Die Unterscheidung zwischen Zensur und Selbstzensur im Sinne von nur das eine sei schlecht, schlimm, böse, ist ziemlich zynisch, was im übrigen eine recht verbreitete Ansicht ist. Letzteres ist nicht die kleine, süsse, niedliche Form des anderen. In einem politisch freien Staat sollte es weder das eine noch das andere geben.
Die Leute, die das verharmlosen oder sogar gutheissen, wissen schlicht nicht was sie da reden, vor allem wenn die entsprechende Selbstzensur mit ihrer eigenen politischen Weltsicht übereinstimmt. Erst wenn sie das nicht mehr tut, werden auch sie einsehen, wie gefährlich oder tragisch das ist.
Nehmen wir Homosexualität zb. Sie ist in Deutschland nicht verboten, es kommen keine Männer vorbei, führen dich ab und schmeissen dich in irgendein Lager, wenn du dich als homosexuell outest. Es ist aber offenbar immer noch so sehr "geächtet", dass ein Thomas Hitzlsperger zb sich erst nach Karriereende geoutet hatte, oder dass es generell immer noch eine grosse Sache ist, wenn sich irgendeine bekannte Person outet, was völlig absurd ist.
Lange Zeit haben christliche, konservative oder antikommunistische Kräfte für Selbstzensur gesorgt. Zum Glück betrachten wir dies heute kritischer. Auf der anderen Seite sind aber heute auch so selbsternannte "progressive" Kräfte am Werk, die ihren autoritären Hut mit in den Ring werfen, was man genauso kritisch bewerten sollte. Verblüffender- oder gar paradoxerweise gleichen die sich sogar sehr oft mit typisch christl.-konservativen Werten. Der amerik. Hardcore-Christ hat diesen "verdorben-obszönen" Arschklatscher sicherlich auch nicht gern oder fällt bei soviel satanisch-pöhser Pixel-Haut gleich in Ohnmacht.......
wont someone pls think of the children.... >.>