnötig schwieriger für andere und dich selbst macht. Es erweckt den Anschein du wählst den "einfachen" Weg, was du meiner Ansicht nach bei anderen selbst kritisieren würdest.[7quote]

Dem stimme ich nicht zu. Wenn jemand ein Problem mit der Aussage hat, kann derjenige ja fragen: "Schließt deine Aussage die Entwickler mit ein?" Darauf sage ich: "Nein ich meine nur jene die die Entscheidungen treffen." Schon ist alles geklärt. Vorauseilende Überkorrektheit/Überdifferenzierheit ist mMn eher hinderlich, denn hilfreich

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Beitrag von Heruwath »

Skabus hat geschrieben: 22.11.2018 13:23 Stimme ich dir durchaus zu. Das ist auch ein menschliches Problem, von dem niemand komplett sicher ist(auch ich nicht). Ein Einwand aber dazu: Man muss aufpassen, wovon man konkret spricht. Es gibt Vorwürfe die sind einfach nur unfair und basieren auf Unwissen der Spieler(z.B. die meisten Inkompetenz-Vorwürfe) oder auf reiner Emotionalität, die dann ja eh nicht rational ist. Aber es gibt auch noch eine andere Seite: Es gibt Aussagen, die Spieler durchaus tätigen dürfen und die auch kein Fachwissen oder konkreten Einblick in das Studio erfordern. Hier darf man dann nicht einfach mit dem Verweis auf den Mangel an Erfahrung mit Videospielentwicklung ankommen um die Aussage des Spielers zu entkräften.
Sicher, solch ein Entkräften von solchen Aussagen sollte ich vermeiden, denn es gibt wirklich Aussagen, welche kein Fachwissen erfordert. Diese Art von Aussagen ist auch nicht das Problem, welches ich kritisiere, denn solche Aussagen machen keine Äußerung zu Vorgängen, die Fachwissen erfordern würden. Es liegt also in der Definition von konstruktiver Kritik.
Skabus hat geschrieben: 22.11.2018 13:23Ich bin mir nicht sicher, aber ich vermute, mein Punkt ist nicht deutlich geworden, bzw. ich sehe in deiner Aussage ein Problem.

Stell dir zum besseren Verständnis 3 beliebigeMengen vor. Sagen wir mal 3 Mengen Äpfel unterschiedlichen Reifegrads. "frisch", "alt" "faulig". Die Äpfel dieser Mengen sind zwar abgrenzbar, aber der Übergang von frisch zu alt und zu faulig ist fließend. Was in dem Beispiel fehlt ist die Rückrichtung, aber die vernachlässigen wir jetzt mal, der Einfachheit halber. Ist ja nur ein Erklärbeispiel. Natürlich kann man einen einzelnen Apfel in seiner Entwicklung betrachten. Aber die Mengen verschwinden dadurch nicht und verlieren auch nicht ihre Aussagekraft. Es wird immer "frisch", "alte" und "faulige" Äpfel geben, die Mengen sind existent und man kann Aussagen über die Mengen treffen(z.B. "Frische Äpfel schmecken mir besser"). Daran sehe ich keine Gefahr für Fehleinschätzungen.
Dein Beispiel hat meiner Ansicht nach ein Problem, die Erkennbarkeit von faulen Äpfeln. Du kannst sie in den meisten Fällen ganz klar definieren, allein schon von ihrem Aussehen her, dazu kommt noch der Fakt, dass unsere Sinne über Jahrtausende daraus trainiert wurden solche Anzeichen zu erkennen. Dies ist bei der Betrachtung einer Firma, oder einer bestimmten Gruppe von Menschen (hardcore gamer) nicht der Fall. Hier scheinst du also die Erkennbarkeit von faulen Äpfeln, ein Vorgang mit welchem sich sehr viele Leute über einen sehr großen Zeitrahmen informiert haben mit etwas zu Vergleichen, was in genau diesem Punkt nicht die selben Kriterien aufweist.
Skabus hat geschrieben: 22.11.2018 13:23So wie ich dich verstehe, bist du der Meinung, dass Eigenschaften von Mengen zu beschreiben im Hinblick auf Individuuen fehlerhaft ist und darum vermieden werden soll. Dem wiederspreche ich. Die Mengen beschreiben Dynamiken(z.B. das Kaufverhalten). In der Wissenschaft ist das ein vollkommen normaler Vorgang. Nur weil man aufgrund eines Kriteriums(z.B. wie viel Zeit man mit Videospielen verbringt) eine Aussage über eine Menge trifft, hat man damit weder das Individuum pauschalisiert noch macht es die Betrachtung der Menge darum falsch oder fehlerhaft.
Es sind immer mehrere Variablen und diese haben unterschiedliche Werte in ein und der selben Gruppe, je nach Individuum. Das wirkt sich viel gravierender auf Ableitungen auf andere Verhaltens-ebenen aus. Bei der Gruppierung von Individuen werden einige dieser Variablen vernachlässigt oder sogar ignoriert, denn ich fasse ja Menschen in Gruppen zusammen basierend auf wenigen gemeinsamen Nennern. Wenn ich also eine Ableitung von der Gruppe aus mache, dann fehlen mir automatisch erstmal Variablen, welche durchaus Auswirkungen auf das Ergebnis der Ableitung haben, deswegen sehe ich dies als einen der Gründe für Fehleinschätzungen. Merke, ich habe es nicht als fehlerhaft bezeichnet, ich habe gesagt, dass ich es als einen der Gründe für Fehleinschätzungen sehe. Hier muss also erstmal eine Fehleinschätzung vorliegen.
Wenn ich solch eine Ableitung mache, dann sollte ich diese zusätzlichen Variablen der Individuen in der Gruppe auch beachten um eine Fehleinschätzung zu vermeiden und damit schließt sich der Kreis und ich mache eine Ableitung basierend auf den Variablen eines Individuums. Wenn ich also eine Beschreibung machen wollte, welche über die Kriterien der Definition einer Gruppe hinausgeht, dann sollte ich diese Beschreibung von dem einzelnen Individuum ableiten und nicht von der Gruppe. Das trifft auch auf den Vorgang der rückwirkenden Projektion von Eigenschaften einiger Mitglieder einer Gruppe auf die anderen Individuen.

