Dann hat Kajetan also auch die Beziehung der beiden mit einer Ehe gleichgesetzt, oder wie soll man dich verstehen?
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was an seinem post so missverständlich gewesen sein soll.
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Dann hat Kajetan also auch die Beziehung der beiden mit einer Ehe gleichgesetzt, oder wie soll man dich verstehen?
http://www.neogaf.com/forum/showthread.php?t=1452075Hi.
An allegation of sexual misconduct has been made against me by an ex. It's not true, the individual making the accusation isn't credible, the story doesn't reconcile logically with the facts, and there's plenty of evidence and witnesses to corroborate that. It'll be a process.
Das hat mit Kontext nicht viel zu tun. Eher mit massiv fortschreitender Verwässerung von Begrifflichkeiten im Zuge von Stammtischpolterei. Aber das hat ja Tradition, dass bei diesem Thema irgendwie immer alles in einen Topf geschmissen und mal kräftig verrührt wird. Begriffe wie „stare rape“, also das rhetorische Gleichsetzen von Anstarren (wobei selbst bei dieser Bewertung viel Subjektivität vorliegt) mit Vergewaltigung, kommen ja nicht von Ungefähr.
Ganz abgesehen davon, dass auch du hier einfach mal die sich lediglich aus der Aussage der Belastungszeugin ergebenden mutmaßlichen Fakten als gegeben hinnimmst, ohne dass es zur Überzeugung der zuständigen Stelle erwiesen wäre:billy coen 80 hat geschrieben: ↑24.10.2017 11:37Das hat mit Kontext nicht viel zu tun. Eher mit massiv fortschreitender Verwässerung von Begrifflichkeiten im Zuge von Stammtischpolterei. Aber das hat ja Tradition, dass bei diesem Thema irgendwie immer alles in einen Topf geschmissen und mal kräftig verrührt wird. Begriffe wie „stare rape“, also das rhetorische Gleichsetzen von Anstarren (wobei selbst bei dieser Bewertung viel Subjektivität vorliegt) mit Vergewaltigung, kommen ja nicht von Ungefähr.
Spätestens wenn man andere als Klugscheißer bezeichnet, sollte man aber selbst seine Begriffe geordnet halten. Sexuelle Belästigung ist kein eigener Straftatbestand. Je nach Schwere des Übergriffes ist es juristisch entweder gar nix, eine Beleidigung oder eine sexuelle Nötigung. Und weißt du warum das so ist? Damit nicht Tür und Tor geöffnet werden kann, dass jedes Missverständnis, jede Situation, die Menschen subjektiv anders bewerten, direkt mit der Gefahr von Strafbarkeit belegt wird. Sexuelle Belästigung ist ein viel zu schwammiger Begriff, da ist viel zu viel Unklarheit und Subjektivität drin, als dass es als Straftatbestand ins StGB aufgenommen werden könnte. Vor allem, wenn man sieht, wie wichtig es einschlägigen Lobbyisten ist, dass gefälligst nur die Perspektive des vermeintlichen Opfers Gewicht zu haben hat. So was geht gar nicht.
Gerade der vorliegende Fall zeigt es ja deutlich. Da lag nach dem, was sie beschrieben hat, nichts vor, weswegen man ihn ernsthaft juristisch belangen könnte. Sie fühlte sich in der Situation von seinem alkoholgeschwängerten Prollverhalten belästigt, weil sie gerade keinen Bock auf irgendwas hatte. Hätte sie Bock gehabt, wäre er zum Ziel gekommen und das wär’s gewesen. Sein Verhalten war plump, aber weder ein Grund ihn zu verknacken noch ihn dafür gesellschaftlich hinzurichten. Und gerade darum hinkt auch dein plakativer Vergleich so sehr.
