D.I.C.E. Awards - Fallout 4 ist das "Spiel des Jahres"; The Witcher 3, Ori and the Blind Forest und Rocket League mit je drei Preisen ausgezeichnet

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sourcOr
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Re: D.I.C.E. Awards - Fallout 4 ist das "Spiel des Jahres"; The Witcher 3, Ori and the Blind Forest und Rocket League mi

Beitrag von sourcOr »

casanoffi hat geschrieben:
sourcOr hat geschrieben:Ich kanns net anerkennen, weil keine Leistung dahintersteckt. Den Spielen fehlt halt, was andere mühsam ausarbeiten. Das Loch stopfst du mit deiner Fantasie. Damit müsste ich eher die Fantasie von euch anerkennen, als dass Bethesda hier zu feiern wären. Die freuen sich doch nen Ast ab, dass ihre Spieler sowas gar net wollen; mehr Zeit und Energie für die Sandbox.

Man kriegt ja fast das Gefühl es sei leichter, den Spieler in vordefinierte Geschichten/Charaktere zu zwängen. Dabei kann man hier viel eher was falsch machen.
Wer sagt denn was von "leichter"?
Warum muss man denn alles nur schwarz und weiß sehen?
Wenn man das eine gut findet, findet das andere doch nicht automatisch schlecht :roll:
Wie oft habe ich erwähnt, dass der Witcher ein herausragendes Spiel ist?
Darf ich deshalb nix gutes über Fallout schreiben, ihr Pappnasen?
Naja, es wirkt teilweise schon so als ob die Leute, die nicht auf sowas stehen, als fantasielos ansiehst. Sprich, das was Bethesda dort gemacht haben, sei was Besonderes, für das sie sich was "trauen" mussten. Das sehe ich halt net so. Dass ihr Konzept nicht "verwerflich" ist, dürften sie ja wohl sehr gut wissen. Das sieht man ja auch gut an den VKZ.

Das soll jetzt auch net auf Fallout 4 und Witcher 3 im Speziellen bezogen sein - ich hab weder das eine noch das andere gezockt, von daher verlang ich net, dass du mir da beweist, dass dir beides gefallen hat :mrgreen: Das war rein grundsätzlich darauf ausgerichtet, wie die Reihen so ticken und hab ich beide Reihen recht ausgiebig gezockt.
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Randall Flagg78
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Re: D.I.C.E. Awards - Fallout 4 ist das "Spiel des Jahres"; The Witcher 3, Ori and the Blind Forest und Rocket League mi

Beitrag von Randall Flagg78 »

Alter Sack hat geschrieben:
Nach deiner Definition müsste Heavy Rain das perfekte Rollenspiel sein ... dann wären sogar Uncharted und Tomb Raider Rollenspiele.
Ähm.. nein...
Da müssen schon noch ein paar andere Elemente dazugehören. Ich hab eigentlich nur von dem Vorwurf geredet, es wäre kein RPG, wenn es einen festen Charakter hat.
Die letzten beiden der obig genannten, würde ich eher in die Kategorie "Michael Bay" einsortieren. Und die RPG Elemente, die tatsächlich in diesen Spielen vorkommen, sind aus Gründen der Marktanalyse und dem vorgehabten mitnehmen einer gewissen Klientel geschuldet, wodurch eine Verwässerung geschah.
Also irgendwie siehst Du das schon richtig, nur eben ganz anders als Du es gemeint hast. Und erst recht als ich. :D
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Randall Flagg78
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Re: D.I.C.E. Awards - Fallout 4 ist das "Spiel des Jahres"; The Witcher 3, Ori and the Blind Forest und Rocket League mi

