Hank M. hat geschrieben:Das Original war relativ linear, wodurch die Story konstant vorangetrieben wurde. Nach den bisherigen Ankündigungen bleibt zu befürchten, dass sich das Remake in "zu viel" Content verliert, so wie andere Spiele, wie z.B. Witcher 3, auch.
katzenjoghurt hat geschrieben:
Die meisten modernen längeren RPGs sind doch auch ziemlich absurd.
Ich weiß nicht genau, wann das gekippt ist... aber fast jedes moderne RPG heute
bedeutet für mich Arbeit nach der Arbeit. Das stumpfe Abklappern monotoner Tasks.
Und am Ende bleibt ein leeres Questbuch und 'ne Hand voll Achievements.
Keine bewegende Hintergrundgeschichte... keine Erinnerung an besondere Orte und
NPCs. Diese wären Kunst. Und Kunst ist teuer, denn sie fordert viel Talent, Ausdauer
und Kreativität. Fast unmachbar in Zeiten in denen Spiele industriell mit Methodologien
wie Scrum runtergerattert werden und hunderte Leute organisiert werden wollen.
bingo.
das ganze geschwafel zum remake hat mich dazu gebracht das alte FF7 nochmal einzulegen... und nachdem sich die nostalgie euphorik nach den ersten stunden etwas gelegt hat, komme ich zum gleichen entschluss. FF7 ist ein relativ lineares spiel. und der so großartige und mega umfangreiche content erstreckt sich im grunde auf eine handvoll npc die 2-3 infoboxen voll text von sich geben.
wirkliche orte in denen man sich länger als die übliche story sequenz aufhält sind auch an einer hand abzählbar.
dennoch macht FF7 den eindruck als ob es zum bersten voll mit content bepackt wäre. tja warum wohl? weil die macher damals anscheinend noch wussten WIE man mit dem content umzugehen hat und wie man ihn am effektivsten einsetzt.
davon mal abgesehen das FF7 voller secrets, geheimen statistiken und anderes NICHTOFFENSICHTLICHES verstecktes zeug steckt welches man auch beim 5? durchspielen noch nicht gerafft hat...
bin jetzt gerade im cosmo canyon angekommen und bis dahin war alles eine atmospherische achterbahnfahrt in der sich nix auch nur im ansatz wiederholt hat. ich bin von einer location zur anderen OHNE auch nur ein wiederholtes "quest" zu erleben. keine bringe x nach y um z im auftrag von y über x nach q zu schaffen... einfach nur story nach story und einzigartige erlebnisse (reaktor sprengen, don corneo gender quest, chocobo fangen, zolom schlange, fort condor minispiel, junon parade, gold saucer)
wie gesagt obwohl rein technisch gesehen die weltkarte recht karg ist und die einzelnen orte maximal 1-2 wirkliche npc's besitzen, HAT ES DEN ANSCHEIN, ALS OB das spiel mit content nur so vollgepackt ist.
und genau das ist eine handwerkskunst die in den letzten jahren mMn verloren gegangen ist.
manchmal ist weniger eben mehr...
und wenn ich mir das PR geschwafel da oben anschaue... naja... die hoffnung stirbt zuletzt...