Electronic Arts: Updates und Abonnements könnten jährliche Spiele-Veröffentlichungen à la FIFA "bald" ablösen

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PickleRick
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Re: Electronic Arts: Updates und Abonnements könnten jährliche Spiele-Veröffentlichungen à la FIFA "bald" ablösen

Beitrag von PickleRick »

Sir Richfield hat geschrieben: 13.11.2017 10:07 Archivare haben jetzt schon Sorgen.
Ich verstehe, was Du meinst, sehe es aber nicht als Problem.

Manche Dinge werden einfach verschwinden und DAVON wird die Menschheit nicht untergehen.

Mehr als eine weitere Stufe der Unterhaltung ist das kramen im kompletten Spielearchiv der Menschheit doch auch nicht.

Man muss auch loslassen können. :-)

Und gerade die neueren EA-Spiele könnten höchstens in einem Gruselkabinett stehen, was ihre spielerische Qualität im Kontrast zur enthaltenen Monetarisierung betrifft.

Stell Dir mal vor, in 1000 Jahren stellt jemand fest, CoD:WWII war das erfolgreichste Spiel 2017. Da werden Doktorarbeiten geschrieben werden, wieso dieses Spiel, welches offensichtlich inhaltich wenig Abgrenzung zu schon dagewesenem bietet, diesen Erfolg hatte. Und es werden nicht als unbestätigte Thesen drin stehen!
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Sir Richfield
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Re: Electronic Arts: Updates und Abonnements könnten jährliche Spiele-Veröffentlichungen à la FIFA "bald" ablösen

Beitrag von Sir Richfield »

ZappZarapp69 hat geschrieben: 15.11.2017 13:33
Sir Richfield hat geschrieben: 13.11.2017 10:07 Archivare haben jetzt schon Sorgen.
Ich verstehe, was Du meinst, sehe es aber nicht als Problem.
Das ist mir und dem Problem aber egal, dass du das nicht als Problem siehst. ;)
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ZackeZells
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Re: Electronic Arts: Updates und Abonnements könnten jährliche Spiele-Veröffentlichungen à la FIFA "bald" ablösen

Beitrag von ZackeZells »

Die meisten Spiele die EA in den letzten X-Jahren produziert hat, waren doch eher Verbrauchs/Konsumgüter, statt Kulturgut. Was will man da archivieren? Das wäre sinnfreie verschwendung von Speicherplatz.
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Sir Richfield
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Re: Electronic Arts: Updates und Abonnements könnten jährliche Spiele-Veröffentlichungen à la FIFA "bald" ablösen

Beitrag von Sir Richfield »

ZackeZells hat geschrieben: 15.11.2017 13:54Das wäre sinnfreie verschwendung von Speicherplatz.
Nein.
Ein Archiv, das Relevanzkriterien hat, ist keines.

Ansonsten kann ich euch gerne erklären, warum man solche Vollkatastrophen wie Battlefront II oder NFS Payback speichern sollte: Damit irgendeine Generation, die mal willens ist aus Fehlern zu lernen, diesen nicht mehr machen muss, sondern nachsehen kann, dass es einer war.
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PickleRick
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Re: Electronic Arts: Updates und Abonnements könnten jährliche Spiele-Veröffentlichungen à la FIFA "bald" ablösen

Beitrag von PickleRick »

Da nimmt einer das Fach "Videospiel" aber sehr ernst. :-D

Aber Du hast recht, aus Sicht eines Archivars ist die aktuelle Entwicklung sehr bedenklich. Man kann es archivieren, aber nicht ohne weiteres wieder abspielen.
Bussiebaer
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Re: Electronic Arts: Updates und Abonnements könnten jährliche Spiele-Veröffentlichungen à la FIFA "bald" ablösen

Beitrag von Bussiebaer »

ZappZarapp69 hat geschrieben: 15.11.2017 13:24Die reine Möglichkeit ein Spiel in 10 Jahren noch zu spielen, ist mir zu wenig, den alten Ansatz auf Gedeih und Verderb hin zu verteidigen.

