Star Citizen - Hinter den Kulissen: Entwickler reagieren auf Kritik an der CitizenCon 2016 und zur Verschiebung von Squadron 42

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Kajetan
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Re: Star Citizen - Hinter den Kulissen: Entwickler reagieren auf Kritik an der CitizenCon 2016 und zur Verschiebung von

Beitrag von Kajetan »

KaioShinDE hat geschrieben:Das geht aber nur wenn man die Grundbausteine dann mit dem ursprünglich geplanten Budget hinbekommt. Und genau da liegt der Hund begraben. Wenn man merkt man braucht mehr Geld als ursprünglich angenommen sollte man das vielleicht offen kommunizieren und nicht einfach noch mehr Kram versprechen um irgendwie zu rechtfertigen noch mehr Geld haben zu wollen.
Stretch Goals!

Abgesehen davon ... Roberts wollte das Kaufen von Schiffspaketen einstellen, hat aber nach mehrheitlichem Backer-Zuspruch diese Möglichkeit weiter offen gelassen. Roberts HATTE schon genug Geld, aber wenn die Backer noch mehr Geld geben wollen ... würdest Du als Projektleiter dann "Nein, danke!" sagen?
Aber klar, ist alles unbegründetes gehate und man soll sich mal informieren und überhaupt, ...
Eben dies. Vieles, was zu SC an Kritik geäussert wird, basiert auf zum Teil haarsträubender Unkenntnis über das Projekt.
130 Mio klingt nach viel Kohle, aber das Spiel ist seit 2012 in Entwicklung, man kann sich ja mal überlegen was 8 Jahre Entwicklung kosten mit einem Team von 212 Leuten (Stand 2014, das ist wenn überhaupt nur mehr geworden).
Wir wissen nicht, wieviel Geld bislang ausgegeben wurde, wie hoch die regelmäßigen Unkosten sind. Von daher sind Spekulationen darüber, ob Jahre X in Entwicklung in Relation zu Summe Y stehen, vollkommen aus der Luft gegriffen. Das ist übrigens ein Punkt, der zu berechtigter Kritik einlädt: Was passiert mit dem Geld? Für was wird das Geld ausgegeben? So transparent, wie hier über die Entwicklung berichtet wird, sollte ein Entwickler, der seine Kohle via Crowdfunding bezieht, auch über seine Ausgaben berichten. Vor allem bei derartigen Summen, wie sie Roberts eingesammelt hat.

Wir wissen nur, dass hier ein AAA-Projekt nicht unter den finanziellen Rahmenbedingungen umgesetzt wird, die normalerweise für AAA-Projekte üblich sind. Vergleichen kann man das eventuell mit dem Freiraum, den Rockstar seitens Take2 für ein GTA eingeräumt bekommt. Das dauert auch viele Jahre, kostet ein Schweinegeld und basiert dabei größtenteils auf vorhandener Technologie.
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Kajetan
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Re: Star Citizen - Hinter den Kulissen: Entwickler reagieren auf Kritik an der CitizenCon 2016 und zur Verschiebung von

Beitrag von Kajetan »

ronny_83 hat geschrieben:Ist doch kack egal, was für Stretchgoals erfunden und erreicht wurden, weil man nicht wusste wohin mit dem Geld.
Du verwechselst Ursache und Wirkung. Zuerst kamen die Stretchgoals und dann erst das Geld.
Es existiert ja nach all den Jahren nicht mal ein zusammenhängendes Kernspiel.
Doch, das tut es. Die Alpha enthält fast alle Features, die das fertige Spiel aufweisen soll. Du loggst Dich in die Lobby ein und bist in der Station in Deiner Kabine. Du verlässt die Kabine und trifft draussen andere Spieler. Du nimmst Aufträge an und/oder kaufst Ausrüstung für Dich und/oder das Schiff ein. Du triffst Dich mit Deiner Crew und ihr steigt in das Multicrew-Schiff ein. Du fliegst zum Missionsziel und must Dich dort mit Piratenschiffen herumschlagen. Dann verlässt Du Dein Schiff und betrittst in FPS-View die Zielstation, suchst dort das Missionsziel. In der Station ballerst Du Dich FPS-mäßig mit Gegnern oder anderen Spielern herum. Du erledigst Deinen Auftrag und fliegst zurück. Geht man nach den sonst üblichen Schulbuchdefinitionen der Software-Entwicklung ist SC eigentlich bereits in der Beta, weil nahezu Feature-Complete.

