Fallout 4: Todd Howard (Game Director) meint, dass das Dialogsystem nicht so gut funktioniert hat

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Balla-Balla
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Re: Fallout 4: Todd Howard (Game Director) meint, dass das Dialogsystem nicht so gut funktioniert hat

Beitrag von Balla-Balla »

Jazzdude hat geschrieben:Die Schießereien haben mir in Fallout 4 eigentlich sogar ziemlich Spaß gemacht! Hat sich alles recht kräftig angefühlt und das Trefferfeedback war natürlich auch wieder ... ansehnlich :P

Fallout 3 habe ich damals 30 Stunden gespielt, Oblivion (auch mangels Alternativen als ich noch jünger war) gute 150 Stunden. Skyrim dann auch "nurnoch" 50.
Bei Fallout 4 war ich immer froh, wenn ich endlich mal ballern durfte, ansonsten habe ich mich durch die ansehnliche, aber selbst für ein Wasteland erschreckend tote und leere Welt gehieft, bis ich endlich wieder weiter ballern durfte. Insgesamt hab ich jetzt glaub 12 Stunden und ich denke nicht, dass ich nochmal über 30 gehen werde.

Der Drops ist einfach gelutscht, Bethesda baut zu sehr auf Sicherheit und altes Spielgefühl und das kann ich mittlerweile einfach nicht mehr sehen. Die Interaktionen mit der Umgebung sind einfahch immer schrecklich belanglos. Da kann man alle Gegenstände im Inventar rumtragen, so viele Türen öffnen und was weiß ich alles. Aber irgendwie bringt es einfach alles nichts! Man rennt wie ein Kleptomane durch die Welt und sammelt Rammsch. Das ist für mich heute das Spielgefühl der Bethesda RPGs: Rammsch sammeln und Statistiken aufleveln. Ich frage mich, wann es der Mehrheit der Spieler endlich auch mal zum Hals raushängt, wenn sie das 200ste völlig gleich designte Dungeon in Skyrim mit den immer gleichen Gegnern und den immer gleichen Items leergefegt haben. Was Dungeon- und Missionsdesign angeht war Morrorwind sämtlichen Nachfolgern aus der gleichen Schmiede einfach Welten voraus.
Hier kommen mal wieder die Profinörgler zusammen, dass es eine Freude ist.

Natürlich kann man überall was zum motzen finden, wenn man denn will.
Du hast gerade mal 12 Stunden F4 gespielt und verkündest allumfassende Weisheiten. Das Ramsch Sammeln hatte hier z.B. zum ersten Mal Konzept. Kann man mögen oder nicht, sinnlos war es keinenfalls.

Bei Skyrim kann ich mich heute noch an diverse geniale und einzigartige Höhlen erinnern, in denen man Stunden verbringen konnte, wenn man natürlich heute noch ein 14 Jahre altes Spiel zitiert, liegt der Hund doch wohl woanders begraben.

So wie du und andere hier herumschreiben, weiss ich wirlklich nicht, was es für euch überhaupt noch zockbares geben soll. So sehen videogames nun mal aus, seit über 10 Jahren und mehr. Wer damit nichts anfangen kann, kann natürlich gerne den alten Zeiten nachtrauern, ein befriedigendes Spielerlebnis wird er wohl kaum noch finden.

Irgendwie fände ich es besser, wenn solche Leute sich dann in einem früher-war-alles-besser Forum austauschen würden, statt hier immer die Seiten zu verstopfen, wo Leute über die Pros und Cons diskutieren, von games, die sie, zumeist, mit Freude zocken.
Aber nein, nicht gleich beissen jetzt, ich will niemandem den Mund verbieten, wie auch, bin nicht der admin, war nur so ein Vorschlag.
Zinssm
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Re: Fallout 4: Todd Howard (Game Director) meint, dass das Dialogsystem nicht so gut funktioniert hat

Beitrag von Zinssm »

Balla-Balla hat geschrieben:
Jazzdude hat geschrieben:Die Schießereien haben mir in Fallout 4 eigentlich sogar ziemlich Spaß gemacht! Hat sich alles recht kräftig angefühlt und das Trefferfeedback war natürlich auch wieder ... ansehnlich :P

Fallout 3 habe ich damals 30 Stunden gespielt, Oblivion (auch mangels Alternativen als ich noch jünger war) gute 150 Stunden. Skyrim dann auch "nurnoch" 50.
Bei Fallout 4 war ich immer froh, wenn ich endlich mal ballern durfte, ansonsten habe ich mich durch die ansehnliche, aber selbst für ein Wasteland erschreckend tote und leere Welt gehieft, bis ich endlich wieder weiter ballern durfte. Insgesamt hab ich jetzt glaub 12 Stunden und ich denke nicht, dass ich nochmal über 30 gehen werde.

Der Drops ist einfach gelutscht, Bethesda baut zu sehr auf Sicherheit und altes Spielgefühl und das kann ich mittlerweile einfach nicht mehr sehen. Die Interaktionen mit der Umgebung sind einfahch immer schrecklich belanglos. Da kann man alle Gegenstände im Inventar rumtragen, so viele Türen öffnen und was weiß ich alles. Aber irgendwie bringt es einfach alles nichts! Man rennt wie ein Kleptomane durch die Welt und sammelt Rammsch. Das ist für mich heute das Spielgefühl der Bethesda RPGs: Rammsch sammeln und Statistiken aufleveln. Ich frage mich, wann es der Mehrheit der Spieler endlich auch mal zum Hals raushängt, wenn sie das 200ste völlig gleich designte Dungeon in Skyrim mit den immer gleichen Gegnern und den immer gleichen Items leergefegt haben. Was Dungeon- und Missionsdesign angeht war Morrorwind sämtlichen Nachfolgern aus der gleichen Schmiede einfach Welten voraus.
Hier kommen mal wieder die Profinörgler zusammen, dass es eine Freude ist.

Natürlich kann man überall was zum motzen finden, wenn man denn will.
Du hast gerade mal 12 Stunden F4 gespielt und verkündest allumfassende Weisheiten. Das Ramsch Sammeln hatte hier z.B. zum ersten Mal Konzept. Kann man mögen oder nicht, sinnlos war es keinenfalls.

