gamescom 2017: Angela Merkel spricht im Video über Videospiele als Kulturgut

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muecke-the-lietz
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Re: gamescom 2017: Angela Merkel spricht im Video über Videospiele als Kulturgut

Beitrag von muecke-the-lietz »

ZackeZells hat geschrieben: 22.08.2017 15:55
muecke-the-lietz hat geschrieben: 22.08.2017 15:49
Da hängt doch ein riesiger Rattenschwanz dran, der weit über das eigentliche Thema Videogames hinaus geht.
Willkommen in der Politik - man kann kein Einzelnes Thema herausisoliert betrachten, da vor allem in der Politik vieles mit vielem zusammenhängt, bzw. alles mit allem.
korrekt. und bei der union hing da ja ein allgemeines veraltetes gesellschaftsbild mit dran, was auch andere bereiche betraf.

@Kajetan

aber diese alten sichtweisen findet man doch eben genau in der politischen heimat von frau merkel, die jetzt die gamescom eröffnet. thats it. deswegen die kritik, deswegen der streitpunkt, zumal merkel selber in dieser ganzen geschichte damals nicht unbeteiligt war.

ich für mein teil werde das misstrauen gegenüber konservativen politikern niemals ablegen. und das nicht nur auf das thema games bezogen. das sind bremser, leute, die anderen, modernen lebensweisen das leben schwer machen. alleine, was das für ein hick hack mit der gleichgeschlechtlichen ehe war. oder mindestlohn, oder damals mit den asyl suchenden, die die merkel regierung einfach solange ignoriert hat und in der kälte sitzen lassen hat, bis man es gar nicht mehr ignorieren konnte, und sich dann 2015 endlich gekümmert hat und das thema nach jahren endlich einzug in den politischen und medialen mainstream gefunden hat. man wollte sich, wie so oft, aus der verantwortung stehlen, und wollte es einfach aussitzen.

und das sind jetzt nur die ganz großen themen. konservative politik ist von vorgestern und bringt nichts voran. das ist jetzt im allgemeinen auch endlich in großen teilen der union angekommen.

das heißt aber nicht, dass ich das einfach vergessen, oder ignorieren werde. mein misstrauen und die abneigung bleiben auch weiterhin bestehen.
CritsJumper
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Re: gamescom 2017: Angela Merkel spricht im Video über Videospiele als Kulturgut

Beitrag von CritsJumper »

Politik und Spiele ist ein schwieriges Thema. Von Frau Merkel wurden aber einige Punkte angesprochen wie: Archivierung, Arbeitsplätze, Ausbildung und Studium als auch Steuervergünstigungen.

Eigentlich sehr schön. Schade nur das niemand der jüngeren Gamescom Besucher versteht warum das wichtig ist.

Natürlich war der Auftritt lediglich Wahlkampf. Aber ich finde es trotzdem gut das ein erster Schritt hin zu einem Dialog statt finden kann. Wahrscheinlich sind die Youtube-Treffen mit Frau Merkel ein noch besserer Dialog gewesen. Leider vertreten diese nicht die Jugend sondern ihre eigene Agenda. Da könnte auch gleich die Games-Lobby kommen und fordern das man für Videospiele einen vergünstigten Steuersatz bringt.

Was mich an der Konservativen Politik stört muecke-the-lietz ist das die Chancen nicht genutzt werden, mit der Gemeinschaft in Dialog zu treten um wirklich Elemente herauszuarbeiten die uns wichtig sind.

Bei Spielen würde ich halt zum Beispiel fordern das es in Deutschland nur verkauft werden darf wenn sich der Key unabhängig vom Account auch kaufen oder wieder verkaufen lässt. Bestimmte DRM-Fromen sollten einer Kennzeichenpflicht unterliegen oder festgelegt wird was ein DLC oder eine App darf und was nicht.

Aber dann fällt mir sofort wieder ein das diese Kanzlerin für die Cloud und für Datenreichtum ist, aber dabei einfach nicht versteht das der eben nicht den Unternehmen in Deutschland zu gute kommt.

