Vielleicht sollte es dir nicht ganz wurscht sein. Die Frage "Warum teilen so viele rechte bis rechtsextreme Gruppierungen meine Position?" kann durchaus ein relevanter Faktor sein, diese Position noch einmal zu überdenken.Scipione hat geschrieben:
Es ist völlig wurscht was sonst irgendeiner aus irgendwelchen eigenen Gründen sagt oder tut. Die werden ihre eigenen berechtigten oder unberechtigten Gründe haben. Interessiert schlicht nicht.
Ich kann es nur noch einmal wiederholen. Es geht mir nicht um Schubladen sondern bestimmte politische Spektren. Verortungen in diesen betreiben die Politikwissenschaft und Soziologie schon ewig. Ohne diesen wären kaum Studien zu bestimmten politischen Phänomenen und Gruppendynamiken möglich. Natürlich muss man sich auch immer ins Bewusstsein rufen, dass dahinter Individuen stehen. Aber diese sind natürlich von gesellschaftlichen Dynamiken beeinflusst und lassen sich in diesen auch in Spektren einordnen. Natürlich besteht Gamergate aus Individuen, natürlich haben da auch Libertäre mitgemischt, ebenso wütende pubertäre Teens, angepisste Gamer, Maskulinisten, Antifeministen, PUAs, Trolle, wahrscheinlich hier und da auch ein paar Linke (oder zumindest welche, die sich links im politischen Spektrum verorten).Du bist zu sehr in diesem Schubladen-Denken gefangen.
Die Themen waren aber klar rechte Themen: Feminismuskritik, Genderkritik, extreme Ablehnung der unabhängigen Presse, Kritik an Political Correctness. Das sind nunmal Themen, die im rechten Spektrum zu Hause sind. So etwas findet man weder auf dem Parteitag der Linken, noch in Diskussionsrunden von Attac oder Amnesty International... Und das hat ja auch inhaltliche Gründe. Der Antifeminismus hat eine Tradition als Backlash gegen Emanzipation und Feminismus, die im Zeichen des Linksliberalismus, Sozialismus und der Sozialdemokratie geboren wurden. Gender Studies ist eine progressive Wissenschaft, die sich kritisch mit dem gesellschaftlichen Status Quo auseinandersetzt und dabei auch viele Traditionen in Frage stellt (die der Konservatismus wahren will). Political Correctness (oder wie auch immer man es nennen will) ist im Prinzip die universellere Schwester dieses Ansatzes und als Reaktion auf rassistische, homophobe, transphobe Traditionen entstanden, die bestimmte Machtgefüge mitstabilisieren. Auch die Ablehnung dieser allgemeinen (btw. ebenfalls ziemlich heterogenen) Bewegung findet ihren Ursprung v.a. in politischen Richtungen, die den Status Quo wahren wollen, unabhängig davon ob durch Repression (Die konservative Rechte) oder der Ablehnung jeglicher staatlicher/wissenschaftlicher/sozialer Bemühung um Gleichberechtigung bzw. Gleichstellung (die libertäre Rechte)...
Wie gesagt, es geht nicht um Verallgemeinerung, aber zumindest ein bisschen sollte man schon den Gedanken über politische Spektren zulassen, wenn man politische/soziale Prozesse verstehen will. Und dann ist ziemlich eindeutig, wo sich Gamergate verorten lässt.
Ich nehme das dann einfach mal als Polemik von jemandem hin, der sich durch meinen Post sehr angegriffen gefühlt hat.^^Genauso wie diese Leute, die Flüchtlingsheime anzünden. Für die gibts auch nur: hier sind wir, und das sind die. Kein Verständnis für die komplexe Realität und dass Menschen Individuen sind.
Ich dachte Gamergate sei keine homogene Bewegung. Jetzt bin ich verwirrt.Ausserdem wäre es mir unbekannt, dass ein Pegida tausende Euro zur Unterstützung von Muslimen, oder amerik. Rassisten/KKK tausende Dollar zur Unterstützung von Schwarzen gesammelt hätte.
Oh, da zerbricht dein Vergleich schon
Anmerkung 2: Die PI-News haben sich auch wunderbar israelsolidarisch gezeigt (woraufhin der Zentralrat der Juden ziemlich deutlich gesagt hat, dass sie mit dem antimuslimischen Abschaum nichts zu tun haben wollen). Und die Endgamer haben versucht, das Zentrum für politische Schönheit für sich zu vereinnahmen (woraufhin die gesagt haben, dass sie mit dem antisemitischen Abschaum nichts zu tun haben wollen). Nur weil Querfront-Gruppen versuchen sich an linke Gruppen/Meinungsmacher anzubiedern, heißt das noch lange nicht, dass sie plötzlich auf der linken Seite stehen
Da war meine Zuordnung doch etwas fundierter und (trotz ein bisschen Polemik) sachlicher. Ich nehme auch dieses Zitat mal als Polemik von jemandem hin, der sich gerade sehr angegriffen fühlt.Aber ich kann sowas natürlich auch machen... Dann hast du auf der anderen Seite nämlich die white privileged SJWs, die nie wirklich erwachsen geworden sind, mit der emotionalen Reife von Kindern, die ständig rumplärren und sich von allem angegriffen fühlen, deren Eltern Mitglieder in Country Clubs sind, die sich deshalb leisten können solche Häkeltanten-Studiengänge wie Cultural, Communication oder Gender Studies zu wählen, oder weil der IQ und die Faulheit nicht für STEM fields reicht, die sich hauptsächlich von Frappuccinos ernähren und den ganzen Tag von ihren jeweils aktuellsten iphones und Co. tweeten wie ungerecht die Welt doch ist, während sie sich von useful idiots Spenden zukommen lassen, von den jeder Cent in der Hand der meisten Hispanics, oder generell von echten Hilfsbedürftigen besser aufgehoben wäre. Aber der nächste Frappuccino, die übergrosse Hornbrille oder die blaue Haarfärbung muss natürlich bezahlt werden.... :3
Für Gamergater auf jeden Fall. Es gibt auch für Pegidisten und AFDler in ihrem Weltbild legitime Gründe, warum sie gegen "eine bestimmte Art von Feminismus, Gender Studies und SJW Idiotie" auftreten.Es gibt konkrete, legitime und für einen normalen Menschenverstand nachvollziehbare Gründe, wieso GG gegen eine bestimmte Art von Feminismus, Gender Studies und SJW Idiotie auftritt.