Welches 10 Jahre alte Spiel spielst Du denn noch?
Klinke mich hier kurz ein, weil ich gerade in Retro schwelge...
Spiele gerade das erste Command & Conquer (22 Jahre alt).
Aufgrund der aktuellen Starwars Battlefield-Thematik habe ich auch wieder große Lust auf Tie Fighter und die Jedi Knight-Reihe (15-20 Jahre alt je nach Spiel/Version).
Giants: Citizen Kabuto (17 Jahre) spiele ich alle 1-2 Jahre wieder, der Humor darin finde ich einfach klasse, und das Spiel selbst macht immer noch Laune.
Diablo 2 wird immer wieder mit Freunden gespielt, werden hier nächstes Jahr mal Grim Dawn testen.

Ich für meinen Teil würde es sehr schade finden, diese Spiele nicht mehr zocken zu können. Sicher kein Weltuntergang, aber halt... schade.

Von daher kommen Abo-Spiele für mich nicht in Frage. Für die von dir erwähnte Adobe-Cloud suche ich demnächst auch Alternativen, derzeit bleibt es noch beim Cloud-losen Lightroom 6.
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Sir Richfield
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Re: Electronic Arts: Updates und Abonnements könnten jährliche Spiele-Veröffentlichungen à la FIFA "bald" ablösen

Beitrag von Sir Richfield »

ZappZarapp69 hat geschrieben: 15.11.2017 15:20 Da nimmt einer das Fach "Videospiel" aber sehr ernst. :-D
Nee, das Archivieren.

Mir als Gamer ist NFS Payback jetzt egal und wird es wahrscheinlich in 30 Jahren auch sein, weil sich ja die Gründe des "egal" nicht geändert haben werden.

Mir als Mensch, der ab und an Interesse an "relevantem" Zeug aus der Vergangenheit hat, halt wieder nicht.
Vielleicht will ich ja in 30 Jahren doch mal sehen, warum ich NFS Payback ignoriert habe. Werde ich wahrscheinlich nicht können.
Aktuell kann ich aber - einem Mangel an Technik sei dank - Jedes Konsolen- und PC-Spiel seit Pong selig starten, um zu sehen, was ich verpasst habe - öfter allerdings, was ich nicht verpasst habe.

Ich will halt nur sagen, nur weil es sich hier um Videospiele handelt, sind die nicht mehr und nicht weniger relevant und aufbewahrungswürdig als Bücher, Filme oder Höhlenmalereien. Sollen die Historiker in 250 Jahren ruhig rausfinden, dass irgendwelche Deppen Fanfiction von schlechten Büchern wie doof gekauft haben. (Die Rede ist von Fifty Shades of Grey, falls einer nicht mitkommt)
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Sir Richfield
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Re: Electronic Arts: Updates und Abonnements könnten jährliche Spiele-Veröffentlichungen à la FIFA "bald" ablösen

Beitrag von Sir Richfield »

Achso, was man mit alten Spielen so machen kann:
https://gamesdonequick.com/submission/all
Da sind ein paar alte Schätze bei. ;)

Und, auch wenn ich wahrscheinlich nicht gefragt wurde:
Spiele älter als 10 Jahre, also < 2007, die ich ab und an noch spiele:
Alles Metroid von Super bis Trilogy. (Was ein wenig cheaten ist. Die Trilogy an sich kam 2009, Prime Corruption allerdings schon 2007)
Das sind Super, Fusion, Zero Mission und alle Primes.
DooM. Auch das ist leichtes Cheaten, weil man meist Ports spielt, die sehr frische Versionen haben. Aber im Kern ist es noch das uralte Spiel.
Titan Quest ist immer noch installiert, aber da muss ich zugeben, das spiele ich immer so ein Stündchen an zwei, dann weiß ich wieder warum ich das nur zweimal durchgespielt habe in meinem Leben.
Diablo II wäre noch ein Kandidat, aber aktuell nicht, das ist eher so eine honorige Nennung jetzt.
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James Dean
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Re: Electronic Arts: Updates und Abonnements könnten jährliche Spiele-Veröffentlichungen à la FIFA "bald" ablösen

Beitrag von James Dean »