Bei Skyrim kann ich mich heute noch an diverse geniale und einzigartige Höhlen erinnern, in denen man Stunden verbringen konnte, wenn man natürlich heute noch ein 14 Jahre altes Spiel zitiert, liegt der Hund doch wohl woanders begraben.

So wie du und andere hier herumschreiben, weiss ich wirlklich nicht, was es für euch überhaupt noch zockbares geben soll. So sehen videogames nun mal aus, seit über 10 Jahren und mehr. Wer damit nichts anfangen kann, kann natürlich gerne den alten Zeiten nachtrauern, ein befriedigendes Spielerlebnis wird er wohl kaum noch finden.

Irgendwie fände ich es besser, wenn solche Leute sich dann in einem früher-war-alles-besser Forum austauschen würden, statt hier immer die Seiten zu verstopfen, wo Leute über die Pros und Cons diskutieren, von games, die sie, zumeist, mit Freude zocken.
Aber nein, nicht gleich beissen jetzt, ich will niemandem den Mund verbieten, wie auch, bin nicht der admin, war nur so ein Vorschlag.
Sie zocken um des motzens Willen und merken es nicht einmal mehr
:lol:
Manche in einem Bereich wo man ernsthaft überlegen müsste ärztliche Hilfe zu konsultieren!
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Usul
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Re: Fallout 4: Todd Howard (Game Director) meint, dass das Dialogsystem nicht so gut funktioniert hat

Beitrag von Usul »

Vor allem ist es ermüdend, die immer gleichen Diskussionen über sich ergehen zu lassen... egal ob Fallout, Skyrim, Witcher oder was auch immer. Da räumt der Hersteller einen Fehler ein - und statt sich darauf zu konzentrieren, betet man wieder runter, was einem an Fallout (oder was auch immer) gefallen und nicht gefallen hat.
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Temeter 
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Re: Fallout 4: Todd Howard (Game Director) meint, dass das Dialogsystem nicht so gut funktioniert hat

Beitrag von Temeter  »

Liesel Weppen hat geschrieben:Von Strategie oder Komplexität habe ich überhaupt nichts geschrieben, nur von *pseudo* Rundenbasiert.
Das meinte ich ja, ich bin hier ein bischen pedantisch und schaue mir das Ding als Spielmachnik an; von einem rundenbasierten System will ich meistens Strategie und Dynamik, und die viel mir.

Besser gefasst, im Grunde ist VATS für mich wie eine Cooldown-Fähigkeit.
Die Vorposter habe ich so verstanden, dass das Gunplay in F4 noch schlechter sein soll als in F3/NV, deswegen habe ich ja gefragt, inwiefern das schlechter sein sollte.
Dürfte ein Missverständnis sein. Waffenverhalten wurde eigentlich durchgehend gelobt, es macht tatsächlich Spaß zu schießen, und das Upgrade-System der Waffen beeinflusst das ganze angenehm. Du hast oft die Wahl, ob du z.B. auf Schießen in Bewegung oder Präzision im Stillstand setzt, und beides kann je nach Waffe Sinn machen.

Nur sind die allgemeinen Gefechte halt unter einem echten Shooter.
Vielleicht sollte man Begirfflichkeiten definieren. Nur weil ein Spiel aus der Egoperspektive gespielt wird und man da schießen kann, ist das zumindest meiner Meinung nach, noch lange kein (Ego)shooter.
Shooter sind für mich primär aufs Ballern ausgelegt, FarCry, Doom, Quake, Unreal, Battlefield, CoD, das sind Shooter.
Fallout3/NV/4 übernimmt da zwar Elemente, ist aber nicht der primäre Fokus von dem Spiel, deswegen finde ich da Movement, Physik und Kampfdynamik auch nicht soooo wichtig. Wer auf sowas wert legt, soll halt einen richtigen Shooter spielen. Bei CoD oder BF beschwert sich ja auch kaum jemand, dass die Story arg dünn ist, man keine vernünftigen Dialoge hat oder gar maßgebliche Entscheidungen treffen kann.

So sehe zumindest ich das.
Ich würde es so sagen: Das Spiel ist klar ein RPG, aber das Kampfsystem ist im Kern ein reinrassiger, eher schwacher Shooter (auch wenn es auf den Stats aufbaut). Natürlich rechtfertigt sich F4 als RPG, und so macht es auch Spaß, Ich habe selbst massig Zeit in das Ding investiert und nichts bereut.

Trotzdem ist 'du kannst ja Shooter spielen gehen' eine schlechte Antwort auf ziemlich berechtigte Kritik. :P
Gibt ja keinen Grund, warum Gegner und Movement in F4 nicht dynamischer, oder auch nur schneller und weniger verzögert sein könnten. Im Grunde nutzen wird das gleiche Movement wie in Skyrim, was halt ein bischen unsinnig ist.
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casanoffi
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Re: Fallout 4: Todd Howard (Game Director) meint, dass das Dialogsystem nicht so gut funktioniert hat

Beitrag von casanoffi »

Jazzdude hat geschrieben:...Man rennt wie ein Kleptomane durch die Welt und sammelt Rammsch. Das ist für mich heute das Spielgefühl der Bethesda RPGs: Rammsch sammeln und Statistiken aufleveln. Ich frage mich, wann es der Mehrheit der Spieler endlich auch mal zum Hals raushäng...
Klassiker: nur weil man es kann, muss man es nicht tun :wink:
Es bestehen Mögliichkeiten, die man nutzen kann, nicht mehr und nicht weniger
Sich herauszusuchen, was man machen will - wie kann einem sowas zum Hals heraushängen?

Ich fand es enorm spannend, was man wo finden konnte.
Man durfte sich halt nicht dazu verleiten lassen, einfach nur automatisch alles mitzunehmen.
Wissen, was man braucht und gezielt danach suchen, war die Kunst.

