Ehemaliger Kommandant der Royal Air Force schlägt Spieler als mögliche Piloten von Kampfdrohnen vor

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Hoebelix
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Re: Ehemaliger Kommandant der Royal Air Force schlägt Spieler als mögliche Piloten von Kampfdrohnen vor

Beitrag von Hoebelix »

Ich muss da an Ender's Game denken.
Einfach ein Free2Play Game im Internet mit sich nie wiederholenden Missionen.
In Wirklichkeit steuert man aber keine virtuelle Drohne... :D
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Sephiroth1982
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Re: Ehemaliger Kommandant der Royal Air Force schlägt Spieler als mögliche Piloten von Kampfdrohnen vor

Beitrag von Sephiroth1982 »

Keine schlechte Idee, allerdings müssten betreffende Spieler nicht nur wirklich geschickt sein, sondern auch soziopathische Tendenzen aufweisen, sonst klappt das nicht so gut mit dem Gewissen. Aber hey, man könnte da ja mit den Politikern zusammenarbeiten. Für die sind ja alle "Killerspiele"-Spieler potentielle Amokläufer, warum dann nicht den "Amoklauf" in einer kontrollierten Umgebung? :wink:
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Lebensmittelspekulant
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Re: Ehemaliger Kommandant der Royal Air Force schlägt Spieler als mögliche Piloten von Kampfdrohnen vor

Beitrag von Lebensmittelspekulant »

Coem78 hat geschrieben:Vielleicht auch eine Arbeit die man von zu Hause aus erledigen kann? Schnelles Internet natürlich vorausgesetzt....
Was für ein Traumjob. Krieg per Homeoffice. Direkt nach dem Aufstehen, noch bevor der erste Kaffee gemacht ist, kann man schon Demokratie und Menschenrechte herbeibomben. Das ist meine Chance endlich ein Held zu werden :mrgreen:
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Sephiroth1982
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Re: Ehemaliger Kommandant der Royal Air Force schlägt Spieler als mögliche Piloten von Kampfdrohnen vor

Beitrag von Sephiroth1982 »

nawarI hat geschrieben:Ohne mich. Ich stelle in so Spielen viel zu gerne Unsinn an. Bei GTA ist es ja nicht so schlimm, wenn man durchdreht, aber stellt euch vor ihr vergesst zu speichern, bevor ihr bei Elder Scrolls eine Stadt auslöscht, weil euch gerade danach ist (haben wir alle schon gemacht).
Nope. Noch NIE, in meinen tausenden von Stunden in den Elder Scrolls Welten. Weder in Morrowind, noch in Oblivion oder Skyrim. Wirklich nicht. Zumindest nie ganze Städte, sondern nur bestimmte Personen die ich nicht mag/mochte. Wie in Skyrim den Brüllaffen am Schrein und den Farm-Angeber-Schnösel, beide in Whiterun. Aber DIE beiden mag vermutlich eh keiner. Eigentlich auch nen gewissen Clown, aber der ist ja wichtig.
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Alter Sack
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Re: Ehemaliger Kommandant der Royal Air Force schlägt Spieler als mögliche Piloten von Kampfdrohnen vor

Beitrag von Alter Sack »

Temeter  hat geschrieben:
Alter Sack hat geschrieben:
Zinssm hat geschrieben:Warum nicht
Weil es kein Spiel ist.
Wenn es um Vernunft geht, hätte die CIA keine derart große Nachfrage an Drohnen. Und auch keinen Krieg.
Darum gehts nicht. Es geht mir darum das dieser Kommandant das steuern von Kampfdrohnen mit Videospielen gleichsetzt. Das ist kein Spiel. Die Aussage ist hirnrissig und vollkommen deplatziert. Selbst wenn Spieler technisch in der Lage sind das zu tun und durch eine weitere Ausbildung auch psychisch und beruflich die Aufgabe erledigen können sollte man diese zwei Wörter nicht in einem Satz verwenden oder schlimmer noch (wie hier geschehen) kombinieren.

Weil es kein Spiel ist.
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Kajetan
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Re: Ehemaliger Kommandant der Royal Air Force schlägt Spieler als mögliche Piloten von Kampfdrohnen vor

Beitrag von Kajetan »

Sephiroth1982 hat geschrieben:Keine schlechte Idee, allerdings müssten betreffende Spieler nicht nur wirklich geschickt sein, sondern auch soziopathische Tendenzen aufweisen, sonst klappt das nicht so gut mit dem Gewissen.
Jepp. Vollkommen erstaunt hat die Airforce feststellen müssen, dass auch die Drohnenpiloten irgendwann unter PTSD leiden. Menschen wissen ganz genau, dass sie aktiv (!) andere Menschen töten, auch wenn dies tausende von Meilen weg passiert und man die ganze Sache nur sehr distanziert über Bildschirme mit Flug- und Missionsdaten mitbekommt.