Letztlich können wir uns hier auch nur an die eigene Nase fassen. Diese Politikerin und die Parteien sind so weil WIR sie dazu gemacht haben. Kurz, wir als Gesellschaft sind schuld an diesem Neuland.
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sabienchen.banned
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Re: gamescom 2017: Angela Merkel spricht im Video über Videospiele als Kulturgut

Beitrag von sabienchen.banned »

ChrisJumper hat geschrieben: 22.08.2017 23:42 Letztlich können wir uns hier auch nur an die eigene Nase fassen. Diese Politikerin und die Parteien sind so weil WIR sie dazu gemacht haben. Kurz, wir als Gesellschaft sind schuld an diesem Neuland.
Inwiefern sind WIR schuld an diesem "Neuland"?
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Temeter 
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Re: gamescom 2017: Angela Merkel spricht im Video über Videospiele als Kulturgut

Beitrag von Temeter  »

Joah, während einer verdammten großen Koalition mit Führerzwang gibts natürlich Demokratie im Überfluss in D-Land. Da haben die Wähler total viel Einfluss und es macht richtig Unterschied, wo du dein Kreuzchen setzt.
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Onekles
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Re: gamescom 2017: Angela Merkel spricht im Video über Videospiele als Kulturgut

Beitrag von Onekles »

Kajetan hat geschrieben: 22.08.2017 13:18 [...]
Du findest kaum noch Politiker, die meinen mit der alten Masche was erreichen zu können, weil die Zeiten sich geändert haben. Da gibt es keinen Weg mehr zurück.
[...]
Man muss aber auch sagen, dass die Spiele sich über die Jahre stark gewandelt haben. Im ersten Half-Life hab ich noch permanent unschuldige Wissenschaftler und Sicherheitsleute gekillt. Einfach so aus Spaß. Es hat einfach so viel Spaß gemacht, die unbedarften Wissenschaftler in eine Selbstschussanlage oder andere Todesfalle laufen zu lassen! In Morrowind war das erste, was ich getan hab, in ein Haus reinzulaufen, den Bewohner zu killen und die Hütte für mich zu beanspruchen. Auch in Goldeneye waren Zivilisten vor mir nicht sicher. Jaja, Fission mailed, Dr. Doak ist tot, aber ich hab trotzdem meinen Spaß! In Baldur's Gate hab ich Jaheira gekillt, weil ich Khalid haben wollte aber nicht die doofe Alte. Aber damit nicht genug. Ich habe Khalid selbst Jaheira killen lassen. Manchmal hab ich Leute auch einfach erschossen, weil sie mir zu viel gelabert haben.

All sowas geht heute kaum noch. In Half-Life 2 waren schon auf einmal alle "Guten" unverwundbar, in Bethesda-Spielen sind seit geraumer Zeit alle unsterblich, die halt nicht sterblich sein sollen usw. Und auch wenn das mit dem Thema nur bedingt etwas zu tun hat und all jene, die "Killerspiele" geschrien haben sich solche Details garantiert niemals angesehen haben, so finde ich es verdammt schade, dass die Spiele heute so sind. Das wollt ich nur mal am Rande erwähnt haben. *g*
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Kant ist tot!
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Re: gamescom 2017: Angela Merkel spricht im Video über Videospiele als Kulturgut

Beitrag von Kant ist tot! »

@Mücke
Ich versteh deine Beiträge bislang im Kern so, dass Angela Merkel unpassend ist für die Eröffnung, da es auf Grund der bisherigen Positionierung von ihr, bzw. der Union, einfach nicht authentisch oder glaubwürdig ist.

Das mag ja innerhalb deiner Argumentation schlüssig sein, ich würde das aber einfach mal ganz unemotional betrachten wollen. Frau Merkel will doch keinem verkaufen, selbst der größte Videospielfan zu sein oder dergleichen. Aber sie wird auch sehen, welche Umsätze in der Videospielbranche gemacht werden, und dass Deutschland an der Stelle definitiv Nachholbedarf hat. Der Wirtschaftszweig Videospiele ist unter dem Strich einfach ein richtig großer Kuchen geworden, von dem Deutschland gerne mehr abbekommen würde. Was soll daran unglaubwürdig sein? Die Eröffnung der Messe durch Merkel ist ein klares Signal für die gestiegene gesellschaftliche Relevanz des Mediums Videospiele. Du meinst, dass damit auch Wahlkampf betrieben wird. Na und?