Ich weiß jetzt nicht genau, was Du mit Statistiken aufleveln meinst.
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Jazzdude
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Re: Fallout 4: Todd Howard (Game Director) meint, dass das Dialogsystem nicht so gut funktioniert hat

Beitrag von Jazzdude »

Zinssm hat geschrieben: Sie zocken um des motzens Willen und merken es nicht einmal mehr
:lol:
Manche in einem Bereich wo man ernsthaft überlegen müsste ärztliche Hilfe zu konsultieren!
Ganz starker Beitrag! Bringt die Diskussion weiter und hilft jedem, respekt! Aber vielleicht solltest du dich mit solch harschen Urteilen zurückhalten, wenn du keine Ahnung von meinen Spielergewohnheiten hast.
Balla-Balla hat geschrieben: Hier kommen mal wieder die Profinörgler zusammen, dass es eine Freude ist.
Tut mir leid Balla-Balla, da wird leider doch zugebissen. Profinörlger und Ärztliche Hilfe konsultieren? Kommt mal runter.
Ob ihr es euch vorstellen könnt oder nicht: Ich habe durchaus Spaß mit Videospielen. Allerdings nutzt sich Spielspaß bei mir ab, wenn einem jedes mal das Gleiche in anderer Textur serviert (aufgebrüht wäre das bessere Wort) wird, wenn dauernd alte gute Features gestrichen und durch halbgares neues ersetzt wird und der Spielablauf immer weiter versimplifiziert. Zumal ich von meiner Meinung sprach und keine "allgemeinen Weisheiten" verbreitet habe.


Ich hoffe wirklich, dass ihr euch meinen Beitrag, zumindest teilweise, durchlest und SACHLICH darauf antwortet.


Denn ich finde es immer wieder prima, wie sämtliche Kritik an Spielen mit dem einfachen "Alte Zeiten Nörgler" abgewatscht wird, ohne auch nur den Hauch von Inhalt! Das einzige Gegenargument welches ich als solcher werten würde, wäre
Bei Skyrim kann ich mich heute noch an diverse geniale und einzigartige Höhlen erinnern, in denen man Stunden verbringen konnte.
Damit kann man immerhin arbeiten. Also los (möglichen Anglizismus bitte ich zu entschuldigen und möchte nochmal deutlich darauf hinweißen, dass es MEINE! eigene Meinung wiederspiegelt. Eine Antwort auf Balla-Ballas Arguement zum sammeln findet sich unten beim Quote zu cassanoffi.):
wenn man natürlich heute noch ein 14 Jahre altes Spiel zitiert, liegt der Hund doch wohl woanders begraben
Jo, ich zitiere ein 14 Jahre altes Spiel. Warum auch nicht? Weil es alt ist, darf man es nicht als Vergleich ranziehen? Gibt es ein Verfallsdatum für gut umgesetzte Spielideen? Was für eine kurzsichtige Einstellung. Ja, Skyrim hatte die ein oder andere einprägsame Höhle. Ich kann mich an das Piratenversteck mit Schiff erinnern. Ich kann mich an die halbversunkene Burg im Wasser erinnern und ich kann mich an die erste gefundene Schriftenwand im Hauptquest erinnern. Den Rest? Die 100 Höhlen die man für Haushaltsgegenstände durchsucht hat? Äh nicht so sehr. Gleiche Assets, gleicher Aufbau, gleiches Zeug zum finden. Warum ich das jetzt mit Morrowind vergleiche?
Weil so viele Höhlen eine richtige Erzählung hatten. Weil sie häufig sogar in Textform vorgestellt wurden, weil es Hintergrundgeschichten gab, dazu eine Wegbeschreibung mit der man die Höhle finden konnte - wie es jetzt zuletzt auch The Witcher 3 geschafft hat.

In Skyrim gibts das Dröge "I lost my families sword in a cave, follow the marker on your map, thanks!". Keine Verbindung keine Erklärung, kein gar nichts. Einfach ein weiterer Fetchquest, in der nächsten zusammengewürfelten Assethöhle. Am Eingang gibt es dann meist eine nett inszenierte Szenerie (meist ein erschlagenes Monster), das einem signalisieren soll, dass sich die Höhle von den anderen unterscheidet. Drinnen findet man dem immer selben kruscht, in immer gleicher Architektur dann den xten verlorenen Gegenstand. Tatsächlich muss ich sagen, dass sich Skyrim dabei zu Oblivion hinsichtlich der Architektur verbessert hat, trotzdem ist es auch hier der grundlegend immer gleiche Klickbaukasten zu erkennen.
Kennt ihr noch Two Worlds 2? War durch die Bank relativer Durchschnitt, konnte aber in einem Aspekt unheimlich glänzen: Die Dungeons. Jedes Dungeon hat sich anders angefühlt und wirkte nicht wie mit "Snapmap" zusammengebastelt.

Aber das stelle ich mal hinten an, wirklich kommt es mir hier vorallem auf dieses Kompassabklappern an.
Das Bild hier gibt es eigentlich auch recht gut wieder was ich meine: Bild
Wie soll ich mich als echten Teil dieser Welt fühlen, wenn ich mich nicht mehr hinein arbeiten muss? Wenn alles so schrecklich simplifiziert ist? Wenn ich die Welt nicht entdecken muss? Alles wird mit fetten Neonschildern ausgeleuchtet: HIER MUSST DU LANG! DA, DA HINTEN LIEGT DER VERSTECKTE GEGENSTAND!
Das betrifft Fallout genauso wie Skyrim. Questmarker her und ab gehts.
Balla-Balla hat geschrieben:So sehen videogames nun mal aus, seit über 10 Jahren und mehr. Wer damit nichts anfangen kann, kann natürlich gerne den alten Zeiten nachtrauern, ein befriedigendes Spielerlebnis wird er wohl kaum noch finden.
Ich bin kein ewig gestriger, und alleine mein Alter spricht wohl eher dagegen, dass ich von Grund auf den alten Spielen nachtrauer.
Aber es muss doch darum gehen, dass Videospiele eben NICHT immer so aussahen. Das Videospiele mal so etwas wie Komplexität, Anspruch und Herzblut hatten. Es geht darum, dass sich Videospiele weiter entwickeln oder zumindest ihr Niveau halten sollten. Und es gibt doch noch genug positive Beispiele wo sich Spiele weiter entwickelt haben. The Last of Us z.B. Hat das Storytelling auf eine neue Stufe gebracht. Dark Souls hat eine völlig neue Spieltiefe und Weltenkomplexität geschaffen. Red Dead Redemption versucht eine glaubhafte Welt zu inszenieren. Selbst das in vielen Punkten unheimlich generische Dying Light hat mit seinem hervorragenden Parcourssystem etwas evolutioniert. Aber bei Bethesda ist genau das Gegenteil passiert. Natürlich sieht alles schicker aus, natürlich ist alles pompöser, aber bei so vielen Punkten haben sie riesige Schritte zurück gemacht, oder stagnieren seit Jahren. Warum also hier nicht berechtigt zurück blicken und auf alte Stärken aufmerksam machen?


