System Shock - Vollständiges Remake bei den Night Dive Studios in Entwicklung

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Kajetan
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Re: System Shock - Vollständiges Remake bei den Night Dive Studios in Entwicklung

Beitrag von Kajetan »

sourcOr hat geschrieben:Vergleich das mit einem Speedrun, der segmentiert erfolgt: Ich kann jede schwierige Stelle gesondert probieren und die kürzesten Zeiten aneinander hängen. Erfolgt der Speedrun am Stück, muss alles stimmen, mehrere Situationen hintereinander müssen gemeistert werden.
Das ist richtig bez. eines Speedruns.

Aber hier geht es um Komfort und Bequemlichkeit, nicht um Schwierigkeit. Das tolle am freien Speichern ist ja ... ich MUSS nicht speichern, wenn ich nicht will. Doom auf Ultraviolence bleibt gleich schwierig, ob ich nun zwischendurch speichere oder alles auf einen Rutsch durchspiele. Es ändert sich nur das Zeitmanagement des Spielers. Nehme ich mir die Zeit, um so lange zu üben, um alles auf einen Rutsch durchzuspielen oder höre ich zwischendrin auf, weil das Leben nicht nur aus Doom auf Ultraviolence besteht?

Savepoints sind nur eine Herausforderung an das Durchhaltevermögen eines Spielers, nicht an sein Können. Denn eine schwierige Stelle kann ich nur mit Können bewältigen. Ob ich kurz vor dieser Stelle speichern kann oder ich nur einen Savepoint fünf Minuten vorher habe, ändert ja nichts an der Schwierigkeit dieser speziellen Stelle.

Wo ich zustimme, dass Savepoints only oder freies Speichern einen Einfluss auf den Spielfluss hat. Extrembeispiel "Prey", wo man Dank des Ghostworld-Features ja nicht "stirbt", sondern konstant durchspielt. Hier speichert man nur, wenn man a) freiwillig die Ghostworld so wenig wie nur möglich aufsuchen will (hätte es damals schon Achievements dafür gegeben, eines wäre "Has never entered Ghostworld" gelautet) oder b) ins Bett geht.
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sourcOr
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Re: System Shock - Vollständiges Remake bei den Night Dive Studios in Entwicklung

Beitrag von sourcOr »

Kajetan hat geschrieben:
sourcOr hat geschrieben:Vergleich das mit einem Speedrun, der segmentiert erfolgt: Ich kann jede schwierige Stelle gesondert probieren und die kürzesten Zeiten aneinander hängen. Erfolgt der Speedrun am Stück, muss alles stimmen, mehrere Situationen hintereinander müssen gemeistert werden.
Das ist richtig bez. eines Speedruns.

Aber hier geht es um Komfort und Bequemlichkeit, nicht um Schwierigkeit. Das tolle am freien Speichern ist ja ... ich MUSS nicht speichern, wenn ich nicht will. Doom auf Ultraviolence bleibt gleich schwierig, ob ich nun zwischendurch speichere oder alles auf einen Rutsch durchspiele. Es ändert sich nur das Zeitmanagement des Spielers. Nehme ich mir die Zeit, um so lange zu üben, um alles auf einen Rutsch durchzuspielen oder höre ich zwischendrin auf, weil das Leben nicht nur aus Doom auf Ultraviolence besteht?
Es geht eigentlich um alle drei Dinge. Doom auf Ultraviolence (nie gespielt *g* ersetz es durch einen beliebigen anderen guten Shooter) ohne zu Speichern erfordert, dass dein Können dauerhafter "Belastung" standhält und nicht nur auf kleine Sektionen angewendet bei dritten, vierten, fünften, etc. Versuch an Stelle A zum Erfolg führt. Einen Abschnitt gut zu meistern heißt nicht, dass man alle diese Abschnitte direkt hintereinander genauso gut meistern kann, z.B. einen Bosskampf komplett mit sämtlichen Phasen. Genau das fordert eine Begrenzung des Speicherns dem Spieler aber ab. Glück spielt dann nur noch eine kleinere Rolle. Speedruns sind hier aber ja eh sehr krasse Beispiele. Checkpoints oder limitierte Saves stückeln das Spiel ja in der Regel in wesentlich kleinere Abschnitte.

