Einfach ein Free2Play Game im Internet mit sich nie wiederholenden Missionen.
In Wirklichkeit steuert man aber keine virtuelle Drohne...
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Was für ein Traumjob. Krieg per Homeoffice. Direkt nach dem Aufstehen, noch bevor der erste Kaffee gemacht ist, kann man schon Demokratie und Menschenrechte herbeibomben. Das ist meine Chance endlich ein Held zu werdenCoem78 hat geschrieben:Vielleicht auch eine Arbeit die man von zu Hause aus erledigen kann? Schnelles Internet natürlich vorausgesetzt....
Nope. Noch NIE, in meinen tausenden von Stunden in den Elder Scrolls Welten. Weder in Morrowind, noch in Oblivion oder Skyrim. Wirklich nicht. Zumindest nie ganze Städte, sondern nur bestimmte Personen die ich nicht mag/mochte. Wie in Skyrim den Brüllaffen am Schrein und den Farm-Angeber-Schnösel, beide in Whiterun. Aber DIE beiden mag vermutlich eh keiner. Eigentlich auch nen gewissen Clown, aber der ist ja wichtig.nawarI hat geschrieben:Ohne mich. Ich stelle in so Spielen viel zu gerne Unsinn an. Bei GTA ist es ja nicht so schlimm, wenn man durchdreht, aber stellt euch vor ihr vergesst zu speichern, bevor ihr bei Elder Scrolls eine Stadt auslöscht, weil euch gerade danach ist (haben wir alle schon gemacht).
Darum gehts nicht. Es geht mir darum das dieser Kommandant das steuern von Kampfdrohnen mit Videospielen gleichsetzt. Das ist kein Spiel. Die Aussage ist hirnrissig und vollkommen deplatziert. Selbst wenn Spieler technisch in der Lage sind das zu tun und durch eine weitere Ausbildung auch psychisch und beruflich die Aufgabe erledigen können sollte man diese zwei Wörter nicht in einem Satz verwenden oder schlimmer noch (wie hier geschehen) kombinieren.Temeter hat geschrieben:Wenn es um Vernunft geht, hätte die CIA keine derart große Nachfrage an Drohnen. Und auch keinen Krieg.Alter Sack hat geschrieben:Weil es kein Spiel ist.Zinssm hat geschrieben:Warum nicht
Jepp. Vollkommen erstaunt hat die Airforce feststellen müssen, dass auch die Drohnenpiloten irgendwann unter PTSD leiden. Menschen wissen ganz genau, dass sie aktiv (!) andere Menschen töten, auch wenn dies tausende von Meilen weg passiert und man die ganze Sache nur sehr distanziert über Bildschirme mit Flug- und Missionsdaten mitbekommt.Sephiroth1982 hat geschrieben:Keine schlechte Idee, allerdings müssten betreffende Spieler nicht nur wirklich geschickt sein, sondern auch soziopathische Tendenzen aufweisen, sonst klappt das nicht so gut mit dem Gewissen.
Das ganze liest sich ja wirklich so. Ich denke aber das der Mann von der Air Force die Gamer anwerben will wegen ihren Fähigkeiten sich im 3 Dimensionalen Raum zurecht zu finden und nicht weil sie vom zocken so abgestumpft sind das es keinen Unterschied macht ob sie virtuelle oder echte Menschen abknallen.DonDonat hat geschrieben:Ich lese das Selbe aus dem Artikel, bin bezüglich der Schlussfolgerung aber etwas zwiespaltigen: einerseits stimmt es natürlich schon dass es egal ist wer mit der Drohne Leute tötet, andererseits unterstellt man den "Gamern" so ja schon irgendwie dass sie bereit sind auch Leute im echten Leben zu töten....Nightfire123456 hat geschrieben:Ich lese aus dem Artikel raus das sie gezielt junge Gamer suchen um sie zu Drohnen Piloten auszubilden, da der Bedarf mit den eigenen Leuten nicht gedeckt werden kann.matzab83 hat geschrieben:Geht es nur mir so, oder erzeugt diese Überlegung nur bei mir Abscheu?
Sicherlich haben Gamer eventuelle Vorerfahrung auf Grundlage der Ähnlichkeit bei der Steuerung, dem Zurechtfinden im 3-Dimensionalen-Raum und dem Ganzen... Aber ernsthaft? Gamer sollen Kriegsgerät steuern?
Meint der Zivilisten? Oder will er diese für seine Armee rekrutieren, dann hoffentlich von Ihrer spielerischen Neugier befreien und sie erst dann auf die Menschheit loslassen?
Wäre es da nicht schlauer, den Drohnenpiloten öfter mal ein Gamepad zum Trainig in die Hand zu drücken?