Dass du so denkst beweist doch wiederum nur die geänderte Wahrnehmung des Mediums sowohl auf Seiten der Wähler, als auch auf der der Politiker. Wenn dem nicht so wäre, dann könnte so ein symbolischer Akt Merkels ja auch genau umgedreht wirken, so dass sich potentiell mehr Wähler durch die dargestellte Anerkennung der Branche abwenden würden.
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Kant ist tot!
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Re: gamescom 2017: Angela Merkel spricht im Video über Videospiele als Kulturgut

Beitrag von Kant ist tot! »

Temeter  hat geschrieben: 23.08.2017 02:58 Joah, während einer verdammten großen Koalition mit Führerzwang gibts natürlich Demokratie im Überfluss in D-Land. Da haben die Wähler total viel Einfluss und es macht richtig Unterschied, wo du dein Kreuzchen setzt.
Schönes Beispiel von Politikverdrossenheit. Nun, die Wahl besteht, auch wenn dir das Resultat möglicherweise nicht gefallen wird. In dem Fall wurdest du halt überstimmt, gerade eben als Ergebnis der Wahl.

Ich wäre dir übrigens sehr verbunden, wenn du aufzeigen würdest, inwiefern die Wähler keinen Einfluss ausüben können.
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muecke-the-lietz
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Re: gamescom 2017: Angela Merkel spricht im Video über Videospiele als Kulturgut

Beitrag von muecke-the-lietz »

Kant ist tot! hat geschrieben: 23.08.2017 11:05 @Mücke
Ich versteh deine Beiträge bislang im Kern so, dass Angela Merkel unpassend ist für die Eröffnung, da es auf Grund der bisherigen Positionierung von ihr, bzw. der Union, einfach nicht authentisch oder glaubwürdig ist.

Das mag ja innerhalb deiner Argumentation schlüssig sein, ich würde das aber einfach mal ganz unemotional betrachten wollen. Frau Merkel will doch keinem verkaufen, selbst der größte Videospielfan zu sein oder dergleichen. Aber sie wird auch sehen, welche Umsätze in der Videospielbranche gemacht werden, und dass Deutschland an der Stelle definitiv Nachholbedarf hat. Der Wirtschaftszweig Videospiele ist unter dem Strich einfach ein richtig großer Kuchen geworden, von dem Deutschland gerne mehr abbekommen würde. Was soll daran unglaubwürdig sein? Die Eröffnung der Messe durch Merkel ist ein klares Signal für die gestiegene gesellschaftliche Relevanz des Mediums Videospiele. Du meinst, dass damit auch Wahlkampf betrieben wird. Na und?

Dass du so denkst beweist doch wiederum nur die geänderte Wahrnehmung des Mediums sowohl auf Seiten der Wähler, als auch auf der der Politiker. Wenn dem nicht so wäre, dann könnte so ein symbolischer Akt Merkels ja auch genau umgedreht wirken, so dass sich potentiell mehr Wähler durch die dargestellte Anerkennung der Branche abwenden würden.
Ich habe mir heute mal ihre/n Vortrag/Rede angeschaut, und das klang alles recht vernünftig und tatsächlich nicht mal unehrlich, oder zu wahlkämpferisch.

Vielleicht war ich etwas zu voreilig, aber ganz trauen tue ich dem Braten trotzdem noch nicht.
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Kant ist tot!
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Re: gamescom 2017: Angela Merkel spricht im Video über Videospiele als Kulturgut

Beitrag von Kant ist tot! »

sabienchen hat geschrieben: 23.08.2017 00:57
ChrisJumper hat geschrieben: 22.08.2017 23:42 Letztlich können wir uns hier auch nur an die eigene Nase fassen. Diese Politikerin und die Parteien sind so weil WIR sie dazu gemacht haben. Kurz, wir als Gesellschaft sind schuld an diesem Neuland.
Inwiefern sind WIR schuld an diesem "Neuland"?
Wenn der Druck der Wähler auf dieses Thema früher größer gewesen wäre, dann hätte die Politik auch früher Maßnahmen ergreifen müssen. So zumindest meine Interpretation Jumpers Aussage.
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Kant ist tot!
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Re: gamescom 2017: Angela Merkel spricht im Video über Videospiele als Kulturgut

Beitrag von Kant ist tot! »

muecke-the-lietz hat geschrieben: 23.08.2017 11:30
Kant ist tot! hat geschrieben: 23.08.2017 11:05 @Mücke
Ich versteh deine Beiträge bislang im Kern so, dass Angela Merkel unpassend ist für die Eröffnung, da es auf Grund der bisherigen Positionierung von ihr, bzw. der Union, einfach nicht authentisch oder glaubwürdig ist.

