Todesglubsch hat geschrieben:Nehmen wir mal Heavy Rain oder Fahrenheit als Beispiel (weil ich beide gespielt habe):
Wir brauchen uns nichts vorzumachen, in beiden Spielen kann man weder groß die Story beeinflussen, noch sonst was ändern - HR hat zwar mehrere Enden, die an Entscheidungen während des Spiels hängen und bietet somit mehr, als alle Telltale-Titel zusammen, aber das lass ich mal außer acht.
Beide Titel fühlen sich "vollständiger" an, als so ein Telltale-Episodenprodukt. Ich kann in HR in Ethans Haus mehr Objekte manipulieren und "Zeit totschlagen" als in einer kompletten Telltale-Staffel. Klar, das ändert nichts an meinem ursprünglich ausgesprochenen Kritikpunkt, aber es ist am Ende mehr Inhalt. Aber abseits der Story hat Telltale eigentlich kaum Inhalte: Kein Gameplay, nur wenig Atmo-Objekte, durch die Episoden regelmäßig ein Flaschenhals-Gefühl, keine / schlechte Lokalisierung und den Charme von Fließbandproduktion, weil jedes Jahr zwei bis drei neue Produkte mit dem gleichen Geschmack rauskommen.
Tja, nur das Heavy Rain und Fahrenheit mies geschriebene Grütze sind. Da nehm ich dann lieber doch Telltale. Wenn man dann noch in Betracht nimmt, dass ein Spiel wie Heavy Rain umgefährt das 50-fache an Budget eines Telltale Titels hat...
Abgesehen davon hatte TWD Season 2 ebenfalls verschiedene Enden.
SethSteiner hat geschrieben:Die Alternative wäre gar tricksen. Wie gesagt, eine Zero Escape Serie macht das alles mit sicher deutlich geringerem Budget viel besser. Telltale Threads sind einfach nur voll mit Leuten die erwarten dass sie leisten was sie versprechen und es nicht bei Illusionen belassen.
Komplett anderes Format. Auch wenn ZTD von der Präsentation sehr an TT Spieler erinnert hat, sind das im Kern immer noch Visual Novels. Man "spielt" einfach eine Route, die sich ab und an abzweigen kann. Am Ende der Route springt man an eine andere. Die Geschichte ist vollkommen linear, schlechte Entscheidungen enden in einem Game Over. Es gibt nur ein Ende.