Spiritflare82 hat geschrieben: ↑25.07.2018 21:20
muecke-the-lietz hat geschrieben: ↑25.07.2018 15:06
Ist Hollow Knight jetzt das Dark Souls der 2D Metroidvanias, wo immer jemand ins Forum geplatzt kommt, und schreit, dass das viel geiler weil viel anspruchsvoller ist? Und alles andere gähnend langweilig ist, weil es genau an den Punkten nicht so gut oder schwer ist, wo Hollow Knight/Dark Souls besonders gut ist und den Spieler halt fordert. Und alles andere außer Acht gelassen wird?
Hollow Knight ist gut, und ja, die Kämpfe gegen die Bosse und auch einige Standardgegner sind schon knackig, sehr sogar. Aber davon abgesehen ist es ja nicht besonders schwer.
Bei Guacamelee gibt es auch einige schwere Fights, vor allem aber funktionieren die Plattform Elemente halt überragend gut, und sorgen durchaus für einige knackige Momente. Und der Meme Humor mag 2013 witziger gewesen sein als heute, aber davon lebt das Spiel ja nicht ausschließlich.
Hollow Knight punktet mit düsterer Atmo, ein bisschen Soulslike Nervenkitzel in den Kämpfen und ner Menge Erkundung, die manchmal aber auch nervig werden kann. Wo es nicht punktet, sind die Plattform Elemente. Das Springen fühlt sich seltsam an, man hat wenige Fähigkeiten, die Figur bewegt sich sehr langsam und generell gibt es einfach auch kaum direkt knifflige Plattformstellen, wo man mal mehrere Fähigkeiten nutzen und wechseln muss. Weil es nicht zum Konzept passt. Gucamelee ist schneller, bietet mehr Fähigkeiten, die man auch nutzen muss in den Plattformstellen und hat einen Koop Modus.
Die beiden zu vergleichen ist schon aberwitzig, aber immer nur, weil man ein Spiel besonders gut findet, alles andere kacke zu finden, ist schon ein bisschen komisch. Verglichen mit üblichen Branchenvertretern ist Cuacamelee schon nicht so easy.
Und Axiom Verge ist doch wieder so ein düsteres Soulslike 2D Ding mit Pixellook was vor allem die Frustgrenze des Spielers ausreizen soll.
was für Dark Souls Argumentationen? ich mag meine Spiele halt am liebsten schwer und herausfordernd. Und das seit den 90ern. Wenn man da Brain afk durchlaufen kann dann stimmt der Anspruch einfach nicht. Bin großer Metroidvania Fan, hier nochmal meine Stichpunkte wo Guacamelee für mich völlig versagt. habs btw nun durch, 5 Stunden gebraucht- sehr wenig für so ein Spiel. Ich dachte ich bin nichtmal bei der Hälfte dabei war ich schon im letzten Drittel...
-leider in keiner Weise herausfordernd, auch nicht in Jump n Run Einlagen, für mich (!) viel zu einfach, mögen andere anders sehen. Aber es gibt einen Hardmode, der ist schon eher was , hab da eben mal reingeschaut.
-der Weg ist die ganze Zeit(!) vorgegeben, was in einem Metroidvania nicht so das gelbe vom Ei ist, kurzum: man muss nie suchen
-zu wenige verschiedene Gegnerarten
-die "Skills" die man sammelt sind alle nix dolles: Uppercut hier, Bodenstoß da. Standardkost halt.
-der angesprochene Humor: für mich persönlich absolut unlustig
-Story standard, absolut nix kreatives
-zu wenige Bosskämpfe!
ich kann verstehen wenn man dem Spiel wie Mafuba anmerkt Pluspunkte gibt für den Co op Modus. Das ist nachvollziehbar. Wenn einer sagt das sei schwerer als Hollow Knight-kann ich nicht zustimmen. Muss auch nicht jedes Spiel so sein wie Hollow Knight aber ein bissel knackiger darfs schon sein, Guacamelee auf normal ist wie "my first Metroidvania" zumal man wie erwähnt nichtmal Wege finden muss.
Aber nächsten Monat kommen ja mit Dead Cells und Death´s Gambit zwei Games die mehr nach meinem Geschmack sind. So gibts für jeden etwas und wie gesagt, ich kann durchaus voll und ganz verstehen wenn man Guacamelee abfeiert. Mein Fall ist´s leider nicht, unter anderem weils mir einfach zu langweilig ist.