Nehmen wir doch mal das Beispiel "fans". Fans ist eine Gruppierung von Personen mit unterschiedlichen Eigenschaften und Gefühlen wo einige davon sich überschneiden und bei allen Mitgliedern der Gruppe vorhanden sind. Diese Überschneidungen sind Kriterien nach denen ich die Gruppe definiere. Wenn ich jetzt eine Aussage treffe, wie "Blizzard enttäuscht ihre fans", dann projiziere ich das Gefühl der Enttäuschung, welches nicht das Kriterium für die Definition der Gruppe ist, auf die gesamte Gruppe und somit auf alle Mitglieder. Bei der Aussage "Blizzard enttäuscht viele ihrer Fans" passiert das nicht, denn ich baue ein Differenzierung bzw. Aufteilung der Gruppe mit in die Aussage ein.
Skabus hat geschrieben: 22.11.2018 13:23Es geht also nicht um Pauschalisierung, sondern darum genau das zu machen, was du sagst: Eine umfassende Analyse. Mengen zu definieren und anhand eines Kriteriums dieser Menge Eigenschaften zuzuweisen ist eine vollkommen legitime Vorgehensweise. Fehleinschätzung entstehen hier nicht durch die Methodik, sondern durch evtl. fehlerhaften Interpretationen dieser.

Darum an dich konkret die Frage: Wo siehst du einen Fehler in der Einteilung von Spielern nach Kaufverhalten, nach investierte Zeit, nach Grad der Aktivität, etc.? Welche Fehlinterpretationen siehst du und wie begründest du sie?
So lange die Eigenschaften die Kriterien für die Definition der Gruppe sind, ist das in Ordnung. Es wird kritisch, wenn sie es nicht mehr sind. Die Methodik ist nicht das Problem. Das hätte ich viel eher und besser erklären sollen.

Nehmen wir hier mal das Kaufverhalten als Kriterium für die Definition der Gruppe der Gelegenheitskäufer. Die Fehlinterpretation hier entstand nicht in der Definition der Gruppe, sondern in der Projektion des Verhaltens oder der Motivation einer anderen Personen, in diesem Fall "Firmen" gegenüber der Gruppe, was mein Kritikpunkt war.
Skabus hat geschrieben: 20.11.2018 14:43Das Firmen die "oberflächlichen" Freunde(lies: Laufkundschaft, Gelegenheitskäufer) höher wertet, liegt EINZIG UND ALLEIN an ihrem potenziellen Wert als Profitmaximierer.
Deine Gruppierung anhand des Kaufverhaltens, war also nicht mein Kritikpunkt.
Skabus hat geschrieben: 22.11.2018 13:23Ich verstehe hier leider nicht, worauf du hier hinaus willst :? Auch nicht nach mehrfachem Lesen.
Das Wort "gar nicht" im ersten Satz ohne das Wort "auch" im zweiten stellt den Inhalt des zweiten Satzes als klar getrenntes Gegenüber dar. "Es geht gar nicht um A. Es geht um B." Durch diese klare Trennung verlagert es die komplette Aufmerksamkeit von A nach B und legt A zur Seite (darum geht es ja gar nicht) ohne klar zustellen, dass A und B sich eigentlich überschneiden und somit A nicht zur Seite gelegt werden und auch weiterhin ein Teil der Überlegung bleiben sollte.
Skabus hat geschrieben: 22.11.2018 13:23Moment, wir reden hier über Blizzard-Fans nicht um Spieler allgemein. Was genau meinst du also mit "wechseln"? Auf Spiele anderer Studios? Das ist ja nicht der Punkt. Natürlich kann man das immer. Aber als Fan von Blizzard hat man nur die 2 Möglichkeiten: Kaufen/Spielen was Blizzard veröffentlicht oder eben nicht(aka "Pech gehabt"). Die dritte Möglichkeit befindet sich AUSSERHALB dieser Betrachtung und hat mit Blizzard nur soviel zu tun, dass es entsprechende Konkurrenz ist.