"Grinding" ist das beste Wort, das mir mittlerweile bei Bethesdaspielen in den Sinn kommt. Immer gleiches Abklappern. Ist das von Grund auf schlecht? Nicht unbedingt. Borderlands ist grinding (für mich definitiv kein gutes Beispiel!), Warframe ist grinding, es gibt viele Spiele die auf grinding basieren, die ich durchaus mochte. Warum? Weil das grinding spaß macht, und weil das Spielprinzip ganz klar darum aufgebaut wurde, entweder durch extrem besseres und seltenes Equipment, dass man so nie in den unteren Leveln finden würde und sich direkt von anderem unterscheidet. Der Spaß kommt von der Variation in dem gleichen Rahmen. Oder weil das Powergefühl gut greifbar verstärkt wird.

In den Bethesdaspielen haben wir die mitlevelnden Bulletsponges und die sich völlig gleich spielenden Waffen (dieses Problem hatte im übringen auch Borderlands. Da war es auch genau das Gleiche wie mit den Bethesdas: Den ersten Teil gut 30 - 50 Stunden gespielt, dann war irgendwann die Langeweile da durch Bulletsponge und gleichspielende Waffen, der Zweite konnte dann nicht einmal 6 Stunden begeistern.)
Was macht es denn für einen Unterschied ob ich jetzt mit dem Eisenschwert oder dem Vulkanglasschwert angreife? Gar keinen! Einen anderen Skin und höhere Werte, das war es dann. Auch hier kann man wieder sagen: Ist in vielen Spielen so. Diese Spiele bestechen aber häufig durch ein gutes Kampfsystem, welches auch hier wieder Fehlanzeige ist.
Stures Blocken, stures Kloppen, ohne Taktik und Verstand. Wer mehr Healthpotions im Gepäck hat, hat auch die besseren Gewinnchancen.
In Dark Souls bspw. hab ich das Gefühl bei jeder Waffe auch eine andere neue Waffe zu bekommen! Alles handelt sich anders, alles hat andere Animationen, Bewegungen, Vorzüge, Nachteile!

Hier tritt Bethesda mit seinen Spielen nun schon seit über einem Jahrzehnt völlig auf der Stelle.

Fallout hat den Vorteil, dass sich die Schießeisen natürlich in der Nutzung deutlich voneinander unterscheiden, daher empfand ich ja auch gerade das Gunplay von Fallout 4 als größtes Plus des Spiels! Dazu die deutlich bessere Steuerung im Vergleich zu Fallout 3 und insgesamt besseres und direkteres Handling. Hier hat Bethesda ganze arbeit geleistet: Credit, where credit is due.

Aber die größten Probleme bleiben für mich eben bestehen. Man rast wie ein Balljunge von Kompassmakierung zu Kompassmakierung - bringt dem einen seine verlorengegangene Lieblingsschaufel, dem anderen Mutters geliebtes Kochbuch. Zwischendurch gibt es dann ein paar Highlights (bei Fallout 4 würde mir der Quest mit der Synthhassergemeinde in den Sinn kommen), danach wird man dann wieder von Belanglosigkeit überschüttet. Und selbst in den wenigen herausragenden Nebenquests folgt man fast völlig automatisiert von Punkt A zu B.
Für was? Für das Schwert, welches sich genauso spielt wie das davor. Für Geld, welches nach kürzester Zeit keinen Nutzen hat. Für Stats aufleveln, die kein Gefühl von progress bringen.
All diese Probleme gibt es auch in anderen Spielen. Diese Spiele finde ich meistens auch schlecht. Oder eben nicht, wieso? Weil sie die Fehler durch anderes ausbügeln können.
Bei Bethesda ist es für mich mittlerweile einfach die Masse an generischem Content und unausgegorenen Dingen.
Fallout 4 hätte z.B. theoretisch die Chance gehabt mit Dingen wie dem Häuser- und Städtebau richtig was reißen zu können. Klang phantastisch sein eingenes Heim im Wasteland aufzubauen und sogar noch eine Stadt drumherum hoch zu ziehen. Was bekommt man serviert? Klickbauassets, mit massig Restriktionen.


Ich schreibe schon viel mehr als ich wollte, aber jetzt wollte ich doch mal ausholen.


Um mal in Richtung Punkt zu kommen:


Ich sage nicht, dass das was Bethesda macht perse schlecht sein muss, zumindest nicht für Leute, die keinen der Teile davor gespielt haben. Was mich so ärgert ist, dass Bethesda einfach nichts ändert. Nichts wagt. Wenn mal was neues kommt, wird es so zaghaft und stiefmütterlich implementiert, dass es wie 5,99 € DLC Content wirkt.

Es ist immer der gleiche Quark. Immer im selben Korsett. Immer im selben Ablauf. Aber scheiß egal, weil is viel und weil is offen. CoD wird für den selben Scheiß immer aufs Korn genommen, Bethesda scheint hier irgendwie eine Freikarte zu haben, wohl weil es nicht Jährlich erscheint.
Ich habe mich damals richtig auf Fallout 4 gefreut, nachdem die ganzen "Neuerungen" präsentiert wurden.
Im Endeffekt wurde das Gunplay verbessert, die Powersuit fühlt sich besser an, dafür die Dialoge noch mehr verwässert und ein Häuslebau light eingefügt.
Besonders stört mich das alles, weil Bethesda sowohl die finanziellen Mittel, als auch die Mannes- und Frauenskraft hat, endlich mal was neues zu versuchen.
Ich kann gerne noch mehr Punkte nennen, wenn es (was ich nicht glaube) erwünscht ist, weshalb Bethesda für mich in vielen Punkten auf der Stelle tritt und in vielen sogar viele Schritte zurück gemacht hat.

