BIU: 34,3 Mio. deutsche Staatsbürger spielen Computer- und Videospiele; mehr als die Hälfte nutzt den PC

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Herr Kaf-fee-trin-ken
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Re: BIU: 34,3 Mio. deutsche Staatsbürger spielen Computer- und Videospiele; mehr als die Hälfte nutzt den PC

Beitrag von Herr Kaf-fee-trin-ken »

Also, in meiner CoD-Zeit hab ich so einige Damen kennengelernt. Die meisten sind über ihren Freund/Mann ans Pad gekommen und fast alle waren gut oder sogar überdurchschnittlich gut in dem Spiel.

Von wegen anonym... Zumindest bei CoD gab es einige Attention-Whores, die sich als Clantag "Girl" reingemacht haben, oder als Bildchen "You were killed by a girl", etc.
Es bildet sich um so eine spielende Dame irgendwann ein Rudel Männer - andere Frauen werden von der Dame nur schwer akzeptiert. Sind sie sonst superfreundlich, konnte man da mal hübsch sehen, wie sie auf "Konkurrenz" reagieren.

Ansonsten find ich es natürlich klasse, wenn immer mehr Frauen Videogames zocken, auch wenn sich das Meiste aus meinem eigenen Umfeld bloß auf irgendwelche werbungsüberladenen klicki-bunti Smartphone-Spiele beschränkt ;)
billy coen 80
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Re: BIU: 34,3 Mio. deutsche Staatsbürger spielen Computer- und Videospiele; mehr als die Hälfte nutzt den PC

Beitrag von billy coen 80 »

Chibiterasu hat geschrieben:...
@Chibi

Vielleicht muss ich mich doch noch einmal ein Bisschen erklären:

Zunächst will ich gar nichts konkret von dir; schon gar nicht dir ans Bein pinkeln oder so. :wink:

Ich wollte nur auf deinen GamerGate-Einwand eingehen.

Mir geht es auch nicht um irgendwelche Lobbygruppen, die für irgendwas einstehen, die sollen doch machen, was sie wolen; bin ja selbst sowohl in einer Gewerkschaft als auch als Betriebsrat aktiv, was auch beides nix anderes ist als Lobbyarbeit. Mir geht es um gewisse gesellschaftliche Doppelstandards, also Dinge die sich bereits abseits von Lobbyarbeit bewegen. Und das zeigt sich eben unter anerem in der Wahrnehmung bezüglich Online Harassment und GamerGate. Anfeindungen und Drohungen gegen GamerGater, alles keine News wert. Selbst Bombendrohungen gegen Diskussionsveranstaltungen von GamerGatern... die Presse schwieg. Aber wenn eine Anita oder Brianna mal wieder einen gestörten Tweet Retweetet, ist sofort die Welt in Aufruhr. Und machen wir uns nichts vor, gerade männliche Mitarbeiter in der Spielebranche konnten von Beleidungen und Drohungen online schon ganze Arien singen, da wussten besagte Personen noch nicht einmal, wie man Computer schreibt. Auch hier sehen die Fakten anders aus, als die öffentliche Wahrnehmung.

Ich glaube, meinen Vergleich hast du etwas missverstanden. Es ging mir nicht darum, dass es keinen Sinn macht, Kriminalstatistiken nach auffälligen Korrelationen zu untersuchen, was Täter- und Opfergruppen angeht; das halte ich auch für sinnvoll und wichtig. Es ging mir um einen Vergleich zu der immer wieder gern getätigten Aussage, dass eine Fokussierung auf weibliche Opfer und eine Marginalisierung männlicher Opfer schon korrekt ist, denn die Täter seien ja auch meist Männer (das hört man in Diskussionen zu diesen Themen wirklich soooooo oft, dass es inzwischen gar schon eine erwartbare Reaktion geworden ist - wie gesagt, ohne, dass ich dir da was andichten will). Daher verwies ich als Gleichnis darauf, wie das wohl ankäme, würde man ähnlich die Kriminalstatistiken in den USA bewerten, wo tatsächlich sowohl bei den Opfern als auch den Tätern im Bereich von Gewaltverbrechen schwarze die Mehrheit bilden und dann daraus schlussfolgern würde, dass es daher gerechtfertigt wäre, etwa Gewaltopferschutz für weiße oder jegliche andere Rassen exklusiv zu halten. Mit etwa Polizeigewalt, die zumindest einen gewissen Geruch von rassistischer Motivlage mit sich bringt, hatte das so nichts zu tun.