Aber du hast natürlich nicht unrecht: Man kann immer auch weggehen und sich anderen Studios zuwenden. Aber in wie fern hilft das einem Blizzard-Fan? Das ist etwas überspitzt gesagt als wenn du sagst: "Du willst Äpfel essen, aber es gibt keine mehr? Dann kauf dir doch ne Birne und ess die!"
Genau diesen Punkt spreche ich in meiner Kritik an. Die dritte Möglichkeit des "wechselns" (auch auf andere Spiele, oder ganz extrem auf andere Hobies) ist meiner Ansicht nach kein Kriterium der Definition der Gruppe "Fans". Du bist nicht fan, weil du nicht die Möglichkeit hast zu wechseln oder diese aktiv abgelegt hast. Es ist ein Kriterium eines einzelnen Individuum, weil es ein persönliche Entscheidung ist. Und hier kommt die Fehleinschätzung. Den Ausgang der persönlichen Entscheidung von einigen, vielen, von mir aus auch den meisten Fans - diese dritte Möglichkeit abzulegen - scheinst du als eine grundsätzliches Kriterium auch auf die anderen Fans zu projizieren. Das lässt bei mir die Vermutung aufkommen, dass für dich das Ablegen dieser dritten Möglichkeit ein Kriterium für einen Fan ist, obwohl es immer ein Kriterium eines Individuums ist. Jetzt hast du ein Erklärung geliefert, welche im gleichen Zug die Aussage "Friss oder stirb" komplett entkräftet, weil diese einfach nicht mehr stimmt, denn es gibt drei statt nur zwei Möglichkeiten.

In welcher Weise es dem Blizzard fan hilft? Ich denke es hilft dem fan darüber nachzudenken aus welchen Gründen er fan ist und ob dieser Grund es wert ist noch ein fan zu sein. Meiner Ansicht nach hilft der Gedanke der dritten Möglichkeit immer dabei sich neu zu ordnen und seine aktuelle Situation und somit sein eigene Wohlbefinden abzuwägen und eine Entscheidung zu treffen und vor allem sich dieser Entscheidung bewusst zu sein. Es hilft dem fan seine eigene Verantwortung aufzuzeigen, vielleicht sogar so weit zu realisieren, dass der fan selbst und nicht Blizzard für sein eigenes Wohlbefinden verantwortlich ist.

Übrigens finde ich deinen Apfelvergleich nicht stimmig. Meiner Ansicht nach ist es eher "Du willst einen Apfel von Rewe essen, aber Rewe verkauft keine mehr, also warum probierst du nicht die Äpfel in anderen Läden? Sie schmecken dir nicht? Dann musst du wohl eine Entscheidung treffen. Entweder versuchst du alles um an diese ganz spezifischen Äpfel zu kommen bis hin zu dem Punkt sie selbst züchten zu müssen. Du findest dich damit ab, dass du die diese spezifischen Äpfel nicht mehr essen wirst und vielleicht dich mit anderen Äpfeln begnügen musst. Oder die dritte: Du isst Birnen". Und hier finde ich kommt wieder der Nutzen dieser Überlegung. Es wird dir vielleicht dadurch bewusst, dass du nicht glücklich wirst solange du nicht diese Entscheidung getroffen und bis zum Ende durchgezogen hast.
Skabus hat geschrieben: 22.11.2018 13:23Welche sind das konkret? Wie äußern sich diese? Wie spricht das Spieler an die klassische Spiele wie WC, SC und Diablo spielen wollen?
Welche sind das Konkret? Blizzard entwickelt und schraubt immer noch an ihrem WC, SC und Diablo.

Wie äußern sich diese? Blizzard macht Remaster von ihren alten Spielen und entwickeln auch so weit ich weiß Nachfolger für zumindest einen davon (Diablo 4).

