Overwatch League: Das Mindestgehalt für Profispieler beträgt 50.000 Dollar pro Jahr

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greenelve
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Re: Overwatch League: Das Mindestgehalt für Profispieler beträgt 50.000 Dollar pro Jahr

Beitrag von greenelve »

no need no flag olulz hat geschrieben: 30.07.2017 19:37 Toll, also eine Profiliga für Overwatch. Gibt es überhaupt irgendwelche Amateurligen? Hab nie was davon gehört.
Ja gibt es. Wobei, weniger feste Ligen, mehr Turniere, die regelmäßig stattfinden. Ligen haben immer das Problem der Langfristigkeit. Ein Turnier wird übers Wochenende gespielt und fertig. Eine Liga zieht sich über Wochen und bracht mehr Struktur und Gelder. Was dann eher auf Turnierserien hinausläuft, bei der sich die besten Teams für ein finales Turnier qualifizieren.

Professionelle Bedingungen sind grundsätzlich wünschenswert für Esport. Damit es als Sport weiterkommt und die Spieler Vollzeit gehen können. Es gab in den vergangenen Jahren in verschiedenen Spielen immer wieder Meldungen über Spieler / Teams, die noch auf Gehalt und oder Preisgelder warten, bzw. von Teams um ihr Geld betrogen wurden. Eine Spielervereinigung, welche die Interessen gleich einer Gewerkschaft vertritt, steht auch noch vergleichsweise im Anfangsstadium.


ps: Ein Freund von Publisher/Entwickler finanzierten Preisgeldern bin ich nicht, da dies in meinen Augen keine gesunde Basis darstellt. Sobald die Firma kein Interesse mehr hat, kann das Spiel ganz schnell fallen. Nachhaltiger sind da Sponsoren über Zuschauerinteresse.
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no need no flag olulz
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Re: Overwatch League: Das Mindestgehalt für Profispieler beträgt 50.000 Dollar pro Jahr

Beitrag von no need no flag olulz »

greenelve hat geschrieben: 30.07.2017 20:03
no need no flag olulz hat geschrieben: 30.07.2017 19:37 Toll, also eine Profiliga für Overwatch. Gibt es überhaupt irgendwelche Amateurligen? Hab nie was davon gehört.
Ja gibt es. Wobei, weniger feste Ligen, mehr Turniere, die regelmäßig stattfinden. Ligen haben immer das Problem der Langfristigkeit. Ein Turnier wird übers Wochenende gespielt und fertig. Eine Liga zieht sich über Wochen und bracht mehr Struktur und Gelder. Was dann eher auf Turnierserien hinausläuft, bei der sich die besten Teams für ein finales Turnier qualifizieren.

Professionelle Bedingungen sind grundsätzlich wünschenswert für Esport. Damit es als Sport weiterkommt und die Spieler Vollzeit gehen können. Es gab in den vergangenen Jahren in verschiedenen Spielen immer wieder Meldungen über Spieler / Teams, die noch auf Gehalt und oder Preisgelder warten, bzw. von Teams um ihr Geld betrogen wurden. Eine Spielervereinigung, welche die Interessen gleich einer Gewerkschaft vertritt, steht auch noch vergleichsweise im Anfangsstadium.


ps: Ein Freund von Publisher/Entwickler finanzierten Preisgeldern bin ich nicht, da dies in meinen Augen keine gesunde Basis darstellt. Sobald die Firma kein Interesse mehr hat, kann das Spiel ganz schnell fallen. Nachhaltiger sind da Sponsoren über Zuschauerinteresse.
So ein reines Turniersystem mag ich irgendwie gar nicht. Vor allem, wie wird das dann mit den verschiedenen Skillstärken geregelt? Gibt es ne Ladder?
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greenelve
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Re: Overwatch League: Das Mindestgehalt für Profispieler beträgt 50.000 Dollar pro Jahr

Beitrag von greenelve »

no need no flag olulz hat geschrieben: 30.07.2017 20:26 So ein reines Turniersystem mag ich irgendwie gar nicht. Vor allem, wie wird das dann mit den verschiedenen Skillstärken geregelt? Gibt es ne Ladder?
Es gibt kein Turniersystem als festes System. Ein jeder kann im Grunde ein Turnier veranstalten. Oder eine Liga, aber die verlangt mehr Aufwand. Es gibt zig lokale Turniere, bei denen Teams aus der Umgebung teilnehmen - aus Spaß am Wettkampf.