Ich finde das sehr bedenklich...
Klingt zwar zuerst schon ein wenig geschmacklos, aber wenn man so darüber nach denkt ist es doch egal wer die Drohne steuert, das Ergebnis ist immer das gleiche. Ob der Pilot in der Freizeit nun Zockt oder nicht ist für mich da nicht relevant.
Außerdem glaube ich nicht dass das en Gros der Gamer psychisch oder physisch belastbar genug sind um der Tätigkeit eines Drohnen-Piloten nachzugehen. Und ja ich weißt dass Drohnen Piloten es deutlich einfacher haben als z.B. Front Soldaten oder Jet-Piloten, aber dennoch ist die Belastung sehr hoch und nicht für jeden geeignet.
Naja, grundlegend habe ich da nur herausgelesen, dass die Fähigkeiten aus Spielen teils übertragbar auf Drohnen sind. Sprich, die britische Luftwaffe nutzt schon ihre eigenen Soldaten, nur versucht sich auf diejenigen zu verlassen, die bereits Erfahrung aus Spielen mithaben - logistisch machts vermutlich Sinn, unerfahrene Rekruten sowas machen zu lassen. Denke nicht, dass die jetzt in die Schulen gehen und Jugendliche als Nebenjob Drohnen fliegen lassen.Alter Sack hat geschrieben:Darum gehts nicht. Es geht mir darum das dieser Kommandant das steuern von Kampfdrohnen mit Videospielen gleichsetzt. Das ist kein Spiel. Die Aussage ist hirnrissig und vollkommen deplatziert. Selbst wenn Spieler technisch in der Lage sind das zu tun und durch eine weitere Ausbildung auch psychisch und beruflich die Aufgabe erledigen können sollte man diese zwei Wörter nicht in einem Satz verwenden oder schlimmer noch (wie hier geschehen) kombinieren.Temeter hat geschrieben:Wenn es um Vernunft geht, hätte die CIA keine derart große Nachfrage an Drohnen. Und auch keinen Krieg.Alter Sack hat geschrieben:
Weil es kein Spiel ist.
Weil es kein Spiel ist.
ihn natürlich wie ein widerlichen Arsch aussehen lässt.junge Spieler aus dem "PlayStation bedroom"
Soll sogar teils schlimmer als Krieg sein, weil es keine Gefahrenlage gibt, wo deine Überlebensinstinkte anschlagen, und auch die Kameradschaft völlig fehlt. Schätze praktisch das ganze evolutionäre Zeug, das uns für den Kampf ausrüstet.Kajetan hat geschrieben:Jepp. Vollkommen erstaunt hat die Airforce feststellen müssen, dass auch die Drohnenpiloten irgendwann unter PTSD leiden. Menschen wissen ganz genau, dass sie aktiv (!) andere Menschen töten, auch wenn dies tausende von Meilen weg passiert und man die ganze Sache nur sehr distanziert über Bildschirme mit Flug- und Missionsdaten mitbekommt.
Auch hier zeigt sich: Das ist KEIN Videospiel.
Ich lese aus diesem Artikel auch eine starke Stigmatisierung bzw. ein stark klischeehaftes Denken heraus: nur weil ich Spiele bin ich also automatisch besser dafür geeignet eine Drohne zu fliegen und via Knopfdruck viele Menschen zu töten?Nightfire123456 hat geschrieben: Das ganze liest sich ja wirklich so. Ich denke aber das der Mann von der Air Force die Gamer anwerben will wegen ihren Fähigkeiten sich im 3 Dimensionalen Raum zurecht zu finden und nicht weil sie vom zocken so abgestumpft sind das es keinen Unterschied macht ob sie virtuelle oder echte Menschen abknallen.
Das wird wohl auch der Grund sein warum sie neues Personal dafür brauchen. Die meisten Menschen dürften Probleme mit der Belastung haben. Da ist es nur logisch das man sich um einen stetigen Nachschub von potentiellen Drohnen Piloten kümmert. Woher die kommen ist ja eigentlich egal.
