The Last of Us: Verfilmung aufgrund kreativer Differenzen auf unbestimmte Zeit verschoben

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Wigggenz
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Re: The Last of Us: Verfilmung aufgrund kreativer Differenzen auf unbestimmte Zeit verschoben

Beitrag von Wigggenz »

SethSteiner hat geschrieben:Teilweise kann ich Änderungen nachvollziehen bspw. wenn der Charakter äußerst abgedreht aussieht oder abstoßend und man dann gegen die Vorlage stattdessen ein Äußeres wählt das nicht so heraus fällt. Auffällig dürfte das bspw. in Game of Thrones sein, wo Tyrion immer noch seine Nase hat oder ein anderer Charakter keinen blauen Bart.
Man sollte bedenken, dass äußerliche Änderungen nicht immer auch nur äußerliche Änderungen bleiben.
Manchmal haben solche scheinbaren bloßen Äußerlichkeiten auch großen Einfluss auf den Charakter selbst sowie seine Beziehungen zu anderen Charakteren, sodass schon eine große Abweichung in der Charakterzeichnung an sich, nicht nur im äußeren Erscheinungsbild entsteht.

Sowas wie Haarfarbe wird in den meisten Fällen ein letztlich einfach ohne große Folgen für den Char abänderbares Merkmal sein, während so etwas wie eine fehlende Nase da schon deutlich größere Tragweite hat.
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SethSteiner
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Re: The Last of Us: Verfilmung aufgrund kreativer Differenzen auf unbestimmte Zeit verschoben

Beitrag von SethSteiner »

@Wiggenz
Absolut, absolut. Die Veränderung des Äußeren ist immer etwas, was man sich genau überlegen sollte und dabei denke ich auch, dass das für Haarfarben gilt, immerhin kann diese Wahl ja auch durchaus einen guten Grund haben, Ausdruck der Persönlichkeit des Charakters, selbst wenn es dann storytechnisch keine große oder gar keine Tragweite hat. Mich würde es im GoT Beispiel schon interessieren, wie wohl die Rezeption gewesen wäre, wäre man der Vorlage treu geblieben.
Wortgewandt
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Re: The Last of Us: Verfilmung aufgrund kreativer Differenzen auf unbestimmte Zeit verschoben

Beitrag von Wortgewandt »

Passender Artikel zu der Frage: http://www.zeit.de/digital/games/2016-0 ... ntwicklung
Klasse Artikel. Danke für den Link.
Weil der Spieler Ellie in The Last of Us aktiv beschützt, entsteht eine Verbindung, die in einem Film oder Roman so kaum erreichbar wäre. Diese Form der emotionalen Bindung wurde in der Presse wiederholt mit einer großartigen Geschichte verwechselt.
Genau mein Reden und sowas von auf den Punkt. Ein toller Artikel für die gesamte 4Players-Redaktion, besonders für Herrn Luibl, den ich trotzdem sehr schätze. :)

Das einzige Spiel, was für mich neue Akzente im Geschichtenerzählen gesetzt hat, war und ist The Witcher 3. Ja, der Hauptplot ist banal, trotzdem spannend. Aber diese ganzen kleinen Nebengeschichten sind eine klasse für sich und kein Dauerabklatsch irgendwelcher Fantasy-Klischees! Aber dieses Meisterwerk kann man eh nicht genug loben.
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Wulgaru
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Re: The Last of Us: Verfilmung aufgrund kreativer Differenzen auf unbestimmte Zeit verschoben

Beitrag von Wulgaru »

Zumindest was Pilzthematik und Beziehung Kind-Erwachsene angeht gibt es dieses Jahr bereits einen ziemlich guten Film, den ich zuletzt in England gesehen habe, hat auch schon nen Deutschland-Release:
http://www.filmstarts.de/kritiken/236389.html

War ziemlich gelungen und wenn man ehrlich ist sind diese Endzeitfilme doch mittlerweile relativ austauschbar (der Klappentext zu meinem Link ist ein gutes Beispiel), egal ob es nun so wie Last of US oder wieder ein Zombiefilm wäre. Da kommt es wirklich nur noch auf gut geschriebene Charaktere oder einen speziellen Kniff an (abermals mein Linkbeispiel, das mit schlechteren Leuten Rotz im Quadrat gewesen wäre). Ich würde diesen Film hier zwar sehr gerne sehen, aber wirklich nur wenn man sich dahinter klemmt und ihn nicht einfach rausrotzt.
CritsJumper
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Re: The Last of Us: Verfilmung aufgrund kreativer Differenzen auf unbestimmte Zeit verschoben