Wie spricht das Spieler an die klassische Spiele wie WC, SC und Diablo spielen wollen? Das können nur die Spieler selbst beantworten.
Skabus hat geschrieben: 22.11.2018 13:23Das verstehe ich nicht. Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Ob es Overwatch, Heartstone und WoW gibt(allles unterschiedliche Spiele) spielt doch keine Rolle, wenn diese nach modernen Spieldesign-Mechaniken entwickelt sind, die sich mit der klassischen Erfahrung nicht vereinbaren lässt?
Wenn es verschieden Spiele gibt, dann gibt es verschieden Produkte welche verschiedene Strömungen ansprechen, also ist die Veröffentlichung von verschieden Spielen eine Strategie verschieden Strömungen anzusprechen. Es stimmt, wenn du eine ganz bestimmte Strömung im Kopf hast (Leute, die kein modernen Spieldesign-Mechaniken mögen), dann kann es durchaus sein, dass diese spezifische Strömung nicht mehr von Blizzard bedient angesprochen werden. Allerdings finde ich, dass du daraus nicht ableiten kannst, dass jemand keine Strategie fährt verschiedenen Strömungen anzusprechen.
Skabus hat geschrieben: 22.11.2018 13:23Nein, das halte ich für eine fehlerhafte Logik. Wenn es 5 versch. Spiele gibt, die aber alle gleichen Grundmechaniken aufweisen, heißt das nicht, dass sie darum versch. Strömungen ansprechen. Vielleicht ist das so von Blizzard gedacht/gewünscht, aber es funktioniert nicht in der gewünschten Art und Weise.
Jetzt bin ich Neugierig. Inwiefern haben Diablo und Star Craft gleiche Grundmechaniken? Wenn sich Grundmechaniken unterscheiden, was in diesem beiden Fällen ganz klar der Fall ist, dann sprechen diese Spiele verschiedene Strömungen an.
Skabus hat geschrieben: 22.11.2018 13:23 Man schaue sich WC und SC an. Selbst diese Spiele unterscheiden sich nur inhaltlich, spielerisch haben sie extreme Parallelen und sprechen darum beide RTS-Fans an, auch wenn beides untersch. Spiele sind. Wenn jemand aber keine RTS-Spiele mag, dann wird er sich dort nicht wiederfinden. Das selbe gilt für mutliplayer-orientierte (F2P)Online-Games.
Es kommt auch nicht nur auf die Grundmechaniken an, sondern auch auf das Setting. Selbst wenn WC und SC viele gleiche Grundmechaniken haben, haben sie unterschiedliche Settings und somit sprechen sie unterschiedliche Leute an. Wenn jemand kein Sci Fi, aber RTS mag, dann wird er sich auch vielleicht nicht bei SC, aber durchaus vielleicht bei WC wiederfinden.
Skabus hat geschrieben: 22.11.2018 13:23 Wo mach ich das bzw. was meinst du konkret?
Sie oben bei:
Skabus hat geschrieben: 20.11.2018 20:44Indem man keine Strategie fährt, die die versch. Strömungen anspricht sondern diese zuvereinen versucht.
Skabus hat geschrieben: 22.11.2018 13:23 Nein, finde ich nicht. "Firma", "Studio" etc. sind absolut ausreichend und es sollte klar sein, dass sich das darauf bezieht. Ich verstehe den Mehrwert für die Diskussion nicht, sich verbal zu verbiegen nur damit sich niemand angegriffen fühlen KÖNNTE. Diese Überempfindlichkeit ist mMn ein großes Problem der letzten Jahre. Man muss nicht überall Beleidigungen sehen wollen. Denn irgendwann sieht man wirklich nur noch (potenzielle) Beleidigungen.
Ich habe dir nun mehrmals den Mehrwert erklärt und dieser ist nicht "sich verbal zu verbiegen, damit niemand sich angegriffen fühlt" sondern "sich so auszudrücken, damit du bei Menschen, die bei deiner Sache helfen können positive Gefühle und Motivationen hinterlässt."
Skabus hat geschrieben: 22.11.2018 13:23 Zu sagen: "Die Entwickler sind inkompetent" ist ein no-go. Zu sagen "Blizzard/das Studio/die Firma macht XYZ" ist vollkommen legitim. Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass hier eine erhöhte Differenzierung irgendeinen Mehrwert bringen würde. Zumindest sehe ich diesen nicht.
Ich möchte auch hier wieder darauf hinweisen, dass ich das immer noch für legitim ansehe, was ich auch direkt im nächsten Abschnitt des selben Kommentars geschrieben habe. Darüberhinaus sehe ich einen Mehrwert in erhöhter Differenzierung, welchen ich nun in einigen Kommentaren dargelegt habe. Es gibt auch einen Grund anzunehmen, dass dieser Mehrwert da ist, denn ich und auch einige andere haben diese Erfahrung gemacht. Ob du ihn persönlich akzeptieren möchtest, oder nicht, ist deine Sache.
Skabus hat geschrieben: 22.11.2018 13:23 Dem stimme ich nicht zu. Wenn jemand ein Problem mit der Aussage hat, kann derjenige ja fragen: "Schließt deine Aussage die Entwickler mit ein?" Darauf sage ich: "Nein ich meine nur jene die die Entscheidungen treffen." Schon ist alles geklärt. Vorauseilende Überkorrektheit/Überdifferenzierheit ist mMn eher hinderlich, denn hilfreich
Ich habe eine bessere Version: Du machst eine Aussage, die von Anfang an die Entwickler nicht mit einbezieht und damit sparrst du vielleicht dir und dem Gegenüber die Frage und zusätzliche Erklärung. Meiner Ansicht nach sparrst du dir nicht nur diese sondern vermeidest eine zusätzliche Möglichkeit, wo das Gegenüber aussteigen kann. Vorausgehende Korrektheit schafft einen festen Grund für eine konstruktive und sachliche Diskussion. Wenn das nicht dein Ziel ist, dann ist die Aussage meiner Ansicht nach keine Kritik, sondern einfach nur eine Aussage.