Doc Angelo hat geschrieben: 13.11.2017 13:07 Was Archivierungswürdig ist oder nicht, muss man im Grunde der jeweils nächsten Generation überlassen. Abdrücke von Händen an Höhlenwänden (damals vielleicht als Schmiererei verschrien) gibts leider nicht mehr all zu viele, aber digitale Datenträger sollten kein Problem darstellen.
Genau das Gegenteil ist der Fall. Die Digitalisierung ist für jeden Historiker eine Katastrophe und für die Historiker der zukünftigen Generationen erst Recht. Quellen werden ja in der Regel nicht bewusst hinterlassen, sondern unbewusst. Papier geht nicht so leicht flöten, außer vielleicht bei Bränden, aber digitale Dateien? Heilige Scheiße, sind die flüchtig. Da braucht es nur mal eine Änderung der unterstützten Dateiformate geben und die Katastrophe ist da. Sieht man ja, um bei Spielen zu bleiben, bei jedem neuen Betriebssystem von Microsoft. Ich kann z.B. bei Steam auf Windows 7 kein Crysis mehr spielen, obwohl das Spiel 10 Jahre alt ist. Nicht nur Dateiformate sind ein Problem, auch die Hardware. Ein Buch kann man immer lesen, auch nach 500 Jahren, aber versuch heute mal, ein Lochkartenlesegerät zu finden. Es reicht schon der Versuch, ein Word-Dokument von vor 25 Jahren in Word 2013 zu öffnen. Oder versuch mal, ein Diskettenlaufwerk zu finden, das die Formate des C64 lesen kann.
Klar, es gibt heute von fast jedem Spiel ROMs. Aber selbst Speichermedien wie Festplatten sind eine heikle Sachen: Die sind auch irgendwann defekt und ändern ebenfalls mit der Zeit ihre Dateisysteme (FAT32->NTFS; oder man schaue sich das Verhältnis von Windows und ext3 oder was es bei Linux aktuell gibt an).

Um mal einen kleinen Gedankengang zu vollführen: Stell dir vor, du hast einen Haufen Medien, den die du gerne vor dem Vergessen retten möchtest: Spiele, Filme und Musik. Du nimmst eine Metallkiste und packst sie voller Blu-Rays, VHS-Kassetten, DVDs, Festplatten, USB-Sticks usw. usf.
In 150 oder 200 Jahren gräbt es jemand aus und wird absolut nichts mehr damit anfangen können und es als Müll wegschmeißen.

Über Dateien abseits von Unterhaltung, Behördendokumente und -vorgänge, will ich lieber erst gar nicht zu sprechen kommen. Wenn da einer mal zurückblickt auf die frühen 2000er, wird er ein gähnendes Loch finden und eine Überlieferungssituation wie im Mittelalter vorfinden.
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dx1
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Re: Electronic Arts: Updates und Abonnements könnten jährliche Spiele-Veröffentlichungen à la FIFA "bald" ablösen

Beitrag von dx1 »

James Dean hat geschrieben: 15.11.2017 17:33 … versuch heute mal, ein Lochkartenlesegerät zu finden.
Grundsätzlich stimme ich Dir zu, doch Lochkarten passen nicht so ganz als Beispiel.

Lochkarten kann man mit bloßem Auge lesen. Und Lochkarten wurden noch vor wenigen Jahren manuell geschrieben — bei Präsidentschaftswahlen in USA. :wink: Zum Lesen von Microfiche und Mikrofilm dagegen benötigt man wenigstens etwas zur optischen Vergrößerung, was sich aber (wie Mikroskope ab ~1600) in Handarbeit herstellen ließe.

Und jetzt muss ich erst mal gucken, wie es zu diesem Off-Topic gekommen ist …
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Sir Richfield
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Re: Electronic Arts: Updates und Abonnements könnten jährliche Spiele-Veröffentlichungen à la FIFA "bald" ablösen

Beitrag von Sir Richfield »

dx1 hat geschrieben: 15.11.2017 19:03Und jetzt muss ich erst mal gucken, wie es zu diesem Off-Topic gekommen ist …
"Games as a Service" vs "Spiele, die man auch in X Jahren noch spielen kann"
Doc Angelo
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Re: Electronic Arts: Updates und Abonnements könnten jährliche Spiele-Veröffentlichungen à la FIFA "bald" ablösen

Beitrag von Doc Angelo »