Beitrag von Randall Flagg78 »

hydro-skunk_420 hat geschrieben:
Randall Flagg78 hat geschrieben:Bei diesen Sandkasten Spielen ist es doch völlig egal, weil ich Prinzip nur das mache, was ich in der Situation eben tun würde.
Und genau das macht einen wichtigen Aspekt in einem Rollenspiel aus. Das machen zu können, was einem vorschwebt. Der sein zu können, der man sein will. Und eben nicht in eine vorgefertigte Rolle zu schlüpfen. Zwar kann man auch hierdraus ein Rollenspiel machen, aber das jetzt RPG technisch höher einzustufen als eine Entscheidungsfreiheit - ich bitte dich! :wink:
Man kann Fallout ja vieles ab- und Witcher vieles zusprechen, aber irgendwo hört's dann auch auf.
Randall Flagg78 hat geschrieben:Ist es aber nicht so, dass ich in einem Rollenspiel... ja eben eine Rolle spiele? Für mich ist das doch die Grundlage für eine gute Geschichte.
Wenn ich machen kann was ich will und letztens Endes dann doch nur mich selbst spiele, entwertet das die ganze Sache doch irgendwie.
Verstehe nicht, warum das entwertend sein soll. In welch anderem Genre hast du denn die Möglichkeit nach deinen eigenen Vorstellungen zu handeln.
Ich würde sogar behaupten, dass Rollenspiele fast einzig dafür erschaffen worden sind.
Und wieso engst du das mit der Aussage "Man spielt ja eh nur sich selbst" eigentlich ein? Wie oft habe ich schon Entscheidungen getroffen, die überhaupt nicht meinem Naturell entsprechen.
Nur kommt eben dabei keine gute Geschichte raus, sondern immer faule Kompromisse. Hab ich das nicht am Beispiel von A Song of Ice and Fire deutlich gemacht?
Wenn ich als Autor eine Geschichte erzählen möchte, dann tue ich das. Oder ich mache eine, die der Zuschauer verändern kann.
Dann muss ich aber so viele Eventualitäten berücksichtigen, dass ich die Story nur noch auf einen kleinen gemeinsamen Nenner herunterdampfen kann.
Ich habe gerade Jack Ketchums Evil gelesen, was so ziemlich das Schlimmste gewesen ist, was ich je gelesen, gehört. "erlebt" habe.

Hätte ich die Möglichkeit gehabt einzugreifen, hätte die Geschichte zwar ein halbwegs gutes Ende genommen, sie wäre aber nicht eine halb so "gute" Erfahrung gewesen.
Deswegen trickst TellTale ja auch so häufig rum, Sie gaukeln Dir Entscheidungen vor, die aber oft auf das Gleiche hinauslaufen. Oder Du sagst: "Ich will das Person A überlebt" aber das Spiel tötet sie trotzdem. Weil die Geschichte dann nicht mehr funktionieren würde.
Damit habe ich persönlich auch kein Problem. Im Leben passiert ja auch oft was anderes, als das woran ich gearbeitet habe.

Ich will ja nicht behaupten, diese Spiele sind schlecht. Nur eben, dass man keine gute Geschichte erzählen kann, wenn man eben alle Optionen einbaut, die irgendein Spieler gern haben möchte.
Kann ja auch gar nicht so sein.
Mal so rum gefragt: Glaubst Du, ein Theaterstück wäre besser, wenn die Zuschauer per Zuruf die Handlung beeinflussen könnten?
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SethSteiner
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Re: D.I.C.E. Awards - Fallout 4 ist das "Spiel des Jahres"; The Witcher 3, Ori and the Blind Forest und Rocket League mi

Beitrag von SethSteiner »