Beitrag von CritsJumper »

Wortgewandt hat geschrieben: Dir ist bewusst, dass TWD auf Comics beruht, die seit 2003 erschienen sind? Und TWD hat sich schon sehr von Romero beeinflussen lassen.
Vorweg. Ich hab The Road leider nicht sehen können weil es im Psn nicht als Stream Verfügbar ist und in der Bücherrei nicht hat und bei Amazon hab ich keine Lust ab 18er Titel zu ordern.

Wegen dem Comic. Hast du die alle gelesen und die wurden auch alle 1 zu 1 umgesetzt inklusive aller Szenen und Charakter? Ich denke eher nicht. Habe diese aber auch nicht gelesen. Aber ich weiß das Staffel 6 erst 2014 gedreht wurden sein muss und daher ein Jahr nach dem Release von TLOU.

Zudem hat das Game viele neue Elemente zu Zombie Filmen beigetragen. Ich habe so ziemlich viele verschiedene Filme angeschaut, außer die Voodoo Filme welche zuerst zum Zombie Mythos geführt haben. Das waren ja irgendwelche Toxine, die den Menschen scheinbar Tot erscheinen ließen, aber später, nach der Beerdigung kamen sie wieder zu sich.

Wenn man aber schaut wie Telltales WD ist und wie die Serie, so hat man zwar grobe Übereinstimmungen aber eben keine 1 zu 1 Szenen. Ich denke so ist das auch bei den Comics.

Aber viele verstehen oder sehen auch nicht was TLOU so anders macht als die vielen andere Filme. Bei einer groben Betrachtung habt ihr recht, aber es gibt so viele Dinge in dem Videogame, die ein Film einfach nicht leisten kann. Das Gesamtkonzept ist so viel mehr als TWD Franchice (bis 2015) das ich immer schockiert bin wenn man das so herab stuft.

Das ist keine Fanbrille. Zugegeben es sind feine struckturen, welche für mich einen großen unterschied ausmachen.

Wulgaru, danke für den Film Tipp!
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Wulgaru
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Re: The Last of Us: Verfilmung aufgrund kreativer Differenzen auf unbestimmte Zeit verschoben

Beitrag von Wulgaru »

ChrisJumper hat geschrieben:
Wortgewandt hat geschrieben: Dir ist bewusst, dass TWD auf Comics beruht, die seit 2003 erschienen sind? Und TWD hat sich schon sehr von Romero beeinflussen lassen.
Vorweg. Ich hab The Road leider nicht sehen können weil es im Psn nicht als Stream Verfügbar ist und in der Bücherrei nicht hat und bei Amazon hab ich keine Lust ab 18er Titel zu ordern.

Wulgaru, danke für den Film Tipp!
Na, ein bisschen musst du wohl nach warten und dann gut aufpassen ob er wo läuft. :wink:

Aber anhand deines Postes merkt man ja schon das du ne Affinität für das Genre hast, dann solltest du The Road wirklich mal irgendwie gucken. Gibt es bestimmt für nen 5er beim Saturn mittlerweile wenn die Streamingdienste da streiken, der lohnt sich wirklich. Das Buch auf dem das basiert auch.
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Xris
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Re: The Last of Us: Verfilmung aufgrund kreativer Differenzen auf unbestimmte Zeit verschoben

Beitrag von Xris »

Ernsthaft? Also gegen The Walking Dead soll es abstinken? Mich interessiert das hier auf jedenfall mehr als diese Zombie Serie, schon allein weil das deutlich komprimierter ist und zumindest der Pilz deutlich mehr gemacht als die Virusgeschichte in TWD, deren apokalyptisches Ergebnis noch nie einen Sinn machte, was auch irgendwie das Problem des Genres ist. Wie auch immer TWD ist eine endlos lange Serie ohne rechtes Ziel, in dem ein Psychopath nach dem anderen auftaucht und eine drastische Gewaltszenen die nächste zu übertrumpfen versucht und das alles garniert mit total deepen menschlichen Konflikten.
Comics gelesen? Hintergrundwissen zu TWD? Für den ursprünglichen Autor waren die Zombies den ich nur Mittel zum Zweck. Die eigentliche Story ist "was tun Menschen wenn es kein Gesetz und keine Regierung mehr gibt, wie entwickeln sie sich"? Deshalb rücken die Zombies im Laufe der Serie auch immer weiter in den Hintergrund. Sie spielen eigl. nur eine untergeordnete Rolle. Möglich dass das wie und warum auch am Ende der Serie nicht aufgeklärt wird.