Hiermit beende ich von meiner Seite aus die Diskussion, denn gerade mit den letzten Sätzen hast du für mich ganz klar geäußert, dass du keinen Mehrwert in korrekter Wortwahl siehst.
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Re: Diablo Immortal: Das Ausmaß des Gegenwinds hat Blizzard selbst überrascht; kein Reskin eines NetEase-Spiels

Beitrag von Skabus »

Heruwath hat geschrieben: 23.11.2018 21:02Dein Beispiel hat meiner Ansicht nach ein Problem, die Erkennbarkeit von faulen Äpfeln. Du kannst sie in den meisten Fällen ganz klar definieren, allein schon von ihrem Aussehen her, dazu kommt noch der Fakt, dass unsere Sinne über Jahrtausende daraus trainiert wurden solche Anzeichen zu erkennen. Dies ist bei der Betrachtung einer Firma, oder einer bestimmten Gruppe von Menschen (hardcore gamer) nicht der Fall. Hier scheinst du also die Erkennbarkeit von faulen Äpfeln, ein Vorgang mit welchem sich sehr viele Leute über einen sehr großen Zeitrahmen informiert haben mit etwas zu Vergleichen, was in genau diesem Punkt nicht die selben Kriterien aufweist.
Das würde ich nicht unterschreiben. Darum meine Frage: Wie definierst du hier Erkennbarkeit bzw. "Abgrenzbarkeit"? Wenn ich als Forscher oder als Institut eine Studie bearbeite und festlege, was ich als "faule Äpfel" definieren und was als "frisch" dann liegt hier kein Problem vor.

Das liegt zudem auch in der Natur von aggregierten Daten. Ein Institut z.B. erhält nicht die Daten von "Lieschen Müller" und wieviel Zeit sie mit WoW, Starcraft, Pokemon Go, etc. verbringt, sondern es werden aggregierte Daten geliefert, aus denen sich dann Gruppen bilden lassen. z.B.

Gruppe 1: "Spieler die weniger als 1 mal die Woche Videospiele spielen"

Gruppe 2: "Spieler die zwischen 3 und 5 Mal die Woche spielen"

Gruppe 3: "Spieler die täglich spielen"

Nur als Beispiel. Natürlich könnte man jetzt wieder fragen: "Ist diese Einteilung sinnvoll?" Und das wäre auch korrekt, so funktioniert wissenschaftliche Kritik. Aber das war nicht mein Punkt. Mein Punkt war, dass man eindeutig festlegen, wer zu welcher Gruppe gehört AUFGRUND AGGREGGIERTER DATEN. Kritik darüber hinaus ist berechtigt, führt aber leider weg von dem was ich sagen wollte/will.
Heruwath hat geschrieben: 23.11.2018 21:02 Es sind immer mehrere Variablen und diese haben unterschiedliche Werte in ein und der selben Gruppe, je nach Individuum. Das wirkt sich viel gravierender auf Ableitungen auf andere Verhaltens-ebenen aus. Bei der Gruppierung von Individuen werden einige dieser Variablen vernachlässigt oder sogar ignoriert, denn ich fasse ja Menschen in Gruppen zusammen basierend auf wenigen gemeinsamen Nennern. Wenn ich also eine Ableitung von der Gruppe aus mache, dann fehlen mir automatisch erstmal Variablen, welche durchaus Auswirkungen auf das Ergebnis der Ableitung haben, deswegen sehe ich dies als einen der Gründe für Fehleinschätzungen. Merke, ich habe es nicht als fehlerhaft bezeichnet, ich habe gesagt, dass ich es als einen der Gründe für Fehleinschätzungen sehe. Hier muss also erstmal eine Fehleinschätzung vorliegen.
Zusammengefasst kann man also sagen(bitte korrigier mich, wenn ich falsch liege!): Du erkennst wissenschaftlichen Studien ihre Relevanz ab, aufgrund der von dir genannten Argumente?