Sicher ist das mit allen Entscheidungen ziemlich schwierig aber andererseits, alle Entscheidungen haben auch in unserer Welt keine besonderen Auswirkungen. Wenn ich bspw. an Mass Effect zurückdenke, hat man sich quasi durchgehend vor Auswirkungen gescheut die über ein paar Dialogfetzen, Textboxen oder "XY taucht auf, taucht nicht auf" hinausgehen. Ich denke jeder versteht, dass man nicht unendlich viele Universen anbieten kann, vor allem nicht dass jede Entscheidung eine völlig neue Welt die quasi wieder ein ganz eigenes Spiel ist, zur Folge haben kann aber gerade wenn einem mehr versprochen wird, könnte man auch mal mehr liefern. Dass man hin und wieder, ja je nach Story und Spiel vielleicht sogar hauptsächlich darauf zurückgreifen muss einem etwas vorzuspielen - okay. Wenn man sich aber nur darauf versteht einem was vorzugaukeln wie bei Telltale (immerhin hats EA bei Mass Effect damals ja außerhalb des Marketings nicht mal versucht), dann würde ich zumindest dieses Verhalten als schlecht bezeichnen. Das Spiel selbst kann ja nicht unbedingt etwas dafür, auch wenn das Vorgaukeln einem wohl auch irgendwann das Spielerlebnis leidig machen kann, wenn man einfach merkt, dass man nur verarscht wird.
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hydro skunk 420
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Re: D.I.C.E. Awards - Fallout 4 ist das "Spiel des Jahres"; The Witcher 3, Ori and the Blind Forest und Rocket League mi

Beitrag von hydro skunk 420 »

@Randall

Naja, da lässt sich leicht und effektiv die Antwort "Zu viele Köche verderben den Brei" bringen. :wink:

Es ist schon was anderes, wenn ich die Geschichte nach meinem eigenen Willen verändere oder ob sie von mehreren beeinflusst wird.

Aber gut, im Prinzip verstehe ich schon was du meinst und es kann schon sein, dass bei deinem Beispiel bessere Stories möglich sind. Allerdings bin ich persönlich kein Storyspieler, was vielleicht mit ein Grund war, warum ich bei deinem post angehalten habe und ich anfing zu kritisieren. In Beth-Spielen möchte ich hauptsächlich looten, leveln (ja, klingt erstmal nach Diablo, aber auch Beth-Games eignen sich meiner Ansicht nach hervorragend dafür) und erkunden. Oftmals gehe ich den Hauptquest erst nach zig, wenn nicht gar nach hunderten Stunden an. Und ich glaube eben, dass es da noch mehr von meiner Sorte gibt.
Aus diesem ganzen Grund bin ich eben Befürworter von frei gestaltbaren Charakteren. Es erweitert einfach die Freiheit nochmal um ein weiteres Stück.

Also, nichts für ungut. Mögen beide Lager in Zukunft ausreichend bedient werden. :wink:
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casanoffi
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Re: D.I.C.E. Awards - Fallout 4 ist das "Spiel des Jahres"; The Witcher 3, Ori and the Blind Forest und Rocket League mi

Beitrag von casanoffi »

sourcOr hat geschrieben:Naja, es wirkt teilweise schon so als ob die Leute, die nicht auf sowas stehen, als fantasielos ansiehst. Sprich, das was Bethesda dort gemacht haben, sei was Besonderes, für das sie sich was "trauen" mussten. Das sehe ich halt net so. Dass ihr Konzept nicht "verwerflich" ist, dürften sie ja wohl sehr gut wissen. Das sieht man ja auch gut an den VKZ.
Gut, der Vorwurf der Fantasielosigkeit kommt aber auch nur daher, weil die "Gegner" dieses Konzepts immer wieder ein Spiel rein auf seine Mechaniken reduzieren und es in keiner Weise würdigen, wenn ein Spiel eben diese Freiheit auch bietet.

Von daher sehe ich es durchaus so, dass sich ein Entwickler von AAA-Produktionen sowas trauen muss - sieht man ja anhand des Theaters, was in den Medien und unter den Spielern deshalb veranstaltet wird :D

So, wie auf der einen Seite der Vorwurf der Fantasielosigkeit besteht, wird auf der anderen Seite abwertend von einer "herangezüchteten dankbaren Fanbase" geätzt.


