greenelve hat geschrieben: ↑28.08.2017 17:41
Dein Beitrag, mit dem du dich in das Gespräch eingeklinkt hattest:
Und dazu stehe ich, denn es ist nach wie vor absurd zu glauben, Nintendo würde ihre Lizenz "einfach so" vergeben.
Das Nintendo die Lizenz blind und ohne Auflageben gegeben hat, hab ich nie gesagt. Im Gegenteil. Das habe ich sogar deutlich gesagt.
vs.
Mir ging es nie darum, Nintendo komplett rauszunehmen, dass sie da blindlings rumlaufen. Nur dieses Nintendo sei verantwortlich, weil sie *können* ja, ist dann doch etwas gestreckt, sind sie weder Publisher noch Entwickler.
Richtig, sie sind Inhaber der "Mario" Lizenz. Und damit können sie frei entscheiden, ob jemand diese Lizenz nutzen darf und für was.
Wie tief dieser Einfluss dann wirklich geht, das ist Teil der Lizenzverhandlungen.
Du versuchst die ganze Zeit über zu widersprechen und kommst mit Einwänden, warum ich daneben liege.
Und komme ich nach wie vor. So lange du unter "Nintendo kann sich aussuchen, wem sie für was ihre Lizenz vergibt" ein "Nintendo hat direkten Einfluss auf die Entwicklung von Mario Rabbids Kingdom." machst.
Bzw. solange du darunter verstehen willst, dass Nintendo durch die Lizenzauflagen als Publisher und Entwickler agiert.
Whatever, Lizenzgeber ist laut deinem Einwand eher verantwortlich als Publisher / Entwickler.
Nein, das ist nur deiner Art geschuldet, in meinen Aussagen immer das "logische Extrem" sehen zu wollen.
Wobei das logische Extrem hier halt greifen kann. Gesetzt den Fall Ubisoft will ein Spiel mit "Mario" im Titel ganz furchtbar dringend machen, weil davon das Überleben der Firma abhängt, dann hätte Nintendo wirklich alles diktieren können, bis runter zur Farbpalette, mit der Mario gemalt werden darf.
Oder, um es mit id Software zu sagen: "No Guitars".
Diese theoretische Möglichkeit entspricht aber nicht meiner Meinung, dass dem so nicht ist/war. Denn ich denke durchaus, dass Ubisoft einige Freiheiten hat. Sonst hätte man sich das alles sparen können und Nintendo hätte das 1st oder 2nd Party produzieren lassen.
Man will schon ein "typisches" Ubisoft Spiel haben. Wobei jetzt nicht "Open World Turmklettern" gemeint ist, sondern die andere Seite von Ubisoft. Die Seite, die mit Rayman um die Ecke kommt.
Dein Einstieg beinhaltete auch eine Erinnerung an Metroid 2, was nichts beiträgt außer Frust ausdrücken und klar machen, wohin dein emotionaler Kompass zeigt.
Das war als Beispiel dafür gedacht, wie sehr (und rigoros) Nintendo (nach aussen) auf ihre Marken achtet.
Und ich meine nicht Metroid 2, ich meine AM2R.

Mein "Frust" über den Umgang mit DoctorM64, der jetzt an Ori and the blind Forest 2 arbeitet und die unsäglichen Amiibo Verbindungen bei Samus Returns, so real der auch ist, hat jetzt keinen großartigen Einfluss auf meine Meinung zum Thema hier.
Allein, dass mir das Beispiel einfiel, statt abgeschossenen Pokemon-Fanspielen, lässt sich darauf zurückführen.
Wir drehen uns im Kreis. Ausgang ist, dass viele sagen "Danke, Nintendo!", die Antwort darauf ist "Nintendo ist nicht Ubisoft, die haben mit der Entwicklung und dem Publishing nix zu tun!".
Mein Einwand ist, dass die Wahrheit hier, wie so oft, irgendwo in der Mitte liegt, da Nintendo durch Auflagen im Lizenzvertrag durchaus Einfluss hätte nehmen können. (Und sicher auch gemacht hat.)
Sprich, WENN Nintendo Season Passes, DLC und ähnliches komplett nicht gepasst hätte, dann würde es entweder nur ein Rabbids Kingdom geben oder halt keinen Season Pass in Mario Rabbids Kingdom.
Insofern wird Nintendo in Kauf genommen haben, dass Ubisoft sich verhält, wie sie das immer tut.
Und das ist auch genau soweit, wie ich Nintendo hier in irgendeiner "Verantwortung" sehe.
Und jetzt teile mir doch bitte mit, was daran so hitzig diskussionswürdig sein soll, mir geht das nicht auf.