5Finger hat geschrieben: ↑24.10.2017 15:38
Zumindest wirkt es auf mich nicht so, dass er vorher wußte, dass sie in einer Beziehung ist und hatte sich daher Chancen bei ihr ausgerechnet.
Denken darf er gerne viel, aber spätestens bei der Handlung hört es auf.
Ich war einmal in einer solchen Situation. Lustiger Silvesterabend, viel Dreckstequila. Mit ner Frau rumgealbert, ihr nahegekommen, sie mir nahegekommen. Nicht viel gemacht, weil immer noch öffentliche Party und sie hatte wohl einen Freund, der aber nicht da war. Irgendwann morgens stockbesoffen (beide) aus dem Taxi gestiegen. Sie war fast besinnungslos und wollte nur noch in der Dusche liegen. Wir haben uns beide in die Wohnung hochgeschleppt und als ich dabei war sie in die Dusche zu schleppen, wurden meine Gedanken plötzlich ganz schnell ganz nüchtern. Ich habe sie dann irgendwie (immer noch vollständig angezogen) auf ihr Bett gelegt und bin nach Hause getorkelt.
Bester Gedankenblitz meines Lebens!
Hätte ich an ihr rumtatschen, auf ihr rumrutschen können? Klar. Sie war komplett weggetreten, konnte sich nicht einmal mehr an die Taxifahrt erinnern.
Wäre es in Ordnung gewesen, nur weil wir vorher rumgemacht haben?
Hell no! Ganz und gar nicht!
Deswegen spielt es auch keine Rolle, was sie DANACH bewusst entschieden hat. Die Frau damals hätte auch entscheiden können mit mir etwas anzufangen, anstatt zu ihrem Freund zurückzugehen. Hätte mein besoffenes Rumrutschen auf ihrem bewusstlosen Körper nicht besser gemacht. Das wäre keine Handlung in beiderseitigem Einverständnis gewesen. Das wäre Vergewaltigung gewesen.
Von daher, bitte unterlasse jedwede Relativierung/Bewertung eines Vorganges, von dem wir beide nicht wissen wie er sich wirklich zugespielt hat. Lass es einfach. Verkneife Dir einen Kommentar dazu.