Soulstitel sind sowas wie Reisen. Da werden Hindernisse erklommen und Geheimnise gelüftet, um irgendwann ans Ziel anzukommen und das Spiel zu bezwingen.
Wenn dann nur das Gameplay stimmt, aber Welten- und Leveldesign keine Atmosphäre erzeugen können, dass ich diese Reise fortführen will, fühlt sich das Spielprinzip etwas wie Arbeit an.
Man will diese Welt erforschen, wo man sich durch die Mechaniken und Lore wie ein kleiner Teil und nicht als der Obermacker fühlt.
Das konnte kein Soulslike-Game, das nicht von From kam, wirklich nur ansatzweise entfachen.
Nioh: klassische Missionsstrukturen und LOOOOOOOOOOOOT ohne Ende, was ich danach immer ewig vergleichen muss. Nein danke, da kann dein Gameplay auch großartig sein, ihr könnt einfach keine Magie entfachen, die ein Spiel bei mir entfachen muss, dass ich mich +50h damit beschäftigen will. Das wirkte alles so uninspiriert, dass ich nach 20h keine Lust mehr hatte. Ja ich hätte weiter spaßig die immer gleichen Klongegner bezwingen können und durch die langweiligen Level laufen können, aber nein die Motivation war einfach nicht da.
Nioh waren halt einfach nur langweilige Level mit Samurai und ungefähr 6 verschiedenen Dämonen für mich. Jetzt ganz doll unsachlich und übertrieben dargestellt.
Bei Dark Souls öffnet man angespannt jede Tür und freut sich trotzdessen wie ein Kind darauf, welche Architektur und welche Gegner jetzt auf einen warten und versucht das Abenteuer zu verstehen, was man gerade erlebt.
Wenn die Soulstitel so ein Gefühl entfachen und man Fanboy wird, dann sieht man halt ganz deutlich wo die Klone versagen. Denn das Spielprinzip alleine reicht nicht aus, um solch eine Faszination auszulösen. Leider merkt man das immer erst beim Ausprobieren und wird dann umso mehr enttäuscht.