Für Profis gelten Einladungen oder Qualifikationsturniere. Irgendwann stellt sich heraus, welche Teams / Spieler wie gut sind. Schau dir Counterstrike an, Starcraft (2), Warcraft 3, Fifa und was es nicht alles gibt mit langer Tradition.
Aber nochmal: Das ist kein festes System wie Championsleague im Fußball. Es gibt einen großen Veranstalter, der für sein großes Turnier die Qualifikation abhält, zum Beispiel Blizzard mit Blizzard Cup und kleineren Turnieren, deren Ergebnisse für Qualifikationspunkte genutzt werden. Riot und Valve haben eigene Turnierserien und ein großes Finale, daneben gibt es zig andere Wettkämpfe. Davon ab können auch andere ihre Turniere laufen lassen. Dreamhack ist ein großer Veranstalter, ESL ist europaweit aktiv, die CPL gab es einst, selbst Teamliquid als Communityseite und Teameigner veranstaltet für Starcraft und Starcraft 2 eigene Turniere - manche laufen über Teamliquid-User, die offiziell als Angestellter nichts mit der Seite am Hut haben.

Wir reden bei Esport nicht über das eigentliche Spiel und welche Features es anbietet, im Sinne von Ladder und Matchmaking. Sorry wenn das fehlplaziert ist, mir kommt es nur so vor, als wäre nicht ganz klar, wie es im Esport abläuft. Keine Ahnung, kenn dich zu wenig; wenn dem irgendwie so sein sollte, frag ruhig. :winkhi:
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no need no flag olulz
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Re: Overwatch League: Das Mindestgehalt für Profispieler beträgt 50.000 Dollar pro Jahr

Beitrag von no need no flag olulz »

greenelve hat geschrieben: 30.07.2017 21:53
no need no flag olulz hat geschrieben: 30.07.2017 20:26 So ein reines Turniersystem mag ich irgendwie gar nicht. Vor allem, wie wird das dann mit den verschiedenen Skillstärken geregelt? Gibt es ne Ladder?
Es gibt kein Turniersystem als festes System. Ein jeder kann im Grunde ein Turnier veranstalten. Oder eine Liga, aber die verlangt mehr Aufwand. Es gibt zig lokale Turniere, bei denen Teams aus der Umgebung teilnehmen - aus Spaß am Wettkampf.

Für Profis gelten Einladungen oder Qualifikationsturniere. Irgendwann stellt sich heraus, welche Teams / Spieler wie gut sind. Schau dir Counterstrike an, Starcraft (2), Warcraft 3, Fifa und was es nicht alles gibt mit langer Tradition.
Aber nochmal: Das ist kein festes System wie Championsleague im Fußball. Es gibt einen großen Veranstalter, der für sein großes Turnier die Qualifikation abhält, zum Beispiel Blizzard mit Blizzard Cup und kleineren Turnieren, deren Ergebnisse für Qualifikationspunkte genutzt werden. Riot und Valve haben eigene Turnierserien und ein großes Finale, daneben gibt es zig andere Wettkämpfe. Davon ab können auch andere ihre Turniere laufen lassen. Dreamhack ist ein großer Veranstalter, ESL ist europaweit aktiv, die CPL gab es einst, selbst Teamliquid als Communityseite und Teameigner veranstaltet für Starcraft und Starcraft 2 eigene Turniere - manche laufen über Teamliquid-User, die offiziell als Angestellter nichts mit der Seite am Hut haben.