Bei Oblivion waren viele dieser Punkte verschmerzbar, da es "erst" der vierte Eintrag dieses Gameplaytypes im Bethesdaportfolio war. Aber dann kamen mit Fallout 3, Skyrim und Fallout 4 3 Spiele über ein Jahrzehnt, in dem sich gameplaytechnisch nichts getan hat!



So viel dazu.
Wenn ihr mit diesen Punkten nicht einer Meinung mit mir seid, ist das völlig legitim, aber spart euch so einen plagativen Scheiß wie "ärztliche Hilfe konsultieren".


Im übrigen hat selbst ein diehard Skyrim und Fallout 3 Fan in meinem Freundeskreis neulich zugegeben, dass er Fallout 4 nach ein paar Stunden nicht mehr angerührt hat, weil es sich für ihn wie alten Teile anfühlt.

casanoffi hat geschrieben:
Jazzdude hat geschrieben:...Man rennt wie ein Kleptomane durch die Welt und sammelt Rammsch. Das ist für mich heute das Spielgefühl der Bethesda RPGs: Rammsch sammeln und Statistiken aufleveln. Ich frage mich, wann es der Mehrheit der Spieler endlich auch mal zum Hals raushäng...
Klassiker: nur weil man es kann, muss man es nicht tun :wink:
Es bestehen Mögliichkeiten, die man nutzen kann, nicht mehr und nicht weniger
Sich herauszusuchen, was man machen will - wie kann einem sowas zum Hals heraushängen?

Ich fand es enorm spannend, was man wo finden konnte.
Man durfte sich halt nicht dazu verleiten lassen, einfach nur automatisch alles mitzunehmen.
Wissen, was man braucht und gezielt danach suchen, war die Kunst.
Aber wie viel spannendes gab es denn zu finden? Was hat es einem denn gebracht die Höhle zu looten? Sicher konnte man sich entscheiden, was man mitnehmen will.
Die Entscheidungsmöglichkeit ist da, die Frage ist eher was einem zur Verfügung steht:

Nimmt man den 1000ten gefundenen, in einer Schublade (?) gefundenen Eimer mit? Oder die gleiche Raider - Schulterstütze, die man bereits 10 mal im Inventar für die Craftingressourcen gesammelt hat?
Was Fallout wie auch Skyrim fehlt ist der Thrill und der Sinn für das Erkunden!
Man bekommt diese riesige offene Welt. Mit so vielen Gegenständen drin, aber was bringen sie einem? Nichts. Es gab keine besonderen Gegenstände. Es gibt keine großartig einzigartigen Waffen oder Ausrüstungsgegenstände. Das Crafintsystem für Waffen hat in Fallout 4 theoretisch eine größere Alternative geschaffen, im Endeffekt juckt es dich jetzt aber auch nicht, ob das crappy Gewehr, das du gefunden hast ein angebautes Bayonett hat oder nicht.
Die Messiattitüde hinter der Sammelei kann man natürlich in Fallout 4 mit dem Craftingsystem abschwächen. Im Endeffekt markiert man aber nun welchen Rammsch man braucht und sammelt das zufällig plazierte Zeug eben gezielt. Oder eben nicht und steckt alles mit dem Hintergedanken: "Könnte ich nochmal brauchen" ein. Fühlt sich für mich immer noch unheimlich nach Messi an.

Und allgemein: Was bringt einem die scheinbare Entscheidungsfreiheit?
Denn was bleibt denn abseits der generischen Nebenquests und der Hauptquest? Ein halbgares Housingsystem (siehe oben) und zugegebenermaßen das lobenswerte Waffencrafing. Aber sonst?
Ich hoffe, es kommt in etwas rüber was ich meine.


Ich weiß jetzt nicht genau, was Du mit Statistiken aufleveln meinst.
Damit meine ich, dass die Skills kaum bis gar nicht auf das eigentliche Gefühl des Gameplays auswirken. Klar heilt mein Heiltrank jetzt 70 statt 50 Punkte. Klar blocke ich jetzt mit 2 % höherer Effektivität. Im Endeffekt gab es aber kaum etwas, das irgendwelche Abwechslung gebracht hätte. Das ist schlichtweg schade, hier geht so viel mehr!

Liesel Weppen hat geschrieben:
30 Spielstunden waren zugegeben etwas dahingerotzt. Es waren wohl einige mehr. Die Karte habe ich größtenteils aufgedeckt, die Hauptquest habe ich verfolgt bis ich die Wasserreinigungsstation zum ersten mal gesehen habe. Es war also doch recht viel. Da habe ich zugegebenermaßen etwas überzogen.

Danke zu deinem Tipp mit Borderlands, jedoch hat das (wie auch oben beschrieben) für mich die gleichen Abnutzungserscheinungen und Probleme wie die Bethesdagames. Was bringt mir ein Grindinggame, mit 10 verschiedenen Waffenmodellen, die sich nur in Stats unterscheiden und in dem es keinerlei Progressgefühl gibt?
Und wie gesagt: Ja ich verstehe es tatsächlich nicht, wie die Gamercommunity jedes mal tobt und ausflippt über jede neue Minineuerung in den Elder Scrolls und Fallouts, wenn sich der Rest wie der selbe Brei spielt.


So. Sorry für die Wall of Text. Ich glaube so einen langen Beitrag habe ich noch nie verfasst.
Zuletzt geändert von Jazzdude am 18.06.2016 03:20, insgesamt 5-mal geändert.
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Re: Fallout 4: Todd Howard (Game Director) meint, dass das Dialogsystem nicht so gut funktioniert hat

Beitrag von Usul »

Jazzdude hat geschrieben:Ich hoffe wirklich, dass ihr euch meinen Beitrag, zumindest teilweise, durchlest und SACHLICH darauf antwortet.
Ne, viel zu lang. ;)
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Re: Fallout 4: Todd Howard (Game Director) meint, dass das Dialogsystem nicht so gut funktioniert hat

Beitrag von Jazzdude »

Dann weiß ich wen ich als Gesprächspartner nicht ernst nehmen muss :Daumenrechts:
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Re: Fallout 4: Todd Howard (Game Director) meint, dass das Dialogsystem nicht so gut funktioniert hat

