leifman hat geschrieben:ich finds gut was microsoft da macht, so gibts wieder klein wenig wind in den segeln für open gl.
irgendwann wird man keinen windows rechner mehr brauchen zum zocken *träum*
greetingz
So sehr ich den Traum mitträumen will, ich fürchte es wird noch lange ein Traum bleiben. Der PC ist ein offenes System in der Hinsicht, dass jeder Betriebssysteme und Software dafür entwickeln kann. Das einzige Betriebssystem, das für Spiele relevant ist hingegen ist nur scheinbar offen. Microsoft lässt die Tür einen Spalt offen könnte man sagen, aber sie haben theoretisch die Macht, sie zuzuschlagen. Ein paar Windows-Updates könnten da Wunder bewirken. Und technisch gesehen könnte sich niemand beschweren, es ist ihre Plattform und sie schulden niemandem Rechenschaft. Dessen muss man sich immer bewusst sein. Sie werden das aber nicht plötzlich tun, solange sie fürchten müssen, dass es ihren Einkünften schadet. Aber sie versuchen schon immer mal die Daumenschrauben anzuziehen und auszutesten, wie weit sie gehen können.
Es gibt drei Szenarien:
1) Sie überdrehen es, scheitern krachend und züchten sich damit einen Konkurrenten wie SteamOS.
2) Sie rudern immer wieder zurück und wieder vor und kochen die PC-Spieler in einem sehr sehr langen Prozess langsam weich und irgendwann ist Windows so geschlossen wie alle anderen relevanten Spielsysteme auch.
3) Sie machen weiter wie bisher und wir sehen auch in hundert Jahren noch ein Microsoft, das schlicht versucht durch seine Macht über das OS ein paar Kröten extra abzugreifen durch Behinderung von Konkurrenten.
Gegen das erste Szenario spricht, dass diese Konkurrenz sehr koordiniert mit allen Hardwareherstellern an Bord vorgehen muss und das praktisch alle Kunden ihr mühsam erarbeitetes PC-Wissen fast komplett wegwerfen und neu lernen müssten, da unixartige OS nunmal völlig anders denken als Windows. Ist sehr unwahrscheinlich.
Das zweite Szenario halte ich für wahrscheinlicher als das erste, da wir schon häufiger gesehen haben, dass der Kunde Beschränkungen durchaus mit der Zeit annimmt, wenn der Komfort stimmt. Siehe Steam-DRM. Was war das damals für ein Geschrei und heute finden's alle geil. (Ich mag GoG lieber, aber lassen wir das...)
Szenario drei halte ich für am wahrscheinlichsten. Und zwar schon allein wegen Steam. In dem Moment, wo Microsoft anfängt, Steam direkt und deutlich zu benachteiligen werden die anfangen sich zu wehren und zwar auch auf dem Klageweg. MS wird Steam nicht mehr loswerden, dafür sind die zu groß. Und im Endeffekt verdient MS ja auch mit dran, denn jeder Windows-Steam-Spieler braucht eben auch die Windows-Lizenz und trägt mit seinem Datenbestand zu MS Werbeumsatz bei. D.h. MS hat letzten Endes auch ein Interesse daran, Steam eben nicht kaputtzumachen.
Kurz gesagt egal ob der MS-Store scheitert oder nicht, es wird sich für Spieler nicht viel ändern. Nicht zum positiven aber auch nicht zum negativen. MS unterstützt keine Mods? Kaufen die die's wollen halt woanders.
Microsoft würde gern, aber sie werden sich nicht trauen.