Wir reden bei Esport nicht über das eigentliche Spiel und welche Features es anbietet, im Sinne von Ladder und Matchmaking. Sorry wenn das fehlplaziert ist, mir kommt es nur so vor, als wäre nicht ganz klar, wie es im Esport abläuft. Keine Ahnung, kenn dich zu wenig; wenn dem irgendwie so sein sollte, frag ruhig. :winkhi:
Ne schon ok, aber ich rede nicht von Matchmaking oder Ranked Matches oder ähnlichen Konsorten. Ich kenn mich nur mit den Systemen aus, wenn ich mich auch dafür interessiere normalerweise. Aus dem Sport kenn ich halt Liga, Cups und Ladder. Liga ist dabei eigentlich der größte Standard... Bei den Spielen, die ich bisher competitive gespielt hab, gab es auch Ligen. Natürlich auch Cups, aber Liga war eben immer das Standardgerüst.

Wenn man gar keine Liga hat und nur Cups veranstalten lässt, braucht man zwingend ne Ladder - damit mein ich für Teams, nicht für Einzelspieler - ansonsten kann sich ja einfach jeder für jedes Turnier eintragen oder es läuft über Namen, was genau so mies ist, oder viele kleine Qualiturniere, was auch bescheuert ist.

Wie es bei CS oder MOBAs läuft, weiß ich zB nicht. Aber ich kenne Leute, die mit competitive Overwatch anfangen wollten, und ich hab mich dann gefragt, wie genau man da überhaupt competitive spielen kann.

Mag sein, dass es bei manchen Spielen gut funktioniert, wenn die Compszene ausschließlich mit Turnieren gefüttert wird - ich find eine Liga am wichtigsten.
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greenelve
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Re: Overwatch League: Das Mindestgehalt für Profispieler beträgt 50.000 Dollar pro Jahr

Beitrag von greenelve »

no need no flag olulz hat geschrieben: 30.07.2017 22:41 Aus dem Sport kenn ich halt Liga, Cups und Ladder. Liga ist dabei eigentlich der größte Standard... Bei den Spielen, die ich bisher competitive gespielt hab, gab es auch Ligen. Natürlich auch Cups, aber Liga war eben immer das Standardgerüst.

Wenn man gar keine Liga hat und nur Cups veranstalten lässt, braucht man zwingend ne Ladder - damit mein ich für Teams, nicht für Einzelspieler - ansonsten kann sich ja einfach jeder für jedes Turnier eintragen oder es läuft über Namen, was genau so mies ist, oder viele kleine Qualiturniere, was auch bescheuert ist.
Wie gesagt, Liga ist mehr Aufwand. Es ist auch für den Zuschauer "schwieriger" am Ball zu bleiben. In den ersten Wochen gibt es kaum Spannung, erst am Ende wird der Sieger auserkoren. Für Spieler, Teams und den Sport generell ist eine Liga das beste Mittel, bedeutet es durchgehende Einnahmen.

Turniere haben den großen Vorteil, der Zuschauer muss nur einen Bruchteil seiner Freizeit, meist ein Wochenende, fürs Zuschauen opfern und hat die ganze Zeit Spannung, denn jeder kann jederzeit rausfliegen und am Ende gibt es auch einen Sieger. Mitsamt den Underdog- und Rivalengeschichten, wie sie sich bei Turnieren entfalten. Wenn ein Qualifikant ins Halbfinale gelangt, wenn zwei Spieler zum fünften Mal in Folge im Finale aufeinandertreffen.

Bei Turnieren stellt sich schon heraus, wer wie gut ist, wer konstant Leistungen bringt und gewinnt. Wie gesagt, die größeren Turniere funktionieren oft über Einladungen, denn der Veranstalter will Zuschauer mit Topspielern und Topleisteungen zum Zuschauen bewegen.
Spieler kommen durch Leistung in der Ladder in diesen Kreis - denn ohne Leistung kommt man auch bei einer Matchmaking-Ladder nicht nach oben. Oder durch Siege in diversen Turnieren. Wer gewinnt, muss was drauf haben.