Die Idee ist nicht hirnrissig. Was glaubst du denn, wo die ganzen Nachwuchs-Soldaten herkommen? Das sind alles mal Jugendliche gewesen. Natürlich ist man auf jüngere Soldaten (ab 18 natürlich) schärfer als auf 30 jährige Säcke, ob nun für Kampfsoldaten oder Drohnenpiloten. Wo es beim Ersteren die physische Fitness ist (und das noch nicht vorhandene gefestigte Berufsleben) ist es beim Zweiteren das bessere räumliche Denken. Das hat nichts damit zu tun, was Spiel ist und was nicht. Zum Soldaten ist NIEMAND geboren. Nach der Logik "Weil es kein Spiel ist" ist dann niemand zum Soldaten geeignet.Alter Sack hat geschrieben:Darum gehts nicht. Es geht mir darum das dieser Kommandant das steuern von Kampfdrohnen mit Videospielen gleichsetzt. Das ist kein Spiel. Die Aussage ist hirnrissig und vollkommen deplatziert. Selbst wenn Spieler technisch in der Lage sind das zu tun und durch eine weitere Ausbildung auch psychisch und beruflich die Aufgabe erledigen können sollte man diese zwei Wörter nicht in einem Satz verwenden oder schlimmer noch (wie hier geschehen) kombinieren.Temeter hat geschrieben:Wenn es um Vernunft geht, hätte die CIA keine derart große Nachfrage an Drohnen. Und auch keinen Krieg.Alter Sack hat geschrieben:
Weil es kein Spiel ist.
Weil es kein Spiel ist.
Kann ich mir auch gut vorstellen. Zwar bleiben einem diese psychisch belastenden Erfahrungen erspart, wie das Durchfahren von Ortschaften, wo links und rechts auf dem Bürgersteig die Opfer des letzten Massakers an der Zivilbevölkerung aufgereiht liegen, aber dafür haben die selbst ausgeübten Taten in der moralischen Bewertung, auch von der jeweiligen Person sich selbst gegenüber, eine ganz andere Dimension. Da befindet man sich nicht unter den Notwendigkeiten einer Kampfhandlung. Da heißt es nie "der oder ich". Da sitzt man in einem Kämmerlein an einem Monitor und nimmt verschwommene Figürchen unter Beschuss. Dass man da aber nichts anderes tut, als Menschen umzubringen, kann wohl dabei trotz dieser abstrakten Situation niemand ausblenden, der über einen sich mindestens im unteren Durchschnitt bewegenden IQ verfügt. Und allein durch diese Situation entsteht viel stärker als bei direkt im Einsatz eingebundenen Soldaten das Gefühl, dass es sich hierbei schlicht um Mord handelt.Temeter hat geschrieben:Soll sogar teils schlimmer als Krieg sein, weil es keine Gefahrenlage gibt, wo deine Überlebensinstinkte anschlagen, und auch die Kameradschaft völlig fehlt. Schätze praktisch das ganze evolutionäre Zeug, das uns für den Kampf ausrüstet.Kajetan hat geschrieben:Jepp. Vollkommen erstaunt hat die Airforce feststellen müssen, dass auch die Drohnenpiloten irgendwann unter PTSD leiden. Menschen wissen ganz genau, dass sie aktiv (!) andere Menschen töten, auch wenn dies tausende von Meilen weg passiert und man die ganze Sache nur sehr distanziert über Bildschirme mit Flug- und Missionsdaten mitbekommt.
Auch hier zeigt sich: Das ist KEIN Videospiel.
Hilft natürlich nicht, wenn Drohnenangriffe tausende von Zivilisten getötet haben. Das wird der Durchschnittliche Soldat am Boden vermutlich auch nicht machen. Jedenfalls nicht in dieser Nummer.
Nein, nur weil du Gamer bist, bist du NICHT automatisch besser als Drohnen-Pilot geeignet. Das geht auch gar nicht aus dem Artikel heraus. Wer als Drohnen-Pilot geeignet ist zeigt ein Eignungstest. Nur werden wohl Leute, die Erfahrung mit Videospielen haben eine generell höhere Zuverlässigkeit wohl nachweisen, ansonsten hätte man so eine Aussage nicht gemacht.DonDonat hat geschrieben:Ich lese aus diesem Artikel auch eine starke Stigmatisierung bzw. ein stark klischeehaftes Denken heraus: nur weil ich Spiele bin ich also automatisch besser dafür geeignet eine Drohne zu fliegen und via Knopfdruck viele Menschen zu töten?
Dass mit der besseren Orientierung im virtuellen Raum mag zwar stimmen, lässt sich aber auch ganz einfach antrainieren: sonst gäbe es schließlich keine Drohnen-Piloten.
Ein weiteres Problem an der Adressierung speziell für jugendliche die ganz knapp volljährig sind und gerne zocken ist doch, dass diese meist keine Ahnung haben worauf sie sich da einlassen: wenn man Werbung speziell so ausrichtet dass sie diese Zielgruppe erreichen soll, werden die Schattenseiten zwangsläufig unter den Tisch fallen.
Danke!Balmung hat geschrieben:Hm, da kommt mir ein Video in den Sinn... mal gucken ob ich das wieder finde...
Und gefunden! Ist auch so ein absolut genialer Kurzfilm, den man sich unbedingt ansehen sollte und bitte NICHT spoilern!:
https://www.youtube.com/watch?v=UXX0TRtg5Vk