Auch hier zeigt sich: Das ist KEIN Videospiel.
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Nightfire123456
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Re: Ehemaliger Kommandant der Royal Air Force schlägt Spieler als mögliche Piloten von Kampfdrohnen vor

Beitrag von Nightfire123456 »

DonDonat hat geschrieben:
Nightfire123456 hat geschrieben:
matzab83 hat geschrieben:Geht es nur mir so, oder erzeugt diese Überlegung nur bei mir Abscheu?

Sicherlich haben Gamer eventuelle Vorerfahrung auf Grundlage der Ähnlichkeit bei der Steuerung, dem Zurechtfinden im 3-Dimensionalen-Raum und dem Ganzen... Aber ernsthaft? Gamer sollen Kriegsgerät steuern?

Meint der Zivilisten? Oder will er diese für seine Armee rekrutieren, dann hoffentlich von Ihrer spielerischen Neugier befreien und sie erst dann auf die Menschheit loslassen?

Wäre es da nicht schlauer, den Drohnenpiloten öfter mal ein Gamepad zum Trainig in die Hand zu drücken?

Ich finde das sehr bedenklich...
Ich lese aus dem Artikel raus das sie gezielt junge Gamer suchen um sie zu Drohnen Piloten auszubilden, da der Bedarf mit den eigenen Leuten nicht gedeckt werden kann.
Klingt zwar zuerst schon ein wenig geschmacklos, aber wenn man so darüber nach denkt ist es doch egal wer die Drohne steuert, das Ergebnis ist immer das gleiche. Ob der Pilot in der Freizeit nun Zockt oder nicht ist für mich da nicht relevant.
Ich lese das Selbe aus dem Artikel, bin bezüglich der Schlussfolgerung aber etwas zwiespaltigen: einerseits stimmt es natürlich schon dass es egal ist wer mit der Drohne Leute tötet, andererseits unterstellt man den "Gamern" so ja schon irgendwie dass sie bereit sind auch Leute im echten Leben zu töten....

Außerdem glaube ich nicht dass das en Gros der Gamer psychisch oder physisch belastbar genug sind um der Tätigkeit eines Drohnen-Piloten nachzugehen. Und ja ich weißt dass Drohnen Piloten es deutlich einfacher haben als z.B. Front Soldaten oder Jet-Piloten, aber dennoch ist die Belastung sehr hoch und nicht für jeden geeignet.
Das ganze liest sich ja wirklich so. Ich denke aber das der Mann von der Air Force die Gamer anwerben will wegen ihren Fähigkeiten sich im 3 Dimensionalen Raum zurecht zu finden und nicht weil sie vom zocken so abgestumpft sind das es keinen Unterschied macht ob sie virtuelle oder echte Menschen abknallen.

Das wird wohl auch der Grund sein warum sie neues Personal dafür brauchen. Die meisten Menschen dürften Probleme mit der Belastung haben. Da ist es nur logisch das man sich um einen stetigen Nachschub von potentiellen Drohnen Piloten kümmert. Woher die kommen ist ja eigentlich egal.
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Temeter 
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Re: Ehemaliger Kommandant der Royal Air Force schlägt Spieler als mögliche Piloten von Kampfdrohnen vor

Beitrag von Temeter  »

Alter Sack hat geschrieben:
Temeter  hat geschrieben:
Alter Sack hat geschrieben:
Weil es kein Spiel ist.
Wenn es um Vernunft geht, hätte die CIA keine derart große Nachfrage an Drohnen. Und auch keinen Krieg.
Darum gehts nicht. Es geht mir darum das dieser Kommandant das steuern von Kampfdrohnen mit Videospielen gleichsetzt. Das ist kein Spiel. Die Aussage ist hirnrissig und vollkommen deplatziert. Selbst wenn Spieler technisch in der Lage sind das zu tun und durch eine weitere Ausbildung auch psychisch und beruflich die Aufgabe erledigen können sollte man diese zwei Wörter nicht in einem Satz verwenden oder schlimmer noch (wie hier geschehen) kombinieren.

