IOC-Präsident: Es dauert noch Jahre, bis eSports in das olympische Programm aufgenommen werden

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Kajetan
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Re: IOC-Präsident: Es dauert noch Jahre, bis eSports in das olympische Programm aufgenommen werden

Beitrag von Kajetan »

PickleRick hat geschrieben: 23.07.2018 15:36 Geld?

Eine Olympiade hat eine Reichweite, die sich höchstens noch der FIFA-WM und mglw. dem Superbowl geschlagen geben muss. Es ist eines der größten globalen Ereignisse des Planeten.
Da geht es nicht darum, dass die Spieler Spaß am eSport haben sollen. Die Firmen und Verbände sehen da einfach riesige Einnahmequellen.
Korrecht! eSports wird ab dem Moment olympisch, ab dem das IOC und beteiligte Verbände viel, viel Geld damit verdienen können. Derzeit ist das noch nicht der Fall, derzeit ist eSports gegenüber anderen Sportarten verdienstmäßig immer noch ein Zwerg. Da müssen noch einige Jahre ins Land gehen.

Und ja, um den Spaß, den Spieler und Zuschauer haben sollen, geht es nur am Rande. eSportler und Zuschauer sind hier nur eine abbaubare Ressource, die möglichst viel Profit abwerfen soll. Von daher frage ich mich schon, warum einige in diesem Thread so gerne wollen, dass eSports olympisch wird. Sie haben davon nicht mehr, als sie jetzt schon haben.
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Usul
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Re: IOC-Präsident: Es dauert noch Jahre, bis eSports in das olympische Programm aufgenommen werden

Beitrag von Usul »

ronny_83 hat geschrieben: 23.07.2018 15:35Natürlich bietet Olympia Platz für Randsportarten. Diese Randsportarten kommen aber als einzelne Disziplin und nicht mit einem Sammelsurium an Disziplinen, die plötzlich die Hälfte des Wettkampfzeitraumes einnehmen. eSports würde mit, sagen wir, Rocket&League auftreten als digitale Sportdisziplin innerhalb der Olympischen Spiele. Den Raum, um eSports mit 27 verschiedenen Disziplinen in die OS zu integrieren, gibt es aus vielerlei Gründen einfach nicht.
Das ist doch nur eine Frage der Perspektive bzw. der Formulierung. Von den meisten Disziplinen, die da vertreten sind, gibt es zig weitere Ausformungen - aber natürlich sind die nicht alle vertreten.
Gehste also hin, sagste "Hier, RTS und FPS", fertig. Wo da das Problem sein soll, ist mir nicht wirklich klar.
Wenn das Ganze erfolgreich ist, kann man das Ganze ausbauen... ansonsten wieder rausschmeißen.
Wie es eben bei anderen Sportarten auch der Fall ist.
Usul hat geschrieben: 23.07.2018 15:11Diese Unterteilungsvielfalt und Zuschauerpotenziale bietet eSports aber eigentlich. Denn eSports wird zwar übergreifend auf diesselbe Art und Weise ausgeführt. Die Genres selbst, die gespielt werden, sind dabei oft aber so grundverschieden, dass hier von eigenen Disziplinen gesprochen werden kann. Es ist eben nicht einfach nur Bogenschießen einmal von links und einmal von rechts oder Sprint 100m oder 1000m. Die Disziplinen Shooter, Rennspiel, Sport, Jump&Run, Strategie, TowerDefense etc., sind wie Fußball, Kanu, Bogenschießen und Hochsprung in analogen Sportarten.
Da werden dir 100m-Sprinter und 800m- bzw. 1500m-Läufer aber sicher ganz tolle Dinge erzählen, wie unterschiedlich das Ganze ist.

Aber selbst wenn man das so betrachten sollte: Siehe oben. Einfach einige wenige der populärsten/erfolgreichsten nehmen, der Rest zeigt sich dann.

