Erdbeermännchen hat geschrieben:Warum? Bei wem wären sie denn sooooo viel besser aufgehoben?
Ja EA versucht mit den Spielen Geld zu verdienen und ja man kann davon halten was man mag aber was machen denn die anderen Publischer so viel besser? Nichts! Die wollen auch nur alle Geld verdienen! Und ein kleines Studio kann sich nun einmal nicht eine solche Lizens leisten! Und diese Kosten verpflichten nunmal dazu den maximalen Profit daraus zu schlagen!
Tut doch nicht immer so als wenn EA der einzige Publischer wäre der Gewinn erwirtschaften muss!
Nö, das tut denke ich keiner. Es geht darum, wie man diesen Gewinn zu erwirtschaften versucht und da machen es andere nun Mal besser. Und das was sie besser machen, sind verschiedene Aspekte. Das gilt sowohl inhaltlich als auch technisch. Nicht grundlegend natürlich, denn Battlefront bspw. ist technisch wirklich erstklassig aber in der Vergangenheit hatte man es oft genug, dass EA Spiele auf technischer Seite allenfalls stabil und fern von zeitgemäß waren. Tja und auch was Gameplay oder Storytelling betrifft, wird ihnen die Nase langgezogen. Nun kann man immer sagen, das müsste halt so sein für maximalen Profit, ist aber nichts was irgendwie belegbar wäre. Und was dann so Sachen angeht wie Lizenzkosten: Woher weißt du das? Kennst du die Verträge? EA hat exklusive Videospielrechte und mit Sicherheit hat das viel gekostet aber wieso sollte die stinknormale Star Wars Lizenz viel kosten? Es gibt ein Haufen C- und B-Ware an Star Wars Apps, das Star Wars Logo prankt auf Duftwässerchen und Orangen während der Lucas-Ära, zu PT Zeiten, gab es eine riesige Menge an Star Wars Titeln, die natürlich auch von kleinen Studios stammten. Diese Verteidigung des armen Megakonzerns ist ein bisschen redundant.
Kajetan hat geschrieben:Ja und? Das eine hat doch mit dem anderen nix zu tun?
Es hat was mit dem anderen zutun, weil es ja um die Beurteilung ging. Und das Publikum kritisiert eher selten und wenig, im Sinne dessen dass es kaum wahrnehmbar ist. Im Grunde ist hier die Prequeltrilogie schon herausragend, denn es gibt wohl nur sehr wenige Filme, die einerseits so einen Ruf wegkriegen und andererseits über die Zeit hinweg auch noch diesen festigen oder verschärfen.
Dr. Crippen hat geschrieben:Eben, und für diese Menschen werden die Filme gemacht. Find es immer wieder unfassbar, dass es Leute gibt, die aus solchen modernen Märchen mehr machen wollen, als sie sind. Da wird dann nach Logiklöchern gesucht, jedes Fitzelchen hinterfragt und nicht zuletzt noch in irgendwelche philosophische Korsetts gepresst.

Dann wird von "Kanon" gefaselt, als ob man sich in einem philologischen Hauptseminar befände.
Leute, Star Wars ist (und war schon immer) ein durchkommerzialisiertes, marktkonformes AAA-Unterhaltungsprodukt, das seine Sache weit überdurchschnittlich gut macht. Da kann man sich drauf einlassen und genießen oder man lässt es bleiben. Dieses Sezieren, als ob man es mit einem künstlerisch anspruchsvollen und hochkomplexen Opus zu tun hätte, ist hochgradig peinlich und wahrscheinlich der Grund dafür, warum der Begriff "Nerd" immer ein wenig belächelnd konnotiert wird. :wink:
Ja, Star Wars ist spätestens mit Episode V, mit Episode IV war erst mal noch sehr wenig geplant, durchkommerzialisiert. Ich glaube das hat nie jemand bestritten. Dieses Gefasel von wegen, sich drauf einlassen, genießen oder es bleiben ist dagegen peinlich. Natürlich kann man das bringen, wenn ein Film einen besonderen Stil hat und durch Andersartigkeit besticht aber doch nicht, wenn es darum geht, dass ein Film voller Defizite ist, sei es in Logiklücken, sei es in der schauspielerischen Qualität, sei es in technischer Qualität oder anderen handwerklichen Aspekten, wo einfach geschlampt wurde. Von Menschen zu verlangen, sie sollen doch bitte in den Lobotomie-Modus gehen und darin bleiben oder andernfalls kein Popcornkino sehen, nur weil sie es wagen kleinere oder größere Kritikpunkte zusehen und zu benennen, macht überhaupt keinen Sinn.
Darüber hinaus macht auch dieses Mehrheits- oder Mainstream-Argument keinen SInn. Als hätte da irgendwer gesagt, er wolle Logiklücken oder als müsste es sowas geben, damit vielen Menschen ein Film gefällt. Natürlich geht es nicht nur um Logiklücken, sondern viele Dinge, die bei einigen Blockbustern so kritisiert werden können. Diese Filme werden nicht für einen bestimmten Typus Mensch gemacht, sondern eben gern nach Schema vorgegangen und die Defizite die am Ende kritisiert werden, sind eher ein Produkt des Wunsches nach schnellen Reibach und dementsprechend schludderiger Fließbandarbeit als danach, dass der Film für irgendeinen Typus gemacht wäre, selbst wenn man diesen Typus Masse oder Mainstream nennt und daher nun mal so sein müsste.
@Poly
Es wird viel mehr als Jar Jar kritisiert. Jar Jar ist nichts weiter als die Verkörperung der Probleme, weshalb er so oft genannt wird aber wie gesagt, werden mehr Kritikpunkte genannt. Nehmen wir doch Episode III. Was hatte er zu bieten, außer dass er düster war? George Lucas hat einen faustschen Pakt mit dem Teufel eingebaut, ohne zu verstehen wie das funktioniert. Anakin wird eine Story erzählt, die Hoffnung auf Rettung seiner Frau macht aber weder hat er zu irgendeinem Zeitpunkt versucht erst Mal zu ergründen was es mit seiner Vision auf sich hat also was eigentlich der Grund für ihren möglichen Tod ist, noch hat er sich beweisen lassen, dass der Teufel ihm überhaupt liefern kann, was er begehrt. Dazu ist der Teufel kein Fremder, sondern ein bekannter, wozu es eigentlich eher zu einem Vertrauensbruch kommen müsste, immerhin war es sein Schüler der damals Qui-Gon umgebracht hat. Auch wie sich der Übertritt zu Darth Vader gestaltet, ziemlich abrupt unter anderem, ist nicht gelungen. Der Jedi-Rat hatte die ganze Zeit Recht mit seiner Vermutung, die Zweifel waren begründet, offenbar wurden mehrere Jedi-Meister getötet (nebenbei ohne jede Choreographie, die Darsteller haben sich einfach erstechen lassen) und sogar die Inszenierung mit den Machtblitzen ist fern davon subtil zusein. Es gibt noch einige weitere Punkte, sei es Padmes Tod, Yodas Aussagen und sein Kampf, oderdass allgemein die Charaktere die sich eher durch Hirn als Schwert auszeichneten nun akrobatisch kämpfen müssen aber dieser Kern des ganzen Films und letztendlich der Prequeltrilogie als ganzes, ist leider völlig misslungen.