James Dean hat geschrieben: 15.11.2017 17:33 Um mal einen kleinen Gedankengang zu vollführen: Stell dir vor, du hast einen Haufen Medien, den die du gerne vor dem Vergessen retten möchtest: Spiele, Filme und Musik. Du nimmst eine Metallkiste und packst sie voller Blu-Rays, VHS-Kassetten, DVDs, Festplatten, USB-Sticks usw. usf.
In 150 oder 200 Jahren gräbt es jemand aus und wird absolut nichts mehr damit anfangen können und es als Müll wegschmeißen.
Ich mal mir das Ganze eher so aus: Ich nehme eine technologische Mischung aus Techniken und Programmen, die offen und frei zugänglich dokumentiert sind. Ich lege diese Dokumentation den Datenträgern bei, sodas jeder - mit den entsprechenden technologischen Mitteln - die Lese-Geräte reproduzieren kann. Ich wähle also einen Datenträger, der lange Zeit stabil bleibt. Da gibts gerade jede Menge Forschung. Als Formate für Partitionierung (falls nötig), Dateisysteme und für Dateien nehme ich nur offene und freie Formate, wie zb. ODF, PDF, Opus und VP9 auf EXT2.

Das bringt natürlich alles nix, wenn ein post-apokalyptischer Vollhonk den ganzen Scheiß findet und sich aus den Datenträgern ne Halskette macht. Dagegen gibts keine technische Lösung.
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Re: Electronic Arts: Updates und Abonnements könnten jährliche Spiele-Veröffentlichungen à la FIFA "bald" ablösen

Beitrag von Gesichtselfmeter »

Hoffentlich haben die next-gen Konsolen einen Einwurfschlitz für Münzen. :lol:
Der Kreis schliesst sich...Gaming ist wieder in der Kneipe um die Ecke angekommen, wo der Jupp früher sein Gehalt am Automaten verspielt hat.

Wenn das so weitergeht, habe ich mehr Bock in nem verrauchten Hinterzimmer Karten um Zaster oder Gummibärchen zu spielen.
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Nuracus
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Re: Electronic Arts: Updates und Abonnements könnten jährliche Spiele-Veröffentlichungen à la FIFA "bald" ablösen

Beitrag von Nuracus »

Matt.s_hit_you hat geschrieben: 12.11.2017 15:23 Die Abschaffung des Bargelds wäre für so manche Branche der Tod. Was glaubt ihr, wie viele kleine Geschäfte und Restaurants echt kämpfen müssen. 2% Kreditkartengebühren oder 0,8 % EC Gebühren sind da nicht ohne zumal da einfach nur Parasiten mitverdienen wollen. (...)
Der Punkt ist, wir finanzieren dadurch eine Branche, die es nicht wert ist, so großzügig entlohnt zu werden. Es ist im Grunde eine Sauerei, denn Kreditkartenunternehmen und Banken kassieren erst den Kunden und dann nochmal den Unternehmer für ihren "Service" ab - und das Blödvolk klatscht Beifall....
Sorry, das seh ich jetzt erst und möchte das nicht so stehen lassen.
Wirtschaft und Gesellschaft ist immer im Wandel, und so sieht es auch hier aus.
Bereits seit 2 Jahren sind die Kreditkartengebühren für Händler erheblich gesunken, wir reden hier von deutlich unter 0,5% pro Geschäft (genauen Wert habe ich nicht im Kopf).
Sprich, wenn ich für 100 € bei Saturn oder Aldi oder sonstwo einkaufe mit meiner VISA oder MasterCard, dann zahlt der Händler für dieses Geschäft nur noch irgendwas um die 20 oder 30 Cent.
Im Gegenzug erhält der Händler die Garantie, dass er das Geld auch wirklich erhält.
Es stimmt, früher lagen die Gebühren bei 2 oder 3 %, aber die Zeiten sind (zum Glück) vorbei.

Von daher, wegen Kreditkarten wird sicherlich kein kleines Geschäft oder Restaurant zumachen müssen.

In Schweden zahlt man beim Bäcker auch nicht mehr mit Bargeld, und das Bäckereiensterben in Deutschland hat eindeutig nichts mit Kartenzahlungen zu tun (ich kenn selber kaum Bäcker, wo man überhaupt mit ec-Karte zahlen kann).