Worauf ich hinaus will: Es ist mir wirklich egal, ob eSports olympisch wird oder nicht. Aber deine Argumente dagegen klingen so, als ob du vehement und verzweifelt Gründe dagegen suchen würdest. Wie du vielleicht siehst, kann man diese ganzen Argumente mit ein bißchen gutem Willen einigermaßen entkräften.
Es gibt andere Gründe, die deutlicher gegen die Sache sprechen. Wie etwa die Produktabhängigkeit - was ich am entscheidendsten finde.
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PickleRick
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Re: IOC-Präsident: Es dauert noch Jahre, bis eSports in das olympische Programm aufgenommen werden

Beitrag von PickleRick »

ronny_83 hat geschrieben: 23.07.2018 15:49
PickleRick hat geschrieben: 23.07.2018 15:36 Gegenfrage: Was ist Deine Definition von Sport?
Sport ist für mich im Wesentlichen der körperliche Wettkampf. Quasi mehr als einfach das Gehirn anstrengen und bischen Augen und Finger bewegen. Deswegen versteh ich auch nicht, warum Schach als Sport gilt.
Also gehören Gehirn, Augen und Finger nicht zum Körper?
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PickleRick
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Re: IOC-Präsident: Es dauert noch Jahre, bis eSports in das olympische Programm aufgenommen werden

Beitrag von PickleRick »

Kajetan hat geschrieben: 23.07.2018 16:02Von daher frage ich mich schon, warum einige in diesem Thread so gerne wollen, dass eSports olympisch wird. Sie haben davon nicht mehr, als sie jetzt schon haben.
Es würde vielleicht die gesellschaftliche Akzeptanz noch etwas mehr steigern. Ansonsten würde der eSport nur noch korrupter werden, als er es jetzt schon ist, denke ich.
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Usul
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Re: IOC-Präsident: Es dauert noch Jahre, bis eSports in das olympische Programm aufgenommen werden

Beitrag von Usul »

ronny_83 hat geschrieben: 23.07.2018 16:12Ist genau meine Argumentation. Was für mich momentan dagegen spricht ist eSports als paralleles Universum mit zig Diziplinen innerhalb der Olympiade abzuhalten, die fast so viel oder mehr Raum einnehmen als die restliche Olympiade (was ja theoretisch möglich wäre).
Das wäre ja auch utopisch und wird bestimmt nicht gefordert. Wie gesagt: Eine kleine, feine Auswahl... dann weiterschauen.

Mir geht es nicht darum, einem 100m Sprinter die Anforderung abzusprechen, weil der 1000m-Sprinter weiter rennt. Beides ist aber eine Variation von Sprint und nicht zwei verschiedene Disziplinen. Das wäre wie Real-Time-Strategy und Turb-Based-Strategy.
Man verzeihe das Haarespalten, aber:
Es gibt keinen 1000m-Lauf bei Olympia, sondern 800m und 1500m. :)
Und: Sowohl 800m als auch 1500m (als auch 1000m außerhalb von Olympia) gehören zur Mittelstrecke. Von daher handelt es sich eben nicht um Sprint-Variationen. 200m oder 400m sind Sprintvariationen. Die Unterschiede, was die Anforderungen an die Athleten angeht, sind alleine schon an ihren Körpern sehr deutlich zu sehen.
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Bachstail
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Re: IOC-Präsident: Es dauert noch Jahre, bis eSports in das olympische Programm aufgenommen werden

Beitrag von Bachstail »

ronny_83 hat geschrieben: 23.07.2018 16:12Deswegen ist Hamburgerwettessen noch lange kein Sport.
Warum nicht ?

Da gehört immerhin auch Vorbereitung und Leistung dazu, wild drauflos fressen wird Dich in der Regel nicht weit bringen.

Hier prallen einfach zu unterschiedliche Definitionen aufeinander.

Die für mich einzig relevanten Komponenten beim Sport ist der Wettkampf und das Erbringen einer Leistung und beides sehe ich im E-Sport als definitiv gegeben an, andere wiederrum setzen beim Sport eine körperlich anstrengende Betätigung vorraus, dass E-Sport da dann nicht als Sport zählt, ist klar.
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Kajetan
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Re: IOC-Präsident: Es dauert noch Jahre, bis eSports in das olympische Programm aufgenommen werden

Beitrag von Kajetan »

PickleRick hat geschrieben: 23.07.2018 16:09 Es würde vielleicht die gesellschaftliche Akzeptanz noch etwas mehr steigern.
Und was hat man davon? eSports ist populär und wird höchstwahrscheinlich noch einen ganzen Tacken populärer. Auch ohne Olympia.

