Kajetan hat geschrieben:Der Rest ist weniger gut, um es mal ganz höflich auszudrücken.
Aber nun die Frage der Fragen: Und? Ich wiederhole mich: Wenn es mir Spaß macht (und ich nicht gezwungen werde), wo ist das Problem? Es gibt doch genügend andere Filme, die anspruchsvoller sind... wer an Transformers keinen Spaß hat, schaut sich halt was anderes an. Nur weil etwas nicht den höchsten künstlerischen Ansprüchen entspricht, ist es ja nicht so, daß es keine Existenzberechtigung hätte. Und genau das ist der Punkt: Wenn es nach den Kritiker von AC oder Transformers ginge, würde es AC oder Transformers in der jetzigen Form nicht geben. Und die vielen Menschen, die Spaß daran haben, würden in die Röhre schauen (bzw. sich ebenfalls alternative seichte Unterhaltung suchen).
Und in dem Punkt wird den Leuten eben doch der Spaß abgesprochen.
Um in deinem unpassenden Bild zu bleiben: Wenn das Quälen von Tieren eine weit verbreitete Beschäftigung wäre und man dafür normalerweise hochkomplizierte und technisch atemberaubende Maschinen verwenden würde... und aber viele Leute daneben auch ihren Spaß damit hätten, einfach mit einer Lupe Ameisen zu quälen... warum sollte man ihnen dann ständig sagen, daß das doch so Scheiße ist?
Über langfristige Folgen von AC bzw. von einfachen Unterhaltungsformaten kann man sich gerne unterhalten. So könnte man z.B. sagen, daß Ubisoft ja mittlerweile so etwas wie eine Standard-Blaupause für Open-World-Spiele entwickelt hat, die den einen nervt, den anderen kalt läßt, wieder einen anderen fesselt... und daß durch solche Standardisierungen eine gewisse Belanglosigkeit oder Langeweile Einzug in die Spielewelt hält... und daß auch andere Entwickler sich das Ganze abgucken... und daß plötzlich nur noch solche Spiele entwickelt werden - das ist ja öfter der Vorwurf an CoD... daß das gesamte Shooter-Genre CoD-versucht sei... darüber kann man gerne reden.
Aber die Lösung davon kann nicht sein, daß man bei jedem neuen Teil wie ein Kleinkind herumjammert und sagt, daß die doch endlich mal aufhören sollen. Es gibt wie gesagt genügend Auswahl heutzutage. Und wie jeder Trend wird sich der CoD-, AC-, Transformers-Trend irgendwann zu Tode geritten haben. Und dann kommen andere Trends nach - und auch das wird den Kritikern nicht gefallen.
Einfach, weil diese Kritiker diesen ominösen Massengeschmack nicht teilen. Ganz gleich, wie man versucht, dem Massengeschmack zu entsprechen, die elitären Kritiker werden damit nicht vollends zufrieden sein.
Eine friedliche Koexistenz ist daher die Lösung. Und genau das macht Ubisoft - siehe etwa die UbiArt-Spiele. Und vermutlich dürften durch große Projekte bei großen Studios (die dem Massengeschmack entsprechen) viele Leute erst so richtig in die Branche einsteigen, um sich dann früher oder später von diesen Studios zu verabschieden und andere Herausforderungen zu suchen. Diese Blockbuster machen also nicht nur vielen Leuten Spaß, sondern stellen auch eine gewisse Triebkraft für die Branche selbst dar.
Kurz: Wir brauchen solche Werke wie AC oder CoD oder Transformers.