Die Zombies sind vll. nicht realistisch. Die menschlichen Abgründe ohne Regeln und Regierung aber durchaus. Und deshalb befindet sich TWD meiner Meinung nach auf einem wesentlich höherem Niveau als TLOU. Der eigentliche Plot von TLoU (Person die imun ist und vermutlich Heilmittel in sich trägt) wurde so schon 1:1 von zig SIFI Filmen aus den 80zigern und 90zigern abgehandelt. Und das der Urpsrung der Zombiepandemie in TLOU logisch erklärt wird, nun das wird er auch in Resident Evil. Aber iwie wayne oder? Zombies alleine sind langweilig. Egal woher sie kommen. Davon abgesehen verlässt sich nämlich TLOU sehr stark auf das bewährte TWD Rezept. Denn eigl. ist es ein Drama.

Und um mal auf das Topic zurückzukommen: was wäre denn am Ende dabei rausgekommen? The Walking Dead der Film? Ich fand schon das TLoU vom Konzept her sehr viel mit TWD gemeinsam hat.
Zuletzt geändert von Xris am 19.11.2016 20:41, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: The Last of Us: Verfilmung aufgrund kreativer Differenzen auf unbestimmte Zeit verschoben

Beitrag von CritsJumper »

johndoe12796354 hat geschrieben:Passender Artikel zu der Frage: http://www.zeit.de/digital/games/2016-0 ... ntwicklung

Übrigens .. TLOF? The Last of Fucks. D:
Tja so ist das halt wenn jemand der von Spielen nichts versteht, Artikel schreiben darf. Ähnliches liest man ja auch zu Killerspielen. Allein das hier ein Life is Strange Bild verwendet wurde sagt achon fast genug aus. Also für meine Blickwinkel.
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Re: The Last of Us: Verfilmung aufgrund kreativer Differenzen auf unbestimmte Zeit verschoben

Beitrag von CritsJumper »

Xris
Hmm kann sein das dieser Umstand, Zombies sind nur Mittel zum Zweck.. das ist was ich auch bei TLOU schätze, als auch das der lange Betrachtungs Zeitraum bei dem Schock. Anders als Pandemie Filme ist es ja keine kurze Kriese sondern ein Dauerzustand. Ich finde das was bei TWD der 6 Staffel halt richtig gut, freue mich schon auf gleich wenn es bei rtl2 weiter geht.

Anfangs war TWD viel gewalt und Klischee und da waren die schauspieler auch noch relative schlecht... das ist bei dem Comic bestimmt besser. Ich sollte die auch mal auf Englisch schauen.

Tlou aks Film hätte die Marke zerstört. Denke ich. Aber für mich war die Immunität von Ellie nebensächlich und wahrscheinlich auch nicht bewiesen. Wobei die Sporen hatte sie ja auch ohne Gasmaske glaub ich. Was mich Berührte war der Abgrund der Seele, aber vor allem die Welt als verkannter Charakter. Nicht nur die Spuren, sondern als Evolution und von mir aus Naturgott mit dem Pilz verwurzeltes Überwesen. Fast wie eine KI in Terminator, Skynet als Biowesen quasi. Oder ein Immunsystem das den Virus Mensch angreift und abstößt. Das fehlt bei TWD. Da ist es maximal ein Tier.. aber selbst der Rasen wird gemäht in Session 6 und das ist viel schlechter umgesetzt usw...
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Xris
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Re: The Last of Us: Verfilmung aufgrund kreativer Differenzen auf unbestimmte Zeit verschoben

Beitrag von Xris »

Aber die Zombies sind wie gesagt auch nur die Rahmenhandlung. Um die geht es primär gar nicht in TWD. Sie sind der Auslöser. Aber TWD will eigentlich die langfristigen Auswirkungen behandeln. Und im Endeffekt sind die Zombies in TWD nichts gegen das was sich die Überlebenden untereinander antun. Das wirklich Schlimme daran ist, das dieses Ausmaß an physischer und psychischer Gewalt absolut nicht unrealistisch unter solchen und ähnlichen Umständen ist.