Der Vergleich sollte nur etwas aufzeigen, was uns auf anderen Feldern fast nicht mehr auffällt: Niemand, außer Menschen mit zutiefst rassistischer Ideologie, kämen auf die Idee, schwarze gegen weiße Opfer von Gewaltverbrechen gegeneinander auszuspielen, mit Verweis auf die Täterstatistiken. In Geschlechterkategorien passiert das stänig und die Inhumanität dahinter wird noch nicht einmal bemerkt.

Zwei Drittel der Gewaltverbrechen im öffentlichen Raum haben männliche Opfer, aber nahezu alle Opferschutzangebote richten sich an Frauen, selbst wenn sie zum Teil nur Opium fürs Volk sind (Frauenparkplätze, Frauenabteile, Selbstverteidigungskurse für Frauen, etc.). Weist man darauf hin, muss man nicht lange warten, bis irgendwer mit der Täterstatistik um die Ecke kommt (und ein Stück weit war deine erste Reaktion ähnlich). Das klingt jetzt beim Thema Online Harassment irgendwie deplatziert und übertrieben als Vergleich, aber es geht mir nicht um die Dimensionen, sondern um das gesellschaftliche Dünkel, das dahinter steckt.

Für diese Doppelstandards in der Wahrnehmung von Gewalt gegen Männern und Frauen gibt es unzählige Beispiele, würde ich hier nur ein fünftel davon aufzählen, würde ich hier die Threadseite sprengen... :Blauesauge:

Also kurzum, ich wollte dich hier ganz gewiss nicht dissen oder blöd anmachen. Ich wollte nur meine Verwunderung kundtun, wie einseitig und in der Regel gegen die Realität laufend die Wahrnehmungen solcher Umstände weithin sind...
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MannyCalavera
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Re: BIU: 34,3 Mio. deutsche Staatsbürger spielen Computer- und Videospiele; mehr als die Hälfte nutzt den PC

Beitrag von MannyCalavera »

Also auch wenn das jetzt ordentlich ins OT abgedriftet ist.. Ich muss sagen, ich habe selten eine angenehmere und sachlichere Diskussion zu dem Thema gesehen 8O :biggrin:
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3nfant 7errible
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Re: BIU: 34,3 Mio. deutsche Staatsbürger spielen Computer- und Videospiele; mehr als die Hälfte nutzt den PC

Beitrag von 3nfant 7errible »

Chibiterasu hat geschrieben:
Vielleicht aber auch, weil die Belästigenden wohl in der absoluten Mehrheit Männer sind...?
Sowohl wenn männliche als auch wenn weibliche Spieler belästigt werden.

Das scheint daher eine gewisse aggressive "Diskussions"kultur sein, die in erster Linie unter Männern verbreitet ist.
Da ist es für mich schon nachvollziehbar, wenn sich Frauen hier generell eher in der Opferrolle sehen.

Und evtl. ist das etwas wo man systematisch ansetzen kann. Muss ja einen Grund geben, wieso Männer eher dazu neigen.
nope... http://www.dailymail.co.uk/news/article ... rolls.html

Studie gerad mal paar Wochen alt, 50% der muh soggy knee kommt von Frauen, 40% von Männern, 10% Geschlecht nicht identifizierbar

muss man sich aber auch net wundern, weil es die Realität sehr akkurat wiedergibt. Habt ihr schonmal beobachtet was passiert, wenn eine neue Frau einer existierenden Gruppe beitritt, zb eine neue Mitarbeiterin? Und wenn diese zufällig jünger, hübscher, oder schlanker ist als alle anderen anwesenden Frauen? ^^
Während die Männer sie freundlich und lächelnd begrüssen....... nun, schaut einfach mal in die Gesichter der anderen Frauen..... omg..... O M G..... wenn Blicke töten könnten :o :lol:
SectionOne
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Re: BIU: 34,3 Mio. deutsche Staatsbürger spielen Computer- und Videospiele; mehr als die Hälfte nutzt den PC

Beitrag von SectionOne »