Das grundsätzliche Problem der #Gamergate-Bewegung war, dass sie irgendwann - als sie massiv Widerstand erhielt von der politischen Linken, Feministinnen, Journalisten, Kabarettisten, Wissenschaftlern, Koryphäen der Gaming-Szene, Entwicklern, Publishern Stephen Colbert und Angry fucking Joe - damit anfingen Anti-Gamergate zu konstruieren und nach dessen Fehlverhalten zu suchen, während die vermeintlichen Anti-Gamergate einfach (um nochmal die Innuendo Studios zu zitieren) "really just the entire rest of the world" waren.Gegen Heuchelei, Rassismus, Sexismus, Lynchmob-Mentalität, unbeabsichtigte Inkompetenz, oder gezielte Hetze, Intelligenz mindernde Echo Chambers, Sekten-Mentalität, Angriffe auf Rechtsstaatlichkeit und elementare Menschenrechte wie die Unschuldsvermutung etc...
Sag mal, was genau hälst du davon für so verteidigungswürdig?
http://innuendostudios.tumblr.com/post/ ... is-one-was
Ich weiß vor allem, wer außer Gamergatern dieses Narrativ von Feminismus, Political Correctness und Gender Studies noch pflegt. Und dann sind wir wieder bei der politischen Rechten. Sorry. Aber isso.- Feministinnen, die einen Generalverdacht gegen alle Männer ausssprechen? Von welcher Seite kommt sowas üblicherweise?
- Gender Studies, die Mittel und den Namen der Wissenschaftlichkeit für ihre Agenda missbrauchen? Wer in der Geschichte hat das noch getan?
- SJWs, die sich allem schuldig machen, was sie anderen vorwerfen? Von doxxing, über death, rape und bomb threats, zu swatting und Leute mit perfiden Mitteln aus ihrem Beruf treiben...
Lügen, Lügen, Lügen... Warum muss der Diskussionsgegner immer gleich der Lüge überführt werden? Damit verhindert man doch effektiv jeden Diskurs. Nicht falsche Meinung, nicht schlechte Recherche. Immer gleich Lügen, Lügen, Lügen. Sarkeesian lügt, Quinn lügt, Kotaku lügt... dass die einfach andere Ansichten haben könnten oder durch eine Bias schlecht/falsch/einseitig recherchiert haben, wird nicht einmal in Betracht gezogen. Stattdessen müssen sie der Lüge überführt und damit als "böse" markiert werden. Das nervt so tierisch.Und apropos Lügenpresse.... du kannst natürlich wieder einmal diesen groben, schwammigen Begriff benutzen, um mangels echter Argumente, irgendwelche ominösen Verbindungen herbeizufantasieren, Fakt ist aber leider, dass es konkrete Fälle von Lügen gibt und auf die wird jeweils konkret mit dem Finger gezeigt, one by one.
Und unabhängig davon: Natürlich! Nur auf konkrete Fälle zeigen! Das machen die 9/11-Truther und Reichsbürger auch immer ganz schön... Das Problem ist, dieses auf Einzelfall-Zeigen wird immer zur Basis des großen Narrativs, wird immer in einen Gesamtzusammenhang eingebettet, indem DIE bösen Verschwörer gebranntmarkt werden sollen. Erinnere mich noch gut an die Gamergate-Hochzeiten, als irrwitzige Grafiken erstellt wurden, um nachzuweisen, wer mit wem (transmitting and literally) in die Kiste gestiegen ist, um ein böses Netzwerk von Gamerhassern herbeizureden, dass gemeinsam mit Feministinnen nur ein Ziel hat: Die Gamerwelt zu zerstören. Das ist 1a verschwörungstheoretisches Denken und das ist nunmal auch sowohl inhaltlich als auch methodisch primär im rechten Spektrum zu Hause.
(Und bevor jetzt wieder das Tu Quoque kommt: NEIN, ich charakterisiere #Gamergate nicht so als große Verschwörung weniger, wie Gamergate dies mit seinen Gegner tut. Und NEIN; Sarkeesian charakterisiert sexistische Strukturen nicht so als Verschwörung weniger, wie du es ihr vielleicht gleich vorwerfen möchtest)
Sorry, letzter Querschlag. Aber, der Stürmer und seine Freunde, die haben damals am lautesten "Lügenpresse!" geschrien.Aus deinem ständigen, ironischen und völlig undifferenzierten "Lügenpresse" Geschrei, kann man ja nur schliessen, dass du vor 80 Jahren genauso Den Stürmer verteidigt hättest.
Oh, bitte! Keine schlecht aufgelösten Screenshots mehr von angeblichen Verfehlungen der SJWs. Ich kann es nicht mehr sehen. Wurde damit im Herbst 2014 oft genug bombardiert... und es hat damals schon genervt und war kein sinnvoller Diskussionsbeitrag. Gott sei dank ist diese ganze Gamergate-Aufdeckungschose genau das: So voll 2014. Gamergate ist ziemlich tot... und schlecht gerochen hat es schon damals.(...)