Das ist der Kern des gesamten Gameplays. Jetzt bereits spielbar. Und im nächsten Alpha-Release gibt es auch das erste, inhaltlich vollständig erstellte System.
Und vor allem sollte man Zusatzziele so auswählen, dass sie die Entwicklungszeit eines Grundspiels nicht von 3 auf 20 Jahre verlängert, weil die benötigte Technik für die Zusatzziele überhaupt nicht mit der gewählten Technik für das Basisspiel zusammenpasst und man so auch für das Grundspiel alle zugrunde liegenden Techniken über den Haufen werfen muss.
Es gab kein Basisspiel und keine Basistechnologie, sondern ein Basiskonzept (!), welches umgesetzt werden sollte, falls nicht mehr als ca. 10-15 Mio. zusammenkommen sollten. Kickstarter-Geld + Investoren. Als sehr schnell klar wurde, dass sehr viel mehr Geld herein kam und alle (!) Stretchgoals erreicht werden, wurde dieses Basiskonzept um die Features erweitert, die Roberts so oder so einbauen wollte, falls er genug Geld bekommen würde. Dieses Geld hat er bekommen.
Aber ich finanziere keine Spiele bei denen sich plötzlich herausstellt, dass ich dem Rentenalter ein ganzes Stück näher gerückt bin bevor ich das größtenteils finale Ergebnis endlich mal genießen kann.
Du, es ist Dein Geld. Du entscheidest, wem Du es gibst. Ich war übrigens auch lange Zeit skeptisch und bin es immer noch in Sachen Geld, gerade weil das Projekt in dem, was es erreichen will, ziemlich riskant ist. Da kann immer noch gewaltig was schiefgehen. Ich habe Roberts übrigens keinen müden Cent gegeben und werde das erst dann tun, wenn SQ42 erscheint UND es dann was taugen sollte.

Jedoch, je mehr man sehen kann, desto geringer schätze ich das Risiko ein, dass nie etwas erscheinen wird. Ob es dann was taugt, ist natürlich eine ganz andere Frage, die man erst nach einem offiziellen Release beantworten können wird.
Und vor allem find ich es absurd, dass man dieses Projekt als Prozess und Methode so abfeiert. Das kann für niemanden ein Vorbild sein, wie Crowdfunding und vor allem Spieleentwicklung zu funktionieren hat.
SC ist bemerkenswert, weil es AAA-Spiele ohne die sonst üblichen faulen Kompromisse erlaubt. Hier geht es nicht darum schnellschnell was hinzuwürgen, damit die Aktionäre zufrieden sind. Hier hat der kreative und treibende Kopf hinter dem Projekt die vollständige Freiheit. Mit allen Risiken und Nebenwirkungen, die eine solche Freiheit mit sich bringt. Wie eben Feature Creep und das ewige Feilen an winzigen Details bis zur Überperfektion, weil Roberts ein bisweilen unerträglicher Perfektionist ist.
unknown_18
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Re: Star Citizen - Hinter den Kulissen: Entwickler reagieren auf Kritik an der CitizenCon 2016 und zur Verschiebung von

Beitrag von unknown_18 »

Tjo, und genau wegen dem letzten Absatz kann ich auch damit leben, wenn aus SC nichts wird, dann sind zwar meine 180 Euro "für nichts" (ich konnte ja min. die Alpha spielen) weg, aber wenn Niemand etwas riskieren würde, wäre so eine Entwicklung wie die von SC erst gar nicht möglich gewesen. Und wenn ich so die Nörgler an der SC Entwicklung lese, dann habe ich fast immer das Gefühl es mit Jemandem zu tun zu haben, der so wenig Risiken wie nur möglich in seinem Leben eingeht.

Es geht hier aber nur um Geld, Geld das ich bereits vor lange Zeit ausgegeben habe, das ist längst verbucht. Wenn nun aus SC was wird, super, wenn nicht, wo ist dann das Problem? Alles was vielleicht leidet ist mein Glauben in solche Projekte, aber auch nur vielleicht, denn andere Crowdfunding Projekte waren durchaus schon erfolgreich und Crowdfunding bedeutet immer hohes Risiko, dass am Ende nichts daraus wird. Nur wer in seinem Leben derart auf Geld fixiert ist, macht deshalb so ein Fass auf, ich bin es nicht, eher im Gegenteil, ich hasse es was Geld aus Menschen macht.