Fallout 4 ist für Liebhaber dieses Konzepts das Non-Plus-Ultra.
Es bietet ein wundeschönes post-atomares Szenario, eine riesige offene Welt, die vollgestopft ist mit Dingen und Orten, die danach schreien, erkundet zu werden.

Natürlich gibt es viel zu kritisieren und letztendlich ist es sowieso Geschmacksache.
Trotzdem gibt es kein anderes Spiel auf dem AAA-Markt, welches diese grandiose Mischung bietet.


Ja, die Geschichte ist unterste Schublade - nun, für dieses Spielkonzept wäre es eigentlich konsequent gewesen, überhaupt keine zu bieten und die Welt nur mit ihren kleinen Nebengeschichten zu füllen.
Auch in beiden Vorgängern hätte es vollkommen genügt, die z. T. verdammt guten Nebengeschichten zum Hauptbestandteil des Spiels zu machen.
Nur dazu hatte Bethesda offensichtlich nicht die Courage.

Aber, wie Du schon schreibst, letztendlich kann es ja eh egal sein, weil die VKZ stimmen.
Zuletzt geändert von casanoffi am 23.02.2016 11:34, insgesamt 1-mal geändert.
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Nanatzaya
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Re: D.I.C.E. Awards - Fallout 4 ist das "Spiel des Jahres"; The Witcher 3, Ori and the Blind Forest und Rocket League mi

Beitrag von Nanatzaya »

Ich denke mal, dass es Fallout 4 an Konsequenzen auf die eigenen Handlungen mangelt, wird kaum einer abstreiten.
Da gibt's ältere Spiele die das besser gemacht haben.
Und als Spieler muss man diesen Makel selbst kompensieren. Manche haben da Bock drauf, andere nicht.

Dennoch macht es Spaß für sich selbst die Welt zu erkunden, Dinge zu tun, etc.
Ich muss da auch garnicht der Obergott sein (dafür gibt's genug andere Spiele), der sich die Welt Untertan macht - was soll eine einzelne Person in so einer Welt schon ausrichten? (<- "Schönrederei") ;)

Klar nervt es, dass Fallout 4 so viele Inkonsequenzen hat (ich bin "Chef" einer Fraktion, erledige aber trotzdem nur Botengänge) und Bethesda könnte das auch ganz leicht lösen, indem man z. B. eben nicht zum Anführer der Fraktion gemacht wird (was in der Realität ja auch viel mehr als das Erledigen einiger Quests erfordert) aber dann wären wieder die, die eben der Obermacker sein wollen verprellt.
Es ist schon irgendwo ein Fauler Kompromiss.
Allerdings ist, und das wurde schon mehrfach gesagt, das Spiel außerhalb dieser Fehler sehr unterhaltsam, weil es eben die Erkundung einer (zumindest auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad) bedrohlichen Welt simuliert.
Quasi der postapokalyptische Wandersimulator - ja, ich hab's gesagt.

Ist aber auch nicht verwerflich.
Es gibt genug Spiele mit guter Story und eine Story ist für mich auch nur ein, je nach Spieltypus mehr oder weniger wichtiger, Aspekt.
Ist so ähnlich wie Musik. Wenn die Instrumente allein Emotionen auslösen und meine Fantasie anregen, wozu brauche ich dann einen Text, der eine Geschichte erzählt?

Wenn man sich darauf einlassen kann, macht Fallout 4 extrem viel Spaß (auch wenn man nicht lootet, weil man schon alles hat).
Ich kann mich halt nicht auf Geralt einlassen.
Der mag zwar aufwendig ausgearbeitet und gestaltet sein (Respekt für den Aufwand) aber der Kerl ist einfach ein wandelndes Klischee.

Fakt ist, Bethesda hat mit Fallout 4 einen riesigen Themenpark geschaffen, der voller situativer Erkundungsanreize (interessante Gebäude, Radiosignale, Gefechtslärm, etc.) ist, ohne dass hundert Quests à la "Sammle 100 Fahnen" laufen.
Das macht den Reiz des Spiels aus, weil das großartig umgesetzt wurde und rechtfertigt subjektiv auch den Award.