Weil es kein Spiel ist.
Naja, grundlegend habe ich da nur herausgelesen, dass die Fähigkeiten aus Spielen teils übertragbar auf Drohnen sind. Sprich, die britische Luftwaffe nutzt schon ihre eigenen Soldaten, nur versucht sich auf diejenigen zu verlassen, die bereits Erfahrung aus Spielen mithaben - logistisch machts vermutlich Sinn, unerfahrene Rekruten sowas machen zu lassen. Denke nicht, dass die jetzt in die Schulen gehen und Jugendliche als Nebenjob Drohnen fliegen lassen. :Blauesauge:

Wobei der Satz
junge Spieler aus dem "PlayStation bedroom"
ihn natürlich wie ein widerlichen Arsch aussehen lässt.

Gerade der letzte Satz hat natürlich was von 'wir brauchen mehr menschliches Material für den Fleischwolf'. Was ja auch mehr oder weniger der Fall ist.
Kajetan hat geschrieben:Jepp. Vollkommen erstaunt hat die Airforce feststellen müssen, dass auch die Drohnenpiloten irgendwann unter PTSD leiden. Menschen wissen ganz genau, dass sie aktiv (!) andere Menschen töten, auch wenn dies tausende von Meilen weg passiert und man die ganze Sache nur sehr distanziert über Bildschirme mit Flug- und Missionsdaten mitbekommt.

Auch hier zeigt sich: Das ist KEIN Videospiel.
Soll sogar teils schlimmer als Krieg sein, weil es keine Gefahrenlage gibt, wo deine Überlebensinstinkte anschlagen, und auch die Kameradschaft völlig fehlt. Schätze praktisch das ganze evolutionäre Zeug, das uns für den Kampf ausrüstet.

Hilft natürlich nicht, wenn Drohnenangriffe tausende von Zivilisten getötet haben. Das wird der Durchschnittliche Soldat am Boden vermutlich auch nicht machen. Jedenfalls nicht in dieser Nummer.
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DonDonat
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Re: Ehemaliger Kommandant der Royal Air Force schlägt Spieler als mögliche Piloten von Kampfdrohnen vor

Beitrag von DonDonat »

Nightfire123456 hat geschrieben: Das ganze liest sich ja wirklich so. Ich denke aber das der Mann von der Air Force die Gamer anwerben will wegen ihren Fähigkeiten sich im 3 Dimensionalen Raum zurecht zu finden und nicht weil sie vom zocken so abgestumpft sind das es keinen Unterschied macht ob sie virtuelle oder echte Menschen abknallen.

Das wird wohl auch der Grund sein warum sie neues Personal dafür brauchen. Die meisten Menschen dürften Probleme mit der Belastung haben. Da ist es nur logisch das man sich um einen stetigen Nachschub von potentiellen Drohnen Piloten kümmert. Woher die kommen ist ja eigentlich egal.
Ich lese aus diesem Artikel auch eine starke Stigmatisierung bzw. ein stark klischeehaftes Denken heraus: nur weil ich Spiele bin ich also automatisch besser dafür geeignet eine Drohne zu fliegen und via Knopfdruck viele Menschen zu töten?
Dass mit der besseren Orientierung im virtuellen Raum mag zwar stimmen, lässt sich aber auch ganz einfach antrainieren: sonst gäbe es schließlich keine Drohnen-Piloten.

Ein weiteres Problem an der Adressierung speziell für jugendliche die ganz knapp volljährig sind und gerne zocken ist doch, dass diese meist keine Ahnung haben worauf sie sich da einlassen: wenn man Werbung speziell so ausrichtet dass sie diese Zielgruppe erreichen soll, werden die Schattenseiten zwangsläufig unter den Tisch fallen.
Marobod
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Re: Ehemaliger Kommandant der Royal Air Force schlägt Spieler als mögliche Piloten von Kampfdrohnen vor

Beitrag von Marobod »

Irgendwann sind alle Streitkraefte automatisiert, und einer sitzt im Kommandozentrum und spielt C&C maeßig die Angriffe ab...

Wird wohl noch ne Weile dauern, bis man merkt ,daß Krieg dumm ist O.o
DEMDEM
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Re: Ehemaliger Kommandant der Royal Air Force schlägt Spieler als mögliche Piloten von Kampfdrohnen vor

Beitrag von DEMDEM »

Alter Sack hat geschrieben:
Temeter  hat geschrieben:
Alter Sack hat geschrieben:
Weil es kein Spiel ist.
Wenn es um Vernunft geht, hätte die CIA keine derart große Nachfrage an Drohnen. Und auch keinen Krieg.
Darum gehts nicht. Es geht mir darum das dieser Kommandant das steuern von Kampfdrohnen mit Videospielen gleichsetzt. Das ist kein Spiel. Die Aussage ist hirnrissig und vollkommen deplatziert. Selbst wenn Spieler technisch in der Lage sind das zu tun und durch eine weitere Ausbildung auch psychisch und beruflich die Aufgabe erledigen können sollte man diese zwei Wörter nicht in einem Satz verwenden oder schlimmer noch (wie hier geschehen) kombinieren.

