Captain Obvious hat geschrieben:ChrisJumper hat geschrieben:Captain Obvious hat geschrieben:
"Der Speicher darf nicht von externen Programmen manipuliert werden" ist kein Security Feature?
Nun wenn es Schnittstellen gibt, verändert sich die Definition. Diesen von dir beschriebenen Satz, trifft auf ziemlich jedes Programm zu. Die Frage ist wie "externe Programme" definiert wird und welche Art der Interaktion erlaubt ist. Per Default ist es kein Security Feature, genauso wenig wie manche Nutzer eine Mail als Spam definieren und manche nicht. Es kann sehr wohl ein normaler Newsletter, als Spam deklariert sein welcher der Kunde selber abonniert hat und jener von einem Store kommt bei dem der Kunde häufiger bestellt. Weswegen aber Bestellbestätigungen noch nicht unbedingt als Spam gelten müssen.
Doch es ist ein Sicherheitsfeature (sämtliche Software, die Speicherbereiche unterschiedlicher Programme schützt fällt in diese Einteilung, wie Pax, diverse Stack Smasher, etc.) und nein, der von mir beschriebene Satz trifft nicht auf jedes Programm zu, sonst gäbe es weder diese Injektoren (denn dann würden sie nirgendwo funktionieren), es gäbe keine Cheatprogramme, usw.
Also lassen wir Windows 98 und Co mal außer acht, wo jedes Programm in jeden Speicherbereich schreiben dürfte. Zwar ist in den Programmen der Speicher aktuell geschützt weil die Binarys und die Chain of Trust, als auch diverse Daten speziell signiert sein müssen damit diese Programme in den Speicher dürfen.
Doch die Illegale Brechstangen-Methode gibt es auch weiterhin. Erst vor kurzem gesehen bei der PS4 wo jemand über ein Leck in dem Browser ein Linux booten konnte.
Das was dir sorgen macht ist die Definition. Bei der Gestaltung eines Programmes, legen die Autoren fest welchen Speicherbereich wer wie nutzen darf und wer nicht. Dieser Akt ist abseits von der DRM-Panik nicht direkt ausschließlich ein Security-Feature. Das meinte ich damit. Wenn man jetzt anbietet das zur FPS-Anzeige diverse Schnittstellen angeboten werden und diese Third-Party ihre Programme aktualisiert wird das ohne Probleme gehen. Genau so läuft es ja auch aktuell bei jedem Windows-Programm in den vorherigen Versionen. Windows 10 ist halt einfach noch jung. Es hat noch Kinderkrankheiten, die werden aber wahrscheinlich noch behoben, wenn es nicht explizit so sein sollte.
Ich habe mir die Injektoren noch nicht angeschaut, also ob die Direct-X Bibliotheken nutzen oder Punkte von den Grafikkarten-Herstellern, die dann quasi zwischen dem Grafikkartentreiber und dem Direct-X Kram zwischengeschaltet werden.
Ein Punkt an dem sich wahrscheinlich immer ein Zugang bauen lässt, wenn sich der Treiber manipulieren ließe oder er diverse Features mitbringt.
Kurz Code der von Entwicklern kommt, oder sich an Regeln hält ist ja nicht direkt Schadsoftware. Ähnlich wie die Mod-Community, dieser kann es auch sehr schwer gemacht werden. Werden sie aber offiziell unterstützt ist es absolut kein Problem mit diesen verschlüsselten Binarys entsprechende Modifikationen anzubieten. Es könnte halt nur sein das man sich zuvor bei Microsoft oder Square Enix registrieren muss oder das ein oder andere Development-Kit verwenden sollte.
Der Sinn und Zweck diese verschlüsselten Binarys ist ja nicht um Entwickler aus zu sperren sondern um es Raubkopierern schwerer zu machen als auch das jemand über das MOD-Kit ein Trojaner auf den Kundenkonten installiert. Wenn aber der Publisher/Entwickler der Mod-Community nicht gut gesonnen ist, wird es das nicht geben.
ChrisJumper hat geschrieben: Das hat Steam selber wie schon beschrieben auch gemacht! Es hatte auch dort gedauert bis sich das gelockert hatte. Origin macht das auch so.. und das liegt an der Natur eines Mittbewerbers. Deswegen finde ich auch den Vergleich von Steam zu diesem MS-Store unfair.
Bis sich was konkret gelockert hatte?
Und das ist bereits der zweite Versuch von Microsoft in diesem Bereich, wieviel Schonfrist willst du ihnen denn einräumen?
Steam hatte Anfangs so viele Funktionen nicht! Die ersten Spiele ließen sich nur mit Steam starten, Mod-Support gab es auch nicht so wie heute. Das Rückgaberecht gab es nicht, die Download-Raten waren mal ganz übel.. aber gut möglich das das nur an mir lag weil es damals nur ISDN oder 56K Modem gab bei uns. Steam hat sich wirklich hin zu einer guten Community entwickelt und zu einem Händler bei dem man merkt das ihnen die Kunden wichtig sind und auch der Support ziemlich gut.
Dazwischen gab es ziemlich viele Hürden. Teilweise wurden ganze Steam-Accounts gesperrt weil ein Paypal-Konto nicht gedeckt war oder ein einziger Indie-Entwickler eine Buchung rückgängig gemacht hatte.
Gut Möglich das MS das nicht besser verdient hat. Ich kann das Unternehmen halt genauso wenig leiden wie Valve damals mit Steam, mittlerweile hat Valve einige Pluspunkte bekommen. Trotzdem kann ich nicht einfach nur auf MS schimpfen, wenn ich die Kritik zu harsch finde. Lustigerweise finde ich das im Datenschutz-Bereich ja Sowas von Gerechtfertigt und halte auch diverse andere Gängelungen für Fragwürdig (Timer für ein Update von Windows 7 auf Windows 10, wenn jemand vorbestellt hatte und so weiter). Aber was diesen Bereich betrifft da sind die halt noch relativ Jung.
Allein die Xbox als auch deren seltsames Netzwerk zum Download und der Gleichen, zeigt für mich halt schon das MS das kann, wenn sie denn mal wollen.