Ich frag mich immer, wer dieses Märchen eigentlich in die Welt gesetzt hat? Der Normalbürger in Deutschland ist vielleicht in Relation zu den Flüchtlingen betrachtet reich. Aber in Anbetracht unseres eigenen Wohlstandsgefälles? Die meisten müssen doch wohl den ganzen Tag für ihren Unterhalt und "Luxus" hart (physisch wie psysisch) arbeiten gehen. Nicht selten ist's sogar schon ein zweiter Job (auch nur am Wochenende) geworden. Bei manchen manchen besteht der Luxus darin, gerade so über den Monat zu kommen, bei wieder anderen reicht es trotz Arbeit noch nicht mal dazu. Ich geh auch nicht aus Spaß arbeiten und steige jeden Tag in die Tretmühle des Kapitalismus ein. Ihr habt sicherlich schon davon gehört, dass ungefähr 80 % des Vermögens in Deutschland in der Hand der oberen 15-20 % sind. Wir sind also mit nichten so stark, wie es immer gerne dargestellt wird. Es sei denn, ihr zählt natürlich zu den Glücklichen.Veldrin hat geschrieben:Aus rein menschlicher Sicht: Nehmt sie alle auf, wir sind reich genug wir verkraften das. Wir sind stark.
Und unserer Wirtschaft geht's auch nicht so spitze. Die ist immer noch viel zu stark am Export orientiert. Wenn's mit China aufgrund von bescheurten Börsenaktionen mal wieder runtersegelt, kann sich das alles sehr schnell ändern. Die deutsche Exportindustrie wird nämlich immer abhängiger von China. Dann wird's nämlich lustig. Dann lassen sich Hinz und Kunz nicht mehr dieses Märchen aufbinden. Und bei einer Staatsschuld von 2.211 Milliarden Euro von reich zu sprechen...
Will damit sagen: Fahrt doch bitte mal diese Floskeln runter. Helfen kann man auch ohne so'n Käse zu erzählen.