Weil es kein Spiel ist.
Die Idee ist nicht hirnrissig. Was glaubst du denn, wo die ganzen Nachwuchs-Soldaten herkommen? Das sind alles mal Jugendliche gewesen. Natürlich ist man auf jüngere Soldaten (ab 18 natürlich) schärfer als auf 30 jährige Säcke, ob nun für Kampfsoldaten oder Drohnenpiloten. Wo es beim Ersteren die physische Fitness ist (und das noch nicht vorhandene gefestigte Berufsleben) ist es beim Zweiteren das bessere räumliche Denken. Das hat nichts damit zu tun, was Spiel ist und was nicht. Zum Soldaten ist NIEMAND geboren. Nach der Logik "Weil es kein Spiel ist" ist dann niemand zum Soldaten geeignet.
billy coen 80
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Re: Ehemaliger Kommandant der Royal Air Force schlägt Spieler als mögliche Piloten von Kampfdrohnen vor

Beitrag von billy coen 80 »

Temeter  hat geschrieben:
Kajetan hat geschrieben:Jepp. Vollkommen erstaunt hat die Airforce feststellen müssen, dass auch die Drohnenpiloten irgendwann unter PTSD leiden. Menschen wissen ganz genau, dass sie aktiv (!) andere Menschen töten, auch wenn dies tausende von Meilen weg passiert und man die ganze Sache nur sehr distanziert über Bildschirme mit Flug- und Missionsdaten mitbekommt.

Auch hier zeigt sich: Das ist KEIN Videospiel.
Soll sogar teils schlimmer als Krieg sein, weil es keine Gefahrenlage gibt, wo deine Überlebensinstinkte anschlagen, und auch die Kameradschaft völlig fehlt. Schätze praktisch das ganze evolutionäre Zeug, das uns für den Kampf ausrüstet.

Hilft natürlich nicht, wenn Drohnenangriffe tausende von Zivilisten getötet haben. Das wird der Durchschnittliche Soldat am Boden vermutlich auch nicht machen. Jedenfalls nicht in dieser Nummer.
Kann ich mir auch gut vorstellen. Zwar bleiben einem diese psychisch belastenden Erfahrungen erspart, wie das Durchfahren von Ortschaften, wo links und rechts auf dem Bürgersteig die Opfer des letzten Massakers an der Zivilbevölkerung aufgereiht liegen, aber dafür haben die selbst ausgeübten Taten in der moralischen Bewertung, auch von der jeweiligen Person sich selbst gegenüber, eine ganz andere Dimension. Da befindet man sich nicht unter den Notwendigkeiten einer Kampfhandlung. Da heißt es nie "der oder ich". Da sitzt man in einem Kämmerlein an einem Monitor und nimmt verschwommene Figürchen unter Beschuss. Dass man da aber nichts anderes tut, als Menschen umzubringen, kann wohl dabei trotz dieser abstrakten Situation niemand ausblenden, der über einen sich mindestens im unteren Durchschnitt bewegenden IQ verfügt. Und allein durch diese Situation entsteht viel stärker als bei direkt im Einsatz eingebundenen Soldaten das Gefühl, dass es sich hierbei schlicht um Mord handelt.

Wenn dann im Nachgang noch rauskommt, dass es sich, aufgrund bedauerlicher Fehlinformationen, bei der vermeintlichen IS-Spitzenversammlung in Wahrheit um eine Hochzeitsgesellschaft gehandelt hat, ist spätestens das etwas, was ein Mensch erst einmal wegstecken muss. Das dann schulterzuckend als Kollateralschäden abzutun, zu solch einem sich selbst schützenden Zynismus sind, denke ich, nur sehr wenige Menschen fähig.
DEMDEM
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Re: Ehemaliger Kommandant der Royal Air Force schlägt Spieler als mögliche Piloten von Kampfdrohnen vor

Beitrag von DEMDEM »

DonDonat hat geschrieben:Ich lese aus diesem Artikel auch eine starke Stigmatisierung bzw. ein stark klischeehaftes Denken heraus: nur weil ich Spiele bin ich also automatisch besser dafür geeignet eine Drohne zu fliegen und via Knopfdruck viele Menschen zu töten?
Dass mit der besseren Orientierung im virtuellen Raum mag zwar stimmen, lässt sich aber auch ganz einfach antrainieren: sonst gäbe es schließlich keine Drohnen-Piloten.