Und das alles natürlich vor dem Hintergrund der höheren Sache, dass Frauen sich endlich mal trauen, so etwas zu melden und die „Gesellschaft“ mal aufhört, sie direkt als Lügnerinnen zu verdammen. Von welcher „Gesellschaft“ ist da eigentlich immer die Rede? Gerade in dieser Konstellation (Frau bezichtigt Mann) ist der Mann doch, gerade wenn er irgendwie in der Öffentlichkeit steht, so gut wie sicher sozial erledigt. Die Fernsehkarriere von Kachelmann könnte da einiges zu erzählen, wenn sie nur nicht schon so lange tot wäre. Oder der Fall Lohfink. Was wurde da für ein Buhei veranstaltet. Sogar eine Bundesministerin hat sich auf „die Seite von Team Gina-Lisa geschlagen“. Dass damit ein Vertreter der Legislative in ein bereits der Judikative zugewiesenes Verfahren reingequakt hat, damit durchaus Druck auf die Juristen ausgeübt hat (was die Richterin und Staatsanwältin sogar aussagten), stellte dort irgendwie gar kein Problem dar. Es diente ja einer guten Sache, oder so ähnlich…
Lese ich richtig, dass sexuelle Belälstigung einen physikalischen Kontakt voraussetzt?
Bei der #metoo Kampagne geht es aber auch darum, dass Männer ihr Verhalten reflektieren.billy coen 80 hat geschrieben: ↑24.10.2017 11:37 Sexuelle Belästigung ist ein viel zu schwammiger Begriff, da ist viel zu viel Unklarheit und Subjektivität drin, als dass es als Straftatbestand ins StGB aufgenommen werden könnte. Vor allem, wenn man sieht, wie wichtig es einschlägigen Lobbyisten ist, dass gefälligst nur die Perspektive des vermeintlichen Opfers Gewicht zu haben hat. So was geht gar nicht.
Gerade der vorliegende Fall zeigt es ja deutlich. Da lag nach dem, was sie beschrieben hat, nichts vor, weswegen man ihn ernsthaft juristisch belangen könnte. Sie fühlte sich in der Situation von seinem alkoholgeschwängerten Prollverhalten belästigt, weil sie gerade keinen Bock auf irgendwas hatte. Hätte sie Bock gehabt, wäre er zum Ziel gekommen und das wär’s gewesen. Sein Verhalten war plump, aber weder ein Grund ihn zu verknacken noch ihn dafür gesellschaftlich hinzurichten.
Hier in diesem Fall wäre es eine sexuelle Belästigung durch Exhibitionistische Handlung. Eventuell fällt darunter auch ein sexueller Übergriff, wenn die Absicht bestand den Zustand der Person auszunutzen (stark angetrunken).
Wigggenz hat geschrieben: ↑24.10.2017 11:45 § 184i StGB
Die sexuelle Belästigung als Straftatbestand existiert.
Außerdem amerikanischen Recht != deutsches Recht.STGB hat geschrieben: Wer eine andere Person in sexuell bestimmter Weise körperlich berührt und dadurch belästigt
Sowas kann aber auch ganz schnell über das Ziel hinausschießen. Ich persönlich trau mich auf der Straße überhaupt nicht mehr, Frauen, die ich nicht kenne, auch nur anzusehen, geschweige denn anzusprechen oder auch nur Guten Tag zu sagen, weil ich mittlerweile Angst hab, dass mir jeder Furz als sexuelle Belästigung ausgelegt wird. Wie man hier im Thread sehr schön sieht, braucht es auch keine Beweise, um nach einer solchen Anschuldigung unten durch zu sein. =PChibiterasu hat geschrieben: ↑24.10.2017 11:54 [...]
Bei der #metoo Kampagne geht es aber auch darum, dass Männer ihr Verhalten reflektieren.
Es geht nicht unbedingt darum was zu verwässern, gleichzusetzen etc. (manchen Hardcore-Feministinnen vielleicht schon).
Sondern darum aufzuzeigen wie weitreichend Belästigungen stattfinden.
Ja, Nachpfeifen auf der Straße ist zb ziemlich harmlos und kann juristisch natürlich nicht belangt werden.
Aber warum machen manche Männer das? Weil man "Komplimente" verteilen will?
Doch wohl eher um vor den Männern daneben als der Coole dazustehen und irgendwie das Revier zu markieren.
Es ist eine Art Machtdemonstration.
[...]