Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass es zwar wichtig und richtig ist, sich über bestimmte Entwicklungen aufzuregen und dies lautstark öffentlich zu tun (weil es manchmal hilft und Shice korrigiert wird), man aber irgendwann akzeptieren muss, dass sich bestimmte Entwicklungen nicht aufhalten lassen.yopparai hat geschrieben: ↑06.11.2017 09:44 Nah, die breite Masse interessiert sich nicht dafür ob Lootboxen drin sind oder nicht. Die kauft die einfach. Sich über die Folgen für die Industrie und unser Hobby aufregen, das tun nur wir, die mindestens genauso viel über Videospiele diskutieren, wie wir sie spielen. Einen Boykott solcher Praktiken kann ich auf breiter Front jedenfalls nicht erkennen.
Ich akzeptiere, dass die Majors ihre Spiele bald vollständig von Einzelprodukten zu Dienstleistungen umgebaut haben, weil sie dadurch nicht unbedingt mehr Umsatz erzeugen können, aber auf jeden Fall eine bessere Konsumkontrolle ausüben können, den Umsatz besser planen und steuern können, weniger anfällig für teure Flopps sind. Das wird so kommen, das ist schon so.
Was also tun? Persönlich habe ich aufgehört mich an den Machenschaften der Spieleindustrie aufzureiben. Wenn ein Anbieter meint das machen zu müssen, dann soll er eben. Gebe ich mein Geld halt einem Anbieter, der das nicht macht. Und wenn das alle machen? Wird nie passieren. Keine Lootboxen zu haben, keine MTAs zu enthalten wird bald ein wertvolles Alleinstellungsmerkmal sein, mit dem sich ein Anbieter vom Rest der Konkurrenz absetzen können wird. Ich behaupte mal ganz wagemutig, dass Nintendo, auch wenn sie beim Thema Youtube und FairUse ignorante Arschlöcher sind, zumindest ihre Kernmarken davon frei halten werden. Als Alleinstellungsmerkmal. Um zu zeigen, dass Nintendo anders ist als die Konkurrenz.