Wenn ja: Wie erklärst du dir, dass bei Meinungsumfragen z.B. zur Bundestagswahl, die prognostizierten Ergebnisse SEHR nah an den tatsächlichen sind. Und das bei einer Stichprobenmenge von gerade mal 1000 Personen? Sprich deutlich weniger als man bei Videospielkonsum aggregieren kann, da hier technisch möglich ist, Daten in großen Mengen abzugreifen. Hingegen mehrere Millionen zu befragen, was sie wählen, ist ein nicht machbarer logistischer Aufwand. Entsprechend müssten deise dann ja vollkommen daneben liegen, wenn dein Argument zuträfe. 1000 Personen auf 80 Mio. hochrechnen? Das müsste dann meilenweit wegliegen. Die Fehlerquote liegt aber im statistisch vertretbaren Bereich. Wie erklärst du dir das im Spiegel deiner Argumente?
Heruwath hat geschrieben: 23.11.2018 21:02 Wenn ich jetzt eine Aussage treffe, wie "Blizzard enttäuscht ihre fans", dann projiziere ich das Gefühl der Enttäuschung, welches nicht das Kriterium für die Definition der Gruppe ist, auf die gesamte Gruppe und somit auf alle Mitglieder. Bei der Aussage "Blizzard enttäuscht viele ihrer Fans" passiert das nicht, denn ich baue ein Differenzierung bzw. Aufteilung der Gruppe mit in die Aussage ein.
Moment, jetzt vermischst du schon wieder Dinge. Meine initiale Aussage war ein Kommentar, keine wissenschaftliche Untersuchung. Das ein Kommentar unakurat ist und oft nur persönliche Meinungen weiderspiegelt, habe ich bereits ausführlich dargelegt, aber auch gezeigt, dass meine Einschätzung nicht nur auf meinem persönlichem Empfinden, sondern auch auf Fakten basieren.

Das "Fans" ein sehr, sehr schwammiger Begriff ist, ist zumindest mir absolut bewusst. Darum sagte ich aber auch: Man kann "Fans" auch definieren(z.B. indem man Gruppe 3 in meinem Beispiel als "Fan"-Gruppe bezeichnet, oder indem man definiert, dass jeder ein Fan ist der mind. 80% aller Releases von Blizzard kauft, oder oder oder. Das Problem ist nicht die Definition, sondern die Frage ob diese anerkannt wird, oder ob es berechtigte Kritik an dieser Einteilung gibt.)
Heruwath hat geschrieben: 23.11.2018 21:02Nehmen wir hier mal das Kaufverhalten als Kriterium für die Definition der Gruppe der Gelegenheitskäufer. Die Fehlinterpretation hier entstand nicht in der Definition der Gruppe, sondern in der Projektion des Verhaltens oder der Motivation einer anderen Personen, in diesem Fall "Firmen" gegenüber der Gruppe, was mein Kritikpunkt war.
Ah, ok jetzt verstehe ich, was du sagen willst.
Heruwath hat geschrieben: 23.11.2018 21:02Und hier kommt die Fehleinschätzung. Den Ausgang der persönlichen Entscheidung von einigen, vielen, von mir aus auch den meisten Fans - diese dritte Möglichkeit abzulegen - scheinst du als eine grundsätzliches Kriterium auch auf die anderen Fans zu projizieren.
Nein, tue ich eigentlich nicht. Es kann aber gut sein, dass ich mich unklar ausgedrückt habe. Wir hatten ja ganz am Anfang schon die Frage, was für mich "die klassische Blizzard-Experience" ist, worauf ich klar antwortete: "WC, SC, Diablo". Evtl. ist es nicht klar rübergekommen, aber da ich keine Aussage über WoW-Fans, OW-Fans, etc. treffen kann(weil ich sie nicht wirklich verstehe), habe ich mich nur auf Fans klassischer Blizzard-Spiele bezogen. Sorry wenn da Verwirrungen entstanden sind :)

Heruwath hat geschrieben: 23.11.2018 21:02Das lässt bei mir die Vermutung aufkommen, dass für dich das Ablegen dieser dritten Möglichkeit ein Kriterium für einen Fan ist, obwohl es immer ein Kriterium eines Individuums ist.
Das ist höchst diskussionswürdig. Du hast recht, dass die "Definition von Fan" schwammig ist, wie bereits weiter oben gesagt. Aber auch du hast bereits angedeutet, dass es nicht klar ist, wann ein Fan ein Fan ist. Ich bzweifle außerdem stark, dass es eine OBJEKTIVE Definition vom Wort "Fan" gibt. Beim Fußball werden sich Hooligans z.B. auch als Fans sehen, viele andere werden das anders sehen.

Die einzige Chance die wir also haben ist darüber zu diskutieren. Dabei geht es nicht darum wer "Recht" hat, sondern bestenfalls hat eine solche Diskussion 2 Ausgänge:

1.) Die Akzeptanz anderer Definitionen von Fans(VOR ALLEM die, die man selbst NICHT teilt)

2.) Das Ausloten ob diese Fan-Gruppe von der man selbst spricht überhaupt (in signifikantem Maße) existiert. Ein "Realitätscheck" wenn du so willst.

Heruwath hat geschrieben: 23.11.2018 21:02 In welcher Weise es dem Blizzard fan hilft? Ich denke es hilft dem fan darüber nachzudenken aus welchen Gründen er fan ist und ob dieser Grund es wert ist noch ein fan zu sein. Meiner Ansicht nach hilft der Gedanke der dritten Möglichkeit immer dabei sich neu zu ordnen und seine aktuelle Situation und somit sein eigene Wohlbefinden abzuwägen und eine Entscheidung zu treffen und vor allem sich dieser Entscheidung bewusst zu sein. Es hilft dem fan seine eigene Verantwortung aufzuzeigen, vielleicht sogar so weit zu realisieren, dass der fan selbst und nicht Blizzard für sein eigenes Wohlbefinden verantwortlich ist.
Volle Zustimmung.