P.S.: Das mit "sich auf etwas einlassen können" soll keineswegs abwertend sein.
Ich kann mich sehr gut eine Welt einlassen, dafür habe ich Probleme mich mit Charakteren zu identifizieren, die ich nicht selbst erstellt habe (weil sie in aller Regel eben irgendwo von meinen Ansichten abweichen).
Bei anderen Spielern wird das umgekehrt sein. So kann man z. B. "meinungsbildenden Effekt" kontroverser Charaktere anführen. Quasi mal einen anderen "moralischen Kompass" als den eigenen erleben - hat ja auch was für sich, ist halt nicht mein Ding (exklusiv auf Spiele bezogen).
casanoffi hat geschrieben:Ja, die Geschichte ist unterste Schublade - nun, für dieses Spielkonzept wäre es eigentlich konsequent gewesen, überhaupt keine zu bieten und die Welt nur mit ihren kleinen Nebengeschichten zu füllen.
Auch in beiden Vorgängern hätte es vollkommen genügt, die z. T. verdammt guten Nebengeschichten zum Hauptbestandteil des Spiels zu machen.
Nur dazu hatte Bethesda offensichtlich nicht die Courage.
Teil des angesprochenen faulen Kompromisses. Irgendwo muss man die Spieler ja abholen, wenn man wirtschaftlich Erfolg haben will..
Ich kenne auch einige, die sagen "ohne vorgegebenen roten Faden kann ich nix mit einem Spiel anfangen".
Solche Spieler müssen erstmal geführt werden, weil sie sonst nichts mit dem Spiel anzufangen wissen.
Wenn sie sich dann einmal in der Welt eingefunden haben, kann das aber schnell anders aussehen.

Am besten wäre IMO ein kurzer Prolog.
Der hätte in FO4 z. B. so aussehen können:
Man wacht in der Vault auf, muss schnell raus. Man ist nicht an die Umwelt gewöhnt, muss also permanent Schutzanzug (bzw. Gasmaske) tragen aber wird trotzdem erstmal krank (Anzug reicht halt nicht, weil man sich ja auch ernähren muss).
Es muss also ein "Heilmittel" oder so gefunden werden.
So einen Prolog kann man binnen 1-2 Stunden abarbeiten aber trotzdem einiges von der Welt präsentieren.
Und vor allem ist es ohne Pathos und total easy ohne Inkonsequenzen umzusetzen.
Desweiteren man verschwendet weniger Ressourcen für eine dämliche Hauptstory und kann sich mehr Reaktionen der Umwelt auf das Verhalten des Spieler konzentrieren.
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TheLaughingMan
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Re: D.I.C.E. Awards - Fallout 4 ist das "Spiel des Jahres"; The Witcher 3, Ori and the Blind Forest und Rocket League mi

Beitrag von TheLaughingMan »

Bei einer komplett offenen Welt wäre es IMO am besten eine Main Quest zu haben die an sich keinen Zeitdruck aufbaut. Säugling finden, Heilmittel finden...das sind ja alles Dinge die einen schon unter Zeitdruck setzen. Und wenn man so eine Vorgabe hat macht es im Grunde wenig Sinn wenn man erstmal von Bruchbude zu Bruchbude watschelt um nach Toastern und Weckern zu suchen.
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casanoffi
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Re: D.I.C.E. Awards - Fallout 4 ist das "Spiel des Jahres"; The Witcher 3, Ori and the Blind Forest und Rocket League mi

Beitrag von casanoffi »

TheLaughingMan hat geschrieben:Bei einer komplett offenen Welt wäre es IMO am besten eine Main Quest zu haben die an sich keinen Zeitdruck aufbaut. Säugling finden, Heilmittel finden...das sind ja alles Dinge die einen schon unter Zeitdruck setzen. Und wenn man so eine Vorgabe hat macht es im Grunde wenig Sinn wenn man erstmal von Bruchbude zu Bruchbude watschelt um nach Toastern und Weckern zu suchen.
Da stimme ich Dir vollkommen zu.

