@winkekatze
Selbst in WoW war man in den Anfangstagen, vor X-Realm und automatisierter Gruppensuche und DailyQ´s, darauf angewiesen mit anderen Spielern, teilweise auch in "Großgruppen" zu Kooperieren.
Das ist heute aber nicht sonderlich anders.
Ich spiele WoW seit 2008 und habe somit etliche Entwicklungen mitgemacht und kann sagen, dass sich an diesem Aspekt nichts geändert hat.
Wenn man raiden möchte, muss man sich nach wie vor eine Gruppe suchen und mit den Spielern per TS kommunizieren, das war damals so und ist auch heute noch so.
Gerade mit dem aktuellen Add On, welches verstärkt auf Gruppen-Content ausgelegt ist.
Ich würde behaupten, dass das Hauptaugenmerk des Add Ons die Mythic-Instanzen sind und diese kann man beispielsweise nur mit einer festen Gruppe besuchen, hier kann man sich nicht per Dungeon-Browser anmelden.
Selbst der eigentliche Solo-Content, die World Quests, sind nur eingeschränkt nutzbar, da es durchaus viele Quests gibt, welche eine Gruppe erfordern.
Allgemein werden für Wolrd Quests sehr gerne Gruppen gebaut, da es sich zusammen wesentlich schneller und effizienter questet als alleine.
Am Grundkonzept hat sich über die Jahre also nicht sonderlich viel verändert, wenn man heute etwas erreichen möchte (Raiden, Arena, Rated Battle Grounds), braucht man immer noch eine vernünftige Gruppe.
Die mangelnde Kommunikation kann durchaus ein Kritikpunkt sein, beschränkt sich aber eher auf Content, welcher schnell durchgenudelt ist wie heroische Instanten, der LFR oder auch Quests.
Dass der Ton über die Jahre rauer geworden ist, kann ich erst einmal nicht bestätigen.
Dazu hörte und lese ich zu viel unterschiedliches, die einen Sagen, die Community ist schlimmer geworden, die anderen sagen, sie sei besser geworden.
Meine subjektiven Erfahrungen gehören zu letzterem, allerdings bin ich nur eine Person von vielen und mitnichten ein Abbild der Mehrheit, nur weil mein Empfinden aussagt, dass die Community über die Jahre besser geworden ist (meine schlimmsten Erfahrungen mit der Community in WoW hatte ich, BEVOR der Dungeon Browser kam), muss dies definitiv nicht der Realität entsprechen.
@Balmung
echtes MMORPG
Was ist denn in Deinen Augen ein "echtes" MMO ?
Es hat nie jemand definiert, was ein MMO zu sein und wie es auszusehen hat.
Man konnte auch damals schon MMOs alleine spielen.
Ich habe vor WoW zum Beispiel Dark Age of Camelot gespielt und habe dort alleine PvP betrieben, ganz ohne Gruppe oder andere Mitspieler, selbiges gilt für WoW, ich habe damit 2008 angefangen, sprich zu Burning Crusade und auch da habe ich im End Game ausschließlich PvP betrieben, auch hier wieder ohne Gruppe oder andere Mitspieler (wenn auch nur bedingt, da man in BGs ja andere Mitspieler braucht aber die Suche funktioniert automatisch).
Und mir war klar, dass mir mit dieser Spielweise viel Content unzugänglich bleibt aber dies habe ich in Kauf genommen und ist - zumindest in Bezug auf WoW, ich weiß nicht, wie es in anderen MMOs aussieht - immer noch so.
Ein MMO hat einem immer nur die OPTION geboten, mit anderen Spielern zu spielen, Pflicht war es nie, ergo ist die Definition, welche du voller Ablehnung in die Tasten tipptest
weil MMORPG steht nur noch für eines: hunderte/tausende von Spieler latschen in der gleichen Spielwelt rum, Ende.
auch damals bereits richtig gewesen.
Und ob die Leute ein MMO nur wegen der Story spielen und sich nicht am Gruppen-Content beteiligen mögen, ist doch deren Sache, oder nicht ?
Ich kenne zum Beispiel Spieler, welche nichts anderes tun, als den ganzen Tag vor dem Auktionshaus zu sitzen und Dinge zu verkaufen.
Diese Spieler questen nicht, besuchen keine Dungeons, raiden nicht und betreiben kein PvP, sie verkaufen ausschließlich Dinge im Auktionshaus.
Sie farmen maximal das, was sie verkaufen, in der Regel kaufen sie aber Dinge auf, um sie dann noch teuerer zu verkaufen.
Was ist daran verwerflich ?
Jeder muss selbst wissen, wie er ein Spiel zu spielen hat, wenn man gerne Dinge verkauft und ein MMO einem genau das bietet, warum soll man es dann nicht spielen dürfen ?
Ich verstehe die Problematik dahinter einfach nicht.
Was wer wie und warum spielt, bleibt jedem einzelnen Spieler selbst überlassen.
Diesen Satz
Da lächelt doch von den alten MMOlern nur noch Jeder und dreht sich weg, weil er nur noch die Spiele der letzten Jahre aus dem Genre im Kopf hat und sofort angewidert ist.
kann ich übrigens nicht bestätigen, denn ich kenne einige Spieler, welche ebenfalls mit DaoC und sogar Classic-WoW groß geworden sind, welche WoW heute noch spielen und zwar mit Freuden.
Eine mir bekannte Persönlichkeit als Beispiel (ich meine den Spieler Barlow, eine duchaus bekannte Persönlichkeit in der WoW-Szene, wer WoW spielt oder in der Vergangenheit gespielt hat, könnte diese Person kennen) spielte DaoC und wechselte dann zu WoW, welches er seit der Classic-Beta spielt.
Diese Person spielt heute noch und ist der Meinung, dass zum Beispiel WoW so gut wie nie ist und er einen Heidenspaß am aktuellen Add On hat.
Und mit dieser Meinung, gepaart mit seinen Erfahrungswerten, ist er nicht allein, denn ich schrieb, dass ich davon ein paar mehr Leute kenne.
Also zu schreiben, dass sich alte MMOler heute angewidert von heutigen MMOs (und dazu zähle ich WoW jetzt auch einfach mal, da es sich über die Jahre logischerweise verändert hat) abwenden würden, stimmt nicht.
Ich fasse noch einmal zusammen :
Es hat nie jemand definiert, was ein MMO zu sein und wie es auszusehen hat.
Der Kern eines MMOs, nämlich die Option (keine Pflicht) mit einer Masse anderer Spieler zu spielen, ist damals wie heute unverändert.
Sie ist sogar Pflicht, wenn an etwas erreichen möchte (Beispiel Raids).
Ich betone aber, dass ich kein anderes MMO außer WoW spiele, von daher weiß ich nicht, wie es in anderen MMOs aussieht.