Zudem Olympia Jahr um Jahr an Popularität verliert. Früher empfand man es als eine Ehre Bürger eine Olympiastadt zu sein. Heute gibt es (zum Glück) Massenproteste, um ja NICHT Olympiastadt zu werden. Olympia ist mittlerweile wie eine Heuschreckenplage, die von Stadt zu Stadt zieht, alles an Geschäft auffrisst, welches man im Zuge von Olympia generieren kann und dort nur Bauruinen und viele, viele Schulden zurücklässt. Warum um alles in der Welt will man bei diesem Schmierentheater dabei sein?
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PickleRick
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Re: IOC-Präsident: Es dauert noch Jahre, bis eSports in das olympische Programm aufgenommen werden

Beitrag von PickleRick »

Kajetan hat geschrieben: 23.07.2018 16:30
PickleRick hat geschrieben: 23.07.2018 16:09 Es würde vielleicht die gesellschaftliche Akzeptanz noch etwas mehr steigern.
Und was hat man davon? eSports ist populär und wird höchstwahrscheinlich noch einen ganzen Tacken populärer. Auch ohne Olympia.

Zudem Olympia Jahr um Jahr an Popularität verliert. Früher empfand man es als eine Ehre Bürger eine Olympiastadt zu sein. Heute gibt es (zum Glück) Massenproteste, um ja NICHT Olympiastadt zu werden. Olympia ist mittlerweile wie eine Heuschreckenplage, die von Stadt zu Stadt zieht, alles an Geschäft auffrisst, welches man im Zuge von Olympia generieren kann und dort nur Bauruinen und viele, viele Schulden zurücklässt. Warum um alles in der Welt will man bei diesem Schmierentheater dabei sein?
Bin da ganz bei Dir und wollte nur ein Beispiel nennen, warum man das vielleicht anstreben könnte.

Zu Konsumieren gibt es im Bereich eSport ja ungleich mehr, als in den meisten anderen Bereichen. Ich wüsste jetzt nicht, wo ich z. B. Kleinkaliberschießen oder Kanurennen anschauen könnte.
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PickleRick
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Re: IOC-Präsident: Es dauert noch Jahre, bis eSports in das olympische Programm aufgenommen werden

Beitrag von PickleRick »

ronny_83 hat geschrieben: 23.07.2018 16:12
PickleRick hat geschrieben: 23.07.2018 16:08 Also gehören Gehirn, Augen und Finger nicht zum Körper?
Der Mund gehört auch zum Körper. Deswegen ist Hamburgerwettessen noch lange kein Sport.
Also ist Schießen auch kein Sport?

Ist Biathlon dann halb Sport und halb nicht?
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ZackeZells
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Re: IOC-Präsident: Es dauert noch Jahre, bis eSports in das olympische Programm aufgenommen werden

Beitrag von ZackeZells »

PickleRick hat geschrieben: 23.07.2018 16:09 Es würde vielleicht die gesellschaftliche Akzeptanz noch etwas mehr steigern. Ansonsten würde der eSport nur noch korrupter werden, als er es jetzt schon ist, denke ich.
Wenn der eSport die Akzeptanz anderer "Mainstreamsportarten" hat, wird er genauso viel/wenig korrupt sein wie alle anderen auch, da dort der "Gewinn" wartet um von Partnern/Ausrichtern/Teilnehmern abgeschöpft zu werden.
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Re: IOC-Präsident: Es dauert noch Jahre, bis eSports in das olympische Programm aufgenommen werden

Beitrag von DEMDEM »

eSport an sich ist ja keine Sport-Disziplin, sondern nur ein Format. Die Disziplinen selbst sind dann ja Counter-Strike, StarCraft, League of Legends und Co. Und genau da enstehen die Probleme, warum ich denke, dass eSport-Titel für die nächste Zeit kein Teil der olympischen Spiele werden.

Erstmal fehlt sowas wie ein Dachverband, sowas wie die Fifa bei Fußball, den den Sport mit einheitlichen Wettkampf- und Anti-Doping-Regeln innerhalb der Olympischen Spiele vertritt. Und gerade das sind die großen Baustellen bei eSport. Es gibt keine einheitlichen Regeln und Anti-Doping-Maßnahmen schon mal gar nicht, man sehe sich den ganzen Drogenmissbrauch, der teilweise von sehr jungen Spielern ganz offen während der Wettkämpfe im eSport betrieben wird. Das geht halt nicht innerhalb eines olympischen Rahmens.

Und dann kommen halt die Probleme der Disziplinen selber. Erstmal müsste man sich entscheiden, was Olympisch-tauglich ist. CoD mit seinen jährlichen Updates würde also schon alleine auf Grund seines Formats des jährlichen Updates rausfalle. Wie sieht es mit den Fifa-Spielen aus? Auch dort ändert sich das Spiel von Jahr zu Jahr, es braucht neue Anti-Cheat-Methoden, auf die auch verlass ist. Wer gewährleistet das? Und vorallem, hat dann PES gegen Fifa eine Chance sich bei dem olympischen Komitee durchzusetzen? Oder wird es automatisch auf Basis der Lizenzen die Fifa-Reihe? Was hätte das für Auswirkungen auf uns Normalo-Konsumenten, wenn dann quasi Monopole bei bestimmten Spiele in ihren jeweiligen Genre auf Grund der Olympia-Vertretung entstehen? Wie können andere Spiele im selben Genre dann noch gegen ankommen? Wäre PES dann automatisch tot, denn eine realistische Chance hat es dann nicht mehr.