Andarus hat geschrieben:...wäre die Frauenquote sicher nicht bei 47%!
Keine Ahnung was du für einen Bild von (zockenden) Frauen hast, aber meine Frau und Töchter spielen sehr wohl auch "Hardcore Spiele". Was immer du auch darunter verstehen magst. Und auch im Freundeskreis sind viele die mehr als nur die üblichen Mobilegames zocken. Mal ganz abgesehen davon das es auch genug Candy Crush zockende Männer gibt :roll:
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MannyCalavera
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Re: BIU: 34,3 Mio. deutsche Staatsbürger spielen Computer- und Videospiele; mehr als die Hälfte nutzt den PC

Beitrag von MannyCalavera »

Nö, das mit der neuen Kollegin hab ich schon ein paar mal darauf geachtet, kann ich absolut nicht bestätigen.
johndoe1044785
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Re: BIU: 34,3 Mio. deutsche Staatsbürger spielen Computer- und Videospiele; mehr als die Hälfte nutzt den PC

Beitrag von johndoe1044785 »

Er geiern die kerle
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Chibiterasu
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Re: BIU: 34,3 Mio. deutsche Staatsbürger spielen Computer- und Videospiele; mehr als die Hälfte nutzt den PC

Beitrag von Chibiterasu »

billy coen 80 hat geschrieben:
Chibiterasu hat geschrieben:...
@Chibi

Vielleicht muss ich mich doch noch einmal ein Bisschen erklären:
...
Gut, ich verstehe worauf du hinauswillst, ich hab da jetzt auch wirklich nicht die beste Argumentation zusammengebracht.
Meine Reaktion war wohl sicher auch eher berechenbar bzw. fast klischeehaft -
das Problem, dass ich aber mit vielen dieser "aber die Männer sind ja auch Opfer" Gegenmeldungen habe ist, dass sie eben auch häufig dazu verwendet werden die andere Angelegenheit runterzuspielen.

Und das finde ich unnötig. Es geht hier eben nicht um einen Kampf, welches Geschlecht die Aufmerksamkeit mehr verdient hat. Beides ist schlimm.
Ich bin auch dafür, dass man beides thematisiert. Dass die Medien da häufig scheinbar nicht mitziehen ist ja nicht unbedingt die Schuld einer Anita und Co.
Das sind halt Feministinnen, die sich "ihrer" Sache verschrieben haben (und man kann zb von Anita halten was man will aber über Online Harassment kann sie sicher schon mehrere Bücher füllen).
Ich habe noch nicht mitbekommen, dass diese selbst Belästigung von Männern verharmlost haben.
Mag sein, dass das passiert ist - wäre dann weniger schön.

Scipione hat geschrieben:
Chibiterasu hat geschrieben:
Vielleicht aber auch, weil die Belästigenden wohl in der absoluten Mehrheit Männer sind...?
Sowohl wenn männliche als auch wenn weibliche Spieler belästigt werden.

Das scheint daher eine gewisse aggressive "Diskussions"kultur sein, die in erster Linie unter Männern verbreitet ist.
Da ist es für mich schon nachvollziehbar, wenn sich Frauen hier generell eher in der Opferrolle sehen.

Und evtl. ist das etwas wo man systematisch ansetzen kann. Muss ja einen Grund geben, wieso Männer eher dazu neigen.
nope... http://www.dailymail.co.uk/news/article ... rolls.html

Studie gerad mal paar Wochen alt, 50% der muh soggy knee kommt von Frauen, 40% von Männern, 10% Geschlecht nicht identifizierbar
Es ging in meinem Beitrag aber gezielt um den Spielebereich.
Auf Facebook, Twitter und Instagram kann das natürlich wieder anders aussehen.

Trotzdem möchte ich bei der verlinkten Statistik schon anmerken, dass mit "Slut" und "Whore" evtl. zwei Begriffe gewählt wurden, welche wirklich überproportional häufig von Frauen in den Mund genommen werden.
Finde ich trotzdem überraschend und interessant.
Es wäre aber auch interessant wie es mit Androhungen von Gewalt, Vergewaltigung oder dem Verwenden von generell sexuell konnotierten Begriffen (also blöd anmachen) aussieht.
billy coen 80
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Re: BIU: 34,3 Mio. deutsche Staatsbürger spielen Computer- und Videospiele; mehr als die Hälfte nutzt den PC

Beitrag von billy coen 80 »

Chibiterasu hat geschrieben:Es ging in meinem Beitrag aber gezielt um den Spielebereich.
Auf Facebook, Twitter und Instagram kann das natürlich wieder anders aussehen.

