R_eQuiEm hat geschrieben:MoS ist für mich ein totaler Reinfall.
Snyder hat mit 300 und Watchmen (wo er allerdings die Comics fast 1 zu 1 übernommen hat) echt hervorragende Filme geschaffen.
Ich fand Man of Steel auch absolut furchtbar. Das liegt sicherlich auch daran, dass Superman für mich den wohl langweiligsten Superheld überhaupt darstellt, aber auch an der absoluten Sinnlosigkeit des ganzen Films. Es war eine reine Zerstörungsorgie mit der Frage "wer kann wen am spektakulärtsten durch möglichst viele Wände und Gebäude werfen?". Da die Kryptonier/Kryptoniten/Planet-Krypton-Bewohner auf der Erde so gut wie keinen Schaden erleiden, war das auch absolut sinnbefreit, dass man sich die ganze Zeit verprügelt anstatt wirklich effektiv zu kämpfen. Das hat jeden Kampf nicht nur ins Lächerliche sondern auch elends in die Länge gezogen. Spannung? Dramatik? Nö. Am Arsch.
Bei Transformers bemängelt man spätestens seit Teil 2 die hundsmiserable Story und dass die Filme nicht mehr sind als eine 3 Stunden lange Zerstörungsorgie ohne Sinn und Verstand... und wo genau war nun hier der Unterschied zu Man of Steel? MoS ist haargenau das selbe. Die Story ist zum vergessen schlecht, die Action dreht sich rein um die Zerstörung und anstatt Roboter sinds nun halt lustige fliegende Ausserirdische. Aber die Parallelen sind zu offensichtlich, daher ist es für mich nach wie vor verwunderlich, dass MoS wirklich so gut abgeschnitten hatte. Ich bin nach etwa 2/3 des Filmes vor der Entscheidung gestanden ob ich nun einschlafe oder den Film lieber aus mache. Ich hab mich dann anderweitig beschäftigt.
Aber ich glaube bei mir hängt das alles auch ein wenig mit Snyder zusammen.
- Sucker Punch war überstilisierter, langweiliger, sinnbefreiter Mist
- Watchmen wäre interessant gewesen, hat sich aber gezogen wie Kaugummi
- 300 kann man sich der Optik willen 1x ansehen, ist aber in Sachen Dialoge, Story oder Acting ein dermassen mieser Film dass mir davon schlecht wird
- Owls of Ga'Hoole war sehr hübsch anzusehen, aber u.a. wegen der Charaktere auch total uninteressant aufgezogen
Dawn of the Dead ist der einzige Snyder Film den ich mir problemlos mehrmals ansehen kann, weil er sich absolut nicht ernst nimmt, sondern einfach nur schnelle und gute Zombie-Action inszeniert ohne - wie z.B. 300 - nur auf die Optik als Zugpferd zu setzen. Und ich glaube der einzige Grund weshalb dieser Film wirklich funktioniert, ist, weil es ein Remake ist und somit nicht von Snyder stammt.