SethSteiner hat geschrieben:@AtzenMiro
Ich weiß ja nicht was du für ein Handy hast aber wer gar nicht auf seine Umgebung achtet, wird wohl kaum sehr weit kommen ohne gegen irgendeinen Baum, Auto, Werbeschild oder andere Menschen zu latschen. Schnitzeljagd passt schon ganz gut zu Pokèmon Go, immerhin benutzt man dabei auch gerne Karten zur Orientierung. Ansonsten ist es natürlich lobend zu erwähnen, wenn die Entwickler darauf hinweisen. Warum? Weil es eben nicht ihre Verantwortung ist, sich darum zu kümmern, dass die Leute auf die Straße gucken, sie nehmen sie aber eben doch wahr. Dass bei einem globalen Spiel die Daten nicht immer korrekt sind und auch mal an Orten liegen, wo sie nicht liegen sollten, ist logisch. In diesem Fall passt man es eben an. Nicht anders wie bei Navis. Da nimmt das Navi einem auch nicht ab selbst auf die Straße zu gucken und bitte nicht in den See zu fahren, nur weil die Karte gerade eine Straße anzeigt.
Hör doch mit diesen Vergleichen auf, die sind schiefer als die Ohrvergewaltigung von Modern Talking es jemals waren.
Das du im Auto nicht die Straße verlässt und in den See fährst ist nur logisch. In dem Fall vom Pokemon Go ist es aber das Ziel die Straße zu verlassen, um an Orte zu kommen, die so nicht frei zugänglich sind. Die Intention bei einem Navi und Pokemon Go sind also komplett unterschiedlich gelagert.
Und natürlich ist es die Verantwortung der Entwickler. Wie kommt man auf das schmale Brett, es sei es nicht? Das Spiel ist so konzipiert worden, dass es genau so funktioniert. Also warum sollte man den Entwickler nicht zur Rechenschaft heranziehen? Daher ist dein Vergleich auch einfach nur mal wieder meilenweit daneben mit einem Navi. Das Navi versucht bestmöglich eine Route zwischen deinem Standort und deinem Ziel festzulegen. Das das nicht komplett einwandfrei funktionieren kann, liegt in der Natur der Ortung und der Genauigkeit selbiger wie aber auch von den Karten. Eine bessere Lösung gibt es bisher noch nicht. Und wenn ein Navi komplett scheiße baut, dann wird in dem Fall auch der Entwickler zur Rechenschaft gezogen.
Bei Pokemon Go ist das Konzept aber ganz anders gelagert. Dort gibst nicht du als Nutzer das Ziel ein, sondern es gibt dir ein Ziel vor.
Wenn also das Navi dich durch einen See führen will, dann ist es ein Fehler. Wenn Pokemon Go dich aber auf ein Gefechtsübungsgeländer der Bundeswehr schicken will, auf dem just in dem Moment auf eine Gefechtsübung mit scharfer Munition stattfindet, dann ist das beabsichtigt vom Spiel. Und das, weil sich bei der Entwicklung der App überhaupt nicht die Mühe gemacht wurde, solche Orte auch auszuschließen. Und da liegt der Hund begraben.
Und da kann man sich auch nicht mit der Blödheit der Nutzer rausreden. Wenn ein Pokemon an einem Ort liegt, wo niemand hin sollte, dann reicht es nicht zu argumentieren, dass millionen andere es richtig machen würden. In dem Fall reicht aus zu sagen, dass es trotzdem zu hundert Prozent Leute geben wird, die es nicht richtig machen, man weiß es. Nur hat es anscheinend niemand interessiert.