Beitrag von Usul »

Sorry, aber ich hatte es schon zuvor gesagt: Das Thema sollte eigentlich sein, daß der Hersteller den Fehler mit dem Dialogsystem einräumt und vermutlich wieder anders vorgehen wird. Daß daraus wieder eine ellenlange Diskussion um altbekannte Dinge gemacht wird, kann ICH dann wiederum nicht ernst nehmen. Zumal es doch eine einfache Lösung gibt: Wenn es dir so gar nicht gefallen mag, dann spiel's einfach nicht. Wem's gefällt, spielt's.
Ich weiß, das ist eine sehr banale Einstellung... weil man das bei jedweder Kritik anbringen kann. Aber die ganzen genannten Kritikpunkte am aktuellen Beth-System sind nicht neu, altbekannt und ca. drölftausend mal durchgekaut worden.
Da wirst du dann hoffentlich verstehen, daß nicht jeder Lust hat, zum drölftausendersten mal dann eine entsprechende Wall of Text zu lesen.
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Re: Fallout 4: Todd Howard (Game Director) meint, dass das Dialogsystem nicht so gut funktioniert hat

Beitrag von Jazzdude »

Verstehe ich von Grund auf schon, nur finde ich stimmt hier einfach der Kontext. Mister Howard erkennt, dass das Dialogsystem unausgegoren war. Da fand ich es eine passende Gelegenheit darauf hinzuweisen, dass es noch an ganz anderen Dingen mangelt. Eben vorallem dem belanglosen Erkunden und dieser Grindingabklapper Geschichte. Ob das so oft kritisiert wird, kann ich nicht nachvollziehen, zumindest ich habe das Thema nicht so häufig angebracht.
Und hier passt auf jedenfall besser, als z.B. bei einer News über Verkaufszahlen und co, meinst du nicht?
Die Wall of Text ist natürlich nicht sonderlich ansehnlich, aber hier schwingt wohl einfach auch die Enttäuschung mit, dass diese ganzen Simplifizierungen, generischen Inhalte und Innovationsarmut, mit dem immergleichen "ihr zockt nur um zu nörgeln" abgewatscht wird.
Wenn man dann auch noch mit unnötiger Polemik (besonders auf zinssm bezogen) angekackt und defamiert wird, möchte ich zumindest meine Intentionen klar darstellen, meine Aussage so legitimieren und auf sachliche Antworten hoffen.

Und ja: Nicht spielen ist natürlich eine Option, da gebe ich dir recht. Aber es ist einfach schade drum. Schade um die Möglichkeiten und wie wenig draus gemacht wird. Umso trauriger, wenn das dann auch noch verteidigt und jede berechtigte Kritik mit einfachen Behauptungen völlig inhaltslos niedergewalzt wird.
Ich kritisiere doch nicht weil es mir Spaß macht dies zu tun. Ich kritisiere, weil ich möchte, dass sich Spiele endlich gameplaytechnisch weiterentwickeln.
Ist das so verkehrt?
Liesel Weppen
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Re: Fallout 4: Todd Howard (Game Director) meint, dass das Dialogsystem nicht so gut funktioniert hat

Beitrag von Liesel Weppen »

Temeter  hat geschrieben: Das meinte ich ja, ich bin hier ein bischen pedantisch und schaue mir das Ding als Spielmachnik an; von einem rundenbasierten System will ich meistens Strategie und Dynamik, und die viel mir.
Das ist aber deine reine Erwartungshaltung.
Für mich machen Runden ein Spiel allgemein ruhiger und weniger stressig, weil es nicht auf Reaktionszeit ankommt.
Nur deswegen ist z.B. für mich Stellaris auch schon wieder ausgelutscht, aber Civ5 spiele ich immernoch.
Wäre es wenigstens Pseudorundenbasiert, z.B. dass es beim nächsten Ereignis selbstständig pausieren würde, hätte es mich wesentlich länger halten können.
Genauso sehe ich VATS in Fallout, es nimmt mir ab, schnell reagieren zu müssen und übernimmt obendrein sogar noch das Zielen. Ich mag die Shooterelemente halt nur sehr eingeschränkt.
Temeter hat geschrieben: Dürfte ein Missverständnis sein. Waffenverhalten wurde eigentlich durchgehend gelobt, es macht tatsächlich Spaß zu schießen, und das Upgrade-System der Waffen beeinflusst das ganze angenehm.
Gut möglich, dass ich das einfach falsch verstanden habe. Aber gut zu wissen, dass es nicht schlechter geworden ist. :)
Temeter hat geschrieben: Trotzdem ist 'du kannst ja Shooter spielen gehen' eine schlechte Antwort auf ziemlich berechtigte Kritik. :P
Gibt ja keinen Grund, warum Gegner und Movement in F4 nicht dynamischer, oder auch nur schneller und weniger verzögert sein könnten. Im Grunde nutzen wird das gleiche Movement wie in Skyrim, was halt ein bischen unsinnig ist.
Die Kritik ist nur nach deinen Erwartungen gerechtfertigt. Für mich sind die Elemente nur nebensache, und daher eher unwichtig.
Natürlich hätte man das alles besser machen können, man muss aber halt auch immer bedenken, dass man in endlicher Zeit nicht ALLES supertoll machen kann, und der Fokus bei F4 lag halt wohl einfach auf anderen Aspekten, wenn vielleicht auch auf deiner Meinung nach eher unwichtigen, wie z.B. der Vertonung der 5 Milliarden Textzeilen. ;)
(Die ich allerdings übrigens auch eher störend finde).
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Balla-Balla
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Re: Fallout 4: Todd Howard (Game Director) meint, dass das Dialogsystem nicht so gut funktioniert hat

Beitrag von Balla-Balla »

Jazzdude hat geschrieben:Verstehe ich von Grund auf schon, nur finde ich stimmt hier einfach der Kontext. Mister Howard erkennt, dass das Dialogsystem unausgegoren war. Da fand ich es eine passende Gelegenheit darauf hinzuweisen, dass es noch an ganz anderen Dingen mangelt. Eben vorallem dem belanglosen Erkunden und dieser Grindingabklapper Geschichte. Ob das so oft kritisiert wird, kann ich nicht nachvollziehen, zumindest ich habe das Thema nicht so häufig angebracht.
Und hier passt auf jedenfall besser, als z.B. bei einer News über Verkaufszahlen und co, meinst du nicht?
Die Wall of Text ist natürlich nicht sonderlich ansehnlich, aber hier schwingt wohl einfach auch die Enttäuschung mit, dass diese ganzen Simplifizierungen, generischen Inhalte und Innovationsarmut, mit dem immergleichen "ihr zockt nur um zu nörgeln" abgewatscht wird.
Wenn man dann auch noch mit unnötiger Polemik (besonders auf zinssm bezogen) angekackt und defamiert wird, möchte ich zumindest meine Intentionen klar darstellen, meine Aussage so legitimieren und auf sachliche Antworten hoffen.