Ich gehöre z. B. zu der Sorte Gamer, die Zeitdruck wortwörtlich hassen - den hab ich schon in der Arbeit.
Wenn Fallout 4 diesen aufbauen würde, würde ich es keine 15 Minuten spielen können :)
Aber ist natürlich auch wieder Empfindungssache.

Man könnte also sagen, F4 ist exakt das Gegenteil von dem, was Dir gefällt.
Eine banale Mainquest, die für Dein Empfinden auch noch Zeitdruck aufbaut und die Erkundung führt Dich im Grunde nur von Bruchbude zu Bruchbude um nach Toastern und Weckern zu suchen.
Klingt übel :o
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TheLaughingMan
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Re: D.I.C.E. Awards - Fallout 4 ist das "Spiel des Jahres"; The Witcher 3, Ori and the Blind Forest und Rocket League mi

Beitrag von TheLaughingMan »

Naja, WENN man eigentlich Zeitdruck verspüren sollte aber gar keinen hat geht für mich die Immersion flöten. Gerade bei Fallout könnte man eine Mainquest schreiben die sich erst im Spielverlauf ergibt und nicht von sich aus Zeitdruck aufbaut. Z.B. das man als Sklave von einer Railroad ähnlichen Organisation befreit wird und erstmal seine Schulden bei denen bezahlen muss. Wäre ein guter Grund entweder mit Miniquests oder mit dem Sammeln und Verhökern von Gegenständen Kohle zu machen. Oder das man einen Datenträger bzw. Pipboy findet auf dem ein vollkommen unbekanntes, komplex verschlüsseltes Programm ist...und Leute die das wollen sind hinter dir her, während du versucht jemanden zu finden der das dechiffrieren kann. Bei beiden hätte man nicht direkt einen Zeitdruck im Nacken, aber trotzdem ein mehr oder weniger klares Ziel vor Augen.
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casanoffi
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Re: D.I.C.E. Awards - Fallout 4 ist das "Spiel des Jahres"; The Witcher 3, Ori and the Blind Forest und Rocket League mi

Beitrag von casanoffi »

TheLaughingMan hat geschrieben:...
Ja, wäre ne coole Variante, würde ich ebenfalls begrüßen!
Wäre auf jeden Fall besser als diesen dahingeschusterten Unsinn, dessen Drehbuch ein 6-jähriger hätte besser schreiben können :lol:

Auch bei mir geht durch Zeitdruck jegliche Immersion flöten, weil ich unter Druck dazu neige, irrational zu denken ^^
Außerdem versuche ich dann nur noch, den möglichst effektivsten Weg zu gehen - was für mich dem Sinn von F4 eben vollkommen entgegenwirken würde.

Aber gut, ist für mich persönlich eben vollkommen Nebensache, von daher kein großer Verlust.
Zeitdruck verspüren ich da - dem Himmel sei Dank - keinen.
So kann ich die für mich wichtigen Elemente in F4 genießen.
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Re: D.I.C.E. Awards - Fallout 4 ist das "Spiel des Jahres"; The Witcher 3, Ori and the Blind Forest und Rocket League mi

Beitrag von johndoe1741084 »

casanoffi hat geschrieben: Wäre auf jeden Fall besser als diesen dahingeschusterten Unsinn, dessen Drehbuch ein 6-jähriger hätte besser schreiben können :lol:
Das ist für mich ein bissl der Hinweis, dass da Freunde miteinander arbeiten... :mrgreen:
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Re: D.I.C.E. Awards - Fallout 4 ist das "Spiel des Jahres"; The Witcher 3, Ori and the Blind Forest und Rocket League mi

Beitrag von Nanatzaya »