Ohne ein Risiko einzugehen wäre so ein Spiel wie SC völlig unmöglich und da so gut wie alle Unternehmen heutzutage Feiglinge sind, die kein Risiko eingehen wollen, sind solche Projekte wie SC eben um so unterstützenswerter. Und wer weiß wie Software Entwicklung abläuft, der weiß auch das dort nichts wie geplant läuft und das dort oft Zeit in Dinge investiert werden, die am Ende verworfen werden weil sie nicht so funktionieren wie man sich das Gedacht hat... völlig normal. Darum ist es mir auch völlig egal wann genau SC fertig ist, mir ist nur wichtig das es irgendwann fertig wird. Selbst wenn ich selbst die Fertigstellung nicht mehr miterleben würde wäre ich trotzdem froh wenn es fertig würde und die Anderen damit Spaß haben könnten. Auch in der Hoffnung, dass Einige dann lernen, dass es sich durchaus lohnt mal Risiken einzugehen, die einem gar nicht schaden können, denn es geht nur um Geld.
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Cpl. KANE
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Re: Star Citizen - Hinter den Kulissen: Entwickler reagieren auf Kritik an der CitizenCon 2016 und zur Verschiebung von

Beitrag von Cpl. KANE »

Kajetan hat geschrieben:Ich habe Roberts übrigens keinen müden Cent gegeben und werde das erst dann tun, wenn SQ42 erscheint UND es dann was taugen sollte.
Das ist auch mein Plan. Die ganzen "Packages" sehen schick aus, aber ich weiß von SC allgemein einfach zu wenig, um "blind" zu investieren. Ich bin auch zu faul, um mich in die Materie einzulesen.
Das war beispielsweise beim Hexer anders, aber da kenne ich mich eben aus und das Genre sagt mir allgemein eher zu.

Sollte SQ42 gut werden kaufe ich es gerne, wenn nicht ist es auch kein Problem, da ich quasi nie etwas erwartet habe.
Funkee
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Re: Star Citizen - Hinter den Kulissen: Entwickler reagieren auf Kritik an der CitizenCon 2016 und zur Verschiebung von

Beitrag von Funkee »

KaioShinDE hat geschrieben:
schefei hat geschrieben: So funktioniert Crowdfunding mit Stretchgoals nun mal. Natürlich könnte man nur das ursprünglich versprochene liefern und alle Mehreinnahmen direkt als Gewinn verbuchen, aber dann wäre die Kritik (berechtigterweise) wohl noch größer.
Das geht aber nur wenn man die Grundbausteine dann mit dem ursprünglich geplanten Budget hinbekommt. Und genau da liegt der Hund begraben. Wenn man merkt man braucht mehr Geld als ursprünglich angenommen sollte man das vielleicht offen kommunizieren und nicht einfach noch mehr Kram versprechen um irgendwie zu rechtfertigen noch mehr Geld haben zu wollen.

Aber klar, ist alles unbegründetes gehate und man soll sich mal informieren und überhaupt, aber dann sagen die Verteidiger dauert halt bis 2020, wie das Geld aber nochmal 4 Jahre reichen soll da wird dann einfach blind vertraut weil wenn der Entwickler das sagt dann stimmt das auch so. :roll:

130 Mio klingt nach viel Kohle, aber das Spiel ist seit 2012 in Entwicklung, man kann sich ja mal überlegen was 8 Jahre Entwicklung kosten mit einem Team von 212 Leuten (Stand 2014, das ist wenn überhaupt nur mehr geworden). Der Zustrom an neuen Käufern ist jedenfalls merklich abgeflacht, viel scheint da nicht mehr zu kommen.
Der Tag vor der Citcon war bisher der erfolgreichste in Bezug auf das Funding von SC. Bisher hat CIG es geschafft, konstant Gelder für die Entwicklung zu sammeln, von einem Abflachen kann da gar keine Rede sein.

Das FPS-Modul soll im nächsten Patch kommen. Das musste verschoben werden, weil Illfonic, die im Auftrag von CIG die Assets dafür gebastelt haben, diese in den falschen Dimensionen gebaut haben, weil irgendjemand beim entsprechenden Meeting nicht mitgeschrieben hat. Das führte dann dazu, dass die Assets nicht von CIG verwertet werden konnten, weil sie nicht in deren Modul passten.