Die Videospielindustrie ist viel zu dezentralisiert, als dass Videospiele in naher Zukunft irgendwie, rein aus organisatorischer Sicht, irgendwie eSport-tauglich wären.

Das selbe Problem hat man ja auch bei normalen Sportarten. Boxen ist Olympia, Kickboxen nicht. Taekwondo ist auch Olympia, Karate nicht. Die Liste kann man so fortführen. Und der Grund liegt meistens in der Organisation. Bei Kickboxen fehlt es an einem Dachverband, der die ganzen Verbände unter einem Banner mit einheitlichen Regeln und Anti-Doping-Mechanismen eint und somit den Sport in Vertretung aller lokalen Verbänden bei der Olympia vertritt.

Und dann gibt es bei eSport noch die Abhängigkeit des Supports von den Entwicklern selbst. Kickboxen hat immerhin die Chance in 20 Jahren noch immer Kickboxen zu sein. Unterstützt aber der Entwickler das Spiel in 20, 30 oder 40 Jahre noch? Wie sieht das Medium des Videospiels in 40 Jahren überhaupt aus? Ich sehe bisher keine Beständigkeit der Videospiele mit ein paar Ausnahmen wie Counter Strike.
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zmonx
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Re: IOC-Präsident: Es dauert noch Jahre, bis eSports in das olympische Programm aufgenommen werden

Beitrag von zmonx »

Mir fehlt es da ja immer noch an einem geeigneten Spiel, um solche Pläne umsetzen zu können... Sollte das mal entwickelt werden, könnte das so einiges ins Rollen bringen.

Es müsste auch eins sein, was leicht zu verstehen ist, aber nicht unbedingt leicht zu "handln", wo man anhand des Spielens schon erkennt, "Wow, die haben Skill und sind zurecht "die Besten"!. Dieses Wissen fehlt mir bei LoL (zB) komplett, das ist für mich schwer zu erkennen, was da grad abgeht und warum. Darum macht auch ein Zuschauen nicht so viel her.

Ich hätte da vor Jahren zB "Street Fighter" gesehen, aber irgendwie ging die Entwicklung eher in Richtung Fanservice und "Ein Spiel für jedermann.".

Wäre jedenfalls nice, wenn es sich Entwickler mal zutrauen würden und gezielt auf Skill, Wettbewerb und Preise gehen würden... Und ich meine keine Lootboxen :)
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PickleRick
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Re: IOC-Präsident: Es dauert noch Jahre, bis eSports in das olympische Programm aufgenommen werden

Beitrag von PickleRick »

ronny_83 hat geschrieben: 23.07.2018 16:47
PickleRick hat geschrieben: 23.07.2018 16:33 Also ist Schießen auch kein Sport?

Ist Biathlon dann halb Sport und halb nicht?
Für mich mehr als eSport, weil der Körper mehr eingesetzt und beansprucht wird als sitzend ein Videospiel zu spielen. Zweites erübrigt sich dadurch. Letztendlich kann man sich die Definitionen so legen, wie es einem selber passt. Zu Sport gehört für mich gesamtkörperliche Beanspruchung/ Ertüchtigung, weswegen ich die Einordnung von Schach oder eSports als Sportart schwierig sehe. Denn auf der Basis könnte man alles mögliche als Sportart einordnen, eben auch Hamburgerwettessen oder Bierwettsaufen.
Ich frage bewusst so provokativ nach, da ich die Definition auch schwierig finde. Wenn das IOC Schach und Bridge als Sport ansieht, dann gibt es von seiten des IOC keinen Grund, dass eSport nicht auch ein möglicher Kandidat für eine olympische Sportart sein könnte.

Die von Dir genannten Beispiele scheitern wohl in ihrer Zugehörigkeit zu Sport weniger an der fehlenden gesamtkörperlichen Ertüchtigung, als dass Sport eine Herausforderung darstellen muss, die einem Menschen Training und Anstrengung (nicht nur körperlich!) abverlangt, aber ihm nicht Schaden darf.