Das mag ja innerhalb deiner Argumentation schlüssig sein, ich würde das aber einfach mal ganz unemotional betrachten wollen. Frau Merkel will doch keinem verkaufen, selbst der größte Videospielfan zu sein oder dergleichen. Aber sie wird auch sehen, welche Umsätze in der Videospielbranche gemacht werden, und dass Deutschland an der Stelle definitiv Nachholbedarf hat. Der Wirtschaftszweig Videospiele ist unter dem Strich einfach ein richtig großer Kuchen geworden, von dem Deutschland gerne mehr abbekommen würde. Was soll daran unglaubwürdig sein? Die Eröffnung der Messe durch Merkel ist ein klares Signal für die gestiegene gesellschaftliche Relevanz des Mediums Videospiele. Du meinst, dass damit auch Wahlkampf betrieben wird. Na und?

Dass du so denkst beweist doch wiederum nur die geänderte Wahrnehmung des Mediums sowohl auf Seiten der Wähler, als auch auf der der Politiker. Wenn dem nicht so wäre, dann könnte so ein symbolischer Akt Merkels ja auch genau umgedreht wirken, so dass sich potentiell mehr Wähler durch die dargestellte Anerkennung der Branche abwenden würden.
Ich habe mir heute mal ihre/n Vortrag/Rede angeschaut, und das klang alles recht vernünftig und tatsächlich nicht mal unehrlich, oder zu wahlkämpferisch.

Vielleicht war ich etwas zu voreilig, aber ganz trauen tue ich dem Braten trotzdem noch nicht.
Immerhin sehr erfrischend, wenn Leute in der Lage sind, ihre Einschätzungen auch zu ändern und das dann offen so kommunizieren.

Du musst Mutti ja nicht gleich wählen deswegen, von daher keine Panik ;)!
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Re: gamescom 2017: Angela Merkel spricht im Video über Videospiele als Kulturgut

Beitrag von Baralin »

Auch wenn das 'nur' dem Zeitgeist und dem Wahlkampf geschuldet ist, ist es schön zu hören, dass Platitüden à la Christian Pfeifer aus der Mode zu sein scheinen.
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muecke-the-lietz
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Re: gamescom 2017: Angela Merkel spricht im Video über Videospiele als Kulturgut

Beitrag von muecke-the-lietz »

Baralin hat geschrieben: 23.08.2017 12:23 Auch wenn das 'nur' dem Zeitgeist und dem Wahlkampf geschuldet ist, ist es schön zu hören, dass Platitüden à la Christian Pfeifer aus der Mode zu sein scheinen.
Ja, gut, selbst der ist ja nun mittlerweile ziemlich handzahm geworden.
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Temeter 
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Re: gamescom 2017: Angela Merkel spricht im Video über Videospiele als Kulturgut

Beitrag von Temeter  »

Kant ist tot! hat geschrieben: 23.08.2017 11:20
Temeter  hat geschrieben: 23.08.2017 02:58 Joah, während einer verdammten großen Koalition mit Führerzwang gibts natürlich Demokratie im Überfluss in D-Land. Da haben die Wähler total viel Einfluss und es macht richtig Unterschied, wo du dein Kreuzchen setzt.
Schönes Beispiel von Politikverdrossenheit. Nun, die Wahl besteht, auch wenn dir das Resultat möglicherweise nicht gefallen wird. In dem Fall wurdest du halt überstimmt, gerade eben als Ergebnis der Wahl.
Quatsch, Wählen werde ich gehen, aber ich habe kaum das Gefühl, dass mich eine der Parteien vertritt. Gerade in der großen Koalition ist es ja ein kompletter Witz, weil die wirklich immer durchkommt, solange es keine riesigen Umwürfe gibt. Und eine echte Opposition gibts dann sowieso nicht.
Ich wäre dir übrigens sehr verbunden, wenn du aufzeigen würdest, inwiefern die Wähler keinen Einfluss ausüben können.
Geht das nicht eher andersrum; sprich, wo kann man denn Einfluss ausüben?
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muecke-the-lietz
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Re: gamescom 2017: Angela Merkel spricht im Video über Videospiele als Kulturgut