Ich kann allen nur empfehlen, mal die kürzlich erschienene Artikelserie bei Kotaku über Star Citizen zu lesen:

http://www.kotaku.co.uk/2016/09/23/insi ... ar-citizen

Meiner Meinung nach guter Journalismus und es bietet einen einmaligen Einblick in die Geschichte von Star Citizen. Danach kann man immer noch motzen, aber macht das dann evtl etwas objektiver :Häschen: .

Den Featurecreep kann man kritisieren, mittlerweile bin ich da auch etwas skeptisch. Sie sollten sich jetzt erstmal auf die wichtigsten Features konzentrieren. Das Bugfixing wird auch noch ein großes Thema werden und viel Zeit benötigen, ich glaube die sind da ein wenig naiv was die Zeitplanung angeht.

Auf der anderen Seite sind allen nach der Gamescom-Demo die Augen rausgefallen, als sie das erste Mal die Planetenlandungen gezeigt werden, und einen Monat später nach der Citcon-Demo gähnen alle und sagen "Kennen wir schon", hallo??
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Re: Star Citizen - Hinter den Kulissen: Entwickler reagieren auf Kritik an der CitizenCon 2016 und zur Verschiebung von

Beitrag von Funkee »

Balmung hat geschrieben:Tjo, und genau wegen dem letzten Absatz kann ich auch damit leben, wenn aus SC nichts wird, dann sind zwar meine 180 Euro "für nichts" (ich konnte ja min. die Alpha spielen) weg, aber wenn Niemand etwas riskieren würde, wäre so eine Entwicklung wie die von SC erst gar nicht möglich gewesen. Und wenn ich so die Nörgler an der SC Entwicklung lese, dann habe ich fast immer das Gefühl es mit Jemandem zu tun zu haben, der so wenig Risiken wie nur möglich in seinem Leben eingeht.

Es geht hier aber nur um Geld, Geld das ich bereits vor lange Zeit ausgegeben habe, das ist längst verbucht. Wenn nun aus SC was wird, super, wenn nicht, wo ist dann das Problem? Alles was vielleicht leidet ist mein Glauben in solche Projekte, aber auch nur vielleicht, denn andere Crowdfunding Projekte waren durchaus schon erfolgreich und Crowdfunding bedeutet immer hohes Risiko, dass am Ende nichts daraus wird. Nur wer in seinem Leben derart auf Geld fixiert ist, macht deshalb so ein Fass auf, ich bin es nicht, eher im Gegenteil, ich hasse es was Geld aus Menschen macht.

Ohne ein Risiko einzugehen wäre so ein Spiel wie SC völlig unmöglich und da so gut wie alle Unternehmen heutzutage Feiglinge sind, die kein Risiko eingehen wollen, sind solche Projekte wie SC eben um so unterstützenswerter. Und wer weiß wie Software Entwicklung abläuft, der weiß auch das dort nichts wie geplant läuft und das dort oft Zeit in Dinge investiert werden, die am Ende verworfen werden weil sie nicht so funktionieren wie man sich das Gedacht hat... völlig normal. Darum ist es mir auch völlig egal wann genau SC fertig ist, mir ist nur wichtig das es irgendwann fertig wird. Selbst wenn ich selbst die Fertigstellung nicht mehr miterleben würde wäre ich trotzdem froh wenn es fertig würde und die Anderen damit Spaß haben könnten. Auch in der Hoffnung, dass Einige dann lernen, dass es sich durchaus lohnt mal Risiken einzugehen, die einem gar nicht schaden können, denn es geht nur um Geld.
Sehr gut ausgedrückt, genau das ist auch meine Ansicht. Ich meine, man kann jetzt quasi für 60€ sowohl SQ42 als auch SC "vorbestellen", das sind zwei AAA-Spiele zum Preis von weniger als einem CoD, mit eben dem Risiko, dass es nichts wird oder die eigenen Erwartungen nicht erfüllt. Es wird immer gegen EA und Activision gehatet wegen deren Politik, aber selbst geben will keiner was, und das obwohl es heutzutage sehr viel teurer geworden ist, große Spieleprojekte zu entwickeln. Auch weil der Casualgamer nach immer besserer Grafik schreit. Wenn keiner mehr investiert bekommen wir eben nur noch den immer gleichen Einheitsbrei serviert, den die Masse der Casualgamer garantiert kauft.
Cpl. KANE hat geschrieben:
Kajetan hat geschrieben:Ich habe Roberts übrigens keinen müden Cent gegeben und werde das erst dann tun, wenn SQ42 erscheint UND es dann was taugen sollte.
Das ist auch mein Plan. Die ganzen "Packages" sehen schick aus, aber ich weiß von SC allgemein einfach zu wenig, um "blind" zu investieren. Ich bin auch zu faul, um mich in die Materie einzulesen.
Das war beispielsweise beim Hexer anders, aber da kenne ich mich eben aus und das Genre sagt mir allgemein eher zu.

