Tja...kann man vom dritten Teil Syndrom sprechen? Nach zwei Meisterwerken war Widerstand ja ein absolutes Desaster und das wiederholt sich hier in meinen Augen leider, auch wenn es im Gegensatz zum damaligen 3er letztendlich gut unterhalten und vor allem nicht das Franchise ruiniert bzw. eher den Boden bereitet hat.
Trotzdem....erstmal fehlte der Fokus. X-Men hat trotz seines riesigen Castes immer 2-4 Charaktere die im Vordergrund stehen und deren Geschichten man folgt. Das fehlte hier bis auf den Villain doch sehr und so hatte man fast schon das Avengers Syndrom, wo die Drehbuchautoren schon kreativ sein mussten um allen was zu tun zu geben.
Bei den Recasts war man außerdem schon ein bisschen faul. Jean und Storm arbeiten massiv damit das man sie als Film oder vor allem Comicfan schon 1:1 akzeptiert, viel mehr wird da nicht getan, was vor allem bei Storm interessant gewesen wäre und bei Sansa weiß ich halt einfach nicht ob sie die Rolle ausfüllen könnte...zu wenig Charatime. Bei den Villains isses ähnlich. Ich weiß nicht wer Olivia Munns Charakter ist, warum sie das tut was sie tut und was ihre Ziele sind. Ich weiß ehrlich gesagt nicht mal mehr wie sie heißt.
Letztes: Deus Ex Machina und zwar nicht nur einmal bei massiven Plotpoints
Eric zum Beispiel...wenn Wüstengottboy 3 Tage vorher bei ihm auftaucht hustet er ihm doch einen
Wie gesagt wäre es auf der Basis dieses Films trotzdem möglich einen guten 7er zu drehen. Der Cast ist nun vollständig durchgewechselt und interessant bleiben diese Figuren ja alle. Nebenbei: Besser in 3d gucken, beim 2d hatte ich den Eindruck das viele Effekte massiv darauf ausgelegt sind.
Edit:
Achja Desaster meine ich für X-Men-Verhältnisse. Ist mit Abstand meine Lieblings-Comic-Reihe und daher habe ich daher höhere Maßstäbe. Ich finde das Ding hier ist nach wie vor besser und um einiges ambitionierter als die allermeisten Marvelfilme ala Avengers, die ich aber auch explizit nicht mag um auch das einzuordnen. :wink: