Pommern hat geschrieben: ↑27.09.2017 19:35
Genau, wenn VR sich nicht durchsetzt sind die Anwender zu doof. Kann man sich natürlich auch einreden.
Nein, aber die Anwender haben Ansprüche die die derzeitige Gen einfach noch nicht erfüllen kann. Irgendwo verständlich, aber kein Grund für einen Zickenkrieg.
Onekles hat geschrieben: ↑28.09.2017 09:41
Ja, das iPhone hat auch nicht mit dem ersten Modell 100 Millionen Exemplare verkauft. Aber habt ihr mal Preissenkungen um 50 % bei Apple gesehen?
Auch auf die Gefahr hin mich jetzt bei den Apple-Jüngern unbeliebt zu machen: aber die würden auch für einen in einem Gefrierbeutel abgefüllten Furz von Steve Jobs noch 1000€ bezahlen. Mit dieser Spezies habe ich seit Apples Wechsel von der 68xxx-Plattform zum PowerPC (und damals stand Apple kurz vor dem Konkurs) zu tun. Der überteuerte Kram wurde sich schon damals mit Sätzen wie "ist Lifestyle und viel mehr" schöngeredet. Damals war es das zugegeben das im Vergleich zu Windows stabilere, bessere OS vielleicht auch wert, vor allem wenn man mit dem Rechner gearbeitet hat (DTP). Aber diese Zeiten sind spätestens mit WinXP auch vorbei gewesen.
Bewundern muß man allerdings die Apple-Marketingstrategen und allen voran Steve Jobs und seinem "next big thing":
Eine derart abgerichtete Herde von Konsumschafen zu züchten, die bereitwillig jeden überteuerten Mist kaufen der aus dem Sekten-HQ Cupertino kommt, hat sonst KEINE andere Firma auf diesem Planeten. Selbst BigN dürfte da nur neidisch schielen können.
Onekles hat geschrieben: ↑28.09.2017 09:41
Nicht mal Pornos konnten die Verbreitung der aktuellen VR-Headsets beschleunigen. Und Pornos haben bisher eigentlich noch jedes Format gepusht.
Liegt daran das man für die Pornos kein "echtes" Headset braucht, sondern da reicht auch ein Cardboard (oder ähnliches für die Handys). Solange sich die (Bild-)Qualität der Headsets sich nicht deutlich von den Cardboard-Lösungen absetzt wird sich daran auch nichts ändern. Da kommts nun mal nicht auf präzises Tracking an.
Heruwath hat geschrieben: ↑28.09.2017 17:04
Ich möchte die Leute zumindest hier ermutigen mir den Nutzen von VR zu zeigen. Was bringt VR, was ich durch smartes AR oder MR nicht auch hinkriegen würde und das sogar mit einem geringeren Kostenaufwand für Entwickler.
Du vergleichst Äpfel mit Birnen. AR hat sicher seine Einsatzmöglichkeiten, ist aber noch mehr als VR limitiert, da es auf seine Umgebung angepasst werden muß. Da reicht es nicht ein paar Pokemons in die Landschaft zu klatschen.
Ich bin mir durchaus sicher das AR gerade im medizinischen und technischen Bereich enormes Potential hat, da man beim "Montieren" ständig die wichtigen Hintergrund-Infos direkt über das "Objekt" gelegt bekommt, gerade bei komplizierten OP's irre wichtig.
In VR gibts heute schon CAD-Apps und sogar für den Heimgebrauch schon Modeler und Zeichenprogramme, die ein deutlich intuitiveres Arbeiten ermöglichen als am flachen Bildschirm. Das würde in AR einfach nicht funktionieren da man einen eigenen "Raum" braucht ohne störende Elemente aus der "anderen Realität".
Klaro stehen die meisten Tools erst am Anfang und sind noch weit von dem entfernt was ein MudBox oder Maya liefern. Aber genannte Programme wurden in ihrem Funktionsumfang auch nicht in ein paar Monaten aus dem Nichts gestampft.
Onekles hat geschrieben: ↑28.09.2017 21:05
Ich schaue vor allem auf Zahlen, weil ich die ganze Zeit von Zahlen rede. Auch eine Nische braucht eine gewisse kritische Masse, um bestehen zu können. Und auch wenn man von einer Nische ausgeht, kann ein Produkt dennoch enttäuschen.
Dem kann ich als Unternehmer nur zustimmen. Aber hier gehts um mehr, nicht um ein einmaliges Produkt wie einen Mixer oder Staubsauger, der danach keine große technische Evolution mehr durch macht.
Man könnte sagen: VR kam eine Gen zu früh auf den Markt. Displays noch nicht gut genug, die Bewegungssteuerung nachgereicht, kaum Killer-Apps. Warum man es doch gemacht hat ?
Weil es die Leute wollten !
Alleine der Kickstarter-Erfolg des DK1 und die Verkaufszahlen des DK2 haben das Ding in den Markt gepusht und die Konkurrenz wie HTC in Goldgräberstimmung versetzt. Ist nicht das erste Mal das Technik in der "Reifephase" auf den Markt geschmissen wird. Die ersten Flachbildfernseher waren auch nicht der Brüller - scheißteuer, miese Auflösung, Ghosting. Und trotzdem haben sie sich durchgesetzt, als die Technik besser wurde.
Dazu kam sicherlich auch das der erhoffte Quantensprung vom DK2 zum CV1 ausgeblieben ist, was viele am Ende enttäuscht hat.
Aber wir stehen erst am Anfang der Entwicklung. Wie oft wurden nun schon zB. 3D-Filme totgeschrieben, und immer noch kommen neue in die Kinos. Totgesagte leben immer länger (und kommt mir jetzt nicht mit Kinect, dessen Untergang komplett andere Gründe hatte).
Und das Feld VR wird man, nachdem man ordentlich Kohle reingebuttert hat, jetzt sicher nicht einfach den Chinesen überlassen, die stark am Auf- wenn nicht sogar am Überholen sind.
Onekles hat geschrieben: ↑27.09.2017 23:28
Bisher seh ich da aber keine Einfälle und mir fällt selbst auch nichts ein, wofür man jetzt unbedingt VR bräuchte. Aber hey, vielleicht kommt noch jemand auf was Passendes und setzt das auch noch um.
Warum das Rad neu erfinden ? Deine genannten Beispiele waren alles gute Spiele, die das aber auch nicht gemacht haben. Die waren lediglich in ihrer Sparte herausragend.
Es ist einfach ein anderes Gefühl, das "mittendrin". Kann man sehr gut zB bei "Affected - The Manor" sehen. Klar, wer nicht auf Horror steht wird auch dem nichts abgewinnen können wenn der Grusel einem buchstäblich ins Gesicht springt.
Auch wenn ich mich wiederhole: die Technik steht dem Erfolg noch im Weg. Das Fliegengitter killt einfach vielen noch zu sehr die "Präsenz". Selbst wenn einer mit was "Passendem" um die Ecke käme. Mal kucken, wie sich "Doom VR" und VR-Version von "Fallout 4" machen werden.