Trotzdem möchte ich bei der verlinkten Statistik schon anmerken, dass mit "Slut" und "Whore" evtl. zwei Begriffe gewählt wurden, welche wirklich überproportional häufig von Frauen in den Mund genommen werden.
Finde ich trotzdem überraschend und interessant.
Es wäre aber auch interessant wie es mit Androhungen von Gewalt, Vergewaltigung oder dem Verwenden von generell sexuell konnotierten Begriffen (also blöd anmachen) aussieht.
Vergewaltigung ist natürlich mit Sicherheit etwas, was Frauen anderen Frauen sicherlich nur seeeeeehr selten androhen. Nicht dass das nicht ginge, zumindest die deutsche Rechtsprechung lässt nicht nur zu, das Frauen wegen schwerer sexueller Nötigung, sondern theoretisch auch wegen Vergewaltigung belangt werden können, weil die deutsche Rechtsprechung nicht (wie wie etwa in der Schweiz) Vergewaltigung nur mit aktiver Penetration gleichsetzt (was ja aber auch schon Frauen anderen Frauen antun können; nur weil Penis und Penetration denselben Wortstamm haben, heißt das ja nicht, dass man dafür zwingend nur dieses Körperteil nehmen kann), sondern auch das Erzwingen einer Penetration gilt als Vergewaltigung; somit wäre es rechtlich sogar möglich, eine Frau wegen Vergewaltigung eines Mannes anzuzeigen; solche Anzeigen kommen aber in der Realität quasi nie vor.

Dass aber eine Frau einer anderen Vergewaltigung androht, erscheint schon etwas skurril. Zwar ist es nicht so, dass das in der Umsetzung so abwegig wäre, jedoch erscheint diese Konstellation gesellschaftlich nicht sehr konventionell und Beleidigungen sowie Drohungen haben die Angewohnheit, sich sehr stark an Sozialkonventionen zu orientieren.

Gewaltandrohungen würde ich allerdings zwischen Frauen online nicht als Seltenheit betrachten. Ebenso sexuell konnotierte Beleidigungen werden , sowohl von Männern als auch Frauen, gerne mal intrasexuell rumgereicht. Bei Frauen fiele mir da direkt als Beispiel ein (wo wir ja schon zu Twitter und co gekommen sind): als Antwort auf die #IneedFeminism-Kampagne gab es eine Gegenkampagne, die innovativerweise hieß #Idon'tneedFeminism. Darin twitterten vorwiegend junge Frauen Fotos, auf denen sie mit Schildern zu sehen waren, auf denen stand, warum sie keinen Feminismus brauchten. Die erwartbar empörte Reaktion für diesen Verrat an der Schwesternschaft führte tatsächlich zu zahlreichen Beleidigungen, die man damit zusammenfassen kann, dass man den Frauen vorwarf, wie sie aussähen (also einfach zu gut), wie sie sich auf den Bildern rausgeputzt hätten und dass sie natürlich mit ihren Tweets eigentlich gar nicht wirklich vorhaben könnten, sich vom Feminismus zu distanzieren, sondern sich stattdessen damit als willige kleine Fickschnitten den Männern anbiedern wollten, nur um mal wieder wen zwischen die Beine zu kriegen.

Da wurden quasi alle sexuell konnotierten Diffamierungen rausgehauen, die ironischerweise dieselben Leute immer den Männern gegen Frauen zu äußern vorwarfen.

Ja, eine derart differenzierte Ausarbeitiung solcher Verhaltensmuster (also wer mit was gegen wen) wäre schon irgendwie mal ganz interessant... Gewiss würden einige Klischees bestätigt, aber ich könnte mir vorstellen, dass auch so einiges in Frage gestellt werden würde.
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3nfant 7errible
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Re: BIU: 34,3 Mio. deutsche Staatsbürger spielen Computer- und Videospiele; mehr als die Hälfte nutzt den PC

Beitrag von 3nfant 7errible »

Chibiterasu hat geschrieben:
Es ging in meinem Beitrag aber gezielt um den Spielebereich.
Auf Facebook, Twitter und Instagram kann das natürlich wieder anders aussehen.
Das gleiche hat man aber eben auch vorher über jene social networks gedacht. Und jetzt wird wieder einfach irgendwas angenommen :wink:

Es wäre aber auch interessant wie es mit Androhungen von Gewalt, Vergewaltigung oder dem Verwenden von generell sexuell konnotierten Begriffen (also blöd anmachen) aussieht.
Nun, eine Vergewaltigung wird eine Frau wohl eher nicht androhen, aber bei Gewalt haben vor allem die Feministinnen längst aufgeholt und machen keinen Hehl daraus was man am besten mit Leuten anstellen sollte, die nicht der eigenen Ideologie folgen.
Mit unangebrachten sexuellen Äusserungen hält sich die Damenwelt auch nicht zurück, zb als Justin Trudeau zum Premierminister Kanadas gewählt wurde, gab es gleich mehrere Journalistinnen oder Bloggerinnen, die sowas geschrieben haben wie: "Finally a politician i would like to fuck". Stell dir mal vor männl. Journalisten hätten sowas über eine weibl. Politikerin geschrieben, oh the shittornado :o
Und zu guter letzt, wenn du wirklich so neugierig bist und wissen willst wie es ausschaut, dann geh doch mal in eines der feministischen subreddits und schreib sowas wie: "Ich finde es falsch, wenn erwachsene Frauen mit minderjährigen Schutzbefohlenen Sex haben oder Ich denke Frauen, die Sex mit Minderjährigen haben sollten genauso hart bestraft werden wie Männer, die Sex mit Minderjährigen haben"..... und schau dir dann an wie du ins Nirvana gedownvotet wirst, oder der Thread gleich gelöscht und dein Account gebannt wird :Blauesauge:

Sie werden nicht müde zu betonen wie schrecklich Vergewaltigung, sexuelle Belästigung und Verführung von Minderjährigen sind, stellen sich dann aber quer und tun alles, um den anderen 50% aller menschlichen Wesen die rechtlichen Mittel gegen solch einen Missbrauch zu verwehren.
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Chibiterasu
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Re: BIU: 34,3 Mio. deutsche Staatsbürger spielen Computer- und Videospiele; mehr als die Hälfte nutzt den PC

Beitrag von Chibiterasu »

@ billy coen 80
Wäre in der Tat interessant!^^
Scheint auf jeden Fall ein differenzierteres Problem zu sein als man so schnell mal annimmt.

@ Scipione
Du wirst für alles Beispiele finden, keine Frage. Irgendwo im Internet finden sich immer extreme Ansichten und Meinungsäußerungen.

Vielleicht lebe ich auch in einer Blase aber außer etwas Bitchtalk (will ich hiermit nicht verharmlosen) bekomme ich von Frauen sowas eben kaum mit. Liegt evtl. an meinem Umfeld.
Aber von Typen bekomme ich durchaus auch in meinem Umkreis Frauenfeindliches, Homophobes, Aggressives etc. mit.

Und mir bestätigen dann so Statistiken wie zu unserer letzten Wahl eher mein Bild (also die Wahl zum österreichischen Bundespräsidenten). Rechtsextreme (und auch linksextreme) Parteien werden mehrheitlich von Männern gewählt.
Ich empfinde es schon so, dass sich die Aggression von Männern auf der Straße, zu Hause, bei Demos, evtl. bei Sportveranstaltungen, etc. sich auch auf das Netz übertragen lässt.

Sollte mein Empfinden komplett falsch sein, würde es mich wirklich nicht ärgern - aber die bisherigen Untersuchungen die Gegenteiliges behaupten waren für mich eher nicht überzeugend.

Das war jetzt irgendwie auch das Letzte was ich dazu sagen kann und wir driften echt schon ziemlich vom Thema ab.

Ich bin kein Hardcore Feminist und finde auch dass der Feminismus teilweise seltsame Blüten treibt, die ich sogar als eher kontraproduktiv für Frauen erachte. Aber ingesamt gesehen halte ich die Bewegung (wenn man sie jetzt unzutreffenderweise einmal als einheitliche Bewegung betrachten möchte) immer noch für notwendig und sinnvoll.
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MannyCalavera
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Re: BIU: 34,3 Mio. deutsche Staatsbürger spielen Computer- und Videospiele; mehr als die Hälfte nutzt den PC

Beitrag von MannyCalavera »

Bin da ganz bei Chibiterasu. Und das nicht nur weil ich auch Östereicher bin :D . Aber In meiner 30 Jährigen Gaming-Laufbahn bin ich noch nicht einmal von einer Frau blöd angesprochen worden. Es sei denn ich habe nicht gemerkt dass es eine war (Also Chat oder so). Es waren immer nur Männer. Das gleiche gilt für homophobie, Sexismus, Beleidigungen, sei es im Alltag oder im Job.