Und ja: Nicht spielen ist natürlich eine Option, da gebe ich dir recht. Aber es ist einfach schade drum. Schade um die Möglichkeiten und wie wenig draus gemacht wird. Umso trauriger, wenn das dann auch noch verteidigt und jede berechtigte Kritik mit einfachen Behauptungen völlig inhaltslos niedergewalzt wird.
Ich kritisiere doch nicht weil es mir Spaß macht dies zu tun. Ich kritisiere, weil ich möchte, dass sich Spiele endlich gameplaytechnisch weiterentwickeln.
Ist das so verkehrt?
Mein Gott, du sprichst hier von Serien, das wievielste FO war das nochmal? Die haben funktioniert und sich verdammt gut verkauft. Ist natürlich mainstream, allerdings imho mit vielen Aspekten, die überhaupt kein mainstream sind, das wird den mainstreamern sogar dann mutig untergejubelt. Siehe z.B das Rassismus Thema. Meinst du im Ernst nur allein damit verkauft man Millionen von copies?
Dann wird halt der nächste Teil weiterentwickelt. Das dauert Jahre mit hunderten von Mitarbeitern. Deine Ideen mögen einige Spieler unterstützen, was aber glaubst du, wie lange man zusätzlich produzieren müsste, um 100 Höhlen noch eine eigene tolle Story zu verpassen? Würde das die Verkaufszahlen nochmals anziehen lassen? oder sogar eher das Gegenteil bewirken?
Ja ich weiss, scheiss Kapitalismus und so. Ein AAAAAA Titel kostet nun mal Millionen, die Kohle und die Zeit haben nun einmal nur die großen Konzerne und, logisch, wollen die dann auch daran verdienen. Die Zeit der Garagen Freak Programmierer ist vorbei, findest du vllt noch in ein paar Indie games.

ich finde sogar, gerade unter den erwähnten Aspekten produziert bethesda, Rockstar, square enix und wie sie alle heissen doch noch erheblich kontroverses und politisch unkorrektes Material. Man könnte auch einfacher sein Geld verdienen, weil
on the other side: CoD funktioniert schliesslich auch.
Fordere von denen doch mal, sie sollten statt ihrer ewig gleichen Mache doch mal den Pazifismus thematisieren. Viel Spass.

Komme endlich an in der videogame Realität. Es gibt verdammt gute Spiele mit verdammt guter Grafik. Das einstige Nischen business ist zu einem Milliardenmarkt geworden. Wenn du dich immer wieder an unbefriedigenden Einzelteilen aufhängst, verlierst du den Spass am ganzen und schreibst dir hier die Finger wund. Geniesse das Spiel, schalte dein Hirn ab und verliere dich in der virtuellen Welt. Wozu, zum Teufel, sind denn Computerspiele sonst da?

Und vergiss nicht: du, wie sicherlich viele andere hier auch, hast schon so einiges gezockt in deinem Leben. Der Reiz des Neuen ist lange verflogen. Das 10. leckere Schnitzel schmeckt eben nicht mehr so dolle wie das erste.
Auch mich hat F05, AC 38 und selbst Borderlands 2 nicht mehr so gekickt, wie das erste mal, als ich diese neuartigen Welten betreten habe. Was soll´s? Solange es noch Laune macht, ich mich an immer besser werdender Grafik begeistere, Ideen und Art Design bewundern kann, bin ich noch dabei. Vllt zocke ich nicht mehr 300 Stunden, mache nicht jede Nebenquest, na und? Schliesslich hat man mit zunehmendem Alter ja auch noch was anderes zu tun.

Also: Entspanne dich mal ein bissl und freue dich darüber, dass immer wieder ein geiler Scheiss auf den Markt kommt. Hey, Deus Ex ist im Anmarsch, Hellblade, Horizon war und viel, viel mehr.

Mann, jetzt werde ich hier auch noch zum Romanerzähler, jetzt reicht´s. Das WE ist da und mit Glück gibt´s etwas Sonne. Da kann mir die P4 und 4P gestohlen bleiben.
Liesel Weppen
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Re: Fallout 4: Todd Howard (Game Director) meint, dass das Dialogsystem nicht so gut funktioniert hat

Beitrag von Liesel Weppen »

Jazzdude hat geschrieben: Danke zu deinem Tipp mit Borderlands, jedoch hat das (wie auch oben beschrieben) für mich die gleichen Abnutzungserscheinungen und Probleme wie die Bethesdagames. Was bringt mir ein Grindinggame, mit 10 verschiedenen Waffenmodellen, die sich nur in Stats unterscheiden und in dem es keinerlei Progressgefühl gibt?
Das ist genau das, was ich damit meinte, dass sich das Phänomen eben nicht auf Beth-Games beschränkt.
Borderlands 2 ist aber allgemein sehr lustig und man verfolgt halt die Story. Wenn man nicht will, muss man dort eigentlich kaum grinden. Das Progressgefühl stellt sich durch die fortschreitende Story, und den immer besser werdenen Charakter ein. Ausserdem freue ich mich immer, wenn ich eine neue bessere Waffe oder andere Ausrüstungsgegenstände finde. Wie gesagt, ohne großartig zu grinden.