Heruwath hat geschrieben: 23.11.2018 21:02 Übrigens finde ich deinen Apfelvergleich nicht stimmig. Meiner Ansicht nach ist es eher "Du willst einen Apfel von Rewe essen, aber Rewe verkauft keine mehr, also warum probierst du nicht die Äpfel in anderen Läden? Sie schmecken dir nicht? Dann musst du wohl eine Entscheidung treffen. Entweder versuchst du alles um an diese ganz spezifischen Äpfel zu kommen bis hin zu dem Punkt sie selbst züchten zu müssen. Du findest dich damit ab, dass du die diese spezifischen Äpfel nicht mehr essen wirst und vielleicht dich mit anderen Äpfeln begnügen musst. Oder die dritte: Du isst Birnen". Und hier finde ich kommt wieder der Nutzen dieser Überlegung. Es wird dir vielleicht dadurch bewusst, dass du nicht glücklich wirst solange du nicht diese Entscheidung getroffen und bis zum Ende durchgezogen hast.
Zunächst mal: Ich hab es noch NIE erlebt, dass jemand jemals so einer Aussage zugestimmt hat. Dementsprechend ist sie entweder immer falsch(was ich bezweifle) oder der Gegenüber akzeptiert einfach deren Korrektheit nicht, weil er andere Maßstäbe ansetzt und dem Gegenüber dann anhand fremder Maßstäbe zu erklären versucht, warum die Aussage (angeblich) falsch sei.

Glücklicherweise kann ich deine Aussage hier mal ausnahmnsweise schnell entkräften: Nenne mir doch bitte andere Studios, andere Spiele die mir die klassische Blizzard-Experience geben kann! Wie bereits häufiger in diesem und und anderen Blizzard-Treads gesagt wurde, liefern alle Alternativen diese Experience nicht. Torchlight 1 z.B. war grausam imho. Hatte zwar mechanisch alles, was auch Diablo hat, aber inhaltlich war es seelenlos, lieblos und repetitiv langweilig. Wo also kriege ich die Blizzard-Experience woanders?

Interessant ist auch deine Meinung "Man solle sich doch damit abfinden." Fällt es dir nicht auf, dass das einen Blizzard-Fan der klassischen Spiele auf die Palme bringen könnte? Nur weil du es vllt. kannst, muss es darum auch jeder andere so tun wie du?
Heruwath hat geschrieben: 23.11.2018 21:02Wie äußern sich diese? Blizzard macht Remaster von ihren alten Spielen und entwickeln auch so weit ich weiß Nachfolger für zumindest einen davon (Diablo 4).
Jetzt drehen wir uns im Kreis. Ich sagte bereits das das mir nicht reicht, aus bereits ausführlich genannten Gründen. Wenn du das nicht akzeptieren kannst, müssen wir den Punkt leider fallen lassen.
Heruwath hat geschrieben: 23.11.2018 21:02 Wie spricht das Spieler an die klassische Spiele wie WC, SC und Diablo spielen wollen? Das können nur die Spieler selbst beantworten.
Clever, sich da einfach aus der Affäre zu ziehen. Gewinnt bei mir aber keinen Blumentopf :wink:
Heruwath hat geschrieben: 23.11.2018 21:02Wenn es verschieden Spiele gibt, dann gibt es verschieden Produkte welche verschiedene Strömungen ansprechen, also ist die Veröffentlichung von verschieden Spielen eine Strategie verschieden Strömungen anzusprechen.
Was mMn aber nichts an der Tatsache ändert, dass es nicht ALLE Strömungen anspricht, sondern nur ausgewählte. Explizit wird mit WoW, OW und Co. sicher nicht der klassische Blizzard-Fan angesprochen. Nur weil du die Tatsache herausgestellt hast, dass versch. Strömungen gibt, entkräftet das mein Argument nicht. Aber ich habe leider den Verdacht, dass du dies nicht verstehen möchtest oder es verstehst, aber dennoch widersprichst, nur in dem Fall ohne relevante Argumente, mMn.

Heruwath hat geschrieben: 23.11.2018 21:02 Es stimmt, wenn du eine ganz bestimmte Strömung im Kopf hast (Leute, die kein modernen Spieldesign-Mechaniken mögen), dann kann es durchaus sein, dass diese spezifische Strömung nicht mehr von Blizzard bedient angesprochen werden. Allerdings finde ich, dass du daraus nicht ableiten kannst, dass jemand keine Strategie fährt verschiedenen Strömungen anzusprechen.
Das ist jetzt Wortklauberei. Ich meine natürlich "Strömung: Klassische Blizzard-Fans" vs. "Strömung F2P-Gamer". Kontext spielt immer eine wichtige Rolle und man sollte nicht, nur des Gegenarguments willens, dem Gegenüber einen vermeintlichen "Fehler" aufzeigen, obwohl man genau weiß, was der Gegenüber meint.