Und ja die deutschen Synchronsprecher... Leider oft fehlbesetzt.

TLoU hat mich vorranig wegen der gelungenen Atmo gepackt. Die Beziehung zwischen Ellie und Joel - naja. Sympatisch waren mir beide. Aber um mich dann wirklich auch emotional zu flashen (was die Sorge um Ellies überleben miteinschließt) war das Ganze etwas zu vorhersehbar. Im Endeffekt zu wenig Konsequenzen. Ähnlich wie im Spiel zu TWD. Wobei das schon ein wenig weiter ist in vielerlei Hinsicht aber ja auch in einem anderen Genre zuhause ist.
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Re: The Last of Us: Verfilmung aufgrund kreativer Differenzen auf unbestimmte Zeit verschoben

Beitrag von CritsJumper »

Xris hat geschrieben:Aber die Zombies sind wie gesagt auch nur die Rahmenhandlung. Um die geht es primär gar nicht in TWD. Sie sind der Auslöser. Aber TWD will eigentlich die langfristigen Auswirkungen behandeln. Und im Endeffekt sind die Zombies in TWD nichts gegen das was sich die Überlebenden untereinander antun. Das wirklich Schlimme daran ist, das dieses Ausmaß an physischer und psychischer Gewalt absolut nicht unrealistisch unter solchen und ähnlichen Umständen ist.
Ich will hier kurz noch mal drauf eingehen, zuvor hatte ich ohne Tastatur schreiben müssen. Da ist mir der Aspekt unter gegangen, was ich damit ausdrücken wollte.

Genau das was du da schreibst, das die Zombies zur Rahmenhandlung werden, ist der aktuelle Grund warum ich in letzter Zeit, so beeindruckt bin von The Walking Dead, also Staffel 5 fängt ja noch eklig brutal an hatte für meinen Geschmack auch zu viele Zeitsprünge und das Erzähltempo war noch nicht so gut verdichtet und noch zu viel Action. Aber jetzt ab Staffel 6, da empfinde ich das ganze viel besser. Viel mehr Ausgewogenheit und selbst in der Action wird noch mehr Handlung erzählt. Das wirkt langsam immer professioneller.

Wahrscheinlich ist das in den Comics noch besser aber in den ersten Filmen wie geschrieben nicht. Das empfand ich teilweise bei TLOU ganz anders, also es mag auch daran gelegen haben das ich von der ganzen Welt so abgelenkt war und meine Emotionen mit dem Verlust von den vielen Wegbegleitern bei TLOU dauernd überfordert war. Ganz anders als auf der "einfachen" Ebene eines Schockers über zu große Gewaltdarstellung, eines TWD Seassion 1 und 2.

Zudem ist ein Film nicht so nah am Körper wie ein Videospiel. Das hat für mich noch mal andere Dimensionen, ist aber auch ein Erlebnis das wahrscheinlich jeder anders empfindet. Videospiele betrachte ich generell als Kunst und es kommt halt drauf an wie sehr man sich darauf einlassen kann und wie stark man selber berührt wird. Vielleicht vergleichbar mit einer Droge oder einem Ohrwurm, der sich auch nicht gleichmäßig sondern sehr individuell ausbreitet.

Mittlerweile, empfinde ich das Spiel auch nicht mehr so wie beim ersten mal, was zum Teil daran liegt das ich weiß was auf mich zukommt und ich habe keine Angst und Ressourcen sorgen mehr. Mir bleibt seltener die Wahl ob ich Menschen töte oder weiter ziehe in dem ich ich vorbei schleiche etc.. - nach LiS sollten Spieler immer die Wahl haben zu töten oder nur zu Betäuben oder ähnliches, aber mit dem vollen Auswirkungen wie es eben in TWD (Film) der Fall ist, so das es immer ein Risiko Birgen kann jemandem zu vertrauen, aber auch eine Chance.