Hollow Knight ist btw eins meiner absoluten Lieblingsspiele der letzten Jahre. Klar das ich da andere Vertreter des Genres mit vergleiche. Da stimmt von Musik über Gegner und Spiellänge bis zum Anspruch einfach vieles.
ALSO:
Hollow Knight ist definitiv schwerer als Guacamelee. Dem würde ich in keinster Weise widersprechen. Das merkt schon beim ersten größeren Gegner. Also in den Kämpfen. Sprung oder Geschicklichkeitspassagen gibt es bei Hollow Knight im Prinzip ja nicht. Da ist ja nur das punktgenaue Springen die Herausforderung, weil sich das Springen halt ein wenig seltsam anfühlt.
Bei deinen anderen Punkten kann ich nicht widersprechen, aber ich sehe es halt nicht so. Aber nur ein paar Anmerkungen.
Der Weg ist in Metroidvanias eigentlich immer vorgeben, entweder, ist das Ziel markiert, so wie es halt bei den Metroids immer der Fall war, oder durch die Fähigkeiten, die man bekommt, bzw. eben noch nicht hat - so, wie es eben bei Hollow Knight ist. Das Ding ist ja auch straight linear. Kommst du irgendwo nicht weiter, ist das halt aktuell einfach nicht dein Weg. Und wenn du dann diese eine Fähigkeit bekommst, weißt du ganz genau, wo du lang musst.
Natürlich ist das Konzept der Erkundung etwas offener und weniger offensichtlich gestaltet, es ist aber immer sehr klar. Man muss schon sehr wenig Erfahrung mit diesem Genre haben, um da Probleme zu bekommen. Einzig die Orientierung ist natürlich etwas kniffliger, weil die Kartenfunktion etwas komplizierter gestaltet ist, und man oft ohne Orientierung durch die Gegend stapft. Aber wenn man erstmal den Kartographen im Gebiet gefunden hat, und die Karte mitgezeichnet wird, ist das ja wieder alles business as usual.
Grundsätzlich läuft man aber doch wie immer die Tempel, bzw. die Gebiete nacheinander ab.
Und du musst auch immer den Release Zeitraum betrachten. Hollow Knight ist zu einer Zeit erschienen, wo 2D Metroidvanias richtig groß waren/sind, und das ganze Genre einfach wieder derbe boomt, auch ausgelöst durch eben Titel wie Guacamelee, Outland und Ori. Salt and Sanctuary und Dark Souls gab es eben auch schon, und das sind ganz klar eben auch geistige Vorbilder für Hollow Knight. Da lernt man ja auch drauß. Das ist typische Evolution.
Zur Zeit von Guacamelee waren 2D Spiele von Indieentwicklern gerade auf Konsole aber noch ziemlich exotisch. Das Genre war zum damaligen Zeitpunkt höchsten noch auf Handhelds beliebt.
Ich kann mich erinnern, dass ich vorher aktiv Outland, Dust und Braid gespielt habe, und sonst nur Handheld Games bzw. die Klassiker von früher kannte, und da ist Guacamelee einfach für mich eingeschlagen wie ne Bombe. Natürlich im Koop. Alleine würde ich das Ding nicht zocken wollen. Aber der Koop, der recht knackige Schwierigkeitsgrad, die Optik, die Musik, der Humor und die paar Special Szenen mit dem Huhn haben einfach unglaublich gebockt.
Dass das heute, 5 Jahre später natürlich nicht mehr so bockt, mag sein. Aber deswegen werden die beim zweiten Teil auch ziemlich nachlegen.
Aber die generelle Kritik am Schwierigkeitsgrad von Guacamelee raffe ich trotzdem noch nicht. Ich habe das bisher immer mit Spielen wie Metroid, Dust oder Ori verglichen, und da fand ich Guacamelee jetzt nie als auffällig einfach, gerade natürlich die optionalen Herausforderungen.
Und zu guter Letzt - warum kann man nicht einfach alle Spiele geil finden? Jedes gute Spiel in diesem Genre hat irgendwas, wodurch es besonders wird, und ich liebe sie alle dafür. Sei es das Design, das Tempo, der Abwechslungsreichtum, die Kämpfe, die Sprungpassagen, der Humor oder auch einfach nur die Atmo wie bei Song of the Deep.