Sollte SQ42 gut werden kaufe ich es gerne, wenn nicht ist es auch kein Problem, da ich quasi nie etwas erwartet habe.
Das ist auch vollkommen in Ordnung, wenn man nicht restlos überzeugt ist oder einem das Projekt generell nicht zusagt und man erstmal auf etwas Handfester warten möchte. Nur wenn keiner investiert wird es eben auch keine Innovationen mehr geben auf dem Spielesektor, sondern nur noch den immer gleichen Mist. Ich sehe Star Citizen als Experiment, die Grenzen des Machbaren auszuloten, und dafür habe ich jetzt schon ein paar hundert Euro für gegeben. Kann natürlich schief gehen, aber ich habe auch schon weit mehr Geld für weit dümmere Sachen ausgegeben.
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Re: Star Citizen - Hinter den Kulissen: Entwickler reagieren auf Kritik an der CitizenCon 2016 und zur Verschiebung von

Beitrag von unknown_18 »

Ganz genau. SC kann man auch als Experiment sehen und neben meinem Vertrauen in Roberts, der bisher immer abgeliefert hat, war durchaus dieses Experiment auch ein Grund SC derart zu unterstützen bzw. auch eine Art Aufschrei "ich will nicht bloß Einheitsbrei!". Der Hauptgrund war aber natürlich, dass das Spiel genau mein Ding ist (wie viele SciFi Weltraum Sachen). Ist SC erfolgreich mit seinem Weg, wird das Crowdfunding Spielen ganzen neue Türe eröffnen, weil dann ist SC das beste Beispiel dafür, was Crowdfunding bringen kann.

Aktuell versuchen die Leute ja schon SC als Argument gegen Crowdfunding zu bringen, absoluter Schwachsinn, so lange ein Crowdfunding Projekt weder erfolgreich zu Ende gebracht wurde noch gescheitert ist, kann es überhaupt kein Argument für oder gegen Crowdfunding sein.
Funkee hat geschrieben:Auf der anderen Seite sind allen nach der Gamescom-Demo die Augen rausgefallen, als sie das erste Mal die Planetenlandungen gezeigt werden, und einen Monat später nach der Citcon-Demo gähnen alle und sagen "Kennen wir schon", hallo??
Tja, so ist das halt mit Crowdfunding, damit hat man zwar keine Investoren an der Backe, dafür aber die ganzen Backer. Nun kann man sich darüber streiten was besser ist: die Pest oder die Cholera?
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Re: Star Citizen - Hinter den Kulissen: Entwickler reagieren auf Kritik an der CitizenCon 2016 und zur Verschiebung von

Beitrag von johndoe1824162 »

Balmung hat geschrieben:Tja, so ist das halt mit Crowdfunding, damit hat man zwar keine Investoren an der Backe, dafür aber die ganzen Backer. Nun kann man sich darüber streiten was besser ist: die Pest oder die Cholera?
Das ist schon ganz schrecklich. Über 100 Mio von den Volltrotteln eingesammelt. Ohne große Verpflichtungen und Risiko. Und dann wagen es auch noch welche mal ihre Meinung zu sagen. Für die Kohle stampfen andere ein Witcher + GTA aus dem Boden.
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beatnicker
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Re: Star Citizen - Hinter den Kulissen: Entwickler reagieren auf Kritik an der CitizenCon 2016 und zur Verschiebung von

Beitrag von beatnicker »

Leaks hat geschrieben:[...]Und dann wagen es auch noch welche mal ihre Meinung zu sagen. [...]
Tjo, wenn diese "Meinungen" i.d.R. Bullshit beinhalten, und damit meine ich die hervorgebrachten "Fakten*", dann ist Gegenwind durchaus berechtigt.

