Sir Richfield hat geschrieben:Ja.
Mein Einwand bezog sich ja auf das "heutige".
Spieler, also Menschen, waren immer schon so. Nur jetzt kann das jeder sehen.
Das mag so sein, aber da ich seit bald 20 Jahren im Internet unterwegs bin, kann ich mich nicht erinnern, dass es so extrem war wie es ist seit immer mehr die breite Masse mit Videospielen anfing.
Ich denke ich hab da sogar einen recht guter Erklärungsansatz: weil für die breite Masse Videospiele nicht so wichtig sind wie für leidenschaftliche Zocker, die eben schon vor der breiten Masse gespielt haben (und damals dafür noch belächelt wurden, auch von der Sorte Leute, die sich jetzt selbst Spieler nennen).
Davon ab sehe ich halt Vieles differenzierter.
Mag daran liegen, dass ich mich schon mit Entwicklern um vermeintliche Details gestritten habe. Die Motivation dazu war primär egoistisch, hatte allerdings auch altruistische Züge.
Naja, etwas Egoistisch ist wohl Jeder, die Frage ist halt nur in welchen Bereichen.
Und dann haben wir es ja im Bereich Videospiele nicht mit "reiner" Kunst zu tun. Jeder Entwickler, gerade wenn er einen Publisher hat, will ja am Markt erfolgreich sein.
Das ist man nicht, wenn man konträr zur Zielgruppe arbeitet.
Natürlich, aber das sage ich nicht erst seit der o.a. Diskussion, liegt die ganz große Kunst (der Community Manager) darin, die unvermeidliche Scheisse von tatsächlich sinnvollem Input zu trennen.
Kann ich so unterschreiben. Das gelingt nicht jedem Entwickler, bei weitem nicht. Erst recht nicht wenn sie dann auch noch die Finanzabteilung einmischt.
Das bemerke ich halt nicht so.
Ich sehe eher Triple A Zeugs, das für mich immer uninteressanter wird, weil die Verantwortlichen irgendwelche Berechnungen anstellen, was jetzt am angesagtesten ist.
Und dann sehe ich einen Bereich, wo es immer massig Alternativen gibt.
Mein Hobby "Videospiele" sehe ich zu keiner Zeit gefährdet, irgendwas zum Zocken ist immer da.
Und wenn Entwickler A meint, er müsse nicht mehr seiner Vision folgen, sondern der Vision irgendwelcher Lautsprecher in Foren, dann will er halt mein Geld nicht, so einfach ist das (für mich.)
Natürlich findet man immer was zum zocken, das ist ja nicht das Problem. Aber fast Jeder hat doch eine Lieblingsart von Spiel, wenn dazu eben Spiele gehören, die zu aufwendig sind für kleinere Entwickler, dann guckt man eben doch ziemlich in die Röhre. Wie eben beispielsweise im MMORPG Genre seit Jahren, da wird nur noch für Casuals produziert.
Dito. Allerdings würde ich heute nicht mehr die Möglichkeit missen wollen, dass die Entwickler ihre verdammten Bugs fixen können. Denn vieles, was meine Generation heute als "Damals waren die Spiele halt hart" verklären ist nüchtern betrachtet einfach nur Codeschrott gewesen, den man hätte fixen sollen.
Aber die Mittel fehlten damals einfach, technisch wie finanziell.
Sicher, aber nicht immer waren Bugs wenn es schwer war.
Und mal ehrlich, würde man so ein Spiel einem heutigen Spieler in die Hand drücken, der würde es keine 5 Minuten spielen und dann bereits aufgeben. Viel zu schwer! Viel zu frustrierend! Die breite Masse holt sich ihren Spielspaß eben aus anderen Dingen, die wollen Dauerbespaßung, bloß keine Frust, keine Arbeit, keinen Aufwand etc.
Siehe MMORPG vor 10 Jahren, da hatte Niemand ein Problem damit erst mal viele Minuten zu brauchen eine Gruppe zusammen zu kriegen mit der man dann los zog. Heute? Heute muss man spätestens nach 5 Minuten, nach dem man die Idee hatte eine Gruppe zu suchen, bereits in der Instanz stehen.
Das MMORPG Genre hat halt gerade unter allen Spielen mir besonders viel bedeutet und da konnte ich diesen Verfall, wie er auch in anderen Genres zu sehen war, viel intensiver mitverfolgen wie von MMORPG zu MMORPG immer mehr verweichlicht und vereinfacht wurde um es noch zugängiger zu machen. In keinem anderen Genre haben sich die Entwickler derart der breiten Masse angebiedert wie in diesem. Und wie es so ist wenn man den Spielern eine Hand hinstreckt... da war der ganze Arm ab.
Mir sind dann allerdings auch persönlich keine Spiele bekannt, die im Nachhinein aufgrund irgendwelcher Kreischer massiv geändert wurden.
Man merkt du bist kein MMORPG Spieler, da könnte ich jedes davon aufzählen und hätte zu min 90% einen Volltreffer gelandet.
Was dann nicht viel heißt, ich zock ja nicht alles.

Ich auch nicht, aber in dem Fall wohl exakt die falschen Spiele.
Gut, das Ende von Mass Effect, aber das war ja auch ein großer Tritt in die Weichteile.
(Nicht, dass ich es hätte besser machen können oder was anderes hätte erwarten sollen. Wie hätte man diese Reihe auch beenden sollen? Disclosure: Das angepasste Ende kenne ich nicht.)
Haha, ME... seit Jahren hab ich den zweiten Teil aber nie gespielt, nach dessen Kauf fing bei mir der EA Boykott an und da ich deshalb ME3 gar nicht habe, hab ich ME gar nicht weiter gespielt. Dabei sind solche Weltraum RPG/Shooter Verschnitte eigentlich genau mein Ding. ^^