Jetzt will ich Scipione´s Statistik gar nicht die Richtigkeit absprechen, die werden die Zahlen ja nicht erfunden haben. Aber rein aus persönlicher Erfahrung und von meinem Empfinden her kann ich das absolut nicht nachvollziehen.

Noch weniger nachvollziehen kann ich aber diese Gegen-Raktionen (ich nenne es mal extra nicht Relativierungen), nach denen man mittlerweile echt die Uhr stellen kann. Es ging hier um Beleidigungen gegenüber weiblichen Zockern. Wir haben von celynn sogar schon bestätigt bekommen, dass sie relativ oft angebaggert wird, sobald sie sich als Frau zu erkennen gibt. Und trotzdem kommt leider immer das große ABER. ABER Männer werden auch beleidigt. ABER Männer werden auch sexuell diskriminiert und so weiter und so fort. Das finde ich persönlich mittlerweile echt anstrengend.
Scipione hat geschrieben: Und zu guter letzt, wenn du wirklich so neugierig bist und wissen willst wie es ausschaut, dann geh doch mal in eines der feministischen subreddits und schreib sowas wie: "Ich finde es falsch, wenn erwachsene Frauen mit minderjährigen Schutzbefohlenen Sex haben oder Ich denke Frauen, die Sex mit Minderjährigen haben sollten genauso hart bestraft werden wie Männer, die Sex mit Minderjährigen haben"..... und schau dir dann an wie du ins Nirvana gedownvotet wirst, oder der Thread gleich gelöscht und dein Account gebannt wird :Blauesauge:

Sie werden nicht müde zu betonen wie schrecklich Vergewaltigung, sexuelle Belästigung und Verführung von Minderjährigen sind, stellen sich dann aber quer und tun alles, um den anderen 50% aller menschlichen Wesen die rechtlichen Mittel gegen solch einen Missbrauch zu verwehren.
Wozu? Es ging um die alltäglichen Probleme von weiblichen zockern. Nicht um Feministen Foren oder dergleichen. Da kann ich auch in irgendwelche Männerforen gehen, die Angst vor einer Gleichstellung der Geschlechter haben. In solchen Foren findet man meistens nur Blödsinn.
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Re: BIU: 34,3 Mio. deutsche Staatsbürger spielen Computer- und Videospiele; mehr als die Hälfte nutzt den PC

Beitrag von celynn »

MannyCalavera hat geschrieben:Bin da ganz bei Chibiterasu. Und das nicht nur weil ich auch Östereicher bin :D . Aber In meiner 30 Jährigen Gaming-Laufbahn bin ich noch nicht einmal von einer Frau blöd angesprochen worden. Es sei denn ich habe nicht gemerkt dass es eine war (Also Chat oder so). Es waren immer nur Männer. Das gleiche gilt für homophobie, Sexismus, Beleidigungen, sei es im Alltag oder im Job.
Wobei sich da natürlich wirklich die Frage stellt - woran macht man das fest? Ich kenne eigentlich niemanden, der mich in einem Spiel schon mal beleidigt hätte und dann "Ich bin übrigens ein Mann/eine Frau!" angehängt hätte. Ich muss aber zugeben, dass ich selbst solche Sprüche fast immer so empfinde, als würden sie von Männern kommen, obwohl ich natürlich - wenn es sich lediglich um Text handelt - keinerlei Beweise dafür habe... Komisch, wenn man mal so darüber nachdenkt. Vorurteile und so...? :wink:
MannyCalavera hat geschrieben: Noch weniger nachvollziehen kann ich aber diese Gegen-Raktionen (ich nenne es mal extra nicht Relativierungen), nach denen man mittlerweile echt die Uhr stellen kann. Es ging hier um Beleidigungen gegenüber weiblichen Zockern. Wir haben von celynn sogar schon bestätigt bekommen, dass sie relativ oft angebaggert wird, sobald sie sich als Frau zu erkennen gibt. Und trotzdem kommt leider immer das große ABER. ABER Männer werden auch beleidigt. ABER Männer werden auch sexuell diskriminiert und so weiter und so fort. Das finde ich persönlich mittlerweile echt anstrengend.
Das ist wohl ein Grundproblem von Diskussionen generell, es gibt immer irgendwelche Totschlagargumente. Ich schätze, das wird auch immer so bleiben. Sicher hat jede Gruppe oder sogar jedes Individuum seine eigenen Probleme, aber wer darf darüber urteilen, welches Problem wichtig genug für eine ernsthafte Diskussion ist oder nicht? Und heißt das dann im Gegenzug, dass ein anderes Problem als unwichtig/nebensächlich eingestuft wird? Da wird sich nie eine Lösung finden lassen. :Blauesauge:
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MannyCalavera
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Re: BIU: 34,3 Mio. deutsche Staatsbürger spielen Computer- und Videospiele; mehr als die Hälfte nutzt den PC