*Beispiel 1:
Leaks hat geschrieben:Über 100 Mio von den Volltrotteln eingesammelt. Ohne große Verpflichtungen und Risiko.
*Beispiel 2:
Leaks hat geschrieben:Über 100 Mio von den Volltrotteln eingesammelt. [...] Für die Kohle stampfen andere ein Witcher + GTA aus dem Boden.
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Kajetan
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Re: Star Citizen - Hinter den Kulissen: Entwickler reagieren auf Kritik an der CitizenCon 2016 und zur Verschiebung von

Beitrag von Kajetan »

ronny_83 hat geschrieben: Ja. Das war meine Aussage. Nach meiner Erinnerung gab es eine Kampagne mit $500.000 und Stretch Goals bis $6 Mio. Danach wurden immer mehr und mehr Stretch Goals geschaffen, die die Leute immer mehr antrieben in das Projekt zu investieren und das Spielkonzept auseinander gerissen haben. Anstatt das Roberts sagt "Ich hab genug, danke. Jetzt mach ich fertig" (was eigentlich der größte Kritikpunkt ist). Z.B. kam dieses ganze Prozedual-Planeten-Bla Bla erst mit dem Stretch Goal bei $41 Mio.. Das, was sie letztens auf der Messe ausführlich gezeigt haben. Noch kein Spiel fertig, aber schon an solchen Stretch Goals herumbauen, die technologisch auch so anspruchsvoll sind, dass die zugrunde liegende Technik angepasst werden muss und die Entwicklung ins Stocken gerät.
Die Oberflächen-Generierung ist nicht wirklich technisches Neuland. Das ist eine vergleichsweise einfache Aufgabe. Schwieriger ist da schon das nahtlos erscheinende Streaming von Daten samt passendem Level of Detail, damit der Spieler nahtlos vom All bis zur Oberfläche hinunter fliegen kann, ohne dass es übel aussieht oder ruckelt wie Sau.

Wenn Du schon von schwierigen, anspruchsvollen Techniken sprichst, dann rede bitte vom 64bit-Koordinatensystem, dem Physik-Container-System für die korrekte Berechnung aller Physik-Umgebungen aller Objekte je nach Beschaffenheit und Ort und dem neuen Netzwerk-Code, der all diese Datenmengen schnell genug von den Clients zum Server und wieder zurück schicken muss. DAS ist eine technische Herausforderung und hier kann immer noch jede Menge schiefgehen, gerade weil man hier technisches Neuland betreten hat. Es kann durchaus passieren, dass ab x Spielern gleichzeitig der Code den Geist aufgibt und das PU so nicht realisiert werden kann, der Code ein zweites Mal komplett neu geschrieben werden muss. Werden wir dann sehen.
Kajetan hat geschrieben:SC ist bemerkenswert, weil es AAA-Spiele ohne die sonst üblichen faulen Kompromisse erlaubt. Hier geht es nicht darum schnellschnell was hinzuwürgen, damit die Aktionäre zufrieden sind. Hier hat der kreative und treibende Kopf hinter dem Projekt die vollständige Freiheit.
Du tust so, als wäre alles, was an AAA über Publisher erscheint totaler Mist und nur AAA aus Indie-Hand lohnenswert.
Wenn Du aufhören würdest mir irgendwelche Dinge in den Mund zu legen ... danke!
Es gibt sehr viele AAA-Titel von Publishern, die hohe Qualität haben und wo die die faulen Kompromisse überhaupt nicht sehen kannst.
In jedem hochpolierten CoD werden Dir die faulen Kompromisse nur so im Minutentakt überdeutlich um die Ohren gedroschen ...
Große AAA-Titel sind auch 5 Jahre und mehr in Entwicklung und das reicht ja auch irgendwann, weil man sich sonst in dem Projekt fest fährt und neue Technologien und Konkurrenzprodukte das gerade in Entwicklung befindliche plötzlich vorschnell altern lassen.
Ja, kann passieren. Da ist es von Vorteil, wenn man sich an Technologien versucht, die es noch nirgendwo gibt :)
Dieses Crowdfunding-Werk macht doch jetzt schon mindestens genauso viel falsch wie AAA-Spiele aus Publisher-Hand.
Ich dachte, dass viele AAA-Titel von Publishern eine hohe Qualität haben? Sprich, bei SC darf man also viel falsch machen, weil doch zum Schluss was Gutes bei rauskommt, oder nicht?
Es nutzt quasi alles in der Entwicklung und Veröffentlichung, was Pubisher über die Jahre etabliert haben.
???
Hier wird nix schnell hingewirkt, aber auch überhaupt nix erreicht.
Die spielbare Alpha ist also "gar nix"? Hmmm ...
Bisher nix halbes und nix ganzes geliefert und alles in Bruchstücken. Hier hat der kreative, treibende Kopf hinter dem Projekt anscheinend eher die Orientierung verloren.
Möglich. Ich habe schon Spiele in wesentlich kleinerem Ausmaß gesehen, die ein halbes Jahr vor Release eine wüste Ansammlung von Kraut und Rüben waren, wo erst kurz vor Schluss alles zusammengekommen ist. Kann auch hier bei SC passieren. Oder auch nicht. Das werden wir aber erst noch sehen. Wenn Du Dich bis dahin lieber in Vorverurteilungen ergehen willst ... bitte, dann mach halt, wenn Dich das glücklich macht. Ich warte lieber ab, bevor ich ein endgültiges Urteil fälle.