Ein weiteres Problem an der Adressierung speziell für jugendliche die ganz knapp volljährig sind und gerne zocken ist doch, dass diese meist keine Ahnung haben worauf sie sich da einlassen: wenn man Werbung speziell so ausrichtet dass sie diese Zielgruppe erreichen soll, werden die Schattenseiten zwangsläufig unter den Tisch fallen.
Nein, nur weil du Gamer bist, bist du NICHT automatisch besser als Drohnen-Pilot geeignet. Das geht auch gar nicht aus dem Artikel heraus. Wer als Drohnen-Pilot geeignet ist zeigt ein Eignungstest. Nur werden wohl Leute, die Erfahrung mit Videospielen haben eine generell höhere Zuverlässigkeit wohl nachweisen, ansonsten hätte man so eine Aussage nicht gemacht.

Und stell dir vor: egal ob als Drohnenpilot oder als Kampfsoldat, die meisten Bewerber haben keine Ahnung, worauf sie sich da einlassen. Wir hatten in Deutschland vor nicht all zu langer Zeit zumindest noch den Grundwehrdienst, der ein prima Schnupperkurs war und wohl auch den Großteil der Neu-Verpflichteten ausgemacht hat. Seit dem wir aber keinen Grundwehrdienst mehr haben, hat auch die Bundeswehr ein akutes Nachwuchs-Problem, obwohl die Bundeswehr nur noch ein Bruchteil der Größe von einst hatte.

Wenn man zum Schluss kommt, dass das Militär an sich eine Daseinsberechtigung hat, so muss man damit auch klar kommen, wer da dient. Es sind nicht 30jährige Familienväter, die einen festen Beruf haben und sich dann entscheiden beim Militär anzuheuern. Es sind die gerade 18jährigen.

Ob die es aus falschen Motivationen machen und geistlich überhaupt im Stande sind zu verstehen, wofür sie sich bewerben, dafür gibt es Eignungstest inklusive psychologische Gutachten, um genau diese Menschen auszusondern, die partout für den Militärdienst nicht geeignet sind. Unter anderem sind das Leute, die fürs Töten zum Militär gehen wollen, die gelten als Ungeeignet.

Man sollte sich vom Bild verabschieden, dass beim Militär nur Hirnochsen und Rambos sind. Das sind nämlich genau die Typen, die man nicht haben möchte (was nicht heißt, dass es auch die nicht gibt). Und bitte jetzt nicht mit US-Militär argumentieren, da ist nämlich einiges schiefgelaufen aufgrund politischer Motivation. Das US-Militär stellt hier eher die Ausnahme dar, die tatsächlich jeden Vollhonk nehmen.
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gollum_krumen
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Re: Ehemaliger Kommandant der Royal Air Force schlägt Spieler als mögliche Piloten von Kampfdrohnen vor

Beitrag von gollum_krumen »

Balmung hat geschrieben:Hm, da kommt mir ein Video in den Sinn... mal gucken ob ich das wieder finde...

Und gefunden! Ist auch so ein absolut genialer Kurzfilm, den man sich unbedingt ansehen sollte und bitte NICHT spoilern!:

https://www.youtube.com/watch?v=UXX0TRtg5Vk
Danke!
Baazin
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Re: Ehemaliger Kommandant der Royal Air Force schlägt Spieler als mögliche Piloten von Kampfdrohnen vor

Beitrag von Baazin »

Zitat 1
"aber die Nachfrage sei momentan zu groß - zumal die psychischen Belastungen der Drohnen-Piloten auch ziemlich hoch seien."
Zitat 2
"we can take a young 18- or 19-year-old out of their PlayStation bedroom and put them into a Reaper cabin"

Wer findet den Widerspruch?
Wahrscheinlich ist es aber keiner weil es ihn sch...Egal ist.
Ein solcher "drohnen-krieger" dürfte in der Ausbildung ein Bruchteil von dem eines echten Piloten Kosten. Wen er "Kaputt" ist gibts ja genug andere.
Im Grunde ist es aber ist es aber der nächste logische schritt. Die Anforderungen ändern sich mit der Digitalisierung des Kriegs. Da ist es logisch das man sich auch an diese jugendliche wenden wird.
Zum einen dürfte hier durchaus Interesse vorhanden sein zum anderen haben sie eben schon Vorerfahrungen mit digitaler Kriegsführung. Grade Fans von spielen wie ARMA dürften eine Ideale Zielgruppe sein.