Beitrag von MannyCalavera »

celynn hat geschrieben: Wobei sich da natürlich wirklich die Frage stellt - woran macht man das fest? Ich kenne eigentlich niemanden, der mich in einem Spiel schon mal beleidigt hätte und dann "Ich bin übrigens ein Mann/eine Frau!" angehängt hätte. Ich muss aber zugeben, dass ich selbst solche Sprüche fast immer so empfinde, als würden sie von Männern kommen, obwohl ich natürlich - wenn es sich lediglich um Text handelt - keinerlei Beweise dafür habe... Komisch, wenn man mal so darüber nachdenkt. Vorurteile und so...? :wink:
Das habe ich eigentlich gemeint! In Chats / Textform ist das ja gar nicht zu erkennen... da könnte wirklich das ein oder andere Vorurteil mitschwingen. Aber übers Mikro... Halleluja, da warens wirklich ausschließlich Männer (oft auch dann eher "jungs" als Männer :mrgreen: ) Aber da stellt sich mir dann die Frage: Warum sollte es in Textform anders sein?
celynn hat geschrieben: Und heißt das dann im Gegenzug, dass ein anderes Problem als unwichtig/nebensächlich eingestuft wird? Da wird sich nie eine Lösung finden lassen. :Blauesauge:
Definitiv nicht! Das eine ist nciht besser/schlimmer/wichtiger als das andere. Mich stört nur, dass man ein Thema bespricht und dann reflexartig immer: "XY aber auch" kommt. Das macht die ursprünglich besprochene Sache ja nicht besser oder weniger schlimm. Das Problem hätte ich im übrigen aber auch umgekehrt.
billy coen 80
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Re: BIU: 34,3 Mio. deutsche Staatsbürger spielen Computer- und Videospiele; mehr als die Hälfte nutzt den PC

Beitrag von billy coen 80 »

Ich denke ein Grund dafür, dass immer wieder Verweise auf männliche Zahlen kommen, wenn Dinge aus einer weiblichen Perspektive beleuchtet werden, könnte daran liegen, dass es immer mehr Leuten zunehmend auf den Trichter geht, dass es bei zahlreichen Themen verlässlich stets exklusiv die weibliche Perspektive ist, die beleuchtet wird, selbst wenn Männer davon genauso oder gar stärker betroffen sind. Das mag dann in einzelnen Situationen unangebracht wirken, es teilweise vielleicht sogar sein, aber das ist dann eben darunter zu verbuchen, dass sich da langsam eine gewisse Dünnhäutigkeit bildet.

Diese Dünnhäutigkeit erklärt sich teils auch darin, dass es ja nicht bloß um irgendwelche unverfänglichen Forendiskussionen geht, denn in dieser Form wird auch Politik betrieben. Obdachlosigkeit, Selbstmordraten, Arbeitslosigkeit, prekäre Beschäftigungsverhältnisse, etc., etc., etc... Alles Dinge die weder von offizieller Seite mal nach Geschlecht durchleuchtet werden noch entsprechend über gezielte Maßnahmen sinniert wird; und das sind eben Themen, die klar mehrheitlich Männerthemen sind. Stattdessen ist es Geschlechterpolitisch halt von höchstem Belang, dass Managerposten wegen imaginierter gläserner Decken mehrheitlich von Männern besetzt sind, ungeachtet dessen, dass dies nichts weiter ist, als lächerliche Klientelpolitik, von der nur ein verschwindend kleiner Anteil von Frauen profitiert, die ohnehin schon in durchaus gut situierten Arbeitsverhältnissen standen oder stehen. Ob das Desinteresse der Politik an speziell männlichen Themen nur Zufall ist??? Schaut man in das Parteiprogramm der SPD oder liest Statements der Grünen dazu, würde ich sagen, sind das tatsächlich systematische Interessens- und Empathieverweigerungen.

