Liesel Weppen hat geschrieben: ..
Ja doch der Post war an dich gerichtet, zugegeben mein Post war sehr konfus. Meine Gedanken haben sich förmlich überschlagen und ich hatte deine Argumentation total falsch verstanden, wie das Beispiel mit dem Camcorder (verkleinertes Sichtfeld, anstatt direkt den größeren Fernseher zu nutzen).
Wahrscheinlich hat jeder von uns unter AR (erweiterten Realität) oder VR (virtuelle Realität) ein ganz unterschiedliche Vorstellung. Aber deine Antwort bezüglich meiner Aufzählung des MP3-Players und die Möglichkeit Informationen erneut abzuspielen und als eine Art künstliche Realität zu betrachten (auch wenn du es nicht so gemeint hattest!), hat mich dann doch fasziniert.
Für mich war der Umstand wichtig das wir auf diverse Weisen auch im Alltag unsere Informationen filtern und ein Interface einer Kamera in Echtzeit mit einer VR-Brille. Oder man stelle sich einfach einen rollende Kriegswaffe mit Ketten vor, die keinen direkten Sichtkontakt hat sonder nur auf Kamera fährt oder eine Flugdrone die über andere Interfaces ihre Umwelt wahrnimmt oder eine Fledermaus mit ihrem Ultraschall-Navigation.
VR war für mich mächtiger weil ich denke es kann die AR-Technik wie Hololens emuliere oder wie bei einer Virtuellen Maschine, so abstrahieren das sie da läuft. Anders herum aber nicht.
Es ist eindeutig unterscheidbar, ob etwas erlebtes Real oder Virtuell war.
Das glaube ich halt nicht, hast du eine Live-Kamera in einem Raum und das zeigt eine Vase. Kannst du dir nie 100% sicher sein oder ein Urteil fällen, ob dein Überwachungssystem noch funktioniert. Oder ein Einbrecher die Technik manipuliert hat und etwas entwendet. Halt nur wenn du den Raum Physisch betrittst und es gegen prüfst.
Genau das selbe ist aber auch bei Menschen der Fall, Sinnesorgane können täuschen, man steht vielleicht unter Drogen oder irgendeinem anderen Einfluss. Deswegen ist die Synchronisierung und gegenseitige Kalibrieren wichtig.
Aber noch mal zu deinem Quote, der Mensch definiert das erlebte als Real weil er sich daran erinnert. Je länger Erinnerungen zurückliegen oder sich mit Alltagswerten immer wieder neu überschreiben, umso unzuverlässiger wird das ganze. Kurz der eigenen Erinnerungs-Aufzeichnung ist nicht immer zu vertraue. Aber da haben auch schon genug Filme das Thema abgearbeitet wo Menschen ihre Erinnerung verloren haben und aus Fetzen eine bestimmte Zeit rekonstruieren.
Das wird in Zukunft sehr schön sein, wenn alle Aufzeichnungen digital da vor dir oder im Internet liegen und Hacker, Konversationen, Mails und Fotos rückwirkend manipulieren können um einen bestimmten Sachverhalt ganz anders darzustellen. Dann war es das mit "Gewinner schreibt die Geschichte" und muss heißen "Die Datenbank und der "Admin" schreibt die Geschichte".