TheLaughingMan hat geschrieben:Naja, WENN man eigentlich Zeitdruck verspüren sollte aber gar keinen hat geht für mich die Immersion flöten. Gerade bei Fallout könnte man eine Mainquest schreiben die sich erst im Spielverlauf ergibt und nicht von sich aus Zeitdruck aufbaut. Z.B. das man als Sklave von einer Railroad ähnlichen Organisation befreit wird und erstmal seine Schulden bei denen bezahlen muss. Wäre ein guter Grund entweder mit Miniquests oder mit dem Sammeln und Verhökern von Gegenständen Kohle zu machen. Oder das man einen Datenträger bzw. Pipboy findet auf dem ein vollkommen unbekanntes, komplex verschlüsseltes Programm ist...und Leute die das wollen sind hinter dir her, während du versucht jemanden zu finden der das dechiffrieren kann. Bei beiden hätte man nicht direkt einen Zeitdruck im Nacken, aber trotzdem ein mehr oder weniger klares Ziel vor Augen.
Stimmt. Das mit der Heilung ist ob des Zeitdrucks eher suboptimal. Hab persönlich damit aber keine Probleme, wenn es nicht so dämlich ist wie in Fallout, wo quasi NULL Druck besteht, sich zu beeilen.
Ich hab mich halt dazu gezwungen, erstmal den Jungen zu finden, weil's logisch war.

Das mit den abzuzahlenden Schulden ist aber besser.
Wäre ja mal was.
Wobei ich die Aktion mit dem 200 Jahre Mann (oder Frau) / Buck Rogers eigentlich ganz cool fand. Da ließ sich gegenüber den NPCs schön mit hausieren... "Haha, ich bin 200 Jahre alt und somit per se cooler als ihr Lappen". :D
Schöner wäre es noch gewesen, wenn man ein bisschen mehr Zeit gehabt hätte, die alte Welt vor dem Krieg kennen zu lernen.
Aber das wurde ja auch in den Tests schon bemängelt.
casanoffi hat geschrieben:Auch bei mir geht durch Zeitdruck jegliche Immersion flöten, weil ich unter Druck dazu neige, irrational zu denken ^^
Außerdem versuche ich dann nur noch, den möglichst effektivsten Weg zu gehen - was für mich dem Sinn von F4 eben vollkommen entgegenwirken würde.
Wenn Fallout da konsequent wäre, würde sowas das ganze Spiel ja noch ein bisschen würzen. ;)
Man baut im "Affekt" sozusagen Scheiße und muss dann sehen, wie man im Spielverlauf am besten damit klar kommt.
Aus Wut einen Anhänger der Bruderschaft getötet? Pech gehabt... Entweder andere Fraktion wählen und die Bruderschaft loswerden oder Abbitte leisten.
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Re: D.I.C.E. Awards - Fallout 4 ist das "Spiel des Jahres"; The Witcher 3, Ori and the Blind Forest und Rocket League mi

Beitrag von casanoffi »

ccun hat geschrieben:
casanoffi hat geschrieben: Wäre auf jeden Fall besser als diesen dahingeschusterten Unsinn, dessen Drehbuch ein 6-jähriger hätte besser schreiben können :lol:
Das ist für mich ein bissl der Hinweis, dass da Freunde miteinander arbeiten... :mrgreen:
:lol:
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Re: D.I.C.E. Awards - Fallout 4 ist das "Spiel des Jahres"; The Witcher 3, Ori and the Blind Forest und Rocket League mi

Beitrag von oppenheimer »

TheLaughingMan hat geschrieben:Naja, WENN man eigentlich Zeitdruck verspüren sollte aber gar keinen hat geht für mich die Immersion flöten.
Ja. Deswegen hab ich mir bei Bethesda-Spielen seit Morrowind grundsätzlich angewöhnt, die mainquest komplett zu ignorieren. Die existiert für mich in den ersten 100 Std. oder so erst mal gar nicht. Null. Das ist für mich eine der Grundeinstellungen, um deren Spiele wirklich genießen zu können.