Sofern man nicht nur einen Charakter hochleveln und ausrüsten will, muss ich sogar eher empfehlen NICHT zu grinden, denn leider ist man dann auch ziemlich schnell overleveled. Das Levelsystem skaliert in Borderlands TPS viel besser, allerdings finde ich das Spiel als Komplettpaket schlechter als BL2.
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Temeter 
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Re: Fallout 4: Todd Howard (Game Director) meint, dass das Dialogsystem nicht so gut funktioniert hat

Beitrag von Temeter  »

Liesel Weppen hat geschrieben:Das ist aber deine reine Erwartungshaltung.
Für mich machen Runden ein Spiel allgemein ruhiger und weniger stressig, weil es nicht auf Reaktionszeit ankommt.
Nur deswegen ist z.B. für mich Stellaris auch schon wieder ausgelutscht, aber Civ5 spiele ich immernoch.
Wäre es wenigstens Pseudorundenbasiert, z.B. dass es beim nächsten Ereignis selbstständig pausieren würde, hätte es mich wesentlich länger halten können.
Genauso sehe ich VATS in Fallout, es nimmt mir ab, schnell reagieren zu müssen und übernimmt obendrein sogar noch das Zielen. Ich mag die Shooterelemente halt nur sehr eingeschränkt.
Stimmt, es nimmt dir das Zielen ab. Das ist ein guter Punkt, bei mir merk ich das gar nicht, weil ich von Prinzip auf kein VATS in F4 benutzt. War in F3 anders, aber hier scheint es nicht so notwendig, weil die Waffenmechanik sehr viel angenehmer ist und es ersetzen kann. Und dadurch hat man mehr Wahl des Spielstils, was cool ist.

Die Sache ist ja, du hast VATS, kannst dabei aber immer noch weiterfeuern. So ein seltsamer Mix.
Gut möglich, dass ich das einfach falsch verstanden habe. Aber gut zu wissen, dass es nicht schlechter geworden ist. :)
Ne. VATS ist nahezu identisch, wobei es jetzt die Zeit nur in Zeitlupe versetzt, also nicht das Spiel komplett anhält. Und Waffen sind halt besser. Also alles besser oder gleich als zuvor.
Die Kritik ist nur nach deinen Erwartungen gerechtfertigt. Für mich sind die Elemente nur nebensache, und daher eher unwichtig.
Wieso, ich schreibe doch, dass ich F4 eher als Open World Rollenspiel spiele, und mir das Kampfsystem eher als Teil des RPGs (mit aufleveln/-rüsten etc) gefällt.

Nur als Shooter wäre F4 ein ziemlicher Reinfall.
Natürlich hätte man das alles besser machen können, man muss aber halt auch immer bedenken, dass man in endlicher Zeit nicht ALLES supertoll machen kann, und der Fokus bei F4 lag halt wohl einfach auf anderen Aspekten, wenn vielleicht auch auf deiner Meinung nach eher unwichtigen, wie z.B. der Vertonung der 5 Milliarden Textzeilen. ;)
(Die ich allerdings übrigens auch eher störend finde).
[/quote]
Wer fordert den, ALLES supertoll zu machen? F4 hat einen extremen Fokus auf Kampf, du verbringst einen sehr großen Teil deiner Zeit in Schießereien, mehr z.B. als in Witcher 3. Da sollte es eigentlich ziemlich naheliegend sein, dieses System besser aufzubauen. Wurde im Breich des Gunplays auch arg verbessert, also ist es nichtmal so, als würde Beth das Zeugs ignorieren.

Btw, in Sachen RPG hätte ich gerne bessere Dialoge gesehen. Ansätze der Story in F4 sind tatsächlich ziemlich cool, aber irgendwie bleibt das dann alles ein bischen zäh und undurchsichtig.

Und mal offtopic, die Vertonung von RPGs stört mich in letzter Zeit ein bischen, idk warum jetzt gerade. Die meisten sind einfach so mies gesprochen, dass es niemals in die gezeigten Situationen passt. Bei englischen Sprachausgaben ist es meist besser versteckt, da spielen gerade Witcher3&Co gerne mit britischen Akzenten, aber irgendwie wirkt das trotz super komplexer Mimik bei W3 immer ein bischen hölzern.
Fallout 3/4 stechen mit mieser Inszenierung ja noch heraus. Das Dialogsystem macht das ganze noch schlimmer, womit ich auch wieder Ontopic wäre.

Können die btw nicht mal Obsidian Geld für ein Stand Alone Addon geben? Dann wäre wenigstens das Writing konsistenter und die Welt schöner aufgebaut.
Liesel Weppen
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Re: Fallout 4: Todd Howard (Game Director) meint, dass das Dialogsystem nicht so gut funktioniert hat

Beitrag von Liesel Weppen »

Temeter  hat geschrieben: Und mal offtopic, die Vertonung von RPGs stört mich in letzter Zeit ein bischen, idk warum jetzt gerade.
Mich stört nicht die Qualität der gesprochenen Inhalte, sondern das überhaupt gesprochen wird.
Ich lese deutlich schneller, als irgendjemand was runterlabert. Und ich finde zuhören anstrengender als Lesen, vermutlich weil ich mich beim zuhören an die Geschwindigkeit des Sprechers anpassen muss, lesen kann ich aber so schnell wie ich will, ggf. nochmal lesen, oder sogar nur überfliegen.
Hat mich eigentlich in jedem neueren RPG genervt, wenn die Gegenüber sprechen, ich hab das meistens weggeklickt, sobald ich mit Lesen fertig war (sofern das ging, wenn nicht, dann hat mich das sogar massiv gestört).
Mich stören auch Untertitel bei Filmen enorm, sinnvoll finde ich die nur, wenn ich ein Verständnisproblem habe, z.B. gesprochenes Englisch mit deutschen Untertiteln, wenn man dem Englischen nicht mächtig geng ist, oder gesprochenes Englisch in einem ganz fiesen Dialekt und dann aber auch nur mit englischen Untertiteln.

Extrem nervig finde ich es dann auch, wenn wie mit F4 eingeführt, auch der eigene Avatar spricht, vorallem in Dialogen wenn ich eine Antwort auswählen muss, also prinzipbedingt vorher schon alle Antwortmöglichkeiten gelesen haben muss und nach Auswahl der Typ das alles nochmal runterlabert, was ich gerade eben doch schon gelesen habe.
Das hat ja auch irgendein Vorposter schonmal genauso erklärt.