Man könnte da so gute Spiele draus machen aber es fällt wirklich schwer. Übrigens noch mal zu TLOU, da gibt es auch viele Menschen als Gegenspieler die ganz anders (teilweise viel Cleverer in Anführungszeichen) agieren. Aber dort wurde mir viel früher auch deren Perspektive klar, das ist auch etwas das TWD jetzt mit und mit beschreibt, nachdem jeder Charakter einzeln erklärt wurde.

Sind die Comics eigentlich abgeschlossen? Ich sollte da vielleicht mal ein Sammelband kaufen.

P.s.: Ich denke wirklich wenn man versucht TLOU in einen Film mit 2 Stunden länge zu pressen, einfach zu viel kaputt geht. Dann vielleicht einfach wie bei Advent Children von Final Fantasy in einen kurzen zusätzlichen Clip der als Hommage an die Serie lediglich einen gelungenen Augenblick für Fans des Games darstellt. Vielleicht einfach Left Behind verfilmen. Aber selbst das wäre halt zweifelhaft. Einfach weil die Bindung zu Ellie und ihrer Freundin nicht mehr da ist. Aber da bin ich auch vorbelastet weil ich das Comic gelesen habe und zuvor schon alle Texte/Momente aus dem Spiel kannte.
Zuletzt geändert von CritsJumper am 19.11.2016 22:42, insgesamt 1-mal geändert.
billy coen 80
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Re: The Last of Us: Verfilmung aufgrund kreativer Differenzen auf unbestimmte Zeit verschoben

Beitrag von billy coen 80 »

ChrisJumper hat geschrieben:Tlou aks Film hätte die Marke zerstört. Denke ich. Aber für mich war die Immunität von Ellie nebensächlich und wahrscheinlich auch nicht bewiesen. Wobei die Sporen hatte sie ja auch ohne Gasmaske glaub ich.
Spoiler
Show
Doch doch, das war schon sehr eindeutig. Im Story-Add-On sieht man, wie sie gebissen wird und im Hauptspiel gibt es eine Stelle, wo sie mit Joel in eine U-Bahnstation flieht, wo die Luft zum Schneiden dicht mit Sporen gefüllt ist. Da gab es eine Einstellung, wo man sah, wie sich Joel, natürlich mit Gasmaske, hinter einer Bank vor patroullierenden Wachen versteckte, und Ellie kurz scheinbar ganz verdattert anschaute, als die sich ohne jede Atemschutzmaßnahme neben ihn hockte.
Ansonsten war ich auch von Anfang an kein Fan der Idee einer Filmumsetzung und teile deine Einschätzung, was eine mögliche Verfilmung angeht. Als Spiel, welches einem über viele Stunden hinweg die beiden Protagonisten näher brachte, hat es einfach funktioniert. Die Handlung war einfach gestrickt, aber das Spiel lebte eben von der in diesem Medium fast einzigartigen Charakterdarstellung. Als Film wäre das so schlicht nie rübergekommen. Fans des Spiels hätten halt, aufgrund ihrer Vorkenntnisse, nostalgische Gefühle gekriegt, sofern man den Film gut umgesetzt hätte, aber für jeden nicht diesbezüglich "vorgebildeten" Kinogänger wäre es nur einer unter vielen Filmen gewesen, der sich mit Menschen in einer postapokalyptischen Welt auseinandersetzt. Genau diese Bindung an die Figuren, die einem die lange Spielzeit und die entsprechend langsam vorankommenden Erzählstrukturen - das Plus durch die Interaktion natürlich nicht außer Acht zu lassen - hätte in einem Film, der kinobesuchergerecht wohl nicht länger als maximal zwei Stunden hätte gehen dürfen, nie so entwickelt werden können. Damit hätte man der Erzählung genau das (innerhalb seines orginären Mediums) Alleinstellungsmerkmal genommen und sie wäre innerhalb des Mediums, in welches man sie nun krampfhaft adaptieren musste, mehr oder weniger nur als Massenware und eine unter vielen Zombie-Apokalysen-Geschichten und erst recht als eine unter vielen nicht weiter erwähnenswerten Spieleverfilmungen untergegangen. Und das wünsche ich der Marke TLOU einfach nicht, denn als Spiel hat es einfach zu gut funktioniert und mir ein tolles Spielerlebnis bereitet. :verliebt:

Es ist nicht immer sinnvoll, ständig von einem in ein anderes Medium adaptieren zu wollen. Es gibt Dinge, die kann man super in Büchern erzählen, sie aber kaum in ähnlich eindrucksvoller Manier verfilmen. Umgekehrt kommen Dinge, die der Film mit seinen audiovisuellen Fähigkeiten erzeugen kann, in geschriebener Form nicht annähernd so gut rüber. Und gerade das Medium Videospiel hat da noch, gerade im Bereich des Erzählens einer stringenten Geschichte deutlich stärkere Hindernisse, dafür aber eben auch erhebliche Pluspunkte um Inhalte auf andere aber letzlich nicht minder beeindruckende Art rüberzubringen. Da ist natürlich die Interaktion, die Bücher und Filme nicht bieten können. Die ist eben ein wesentliches Hindernis dafür, eine Geschichte genauso einfach und bruchfrei zu erzählen wie in Film und Literatur, aber kann eben auch eingesetzt werden, den Spieler anderweitig bei der Stange zu halten.
CritsJumper
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Re: The Last of Us: Verfilmung aufgrund kreativer Differenzen auf unbestimmte Zeit verschoben

Beitrag von CritsJumper »

Stimmt, war nur ein spontaner Gedanke der mir kam. Aber ja dadurch das im Story-Add-On, jemand infiziert wird ist eigentlich ein direkter Beweis dafür der das ausschließen soll. Bei den Sporen hätte es ja auch impotente Sporen sein können, oder sonst ein seltener impotenter Träger. Sehr unwahrscheinlich, aber ich fand den Gedanken faszinierend, als ich eben drüber nach dachte. Zudem wird die selbe Person auch durch die Jacke infiziert im Vorfeld des Comics zu TLOU. *wobei ich schlag das grad noch mal nach, das ist so aus dem Gedächtnis*

Edit: Ah nein, sie zeigt den Unterarm und da ist nichts zu sehen. Ich dachte es wäre weil der Zombie durch die andere Seite gebissen hatte, als die Seite die gezeigt wurde. Quasi obere Handfläche und nicht die gezeigte untere Handfläche. Aber da vergeht ja auch noch etwas Zeit.
can\'t take this anymiore ...
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Re: The Last of Us: Verfilmung aufgrund kreativer Differenzen auf unbestimmte Zeit verschoben

Beitrag von can\'t take this anymiore ... »

ChrisJumper hat geschrieben:
johndoe12796354 hat geschrieben:Passender Artikel zu der Frage: http://www.zeit.de/digital/games/2016-0 ... ntwicklung

Übrigens .. TLOF? The Last of Fucks. D:
Tja so ist das halt wenn jemand der von Spielen nichts versteht, Artikel schreiben darf. Ähnliches liest man ja auch zu Killerspielen. Allein das hier ein Life is Strange Bild verwendet wurde sagt achon fast genug aus. Also für meine Blickwinkel.
Gibt es da auch irgendwelche Argumente oder hast du nach dem Bild aufgehört, zu "lesen"?
CritsJumper
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Re: The Last of Us: Verfilmung aufgrund kreativer Differenzen auf unbestimmte Zeit verschoben

Beitrag von CritsJumper »

johndoe12796354 hat geschrieben: Gibt es da auch irgendwelche Argumente oder hast du nach dem Bild aufgehört, zu "lesen"?
Ja siehe in den Posts weiter oben. Zudem wurde genau dieser Zeit-Artikel an anderer Stelle im Forum, ich glaub es war auch zu einem TLOU/Life is Strange-Thread, oder dem 4P-Testbericht schon mal diskutiert worden. Kann auch sein in einem Faszination zwischen Bits & Bytes Thread.

Aber ich habe da halt komplett andere Ansichten. Eben wie auch wenn ich versuche mit jemandem zu diskutieren der Killerspiele befürwortet. Für mich war der Autor einfach nicht fähig andere Medien neben seinen gewohnten zu verstehen. Wenn man es so ausdrücken möchte.

Zudem finden sich auch eine Contra-Punkte in den Kommentaren unter dem Zeit Artikel selber.