Und wie bereits gesagt ... je mehr man von SC sieht, um so geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass das alles in die Hosen geht. Gerade die letzten 12 Monate haben enorme Fortschritte gebracht, seit grundlegende technische und organisationelle Probleme gelöst wurden und man sich endlich um den Inhalt kümmern kann.
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Re: Star Citizen - Hinter den Kulissen: Entwickler reagieren auf Kritik an der CitizenCon 2016 und zur Verschiebung von

Beitrag von Temeter  »

ronny_83 hat geschrieben:Natürlich kann es das. Dazu brauchst du dir nur andere Projekte angucken, wo mit weitaus weniger gesteckten Zielen auch nix erreicht wurde oder in nur befriedigender Qualität. Wie soll man da einem Mann über den Weg trauen, der das letzte Mal vor 10 Jahren ein (kleines) Spiel produziert hat. Sammelt 100 Mio. ein und alle glauben, dass es DAS Überding wird. Der soll doch erstmal mit einem 10tel des Geldes beweisen, dass er ein aktuelles Spiel herstellen kann bevor er sich im Nirvana des Finanzierungsbudgets verliert.
Wirklich schön, dass du nicht nur die Erwartungshaltung von 1.5 Millionen Leute abschätzen kannst, sondern ihnen auch noch sagst, was sie mit ihrem Geld zu machen haben.

Sonst gehts dir aber noch gut, oder?
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Re: Star Citizen - Hinter den Kulissen: Entwickler reagieren auf Kritik an der CitizenCon 2016 und zur Verschiebung von

Beitrag von Funkee »

ronny_83 hat geschrieben:
Kajetan hat geschrieben:Du verwechselst Ursache und Wirkung. Zuerst kamen die Stretchgoals und dann erst das Geld.
Ja. Das war meine Aussage. Nach meiner Erinnerung gab es eine Kampagne mit $500.000 und Stretch Goals bis $6 Mio. Danach wurden immer mehr und mehr Stretch Goals geschaffen, die die Leute immer mehr antrieben in das Projekt zu investieren und das Spielkonzept auseinander gerissen haben. Anstatt das Roberts sagt "Ich hab genug, danke. Jetzt mach ich fertig" (was eigentlich der größte Kritikpunkt ist). Z.B. kam dieses ganze Prozedual-Planeten-Bla Bla erst mit dem Stretch Goal bei $41 Mio.. Das, was sie letztens auf der Messe ausführlich gezeigt haben. Noch kein Spiel fertig, aber schon an solchen Stretch Goals herumbauen, die technologisch auch so anspruchsvoll sind, dass die zugrunde liegende Technik angepasst werden muss und die Entwicklung ins Stocken gerät.
Kajetan hat geschrieben:SC ist bemerkenswert, weil es AAA-Spiele ohne die sonst üblichen faulen Kompromisse erlaubt. Hier geht es nicht darum schnellschnell was hinzuwürgen, damit die Aktionäre zufrieden sind. Hier hat der kreative und treibende Kopf hinter dem Projekt die vollständige Freiheit.
Du tust so, als wäre alles, was an AAA über Publisher erscheint totaler Mist und nur AAA aus Indie-Hand lohnenswert. Es gibt sehr viele AAA-Titel von Publishern, die hohe Qualität haben und wo die die faulen Kompromisse überhaupt nicht sehen kannst. Und genauso viele Crowdfunding-Projekte, die total für die Tonne sind. Große AAA-Titel sind auch 5 Jahre und mehr in Entwicklung und das reicht ja auch irgendwann, weil man sich sonst in dem Projekt fest fährt und neue Technologien und Konkurrenzprodukte das gerade in Entwicklung befindliche plötzlich vorschnell altern lassen. Dieses Crowdfunding-Werk macht doch jetzt schon mindestens genauso viel falsch wie AAA-Spiele aus Publisher-Hand. Es nutzt quasi alles in der Entwicklung und Veröffentlichung, was Pubisher über die Jahre etabliert haben. Hier wird nix schnell hingewirkt, aber auch überhaupt nix erreicht. Bisher nix halbes und nix ganzes geliefert und alles in Bruchstücken. Hier hat der kreative, treibende Kopf hinter dem Projekt anscheinend eher die Orientierung verloren.
Du hast aber schon die Tools gesehen, die sie gebaut haben für die prozedurale Planetenerstellung, oder? Allein sowas hinzubekommen ist schon ein Meilenstein. Da arbeiten viele talentierte Menschen, einige Ex-Crytekmitarbeiter, die selbst an der Cryengine gearbeitet haben. Da zu sagen, die hätten bisher nichts geleistet... :roll: .