In SC2 gab / gibt es den Go4SC2Cup, der wöchtenlich ausgetragen wurde. Dort haben auch ganz gute Spieler teilgenommen, sprich europäische Elite. Und wer mit denen mithalten kann, baut sich in der Szene einen Namen auf. Und bekommt auf Dauer Einladungen zu größeren Turnieren oder kann sich über Qualis für diese Qualifizieren.

Vergleich es mit Tennis. Dort gibt es keine Liga, nur Turniere. Wobei im Esport eine Rangliste, wenn überhaupt, durch die im Spiel integrierte Ladder zustande kommt. Ein Punktesystem durch Turnierergebnisse, durch das eine Weltrangliste ermittelt wird, gibt es weniger. Eher inoffiziell. Punkte bei Turnieren werden meist als Qualifizierungspunkte für das große Finale berechnet.
Tennis mit seinen Turnieren funktioniert, da ist nichts unfair oder sonstiges, nur weil es keine Liga gibt.

Im Esport wie in physischen Sportarten, wer gute Leistung bringt, macht von lokalen Wettbewerben aus bei überreagionalen Turnieren mit und irgendwann werden dann auch Sponsoren / Teams aufmerksam, die längere Reisen zu noch größeren Turnieren ermöglichen.
Beispiel: In Broodwar - außerhalb Koreas - ist der große Gradmesser die Ladder vom Privatserver Iccup. Von A bis D/E. Es gibt von Privatleuten organisierte Turniere für D (was skillmäßig niedrig ist, E fließt mit rein). Die Leute haben, obwohl im Vergleich zu Topspielern schwacher Skill, eine Möglichkeit sich im Wettbewerb zu messen. Diese Motivation führt zu Training und die Leute erreichen C Rang, wofür es auch wieder Turniere gibt, damit die einzelnen Skillbereiche spannende Wettbewerbe haben und es nicht zu unfairen Siegern kommt, weil jemand viel zu stark ist. Dann gibt es noch A/B als quasi höchste Klasse. Und das sind nur Turniere auf der Seite Teamliquid organisiert. Die höchsten Turniere teils von Teamliquid selber.
Es ist wie überall: Wer Spaß hat und mehr will, spielt im Wettbewerb. Das ist anfänglich die Spielinterne Ladder, dann Turniere, weil Turniere machen mehr Spaß. Es geht um Siegen und Verlieren. Und Turniere für verschiedene Skillbereiche gibt es en mass. ...ok, ich könnt wohl ewig weitertipseln...erneut: Wenn irgendwas, frag irgendwas....
Hier gibts eine Übersicht über Starcraft 2 Turniere: Major, kleinere, wöchentliche und so weiter. http://wiki.teamliquid.net/starcraft2/Major_Tournaments Und das ist nicht vollständig, denn jeder kann im Grunde ein Turnier veranstalten. Und sei es nur für Spieler in Sevilla, wenn ein Veranstalter in Sevilla ein Turnier für die örtlichen Spieler haben will.



An dem Verhältnis von Liga zu Turnier merkt man auch, mit welchen - kurzfristigen - Strukturen Esport größtenteils unterwegs ist. Es gibt Ligen, die Broodwar Liga in Südkorea gab es ca. 10 Jahre, ESL hat diverse Ligen vergleichbar zur Bundesliga samt zweiter Liga unterhalten. Aber die meisten Spiele bauen sich um zeitlich gebundene Turniere auf. Das ist erstmal nichts schlimmes, siehe Tennis, es ist aber wie oben erwähnt in der Masse ein Werkzeug für schnelles / sicheres Geld. Eine Liga ist ein langfristigeres Engangement.
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Re: Overwatch League: Das Mindestgehalt für Profispieler beträgt 50.000 Dollar pro Jahr

Beitrag von DEMDEM »