Klar ändert sich das Zeitmanagement dadurch. Es ist ärgerlich, vorallem wenn du zwischendrin abbrechen müsstest, bevor der nächste Checkpoint erreicht ist. Es ist unkomfortabel und höchst unbequem. Ändert aber nichts daran, dass es das Spiel zusätzlich schwieriger macht :)
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crewmate
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Re: System Shock - Vollständiges Remake bei den Night Dive Studios in Entwicklung

Beitrag von crewmate »

Kajetan hat geschrieben:
old z3r0 hat geschrieben:Nur als Tip falls du noch die Spieldateien hast, hier die erste Datei runterladen, in's System Shock 1-Verzeichnis kopieren, und dann die xcdShock-Datei starten.
Damit erhällst du höhere Auflösungen und ordentliche Maus-Tastatur Unterstützung.
Kein Augenkrebs und halb verkrampfte Hände mehr :wink:
Wer Night Dive für das Remake finanziell unter die Arme greifen will ... System Shock Enhanced auf Steam oder GOG. Höhere Auflösungen, etwas besser abgemischter Sound und gute Anpassung an "moderne" Keyboard-Belegungen. Spielt sich so flüssig, dass man das Speichern vergisst und nach einer unerfreulichen Begegnung mit einem Hopper feststellt, gerade eben über ne halbe Stunde Spielzeit in den Sand gesetzt zu haben.

SAVE OFTEN, SAVE EARLY! Da lernt man es wieder :)
Und die Maussteuerung ist wirklich eine Maussteuerung.
Deprisoph
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Re: System Shock - Vollständiges Remake bei den Night Dive Studios in Entwicklung

Beitrag von Deprisoph »

Uih - das Spiel welches mich neben Wing Commander in den 90ern am meisten beeinflusst hat, soll neu aufgelegt werden? Da bin ich zunächst mal recht skeptisch. Die gesamte Kampfmechanik und Steuerung von damals kann man keinesfalls übernehmen. Die Grafik natürlich auch kein bißchen. Ob dann noch die Stimmung rüberkommen kann? Ich erinnere mich, daß ich durch das Spiel meist ziemlich langsam ging. Oft genug gabs Situationen, die man kaum überleben konnte, wenn man da Ego-Shooter-mäßig reinlief.

Richtig "gruselig" fand ich das Spiel damals zwar auch nicht, aber es gab echt ne Menge Momente, die mir stark in Erinnerung blieben. Die Musik auf der ganzen Medizin-Ebene, wo man wach wird. Dieser zunächst üble dritte (war es der dritte?) Stock, mit den unsichtbaren Viechern, wo man zunächst von einem Fahrstuhl zum anderen rennen musste, sonst war die Wahrscheinlichkeit hoch, platt gemacht zu werden. Überhaupt der Fahrstuhl... mit FAHRSTUHLMUSIK hehe :D - Oder dann die Ebene mit den biologischen Habitaten voller Mutanten. Überhaupt immer wieder Momente, wo man von Gegnern regelrecht überrannt wurde, und die ich nur nach diversen Versuchen überlebt habe, indem ich mir ne brauchbare Taktik ausgedacht habe. Der Cyberspace ist mir dagegen als ziemlich nervig-schlechte "Flugsim" (eher Schwebe-Simulation) in Erinnerung geblieben.

Und ja - es war ein Spiel, wo ich nicht ansatzweise durchrushen konnte. Man musste die Logs lesen, bzw. anhören, um dort wichtige Infos einzusammeln und vor allem bin ich gerade beim ersten Durchgang ziemlich oft umgenietet worden und musste sehr oft regelrecht den Tod in Kauf nehmen, um zu lernen, daß da wieder eine Ecke auf mich wartet, wo erst ne passende Taktik finden muss.

Keine Ahnung, ob mir das heute so noch Spass machen würde, aber vor 20 Jahren hat es mich geflasht, ohne Ende ;)