Wenn man prozedurale Planeten ins Spiel integrieren möchte, dann muss man das frühzeitig tun,erstmal das Fundament für das Spiel bauen. Der Content kommt später. Daher der Focus auf die Tools. Daher der Wechsel von 32-Bit auf 64-Bit Umgebung. Lässt sich alles anhand der wöchentlichen Einblicke in die Entwicklung nachvollziehen.

Klar hätten die auch einfach eine nette, kleine Space-Sim bauen können. War aber schon mal da. Auch bei den großen AAA-Titeln, da gibts höchstens Mikroinnovationen, die dann meistens noch von erfolgreichen Indiespielen geklaut werden. Auch das hochgelobte Witcher 3, alles schon mal da gewesen, alles schon mal gesehen. Genauso GTA 5, und von deren Budget ist nochmal viel Geld ins Marketing geflossen. Die meisten haben Star Citizen aber gebackt, damit mal was Neues entsteht. Und das braucht eben Zeit.

Nebenbei, es gibt einige erfolgreiche Kickstartprojekte, bei den Spielen z.B. Divinity: Original Sin und Pillars of Eternity.
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Re: Star Citizen - Hinter den Kulissen: Entwickler reagieren auf Kritik an der CitizenCon 2016 und zur Verschiebung von

Beitrag von Temeter  »

ronny_83 hat geschrieben:Ich hab mir nur meine Meinung über die Methode des Entwicklers und die Gutgläubigkeit der Backer gebildet.
Eine ziemlich wertlose wie herablassende Meinung. Und du nennst andere Troll.

Aber hey, du scheinst dich für ziemlich klug zu halten, also immer voran:
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Jim Panse
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Re: Star Citizen - Hinter den Kulissen: Entwickler reagieren auf Kritik an der CitizenCon 2016 und zur Verschiebung von

Beitrag von Jim Panse »

"Star Citizen fällt aus! Bedankt euch bei Ronny!" :D

Also mir gefällt ganz gut, was so in den Videos zu sehen ist. War am Anfang auch eher vorsichtig eingestellt, ob das was wird. Aber inzwischen ist da wirklich etwas heraus gekommen, was es in der Form noch nicht gibt. Was ein MassEffect im SinglePlayer angedeutet hat:
Auf dem Schiff umherwandeln und es dann "fliegen"
Macht StarCitizen technisch besser und im Multiplayer.

Wenn sie das was jetzt schon zu sehen ist noch abrunden können, also z.B. die schwammige Steuerung im FPS weg bekommen und genug spannende Missionen einbauen, haben sie mich.
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Aurellian
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Re: Star Citizen - Hinter den Kulissen: Entwickler reagieren auf Kritik an der CitizenCon 2016 und zur Verschiebung von

Beitrag von Aurellian »

Geht mir ähnlich. Das bisher Gesehene gefällt mir und mit der nächsten Alpha-Version werd ich wohl auch mal ausführlicher reinschauen. Und selbst wenn es am Ende ein Griff ins Klo wäre, wovon ich nicht ausgehe: Den Versuch waren die 30 € wert.