Das macht Diskussionen sehr mühseelig, weil man dann jedes Wort 3 mal umdrehen muss.
Heruwath hat geschrieben: 23.11.2018 21:02Jetzt bin ich Neugierig. Inwiefern haben Diablo und Star Craft gleiche Grundmechaniken?
Das hat niemand behauptet. Ich sagte WC und SC. Böse Zungen könnten ja sagen, dass WC oder SC nur ein Reskin vom jeweils anderen ist. Wäre vllt. oberflächlich korrekt, aber würde inhaltlich nicht zutreffen. Und selbst wenn: Klassischen Blizzard-Fans hat es gefallen, darum ist daran nichts verwerfliches. Es ist auch nicht verwerflich, mit mehreren Spielen F2P-Spieler anzusprechen. Nur andere Strömungen am ausgestreckten Arm verhungern zu lassen, ist ja das Problem.

Was man maximal noch sagen könnte ist, dass es einige Überschneidungen zwischen WC3 und Diablo gibt, da die RPG-Elemente ähnlich vorhanden sind, aber die Ähnlichkeiten sind dann doch etwas zu gering.
Heruwath hat geschrieben: 23.11.2018 21:02Es kommt auch nicht nur auf die Grundmechaniken an, sondern auch auf das Setting.
Richtig. Entscheidend ist hier das von dir verwendete Wort "auch". Natürlich wird jemand der WC mag, SC nicht unbedingt mögen, wenn er z.B. kein SciFi mag. Aber darum gings (mir) ja nicht.
Heruwath hat geschrieben: 23.11.2018 21:02 Selbst wenn WC und SC viele gleiche Grundmechaniken haben

Heißt das du wiedersprichst dem? Bitte argumentieren. Ansonsten ist das eine falsche Behauptung deinerseits.
Heruwath hat geschrieben: 23.11.2018 21:02 Ich habe dir nun mehrmals den Mehrwert erklärt und dieser ist nicht "sich verbal zu verbiegen, damit niemand sich angegriffen fühlt" sondern "sich so auszudrücken, damit du bei Menschen, die bei deiner Sache helfen können positive Gefühle und Motivationen hinterlässt."
Ok dann anders: Aufwand und Nutzen stehen hier nicht im Verhältnis, mMn. Ich habe es immernoch mit Menschen zu tun, nicht mit Keyword-Maschinen die sich getriggert fühlen müssen, wenn ihnen ein Wort nicht passt. Ich sehe mich nicht in der Verantwortung es für andere mundgerecht zu machen.
Heruwath hat geschrieben: 23.11.2018 21:02 Ich möchte auch hier wieder darauf hinweisen, dass ich das immer noch für legitim ansehe, was ich auch direkt im nächsten Abschnitt des selben Kommentars geschrieben habe. Darüberhinaus sehe ich einen Mehrwert in erhöhter Differenzierung, welchen ich nun in einigen Kommentaren dargelegt habe. Es gibt auch einen Grund anzunehmen, dass dieser Mehrwert da ist, denn ich und auch einige andere haben diese Erfahrung gemacht. Ob du ihn persönlich akzeptieren möchtest, oder nicht, ist deine Sache.
Ok, einigen wir uns darauf: Ich respektiere und verstehe den Mehrwert den du siehst, entscheide mich aber bewusst dagegen, da ich deine Meinung nicht teile. Kam vllt. auch wieder unklar rüber von meiner Seite :)
Heruwath hat geschrieben: 23.11.2018 21:02 Hiermit beende ich von meiner Seite aus die Diskussion, denn gerade mit den letzten Sätzen hast du für mich ganz klar geäußert, dass du keinen Mehrwert in korrekter Wortwahl siehst.
Wie gesagt: Ich sehe diesen, stimme dir aber nicht zu. Das ist mein gutes Recht. Wenn du deswegen die Diskussion insgesamt beendest ist das Schade aber auch das ist dein gutes Recht. Besonders sinnvoll empfinde ich das aber nicht. Hat etwas von "Du bist nicht meiner Meinung, darum rede ich nicht mehr mit dir. " Eine beliebte Vorgehensweise in der modernen Diskussionskultur.

Dennoch möchte ich sagen, dass mir die Diskussion mit dir sehr viel Spaß gemacht hat. Ist schon lange her, dass man sich einmal ausführlich über ein Thema unterhalten konnte. Die meisten schalten bei tiefgründigen Diskussionen leider sehr schnell ab bzw. beschweren sich über "wall of text". Von daher nicht schlimm, wen die Diskussion hier endet. Danke auf jeden Fall für die spannende Diskussion :)

MfG Ska
Zuletzt geändert von Skabus am 24.11.2018 13:15, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Diablo Immortal: Das Ausmaß des Gegenwinds hat Blizzard selbst überrascht; kein Reskin eines NetEase-Spiels

Beitrag von JeffreyLebowski »

ihr mit eurem Wall of Text. Da wird mir ja schwindlig 🤨