Balmung hat geschrieben: ↑01.10.2017 01:02
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Klar, und wenn fast Jeder behaupten würde die Erde wäre eine Scheibe, dann würdest du auch das glauben. Ich empfehle dir mal deinen eigenen Kopf einzuschalten. Im übrigen redet selbst Wikipedia lediglich davon, dass das der Virtual Boy an einen VR Helm erinnert, mehr aber auch nicht und viele Artikel reden von einer 3D Brille.
Das natürlich wieder mal ein paar Artikel Schreiber auf diversen Seiten zu blöd sind sich vor dem schreiben ihres Artikels richtig zu informieren oder gar schlimmer bewusst den VB in VR stecken um mehr Klicks zu generieren, ist schlimm genug, macht es dennoch nicht richtiger.
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Gut, ich hab mal das Zitat von Herrn Luckey von reddit rausgesucht, auf das Du dich offensichtlich beziehst (Nehm ich einfach mal an, weil es so gleich klingt =P) . Da schrieb der gute Mann:
Not really a VR device, IMO. No head tracking, low field of view, essentially a monochrome 3DTV.
A real shame, too, because the association of the Virtual Boy with VR hurt the industry in the long run.
It did have the first LED display in a consumer device, though - probably the best contrast of any display up to that point!
Gleich am Anfang merkt er an, dass es sich nur um seine eigene Meinung handelt und schließt damit selbst schon mal jede Allgemeingültigkeit aus. Etwas, was ich auch dir ans Herz legen möchte. Dann fährt er fort und beschreibt fehlendes Headtracking und ein geringes Sichtfeld als die Gründe. Du fragst, was heutigen VR-Headsets fehlt? Wenn du mich fragst, unter anderem ein größeres Sichtfeld. Bisher ist man bei sämtlichen Lösungen noch mit einer Taucherbrille unterwegs.
Balmung hat geschrieben: ↑01.10.2017 01:02
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Dazu müsste man auch erst mal begreifen was ein Holodeck ist, ein echtes Holodeck, wie man es aus z.B. StarTrek kennt ist kein VR sondern deutlich mehr AR. In einem Holodeck steckt man mit seinem echten Körper, in der richtigen VR nicht. Und das die jetzige VR Technik nur ein Übergang/Einstieg ist, sollte wohl klar sein. Die Frage ist nur ob wir den nächsten Schritt für echtes VR wirklich wollen, also das wirklich alles nur noch im Kopf statt findet.
Lerne erst mal die Unterschiede, bevor du hier den Klugscheißer spielen willst.
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Ich bin sicherlich nicht derjenige, der hier den Klugscheißer spielt. Das Problem ist, dass wir uns hier gerade um Worthülsen streiten. You say tomatoe, I say tomato. Es gibt keine allgemeingültige Definiton von VR. Wikipedia schreibt dazu:
"Als virtuelle Realität, kurz VR, wird die Darstellung und gleichzeitige Wahrnehmung der Wirklichkeit und ihrer physikalischen Eigenschaften in einer in Echtzeit computergenerierten, interaktiven virtuellen Umgebung bezeichnet."
Bezieht sich also nur auf die Umgebung. Wie genau die erschaffen wird, ist dabei doch uninteressant. AR beschreibt den Vorgang, ein bereits real existierendes Szenario zu ergänzen. Das passiert aber doch auf einem Holodeck nicht. Da wird eine komplette Welt erschaffen, die sich sogar anfassen lässt, die täuschend echter nicht sein könnte. Und um nochmal darauf zurückzukommen, was VR heute fehlt, um überhaupt als VR durchzugehen:
- Künstliche Intelligenz (Nur Idioten hier unterwegs)
- Haptik in jeglicher Form (Ich soll eine Welt als Realität akzeptieren, die ich nicht mal anfassen kann? Pft.)
- Gerüche (Ich bin im Dschungel, aber es rieht immer noch wie in meinem Arbeitszimmer!)
- grfxxx (Was soll die N64-Optik von heute mit einer Realität zu tun haben?)
- Schwerkraft (Ausflüge ins Weltall sind nur halb so beeindruckend, wenn ich dabei genau fühle, wie ich ständig auf meinem Arsch hocke. Achterbahnen sind ohne G-Kräfte schrecklich langweilig.)
- Schmerzen (Ich hab grad ne Kugel in den Bauch gekriegt und spüre nichts. Immersion kaputt.)
- Temperatur (In der Antarktis ist es genauso warm wie in meiner Küche. Halte ich nicht für realistisch.)
Ich könnte noch weiter machen! Ein Holodeck kann all sowas. Also warum soll ich dann die Headsets von heute als VR bezeichnen? Du legst dir die Begriffe so zurecht, wie es gerade zu deiner Agenda passt. Wie gesagt bist du aber nicht die Instanz, die über die Bedeutung der Begriffe entscheidet.
Balmung hat geschrieben: ↑01.10.2017 01:02
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Was aber völlig uninteressant ist.
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Ja, das kennt man ja mittlerweile. Was nicht zu den eigenen Vorstellungen passt, das ist einfach uninteressant. Gildet nix, wie im Kindergarten. Genau wie Du sämtliche Verkaufszahlen außer Q3 2017 auf einmal als total unwichtig darstellst, nur wegen dieser einen Preissenkung. Bei einem solchen Tunnelblick lässt sich natürlich auch nicht diskutieren.
Balmung hat geschrieben: ↑01.10.2017 01:02
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Und dafür das du so viel Wert auf Zahlen legst, informierst du dich echt miserable. Die 770K wurden nicht innerhalb eines Jahres verkauft, das sind die Gesamtverkaufszahlen, so viele wurden je verkauft. Der Virtual Boy wurde lediglich ein Jahr lang produziert und dann eingestellt, das heißt aber nicht das alle Exemplare auch in dem Zeitraum verkauft wurden.
Hence, only 770,000 units were ever sold, and the Virtual Boy was discontinued after just one year.
Quelle:
https://web.archive.org/web/20070508035 ... 1823.shtml
Im übrigen kostete der VB gerade mal 180$, "etwas" weniger als eine Rift, selbst nach der Preissenkung.
Der Virtual Boy erschien aber auch nur in den USA und Japan, Oculus Rift weltweit. Das gleicht sich schon ganz gut aus, würde ich sagen. Preise von damals und heute zu vergleichen, ist nicht zielführend. Das NES kam auch für 199 $ (mit Spiel) auf den Markt. Heute kosten Konsolen selbst unter Berücksichtigung der Inflation gut und gerne das Doppelte bei Release und sie verkaufen sich trotzdem 10-mal so oft. Damit hat auch das Einkommen, Kaufkraft und all sowas zu tun. Aber ich bin kein Ökonom. Ich glaube allerdings auch gar nicht, dass der Preis ein ausschlaggebender Grund für den ausbleibenden Erfolg von VR ist. Viel mehr fehlt es an Inhalten, und das jetzt schon viel zu lange. Reggie trifft das meiner Ansicht nach ganz gut:
"We have knowledge of the technical space, and we've been experimenting with this for a long, long time," said Nintendo of America president Reggie Fils-Aime. "What we believe is that, in order for this technology to move forward, you need to make it fun and you need to make it social.
"[...]based on what I've seen to date, it's not fun, and it's not social. It's just tech."