Duellieren wird auch nie als Sport akzeptiert werden, obwohl es von der Anlage her sehr nahe am Schießen ist, was als Sport akzeptiert ist.

Für mich persönliche kann jede Leistung, die mit dem Körper erbracht wird, gerne als "Sport" betrachtet werden. Wettessen oder Biertrinken gehören für mich auch nicht dazu, da ihnen der ernsthafte Charakter fehlt und sie nicht gesundheitsfördernd sind.

Ironischerweise sind letzteres viele anerkannte Sportarten auf professionellem Niveau auch nicht im geringsten.
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Re: IOC-Präsident: Es dauert noch Jahre, bis eSports in das olympische Programm aufgenommen werden

Beitrag von DEMDEM »

PickleRick hat geschrieben: 23.07.2018 17:04
ronny_83 hat geschrieben: 23.07.2018 16:47
PickleRick hat geschrieben: 23.07.2018 16:33 Also ist Schießen auch kein Sport?

Ist Biathlon dann halb Sport und halb nicht?
Für mich mehr als eSport, weil der Körper mehr eingesetzt und beansprucht wird als sitzend ein Videospiel zu spielen. Zweites erübrigt sich dadurch. Letztendlich kann man sich die Definitionen so legen, wie es einem selber passt. Zu Sport gehört für mich gesamtkörperliche Beanspruchung/ Ertüchtigung, weswegen ich die Einordnung von Schach oder eSports als Sportart schwierig sehe. Denn auf der Basis könnte man alles mögliche als Sportart einordnen, eben auch Hamburgerwettessen oder Bierwettsaufen.
Ich frage bewusst so provokativ nach, da ich die Definition auch schwierig finde. Wenn das IOC Schach und Bridge als Sport ansieht, dann gibt es von seiten des IOC keinen Grund, dass eSport nicht auch ein möglicher Kandidat für eine olympische Sportart sein könnte.

Die von Dir genannten Beispiele scheitern wohl in ihrer Zugehörigkeit zu Sport weniger an der fehlenden gesamtkörperlichen Ertüchtigung, als dass Sport eine Herausforderung darstellen muss, die einem Menschen Training und Anstrengung (nicht nur körperlich!) abverlangt, aber ihm nicht Schaden darf.

Duellieren wird auch nie als Sport akzeptiert werden, obwohl es von der Anlage her sehr nahe am Schießen ist, was als Sport akzeptiert ist.

Für mich persönliche kann jede Leistung, die mit dem Körper erbracht wird, gerne als "Sport" betrachtet werden. Wettessen oder Biertrinken gehören für mich auch nicht dazu, da ihnen der ernsthafte Charakter fehlt und sie nicht gesundheitsfördernd sind.

Ironischerweise sind letzteres viele anerkannte Sportarten auf professionellem Niveau auch nicht im geringsten.
Sport ist ja nicht die einzige Voraussetzung, um als olympische Disziplin anerkannt zu werden. Viele Sportarten sind in den olympischen Spielen nicht vertreten, obwohl da niemand argumentieren würde, dass das kein Sport sei und in manchen Fällen gibt es sogar Disziplinen aus der selben Ecke. Wie gesagt, Taekwondo ist eine olympische Sportart, Karate ist es nicht. Beides sind Kampfsportarten, warum das eine, aber nicht das andere?
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Usul
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Re: IOC-Präsident: Es dauert noch Jahre, bis eSports in das olympische Programm aufgenommen werden

Beitrag von Usul »

Kajetan hat geschrieben: 23.07.2018 16:30Zudem Olympia Jahr um Jahr an Popularität verliert. Früher empfand man es als eine Ehre Bürger eine Olympiastadt zu sein. Heute gibt es (zum Glück) Massenproteste, um ja NICHT Olympiastadt zu werden. Olympia ist mittlerweile wie eine Heuschreckenplage, die von Stadt zu Stadt zieht, alles an Geschäft auffrisst, welches man im Zuge von Olympia generieren kann und dort nur Bauruinen und viele, viele Schulden zurücklässt. Warum um alles in der Welt will man bei diesem Schmierentheater dabei sein?
Naja, man kann es auch übertreiben. Es kommt immer darauf, wo das Ganze stattfindet und wie das alles geschieht. Ebenfalls kommt es darauf an, daß die Protest"kultur" unabhängig von Olympia stets am Wachsen und Extremerwerden ist. Von daher finde ich es nicht ohne weiteres möglich, das alles nur auf Olympia runterzubrechen.