Dies alles führt langsam aber sicher zu Frust, der sich dann auch hin und wieder in Situationen seinen Weg bricht, in denen es, wie gesagt, eventuell unangebracht ist.

Diese Entwicklung zu massivem Gynozentrismus ist im übrigen nicht die Schuld des Feminismus'. Der ist da eigentlich von seinen Anfängen an nur drauf geritten. Entgegen retrospektiver Verklärung wurden nämlich die angeprangerten Ungerechtigkeiten Frauen gegenüber nicht von einigen wenigen tapferen Frauen gegen eine patriarchale Phalanx durchgesetzt. Effektiv wurden die aus den Forderungen abgeleiteten Änderungen stets von einer männlichen Mehrheit unterstützt und mitgetragen; alle anderen Darstellungen dieser Umstände sind nichts als infame Geschichtsklitterungen und vor allem vor dem Hintergrund, dass dies ja im Umfeld demokratischer Prozesse stattzufinden hatte, geradezu absurd(wie soll man demokratisch etwas durchsetzen, wenn angeblich eine Mehrheit dagegen ist???).

Dass die Belange und Nöte von Frauen als schwerwiegender empfunden werden, während Männer, die mit vergleichbarem ankommen, eher mit einem "jetzt stell dich mal nicht so an" rechnen müssen, das sind geradezu archaische Verhaltensmuster. Umso amüsanter, dass sich jene, die sich in besonderer Form diesbezüglich hervortun, in ihrem Selbstverständnis für "progressiv" halten. :lol:

Eine These dazu, woher das kommt, nimmt an, dass zu Zeiten, in denen der Mensch noch in kleinen, weit voneinander getrennt lebenden Grüppchen seinen Weg machte, für die einzelnen Gruppen der Verlust eines Weibchens eine weitaus höhere existentielle Gefahr barg, als der Verlust eines Männchens. Da dies nicht erst den Menschen betraf, sondern grundsätzlich für alle Tierarten mit zweigeschlechtlicher Fortpflanzung und ausgeprägtem Sozialverhalten gilt, ist der Verdacht naheliegend, dass dieser Instinkt so fest in uns verwurzelt ist, dass er sich bis heute und wahrscheinlich noch weit in die Zukunft erhalten hat und wird. Das mag nun dem einen oder anderen platt erscheinen, vielleicht finden sich auch noch bessere Thesen dazu, aber ich empfinde sie zumindest zunächst einmal als durchaus plausibel.

Und dieser Instinkt führt eben zu so Dingen, dass in Zeitungen gerne mal geschrieben wird, das unter den insgesamt 1078 Toten 12 Kinder und 28 Frauen waren, dass die Verbrechen einer Terrorgruppe erst weltweiten Aufruhr auslösen, als sie beginnen, Schulmädchen zu entführen, nachdem sie aber in den Monaten zuvor schon gezielt mehr als 1000 Schuljungen massakriert haben, dass häusliche Gewalt in der öffentlichen Wahrnehmung nahezu nur weibliche Opfer und männliche Täter sieht und entsprechend einseitig die Hilfsangebote auslegt, obwohl hunderte wissenschaftliche Studien bereits eine Gleichverteilung der Geschlechter bei diesem Thema festgestellt haben...

Also daher bitte ich um Nachsicht, dass ich hier ein wenig getriggert auf Chibis kurzen Schwenk auf GamerGate und Frauen, die online belästigt werden, reagiert habe und hier doch nun, zugegebenermaßen, ganz schön derailt habe... :oops: Ich wollte hier wirklich niemanden angreifen und hatte auch eigentlich vorgehabt, hier niemanden zu nerven... :wink:

Aber es ist eben auch wirklich schwierig, mal über solche Themen zu diskutieren, ohne die fest eingeübten Opfer- und Täterrollen zu perpetuieren. Versucht man dagegen zu argumentieren, selbst mit Fakten, kriegt man in der Regel nur als Antwort ein freches "mimimi, what about ze menz?!" garniert mit einem "lustigen" Male-Tears-Meme... ja, so läuft Geschlechterdebatte in unseren "aufgeklärten" Zeiten... :(