Kennt wer von euch noch Giga Games und die daraus entstandene Giga Esport Show mit Etienne und Budy (von Rocketgames)? Die haben damals richtige Piornierarbeit mit ihrer eigenen Esport-Liga geleistet. Leider waren die ihrer Zeit weit voraus. Jetzt im Twitch-Zeitalter könnte man sowas viel leichter und viel größer aufziehen
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greenelve
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Re: Overwatch League: Das Mindestgehalt für Profispieler beträgt 50.000 Dollar pro Jahr

Beitrag von greenelve »

DEMDEM hat geschrieben: 30.07.2017 23:17 Kennt wer von euch noch Giga Games und die daraus entstandene Giga Esport Show mit Etienne und Budy (von Rocketgames)? Die haben damals richtige Piornierarbeit mit ihrer eigenen Esport-Liga geleistet. Leider waren die ihrer Zeit weit voraus. Jetzt im Twitch-Zeitalter könnte man sowas viel leichter und viel größer aufziehen
Naja eigene Esport Liga Pionierarbeit....das war mit ihrer Bekanntheit und in der Sendung wurde dem mehr Zeit und eigener Bereich gewidmet, weil es stärker im Kommmen war und die Leute interessiert waren. Die ESL gab es damals allerdings schon als Giga Games mitmachte. Die Spieler in den von Giga Games übertragenen Finals der Liga waren ESL Topspieler / Teams. Damals gab es auch schon die WCG, die von der Kespa aus Südkorea ins Leben gerufen wurde.
Giga Games war der Zeit nicht voraus, sie haben den Schwung mitgenommen und selber vergrößert. Damals war es in Deutschland noch viel Nische und oder Amateurhaft. Bei der Giga Games Liga konnten alle mitmachen und es war ein Hype, da es eine gesammelte Plattform für Hobbyspieler war, sich in diversen Titeln konzentriert zu messen - nicht nur für Profis.
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Re: Overwatch League: Das Mindestgehalt für Profispieler beträgt 50.000 Dollar pro Jahr

Beitrag von DEMDEM »

Uno momento. Es war Giga Games, die das aber ins Fernsehen gebracht haben. Ich habe nicht gesagt, sie haben die erste Esport-Liga aufgestellt. Denn die ESL war und ist nachwievor eine reine Esport-Plattform FÜR Esportler, nicht für Konsumenten. Ihr habt aber darüber diskutiert, wie schwierig es ist eine Liga für die Zuschauer aufzustellen. Das Problem ist, das es keine gibt. Ligen sind schon rein strukturell auf Esportler zugeschnitten, die ESL ist ein Paradebeispiel für.

Aber wenn man sich nun den Trend auf Twitch und Youtube anschaut und wie einfach es ist dort teilweise über 100.000 Zuschauer an ein ganzes Turnierwochenende vorn Bildschirm zu fesseln, so hätte das auch Potenzial für Ligen. Aber das bedarft struktureller Änderung in dem Stream-Bereich mit zum Beispiel fest angestellten Kommentatoren Bisher arbeiten die alle auf freiberuflicher Basis.

Und dazu halte ich gesponsorte Turnierveranstalter schlichtweg für nicht geeignet. Da bräuchte es eher wieder sowas wie damals Giga Esport, das ja keine direkte Kopie auf koreanischer Basis war, sondern aus einer kleinen Ecke bei Giga Games zu einer eigenen Sendung zu einer eigenen Liga sich auf natürliche Weise entwickelt hat - wegen den von ihnen selbst ausgelösten Bedarf für so ein Format.

Daher trauche ich sowas auch eher Sendeformaten wie die Rocketbeans zu, als den üblichen Verdächtigen, die auch Turniere austragen. Einfach schon rein wirtschaftlich betrachtet. Diese übertragenen Turniere sind in erster Linie Werbeplattformen für die besagten Spiele selbst und daher gar nicht auf wirtschaftliche Nachhaltigkeit ausgelegt.