Pommern hat geschrieben: ↑24.09.2017 13:19
Wird das jetzt eine Neiddebatte? Du darfst natürlich gerne schöpferisch tätig werden und es der Allgemeinheit zur Verfügung stellen. Nur zu.
Der Chris hat geschrieben: ↑24.09.2017 13:17
Ich habe vermutlich noch nicht so viel geschaffen was die entsprechende Schöpfungshöhe aufweist um da urheberrechtlich relevant zu sein. Ich weiß ja nicht ob du das von dir behaupten kannst...kannst du? Also ich versuche halt nur es mir vorzustellen und ich glaube ich wäre wenig amüsiert, wenn irgendein Geier ankäme und glaubt es sich einfach aneignen zu können und damit umzugehen als wär es sein eigenes Werk.
ich persönlich hätte noch nicht einmal ein problem damit, wenn mein werk 10 jahre alt wäre. nein, das ist keine neiddebatte, zumindest nicht von meiner seite. wie ich an euren reaktionen bemerke, seid ihr es, denen neid und furcht durch die synapsen schießen, sobald jemand mit
eurem werke geld verdienen könnte. darum geht es euch. ihr könntet ja irgendwann derjenige sein, der vom angeblichen parasiten betroffen ist. stellt euch doch mal die frage, warum das geschaffene werk soviel höher bewertet wird, als die arbeit der putzfrau, des tischlers, fließbandarbeiters oder der schneiderin. wenn es um geld geht, ist es eine debatte um gerechtigkeit, wertschätzung, profit und gier.
nein, mir geht es um kreative freiräume, die möglichkeit, auf basis des bereits geschaffenen neues zu kreieren. remixe, collagen und modifikationen, z.B. einen multiplayermodus in einem 20-jahre alten nintendo-spiel erstellen zu können. alles basiert irgendwie und irgendwann auf irgendwas vorherigem. selbst mario. die patent-, urheber- und verwertungsrechte in ihrer jetzigen, drakonischen form schränken kreativschaffende ein, nehmen uns als gesellschaft viele möglichkeiten voranzuschreiten, fortschritt zu erzeugen. "this is why we can't have nice things", würde der amerikaner sagen.
ich bin selber immer mal wieder kreativschaffend, habe unter anderem grafiken, flyer, webseiten, mods und gesprochenes wort teils in auftragsarbeit, teils nur so aus spaß und in langeweile kreiert. nie dachte ich für mich, dass ich über eines dieser werke für den rest meines lebens die alleinige kontrolle haben sollte, und das jemand noch über ein halbes jahrhundert nach meinem tod an meiner statt davon finanziell profitieren müsste.
um das nochmal klarzustellen: ich spreche nicht davon, dass nintendo nach 20 jahren die rechte an der marke "super mario" verlieren sollte, sondern dass jeder das spiel "super mario 64" frei nutzen und verändern können sollte.