Beitrag von muecke-the-lietz »

Temeter  hat geschrieben: 23.08.2017 13:57
Kant ist tot! hat geschrieben: 23.08.2017 11:20
Temeter  hat geschrieben: 23.08.2017 02:58 Joah, während einer verdammten großen Koalition mit Führerzwang gibts natürlich Demokratie im Überfluss in D-Land. Da haben die Wähler total viel Einfluss und es macht richtig Unterschied, wo du dein Kreuzchen setzt.
Schönes Beispiel von Politikverdrossenheit. Nun, die Wahl besteht, auch wenn dir das Resultat möglicherweise nicht gefallen wird. In dem Fall wurdest du halt überstimmt, gerade eben als Ergebnis der Wahl.
Quatsch, Wählen werde ich gehen, aber ich habe kaum das Gefühl, dass mich eine der Parteien vertritt. Gerade in der großen Koalition ist es ja ein kompletter Witz, weil die wirklich immer durchkommt, solange es keine riesigen Umwürfe gibt. Und eine echte Opposition gibts dann sowieso nicht.
Ich wäre dir übrigens sehr verbunden, wenn du aufzeigen würdest, inwiefern die Wähler keinen Einfluss ausüben können.
Geht das nicht eher andersrum; sprich, wo kann man denn Einfluss ausüben?
Also auf lokaler Ebene gibt es da eine Menge Möglichkeiten.
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Kant ist tot!
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Re: gamescom 2017: Angela Merkel spricht im Video über Videospiele als Kulturgut

Beitrag von Kant ist tot! »

Temeter  hat geschrieben: 23.08.2017 13:57
Kant ist tot! hat geschrieben: 23.08.2017 11:20
Temeter  hat geschrieben: 23.08.2017 02:58 Joah, während einer verdammten großen Koalition mit Führerzwang gibts natürlich Demokratie im Überfluss in D-Land. Da haben die Wähler total viel Einfluss und es macht richtig Unterschied, wo du dein Kreuzchen setzt.
Schönes Beispiel von Politikverdrossenheit. Nun, die Wahl besteht, auch wenn dir das Resultat möglicherweise nicht gefallen wird. In dem Fall wurdest du halt überstimmt, gerade eben als Ergebnis der Wahl.
Quatsch, Wählen werde ich gehen, aber ich habe kaum das Gefühl, dass mich eine der Parteien vertritt. Gerade in der großen Koalition ist es ja ein kompletter Witz, weil die wirklich immer durchkommt, solange es keine riesigen Umwürfe gibt. Und eine echte Opposition gibts dann sowieso nicht.
Ich wäre dir übrigens sehr verbunden, wenn du aufzeigen würdest, inwiefern die Wähler keinen Einfluss ausüben können.
Geht das nicht eher andersrum; sprich, wo kann man denn Einfluss ausüben?
Auch auf die Gefahr hin, platt zu wirken: eben durch die Wahl! Was denkst du, warum die CDU sich in gewissen Fragen in puncto Flüchtlingspolitik wieder etwas weiter rechts orientiert hat, als noch 2015? Weil in der Zwischenzeit die AFD Wählerzuwachs ohne Ende bekommen hatte. Nicht, dass ich hier von wünschenswerten politischen Änderungen reden würde, ich will nur die Funktionsweise verdeutlichen. Daran sieht man doch, dass der Wähler ziemlich starken Einfluss auf die Politik ausübt.

Und zu deinem Problem mit der großen Koalition: Wenn genügend Leute beispielsweise FDP wählen, dann wird es keine erneute Groko geben, womit du wiederum deine gewünschte starke Opposition hättest. Einflussmöglichkeiten sind also definitiv vorhanden, du hast halt nur keine Garantie, dass dein Einfluss den von dir gewünschten Effekt haben wird. Gerade das ist aber nun mal auch inhärenter Bestandteil einer Demokratie.